Therapie von Depressionen
Behandlung der Depression

Depression

Die Behandlung einer Depression gehört in kompetente Hände (Foto: Africa Studio | Shutterstock)

Bei fehlender Behandlung tendieren wiederkehrende Depressionen dazu, immer stärker zu werden. Kaiserin Elisabeth von Österreich (1837-1898) kurierte ihre Depressionen beispielsweise mit Reisen, Sport und Diäten. Sie hat damit teilweise richtig angesetzt, denn Bewegung – vor allem Ausdauertraining – kann stimmungsaufhellend wirken. Ebenso kann ein soziales Netzwerk von Freunden und Familie einen wichtigen Halt geben. Belastende Alltagssituationen werden durch einen kraftgebenden familiären Hintergrund und Freundeskreis leichter bewältigt.

Psychotherapie

Bei länger anhaltender Depression ist professionelle Hilfe ein Muss. Eine Psychotherapie kann ständig negative Gedanken, die allmählich zur Depression geführt haben, sichtbar machen, sie analysieren und durch positive neue Gedanken ersetzen. Ein Selbstsicherheitstraining hilft zusätzlich, Vertrauen und Sicherheit in sich selbst aufzubauen. Auch werden unglückliche und problematische Beziehungen in Gesprächen mit dem Psychotherapeuten aufgearbeitet, genauso wie Verlusterlebnisse und Konflikte. Oft steht am Anfang eine Durchleuchtung der Lebensgeschichte des Betroffenen, die dem Therapeuten oftmals Aufschluss über die möglichen Ursachen der Erkrankung gibt und ihm somit Ansätze zur erfolgreichen Aufarbeitung aufzeigt.

Antidepressiva

Unterstützend werden Antidepressiva verschrieben, die das Gehirn stimmungsaufhellend beeinflussen. Diese antidepressiven Medikamente wirken erst nach einigen Tagen und es ist zumeist eine längere Einnahme vonnöten, um keinen Rückfall zu erleiden. In Zusammenhang mit Depressionen wird auch oft das Johanniskraut als Heilmittel genannt, das Berichten zufolge jedoch nicht ganz unumstritten ist, da es zum einen eine höhere Dosis benötigt, um eine Wirkung zu erzielen und zum anderen Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten und Nebenwirkungen wie etwa erhöhte Lichtempfindlichkeit hervorruft.

Für Manisch-Depressive kommt in ihren manischen Phasen allerdings die Behandlung mit Antidepressiva nicht in Frage, sie bekommen andere Medikamente zur Linderung der Symptome verschrieben.

Lichttherapie gegen Depressionen

Eine weitere Möglichkeit ist die Lichttherapie. Vor allem bei SAD – der Saisonal Abhängigen Depression, die auf Lichtmangel zurück zu führen ist – wird die Lichttherapie sehr erfolgreich eingesetzt. Hiefür werden spezielle Lampen mit großer Lichtstärke für tägliche Bestrahlungen von dreißig bis vierzig Minuten verwendet. Diese Therapie sollte mindestens zwei Wochen lang angewendet werden. Besserung verspürt der Patient schon nach ein paar Tagen. Eine weitere Methode ist die Wachtherapie. Hiebei handelt es sich um gezielten Schlafentzug, der stimmungsaufhellend wirkt. Der Patient bleibt in der zweiten Nachthälfte wach und darf sich erst am nachfolgenden Abend wieder schlafen legen. Diese Vorgehensweise wiederholt man zwei bis drei Mal. Eine Besserung tritt sofort ein, ist aber nicht von langer Dauer. Sie ist allerdings gut kombinierbar mit anderen Maßnahmen zur Stimmungsaufhellung.

Positive Lebenseinstellung als Vorbeugung

Einer Depression völlig vorzubeugen ist wohl aufgrund vieler äußerer Umstände und Ereignisse, die einen im Laufe des Lebens ereilen können, unmöglich. Soweit man es jedoch beeinflussen kann, sollte man sich eine positive Einstellung zum Leben bewahren oder finden. Zu tun, was einem Spaß und Freude macht und sich immer wieder erfreuliche Ziele stecken, ist bestimmt das Erfolgsrezept für ein ausgeglichenes Gemüt. Im Leben seine Talente und Fähigkeiten zu entdecken und damit zu arbeiten, ist zusätzlich eine sehr erfüllende Lebensart.

Denn wie schon der spanische Philosoph José Ortega y Gasset (1883-1955) sagte: „Hartnäckige Übellaunigkeit ist ein allzu klares Symptom dafür, dass ein Mensch gegen seine Bestimmung lebt.“

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Kommentieren? 21.04.2018
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