Was zu tun ist, wenn Babys Durchfall habenDurchfall beim Baby – Was tun?

Wir verraten, was man tun kann, wenn das Baby unter Durchfall leidet, was Flaschenkinder und Stillbabys unterscheidet und was sonst noch zu beachten ist.

Ein Baby mit Durchfall gehört in ärztliche Behandlung

Ein Baby mit Durchfall gehört in ärztliche Behandlung (Foto: Toranico | Shutterstock)

Eine häufige Entleerung des Darms sowie eine wässrige, breiige und manchmal auch schleimige Konsistenz des Stuhlgangs gehören zu den typischen Symptomen einer Durchfallerkrankung. Wenn das Baby unter Durchfall leidet, sollten Eltern dies nicht auf die leichte Schulter nehmen. Meistens wird plötzlicher Durchfall durch Viren wie Rota- und Noroviren ausgelöst, aber auch Bakterien wie E. coli und Salmonellen kommen als Ursache infrage. Auch eine Nahrungsmittelunverträglichkeit oder eine Klimaumstellung können für den Durchfall verantwortlich sein.Bei Durchfall ist es wichtig, dem Baby möglichst schnell zu helfen. Durch die häufigen Stuhlentleerungen kommt es zu einem Verlust von Flüssigkeiten und Elektrolyten im Körper. Am besten lässt sich der Flüssigkeitsmangel durch Kräutertees wie Kamillen- und Fencheltee sowie mit Elektrolytlösungen aus der Apotheke ausgleichen. Elektrolytlösungen sind in Pulverform erhältlich. Diese werden in abgekochtem Wasser oder Tee aufgelöst. Um sicher zu gehen, dass die Flüssigkeit vom Baby aufgenommen wird, empfiehlt es sich, die Getränke in kleinen Mengen mit einem Löffel zu verabreichen.

Babys, die gestillt werden

Babys die noch gestillt werden, sollten neben Tee und Elektrolytlösungen auch weiterhin die Muttermilch erhalten. Gesüßte Getränke und unverdünnte Fruchtsäfte sind jedoch nicht geeignet, da durch den unabgebauten Zucker noch mehr Wasser in den Darm gelangt. Dies führt zu weiteren Durchfällen.

Flaschenkinder

Babys die mit der Flasche gefüttert werden, können weiterhin die Fertigmilchnahrung erhalten. Allerdings ist darauf zu achten, diese dünner als sonst anzurühren. Dadurch wird eine bessere Verträglichkeit gewährt. Bei einem über fünf Monate altem Baby haben sich auch pürierte Bananen, geriebene Äpfel, gekochte Haferflocken sowie Reis, Zwieback und trockenes Toastbrot zur Eindämmung des Durchfalls bewährt. Babys sollten keinesfalls auf Diät gesetzt werden, da sie sonst zu wenig Kalorien zu sich nehmen. Dies hätte einen unkontrollierten Gewichtsverlust zur Folge und würde das Baby zusätzlich schwächen. Durchfall ist auch für den zarten Baby-Po eine Strapaze. Mit einer guten Schutzcreme lassen sich Hautreizungen vermeiden.

Arztbesuch meist unumgänglich

Ein Arztbesuch ist in vielen Fällen trotzdem unumgänglich. Wenn das Baby über mehr als sechs Stunden vom Durchfall geplagt wird, blutige Stühle, Fieber, Erbrechen, Apathie oder eine strikte Nahrungsverweigerung dazu kommen, ist keine Zeit zu verlieren, und umgehend ein Arzt zu konsultieren. Medikamente gegen Durchfall sollten dem Baby nur verabreicht werden, wenn diese vom Arzt verordnet wurden.

Hygiene

Gezielte Hygienemaßnahmen wie strickte Sauberkeit bei der Nahrungszubereitung und eine Sterilisation der Milchflaschen können eine Durchfallerkrankung beim Baby verhindern. Erkrankt das Baby trotz aller Vorsicht, so ist neben den gezielten Hilfsmaßnahmen auch schmusen und kuscheln wichtig, um schnell wieder gesund zu werden.

Hatte Dein Baby schon mal Durchfall? Was hast Du unternommen? Was hat der Arzt empfohlen? Hat es geholfen? Wie lange dauerte der Durchfall? Schreib uns Deine Erfahrungen, Ergänzungen und Fragen – direkt unter diesem Artikel, in den Kommentaren. Du hilfst damit auch anderen Betroffenen.

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