Heilung & Methoden
Dammschnitt

Dammschnitt-Heilung

Ein Dammschnitt ist – wie die Geburtsschmerzen – meist schnell vergessen
(Foto: alice-photo | Shutterstock)

Der Dammschnitt wird auch als Episiotomie bezeichnet und dient bei der Geburt dazu, dass der Beckenboden nicht reißt, wenn er überdehnt wird. Der Dammschnitt wird dann durchgeführt, wenn es sich um eine Frühgeburt handelt oder wenn das Kind eine ungünstige Lage für die Geburt erkennen lässt. Dies ist zum Beispiel bei Beckenendlagen der Fall. Wenn eine Geburt das Herz des Kindes überfordert und die Herztöne beginnen abzufallen, wird häufig auch der Dammschnitt angewendet. Ein Dammschnitt kann auch dann eingesetzt werden, wenn der Beckenboden sehr straff ist oder wenn grundsätzlich ein Dammriss befürchtet wird.

Drei Arten des Dammschnitts

Dammschnitt

Dammschnitt – Schematische Darstellung (Abb.: Blamb | Shutterstock)

Medialer Dammschnitt: Der Dammschnitt, bei dem der Schnitt von der Mitte aus zum After hin verläuft, wird als medianer Dammschnitt bezeichnet. Diese Art des Dammschnitts bietet gute Ergebnisse in der Heilung und stellt auch kosmetische Ansprüche zufrieden. Die anschließende Heilung ist unkompliziert. Bei dieser Form des Dammschnitts wird eine Entbindung mit der Zange oder eine Entbindung mit der Saugglocke schwierig, denn diese Form des Dammschnitts kann nicht erweitert werden.

Mediolateraler Dammschnitt: Der Dammschnitt, bei dem der Schnitt von der Mitte ausgehend hin zur Seite verläuft, wird auch als mediolateraler Dammschnitt. Er kann bei Bedarf erweitert werden. Diese Art des Dammschnitts wird am häufigsten angewendet. Der Nachteil bei diesem Dammschnitt ist die kompliziertere Heilung. Es entsteht eine große Wunde, die längere Zeit für die Heilung benötigt und es können starke Blutungen auftreten.

Lateraler Dammschnitt: Der Dammschnitt, bei dem der Schnitt seitlich ausgeführt wird, wird als lateraler Dammschnitt bezeichnet. Auch hierbei gibt es Erweiterungsmöglichkeiten während der Geburt. Wie bei dem mediolateralen Dammschnitt entsteht eine größere Wunde, die längere Zeit für die Heilung braucht. Da auch Komplikationen mit der Wundheilung bekannt sind, wird diese Art des Dammschnitts nur in Ausnahmefällen angewendet.

Die Dauer der Wundheilung eines Dammschnitts

Grundsätzlich muss mit sechs Wochen für die Wundheilung einer Episiotomie gerechnet werden. Nach sechs Wochen haben sich die Fäden aufgelöst und auch Schwellungen sind zurückgegangen. Da während dieser Zeit auch ein Wochenfluss vorhanden ist, ist generell von jedem Geschlechtsverkehr abzuraten. Der Wochenfluss ist stark infektiös und kann auch dem Partner schaden. Die Wöchnerin wird noch Schmerzen haben und auch dies ist ein Grund, auf den Geschlechtsverkehr zu verzichten.

Patientenerfahrungen und Ergänzungen?

Sebastian Fiebiger: Hattest Du einen Dammschnitt? Warum wurde der veranlasst? Gab es Komplikationen? Wie verlief die Heilung? Schreib uns Deine Meinung, Erfahrungen und Ergänzungen. Wir freuen uns über Deinen Kommentar – direkt unter diesem Artikel. Das funktioniert auch ganz ohne lästige Anmeldung.

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