Forschung
Neue Studie: Alkohol macht schlau

Alkohol zerstört Gehirnzellen und macht dumm? Stimmt nicht, sagt eine neue britische Studie. Zumindest geringe Trinkmengen sollen sogar schlau machen.

Macht Saufen schlau?

Macht Saufen schlau? (Foto: Richard Peterson | Shutterstock)

Wir kennen den ewig gleichen Blödeldialog zum Thema Alkoholkonsum:

„Sauf nicht so viel! Alkohol tötet Gehirnzellen!“
„Ja, aber nur die schwachen. Das ist geistige Evolution.“

Dass da durchaus etwas dran sein könnte, wollen Forscher am britischen LUC jetzt herausgefunden haben. In einer Studie an über 10.000 Beamten untersuchten sie den Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und Intelligenz der Probanden.

Das erstaunliche Egebnis der Untersuchung:

Saufen macht tatsächlich schlau

Schon Probanden, die einmal die Woche Alkohol tranken, schnitten in den Tests deutlich besser ab als Alkoholtotalverweigerer. Die besten Werte erreichten Studienteilnehmer, die einen halben Liter Wein bzw. einen Liter Bier pro Tag tranken. Die Forscher führen den Zusammenhang auf die durchblutungssteigender Wirkung des Alkohols zurück und befürworten sogar regelmäßigen, leichten Alkoholkonsum – ganz im Gegensatz zum gelegentlichen Besäufnis.

Kommentar:

„Fressen ist für die Dummen – Saufen für die Schlauen“

Die Frage ist doch, ob Saufen wirklich schlau macht oder ob schlaue Leute einfach mehr trinken. Dazu gibt es immerhin schon ein altes Sprichwort: „Fressen ist für die Dummen – Saufen für die Schlauen“.

Weiterhin stellt sich die Frage – selbst wenn ein Zusammenhang besteht – ob bei den genannten Mengen nicht die schädigende Wirkung auf den Körper schwerer wiegt als die Vorteile des Intelligenzgewinns. Immerhin liegen ein halber Liter Wein oder ein Liter Bier schon deutlich über den Grenzwerten der WHO für eine Gesundheitsschädigung.

Das Risiko, in eine Alkoholsucht zu schlittern, ist bei diesen Mengen hoch. Und spätestens dann geht die Rechnung mit dem Intelligenzzuwachs nicht mehr auf. Alkoholiker bauen im Verlauf ihrer Sucht kognitiv stark ab.

Mein Tipp: Lieber ein bisschen langweilen. Das macht auch schlau.

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2 Kommentare
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  • 🕝 prokesch

    ….in der Tat, Alkohohl ist das allergrösste Geheimnis der „geistigen“ Evolution des Menschen.

    Nach dem Aussterben der Dinos entwickelte sich vor 60 bis 70 Millionen Jahren über den

    Altweltaffen der Neuweltaffe.

    Und genau dieser „neue Affe“ wechselte von den Bäumen auf den Boden.
    Und dann geschah überhaupt das wichtigste seit dem Beginn der gesamten Menschheitsentwicklung.

    In den Baumkronen umherhüpfend genossen die „Baumaffen“ immer die frischesten Früchte (alkoholfrei) der verschiedensten Bäume.

    Nur der am Boden laufende Artgenosse aß auch verdorbene (vergorene) Früchte.
    und dann ergang es ihm wie Noah in der Bibel, er hatte schlichtweg einen ziemlichen Rausch, da sein Körper noch nicht auf sofortigen Abbau von Alkohol (es fehlte im ein wichtiges Enzym, das heute jeder moderne Mensch hat) eingestellt war.
    Dieses Enzym mit dem Namen Aldehyddehydroganese (ALDH) ermöglich uns erst grössere Alkoholmengen zu konsumieren.

    Aber viel wichtiger als der Abbau des Alkohols aus seinem Körper, war der Prozess, der
    in seinem Gehirn abzulaufen begann. Langsam begann sein Gehirn anders zu arbeiten, als das seiner Artgenossen. Es fand eine Veränderung statt, z.b. begann er einen Stein aufzuheben um ihn von sich zu werfen, er begann beide Hände zu benutzen, das sein Kollege am Baum natürlich nie konnte.
    Ich möchte nur damit sagen, und ich bin davon 100%ig überzeugt, dass der „Alkohohlgeist“ die menschliche (geistige) Evolution startete.

    Der amerikanische Philosoph Bernd Vallee formolierte es ganz treffend:
    „Die Muttermilch der Zivilisation ist der Alkohol“.

    Alkohohl verändert Denkvorgänge, z. b. Computer befinden sich in einer Schleife, und dem Menschen kann das ebenso, sogar unbewusst passieren. Etwas Alkohohl könnte vielleicht mehr oder minder schnell die Lösung sein?

    Aber nur denken verändert nichts auf der Welt, ich muss einen Hammer (Stein) in die Hand nehmen und etwas tun, und zu diesem Tun brauche ich k e i n e n Alkohohl.
    (Sir Karl Popper)

    Die chemischen Grundelemente des Lebens sind h, c, o, und Alkohohl hat
    dieselben h, c, o, nur der war Akohohl schon früher da.
    Das Geistige steht immer vor dem Körperlichen, so war es am Anfang und so wird es auch am Ende sein.

    L. Prokesch

  • 🕝 Anonymous

    Ich denke es ist wie mmer: die Menge macht das Gift. Etwas weiter oben steht etwas von einer anderen Studie. Da hat man herausgefunden dass rotes Fleisch und Michprodukte dumm machen. Dann trinke ich zu meinem roten Steak ein kühles Bier und alles ist im Gleichgewicht. Prost! 😉

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