Ungesättigte Fettsäuren machen schlauerStudie: Rotes Fleisch und Milchprodukte machen dumm

Der häufige Verzehr von rotem Fleisch und Milchprodukten senkt die geistige Leistungsfähigkeit, während ungesättigte Fettsäuren die Geistesleistung steigern können.

Macht rotes Fleisch wirklich dümmer?

Macht rotes Fleisch wirklich dümmer? (Foto: PonomarenkoNataly | Shutterstock)

Die im „Annals of Neurology“ veröffentlichte Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die Gehirne von Fleischliebhabern schneller altern. Die Untersuchungen wurden an rund 6.200 gesunden Frauen über einen Zeitraum von fünf Jahren durchgeführt. Frauen, die ihren Fettbedarf zu einem hohen Anteil aus gesättigten Fettsäuren deckten, wiesen deutlich geringere kognitive Leistungen auf. Frauen, die hingegen vor allem Lebensmittel mit ungesättigten Fettsäuren zu sich nahmen, waren geistig leistungsfähiger.

Lässt rotes Fleisch das Gehirn schneller altern?

Die Wissenschaftler führen die unterschiedliche Leistungsfähigkeit auf eine beschleunigte Alterung des Gehirn zurück, die bei einem hohen Konsum von rotem Fleisch auftritt. Die Gehirne der Fleischliebhaber wiesen einen Alterungszustand auf, der für Menschen, die um fünf bis sechs Jahre älter sind, typisch ist.

Die Empfehlung der Forscher lautet, den Konsum von rotem Fleisch zu reduzieren und tierische Fette durch Pflanzenfette zu ersetzen.

Einordnung der Studienergebnisse

Eine Ernährung, die auf einem hohen Anteil von gesättigten Fettsäuren basiert, ist in vielerlei Hinsicht ungesund. Die Hirnleistung hängt allerdings von so vielen Faktoren ab, dass ich das Ergebnis der Studie nicht unterschreiben würde. Insbesondere ist die Aussagekraft dieser Studie dadurch reduziert, dass man nur den Fettkonsum nicht aber die sonstigen Lebens- und Ernährungsgewohnheiten untersucht hat.

Dadurch wird die Trennung von Ursache und Wirkung schwierig. Die Gegenthese wäre: Dumme Menschen mögen rotes Fleisch.

Beiträge zur gesundheitlichen Wirkung von rotem Fleisch

1 Wie rotes Fleisch zur Krebsentstehung beitragen könnte | Ernaehrung.de
2 Rotes Fleisch und Rauchen erhöhen das Risiko für Arthritis | Psoriasis Netz
3 Der Unterschied zwischen rotem und weißem Fleisch | eatrack
4 Neu5Gc – Rotes Fleisch und Atherosklerose und Krebs | Veggie Kids
5 Rotes Fleisch besteuern?! | Sciencefiles
6 Rotes Fleisch – mit Vorsicht zu genießen | Das ist drin
8 Gebratenes rotes Fleisch – die Hauptursache für Prostatakrebs? | Yamedo
9 Gute Seiten, Schlechte Seiten: Rotes Fleisch | Amapur

Sebastian Fiebiger: Wie hältst Du es mit dem Fleischkonsum? Isst Du gerne rotes Fleisch oder magst Du eher Hähnchen? Hast Du mal vegetarische Ernährung ausprobiert? Schreib uns Deine Meinung und Erfahrungen – direkt unter diesem Artikel, in den Kommentaren.

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  • 🕝 Claudia T.

    Sorry, aber dieser Artikel ist doch journalistischer Schrott allerhöchster Klasse.

    Da wird von einer Studie berichtet, ohne den Studiendurchführenden und Studienort (bei Ernährungsstudien von hoher Relevanz) zu benennen. Ein ernst zunehmender Journalist macht das nicht.

    Dann wird behauptet, die Studie sei in einem Magazin veröffentlich worden, der Journalist setzt aber weder den Link zum Abstract. Noch benennt er den Studientitel. Was im sauberen Journalismus Pflicht ist.

    Dann wird in dem Artikel aufgrund einer Studie, die angeblich nur bei Frauen (?) durchgeführt wurde, das mögliche Ergebnis wild auf alle Geschlechter runtergebrochen. Ganz großer wissenschaftlich-journalistiscer Schrott. Ein absolutes NoGo! Das ist richtig blöd!

    Kongnitive Kompetenz bzw. Abwesenheit derer mit Dummheit gleichzusetzen, da möchte man dem Autor auch herzlich nahelegen, sich einmal mit der Bedeutung beider Worte auseinander zu setzen.

    Dann sucht man – also ich – in der Datenbank von Annals of Neurolgoy nach dieser Studie auf Basis der möglichen Keywords. Ich finde sie nicht! Das lässt doch stark die Vermutung zu, die gibt es gar nicht.

    Schlimmer dummer journalistischer (ich will diese dumme Geschreibsel eigentlich nicht so nennen) Populismus.

    Und dann dieser Beitrag der Bildredaktion. Au weia.

