Was tun? Schnelle Hilfe bei LidzuckenAugenlid zuckt – Was steckt hinter Augenlidzucken? Was hilft?

Was hinter einem zuckenden Augenlid steckt, was man dagegen tun kann, wie lange es dauert und wann man damit unbedingt zum Arzt muss.

Ein zuckendes Augenlid ist fast immer harmlos und verschwindet meist ohne Behandlung

Ein zuckendes Augenlid ist fast immer harmlos und verschwindet meist ohne Behandlung (Foto: baranq | Shutterstock)

Wenn das Augenlid zuckt, ist das eine lästige Angelegenheit und die meisten Betroffenen sind zunächst ängstlich und verunsichert. Die Gedanken kranken schnell um ernsthafte neurologische Erkrankungen. Dabei ist Augenlidzucken in den allermeisten Fällen ein harmloses Muskelzucken, das nur deshalb als so dramatisch wahrgenommen wird, weil wir am Auge sehr empfindsam sind. Muskelzucken in anderen Körperregionen bleibt oft weitgehend unbemerkt. Ein Augenlid, dass zuckt ist auch dann fast immer harmlos, wenn es mehrere Tage anhält.

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Die Betroffenen nehmen das Zucken deutlich stärker war als die Umwelt. Obwohl man das Augenlidzucken zwar im Spiegel beobachten kann, sind die Bewegungen so kurz und klein, dass sie Dritten nur selten auffallen.

Ursachen für Augenlidzucken

Die Ursachen für Lidzucken
psychischer Streß
Magnesiummangel
hohe körperliche Überlastung / Überlastung
Müdigkeits- und Erschöpfungszustand
dauerhaftes Übertraining
gestörter Mineralstoffwechsel
Vitamin B Mangel
Überanstrengung der Augen (Lesen, Computerarbeit)
Durchfall (Mineralstoffmangel)
Infektion des Auges
Gerstenkorn
Fremdkörper im Auge
störende Wimper

Als häufigste Ursachen für ein zuckendes Augenlid gelten Mineralstoffmangel (z.B. Magnesium) – zum Beispiel in Folge von erhöhter körperlicher Aktivität oder einseitiger Ernährung – und Stress. Ein Mineralstoffmangel kann auch durch Durchfall ausgelöst werden.

Nicht mehr harmlos: Komplett schließendes Augenlid

Ein zuckendes Augenlid ist auch dann meist unbedenklich, wenn es über mehrere Stunden oder gar Tage angehält. Ein Warnsignal sollte aber ein Augenlid sein, das sich komplett schließt. Ein sich unwillkürlich schließendes Auge könnte ein Anzeichen für eine Bewegungsstörung der Augenlider (Blepharospasmus) sein und gehört in ärztliche Behandlung.

Hausmittel: Augenlid zuckt – Das hilft

Augenlidzucken „behandelt“ man am Besten mit körperlicher und geistiger Ruhe sowie einer vitamin- und nährstoffreichen Ernährung. In der Regel verschwindet das Zucken innerhalb weniger Stunden oder Tage von selbst.

  • Ablenkung – körperliche und geistige Aktivität, die vom „Problem“ ablenkt
  • Reduktion von Stress
  • Entspannungübungen
  • Magnesiumzufuhr
  • ausreichend trinken
  • Arztbesuch zur Beruhigung, Auflösung der Ängste
  • Zufuhr von Vitamin B

Ein zuckendes Augenlid erleben die meisten Erwachsenen irgendwann. Man ist gut beraten, dem Symptom möglichst wenig Beachtung zu schenken. Umso schneller verschwindet es in aller Regel.

Ein Tag Urlaub und ein Tag ohne Stress kann das Problem des Muskelzuckens am Lied schnell vergessen machen. Das hilft vor allem dann, wenn man sich mit spannenden Aktivitäten ablenkt. Auch die Einnahme von Magnesium oder Aspirin hilft Patientenberichten zufolge bei einem Teil der Betroffenen.

Sollte das Zucken am Auge nicht verschwinden, es den Alltag erschweren oder Sorgen bereiten, ist ein Besuch beim Arzt / Augenarzt die beste Empfehlung. Der kann mit einfachen Untersuchungen ernsthafte Erkrankungen in der Regel schnell ausschließen. Die Gesundheit des Auges ist kein Feld für Experimente.

