Ursachen und Ansteckung
Bronchitis

Bronchitis

Eine Bronchitis gehört in ärztliche Behandlung (Foto: Image Point Fr | Shutterstock)

Die Bronchitis ist eine der häufigsten Lungenwegsinfektionen. Hierbei entzünden sich die Schleimhäute in den Bronchien. Vorwiegend sind es Erkältungsviren, die die Schleimhaut besiedeln, sich dort vermehren und die charakteristischen Symptome einer Bronchitis hervorrufen. In seltenen Fällen kommen auch Bakterien als Ursache infrage. Die Bronchien sind ein Röhrensystem, welches zwischen den Lungenzellen und der Luftröhre liegt. Sie sind im Inneren mit einer Schleimhaut ausgekleidet, auf der winzige Flimmerhärchen wachsen. Entzündet sich die Schleimhaut mit den Flimmerhärchen und sondert vermehrt Schleim ab, spricht man von einer Bronchitis.

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Ursachen

Eine akute Bronchitis ist die Folge eines Infekts der oberen Atemwege, der sich in Richtung der Bronchien ausweitet. In den allermeisten Fällen (ca. 80-90 Prozent) sind Viren die Auslöser. Selten kommen auch Bakterien, Pilze und Giftstoffe als Auslöser in Frage.

Sind die Patienten durch den Virusinfekt geschwächt, können sich häufig auch Bakterien ausbreiten. Man spricht dann von einer bakteriellen Co- oder Superinfektion. Sie ist es auch, die im Rahmen der Bronchitis-Behandlung den Einsatz von Antibiotika rechtfertigt. Denn gegen den auslösenden Virusinfekt sind Antibiotika wirkungslos.

Kehrt die Bronchitis häufig wieder, kann eine Schwächung des Immunsystems (bspw. durch eine HIV-Infektion) ursächlich sein.

Risikofaktoren

Es gibt einige Risikofaktoren, die das Risiko einer Bronchitis erhöhen:

  • anhaltende Kälte (Wintermonate)
  • Feinstaub
  • Feuchtigkeit
  • klimatisierte Räume
  • Linksherzinsuffizienz
  • Luftverschmutzung
  • Rauchen
  • trockene Luft

Die Bronchitis kann auch in Folge einer Masern- oder Mumps-Infektion auftreten.

akute Bronchitis

Schematische Darstellung der akuten Bronchitis (Abb.: rob3000 | Bigstock)

Infektion und Ansteckung

Die typischen Erreger der Bronchitis (Viren) werden per Tröpfcheninfektion weitergegeben – insbesondere durch Einatmen der feinen Tröpfchen, die beim Husten oder Niesen entstehen.

Wie bei einer „normalen“ Erkältung können die Viren aber auch über eine Schmierinfektion übertragen werden. Wenn infektiöses Sekret auf Gegenstände wie Türklinken, Lichtschalter und Haltegriffe gelangt, wird die infektiöse Flüssigkeit mit den Händen aufgenommen. Geraten die Hände danach in Kontakt mit den Schleimhäuten (bspw. durch Augenreiben, Popeln), kann es zur Infektion kommen.

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Kommentieren? 02.02.2017
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