Fragen & Antworten
Nüchtern zum Arzt – Was heißt das bei Blutentnahme, Ultraschall und Operation?

Was heißt eigentlich "nüchtern" beim Arzt?

Was heißt eigentlich „nüchtern“ beim Arzt? (Foto: didesign021 | Shutterstock)

Vor Operationen und der Entnahme von Blut werden Patienten häufig gebeten, am nächsten Tag „nüchtern“ zu erscheinen.

Das medizinische Nüchtern

Diese Aufforderung ist nicht mit landläufigen alkohol-bezogenen „nüchtern“ zu verwechseln. Wenn der Arzt keine genaueren Anweisungen gibt, heißt nüchtern, dass man 8-12 Stunden vor der Untersuchung nichts isst oder trinkt. Eine Ausnahme ist klares Wasser, das der Patient zu sich nehmen darf. In den meisten Fällen darf auch nicht geraucht werden. Ob man tägliche Medikamente einnehmen darf, muss mit dem Arzt besprochen werden.

Warum nüchtern?

Blutentnahme: Die Nüchterheit wird bei der Blutentnahme deshalb verlangt, weil sonst die zugeführte Nahrung die Ergebnisse (z.B. die Blutfettwerte oder den Blutzucker) verfälschen kann.

Ultraschalluntersuchung: Bei einer Ultraschalluntersuchung im Bauchraum könnten frisch aufgenommene Nahrung oder bestimmte Flüssigkeiten die Sicht versperren.

Operation: Vor Operationen muss man deshalb nüchtern bleiben, weil die Narkose körperliche Reflexe wie den Schluck-, Husten- und Würgereflex ausschaltet. Es besteht so die Gefahr, dass Mageninhalt in die Atemwege gerät und dort eine schwere Lungenentzündung auslöst. Nüchternheit senkt dieses Risiko erheblich.

Urinprobe: Für Urinproben ist in den meisten Fällen keine Nüchternheit erforderlich.

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