Zuckendes Augenlid durch Magnesiummangel

Sollte ein Magnesiummangel ursächlich sein, treten meist noch weitere Symptome des Mangels auf. Welche das sind, können Sie hier nachlesen. Kurzfristig kann dann auf Magnesiumpräparate zur Nahrungsergänzung zurückgegriffen werden. Langfristig ist aber eine Ernährung wichtig, die dem Körper ausreichend Magnesium zuführt:

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Die wichtigsten Lebensmittel mit Magnesium-Gehalt

Magnesium wird für die Kommunikation zwischen Nerv und Muskel benötigt. Ein Mangel kann diese Funktion stören und das Augenzucken hervorrufen.

Homöopathie bei Lidzucken

Die Homöopathie behandelt ein zuckendes Augenlid mit verschiedenen Essenzen:

  • Agaricus Muscarius
  • Belladonna
  • Kalium Phosphoricum
  • Lycopodium
  • Magnesium Phosphoricum

in den Potenzen D3 – D30. Allerdings gibt es dafür – jenseits des Placebo-Effekts – keinen wissenschaftlichen Wirknachweis. Aber gerade bei psychosomatischen Erkrankungen ist der Placebo-Effekt ein mächtiges Werkzeug, das selbst dann funktioniert, wenn der Patient nicht bewusst daran glaubt.

Patientenerfahrungen

Einzelne Patienten haben positive Erfahrungen mit der Einnahme von Aspirin + C gemacht. Auch Trinkampullen mit Magnesium und Vitamin D12 konnten in einigen Fällen die Beschwerden lindern.

Eine vorsichtige Massage des Lids kann ebenfalls Linderung verschaffen. Dazu wird das Augenlid mit gründlich gewaschenen Händen und geschlossenen Augen vorsichtig kreisend massiert.

Auch Schlafbrillen, wie man sie für das Flugzeug kennt oder kühlende Gelbrillen können die Entspannung der Augenmuskulatur unterstützten. Manchen Betroffenen hilft auch genau das Gegenteil – nämlich Wärme. Ein warmer Waschlappen, der über das Gesicht gelegt wird, kann zur Beruhigung der gesamten Gesichtsmuskulatur beitragen.

Tipps zur Vorbeugung

Gerade Bildschirmarbeiter sollten auf regelmäßige Arbeitspausen achten. Jede Stunde sollten mindestens 5 Minuten Sehpause eingelegt werden. Dabei kann man in die Ferne schauen, den Blick schweifen lassen oder auch die Augen schließen. Als sehr angenehm empfunden wird es auch, die Hände schnell aneinander zu reiben, bis sie warm werden und sie dann auf die geschlossenen Augen zu legen.

  • ausreichend trinken
  • ausgewogene Ernährung für optimale Mineralstoffversorgung
  • Maßnahmen zur Stressreduktion (Sport, Meditation, Yoga etc.)
  • Abbau von Übergewicht
  • ausreichend Schlaf
  • regelmäßiger Tagesablauf
  • Reduzierung des Koffeinkonsums

Warnung

Ganz selten liegen dem Augenzucken ernsthafte gesundheitliche Beschwerden zugrunde. Dazu gehören Tumore, Fehlfunktionen im Gehirn und Nervenschädigungen. Wenn das Augenlid also längere Zeit zuckt und sich mit den genannten Methoden nicht therapieren lässt, ist ein Arztbesuch anzuraten. Wenn die Beschwerden vom Hausarzt bagatellisiert werden, muss man ggf. selbst auf eine Überweisung zum Neurologen drängen.

Sebastian Fiebiger (): Hattest Du schon mit Augenlidzucken zu kämpfen? Warst Du damit beim Arzt? Was hat der empfohlen? Hat es geholfen? Was hast Du selbst gegen das Lidzucken unternommen? War das erfolgreich? Wie lange dauerte es, bis Du das Zucken wieder los warst? Schreib uns Deine Erfahrungen, Meinungen und Fragen – direkt unter diesem Artikel, in den Kommentaren. Du hilfst damit auch anderen Betroffenen.

Quellen / Links zum Thema Augenlidzucken

1 Wikipedia-Artikel zum Thema Augenlid
2 Die wichtigsten Augenkrankheiten beim Bundesverband der  Augenärzte
3 Infos zum Magnesiummangel

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