Neue Demenz-StudieKann Grüner Tee bald Alzheimer heilen?

Grüner Tee als neuer Hoffnungsträger bei der Behandlung von Demenz – schweizer Studie weckt Hoffnung auf Grüntee-Therapie gegen Demenz und psychische Störungen.

Tee-Ernte in Sri Lanka

Tee-Ernte in Sri Lanka (Foto: Rawpixel | Shutterstock)

Grüner Tee erfreut sich ständig wachsender Beliebtheit. Jetzt ist es Forschern in der Schweiz gelungen, dessen positiven Einfluss auf das menschliche Gehirn nachzuweisen. Neben der Verbesserung der Denkleistung halten es die Wissenschaftler für möglich, in Zukunft damit auch neurologische Erkrankungen wie Demenz behandeln zu können.

Demenz auf dem Weg zur Volkskrankheit

Bedingt durch die zunehmende höhere Lebenserwartung hat die Zahl der demenzkranken Patienten kontinuierlich zugenommen. Da es noch keine zuverlässig wirkenden Medikamente gegen Altersdemenz und die gefürchtete Alzheimer-Krankheit gibt, sucht die Wissenschaft fieberhaft nach immer neuen Therapieansätzen. Grüner Tee spielte bereits in der Krebsforschung eine Rolle und auch seine Wirkung auf die Leistungsfähigkeit des Gehirns war in Ansätzen bekannt.

Grüner Tee steigert Hirnaktivität

Im Rahmen einer Studie haben jetzt die Schweizer Professoren Christoph Beglinger und Stefan Borgwardt mit ihren Teams den positiven Effekt von Grünem Tee auf die kognitiven Fähigkeiten des Gehirns festgestellt. In dem Test, durchgeführt an den Universitätsklinken in Basel, wurden männlichen Probanden Softdrinks mit Extrakt aus Grünem Tee verabreicht. In der Folge hatten die Teilnehmer verschiedene gedächtnisbezogene Aufgaben zu lösen. Dabei stellte sich heraus, dass die Testpersonen Leistungen erzielten, die über dem zu erwartendem Durchschnitt lagen. Parallel hierzu wurde die Hirnaktivität der Probanden mit Magnetresonanztomografie (MRT) objektiv aufgezeichnet. Die Auswertung zeigte eine deutliche Zunahme der Konnektivität zwischen verschiedenen Arealen der Hirnrinde. Die neuronale Aktivität der Synapsen (Knoten von miteinander verbundenen Nervenzellen) zeigte eine gesteigerte Aktivität.

Hoffnung auf baldigen Therapie mit Grünteeextrakten

Bei Demenz sind diese Prozesse, die zum typischen Krankheitsbild führen, in erheblichem Maße gestört. Die Studie weckt die Hoffnung auf erfolgversprechende Ansätze in der Behandlung der Demenz. Auch wenn der Wirkungsmechanismus der Inhaltstoffe noch nicht vollumfänglich verstanden ist, sind die Schweizer Wissenschaftler zuversichtlich. Sie geben in ihrem Statement der Hoffnung Ausdruck, dass Extrakte aus Grünem Tee bald eine klinische Anwendung finden könnten. Neben der Behandlung von Demenz ist es vorstellbar, in Zukunft auch andere psychische Krankheiten erfolgreich therapieren zu können.

Teepflanze

Teepflanze (Foto: isak55 | Shutterstock)

Green tea extract enhances parieto-frontal connectivity during working memory processing.

André Schmidt, Felix Hammann, Bettina Wölnerhanssen, Anne Christin Meyer-Gerspach, Jürgen Drewe, Christoph Beglinger, Stefan Borgwardt: Psychopharmacology (Impact Factor: 4.06). 03/2014; DOI:10.1007/s00213-014-3526-1, Source: PubMed

Links zur Studie

1 Abstract und Download der Studie (engl.)
2 Zusammenfassung der Uni Basel

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Sebastian Fiebiger: Die positiven Studien zu Grünem Tee häufen sich. Es ist also sicher keine schlechte Idee, das leckere Getränk auf den täglichen Speiseplan zu setzen. Dabei sollte man aber nicht übertreiben. Bei mehr als 2-3 Tassen pro Tag, kehrt sich die Wirkung in einigen Aspekten nämlich in Negative. Wie so oft „macht die Dosis das Gift“.

Ich finde es ein bisschen schade, dass die meisten Studien auf Grünen Tee fokussiert sind. Einige wenige Studien haben nämlich zutage gefördert, dass es von Schwarzem Tee ähnliche positive Wirkungen ausgehen.

Magst Du Grünen Tee? Trinkst Du ihn regelmäßig? Mit Milch, mit Zucker oder pur? Schreib uns Deine Meinung und Deine Erfahrungen. Wir freuen uns auf Fragen und Kritik in den Kommentaren – direkt unter diesem Artikel.

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