  • 🕝 Anonymous

    Sagte die Fleischkonsumentin…

  • 🕝 lucie

    offensichtlich das pendant zur studie „schöne menschen sind intelligenter als weniger schöne“.. sehr amüsant… 😉

  • 🕝 Petra

    Der Bericht ist gut verfasst und nett zu lesen, die Studie ist Schrott.

    Ich wünsche mir einen Bericht über die verdummende Eigenschaft von Kohlenhydraten wie z.B. Saccharose oder Amylopektin.

  • 🕝 Elfen Kauz

    was es nicht alles für blödsinnige Studien gibt…

  • 🕝 Michael

    Es ist aber auch dumm, aus der fehlenden Quellenangabe zu schliessen, dass die Studie automatisch nicht stimmt.

    Ein Kritikpunkt ist für mich jedenfalls der Kommentar des Autors „würde ich so nicht unterschreiben“, gespickt mit einer minimalen Begründung. Wenn man an einer ordentlichen Studie zweifelt (bitte wohl mit Quellenangabe), die wohl mit einigem Aufwand gemacht worden ist, dann darf bitte für Einwände schon ein wenig mehr an Erklärung gefordert werden. Und es wird vom Autor erwartet, dass er sich die Mühe macht, diese auch durchzulesen.

  • 🕝 Flo

    Dieser Artikel ist genauso schlecht, wie die Studie. Ich bin Vegetarier und setze mich in meinem Studium viel mit quantitativen Methoden auseinander, aber an der Studie und ihrer Interpretation ist einfach so viel kritikwürdig.

    Zum einen die Machart: Welche Rolle spielt das Milieu (da vegetarische Frauen eher in der Mittel- und Oberschicht zu finden sind, haben sie vielleicht auch einfach per se die höhere kogn. Leistung [ererbt + erworben]), gab es Kontrollgruppen, Placeboeffekte usw…? Warum nur Frauen? Wie objektiv ist die Messbarkeit der kogn. Leistungsfähigkeit?…

    Zum Anderen dieser Artikel. Alarmistisch, unseriös, falsch. Unter dem Etikett „Studie“ werden (nicht nur hier) fragwürdige, übertriebene und z.T. einfach sachlich falsche Ergebnisse publiziert, weil sowas natürlich Klicks generiert. Das führt dazu, dass immer neue Lebensmittel verteufelt werden. Fett, Zucker, Fleisch, Proteine, Obst,…kaum etwas wurde noch nicht als Ursache allen menschlichen Leids angeprangert und aufmerksamkeitsheischend veröffentlicht. Dabei ist es so simpel! Wenn man einfach natürliche Lebensmittel ausgewogen und maßvoll zu sich nimmt, ernährt man sich schon gesund und vor allem (trotz Fleisch und Milch) gesünder, als die Apologeten radikaler Ernährungsformen wie Paläo oder „vegan-raw“, die letzten Endes unter Mangelerscheinungen leiden.

    Doch anstatt sich einfach und ausgewogen zu ernähren sucht man die Schuld am körperlichen Unwohlsein lieber in irgendwelchen gewöhnlichen Lebensmitteln, als die viel zu schnelle und gestresste Lebensweise moderner Menschen und ihrem Gott, dem Mammon zu hinterfragen.

    Abschließend bleibt mir nur der Wunsch, dass so abstruse Studien bitte nicht mehr gemacht werden (oder wenn vernünftig) und vor allem nicht mehr so dramatisiert veröffentlicht werden. Das evoziert doch nur die Verunsicherung, die dann zu extremen Ernährungsformen führt, weil Menschen das lesen und dem unreflektiert Glauben schenken.

  • 🕝 kevin

    son quatsch

  • 🕝 Anonymous

    @flo

    Du bemängelst hier angebliche methodische Fehler und behauptest, im Stoff zu stehen. Dein Kommentar macht aber einen gänzlich anderen Eindruck.

    Wenn Du tatsächlich in diesem Bereich unterwegs bist, weißt Du, warum man nur Frauen untersucht hat. Die Studie – greift wie ein Großteil der amerikanischen Studien in diesem Bereich – auf das bewährte Panel der WHS zurück, das eben – entgegen Deiner Kritik – sehr sorgfältig selektiert ist.

    > da vegetarische Frauen eher in der Mittel- und Oberschicht zu finden sind

    Genau deshalb hat man eben nicht irgendwelche Vegetarierinnen gegen Fleischesserinnen gemessen, sondern auf das WHS-Panel zurückgeriffen, das nur aus medizinischem Personal besteht. Aus 40.000 Panelisten wurden die 6.000 Probandinnen selektiert. Die kognitive Leistung wurde eingangs und am Endpunkt der Studie erhoben und verglichen.

    > Dabei ist es so simpel! Wenn man einfach natürliche Lebensmittel ausgewogen

    Und nachdem Du – offenbar ohne fundierte Kenntnis – obige wissenschaftliche Untersuchung madig gemacht und das Veröffentlichen selbiger kritisiert hast, zauberst Du jetzt die „richtige“ Ernährungsweise einfach mal so aus dem Hut.

    Uhmmmm … ja, das überzeugt mich jetzt.

    Früher vertrauten wir auf die Wissenschaft. Heute auf den Flo im Internet.

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