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Gesundheit

Magnesiummangel: Die Ursachen

Intensiver Sport als Ursache von Magnesiummangel

Intensiver Sport als Ursache von Magnesiummangel (Foto: Syda Productions | Shutterstock)

In diesem Artikel: Welche Ursachen hinter einem Magnesiummangel stecken können – typische Krankheiten, Verhaltensweisen, Lebensmittel, Medikamente und wie man einem Magnesiummangel vorbeugen kann.

ICD-10: E61.2 Magnesiummangel

Ärztliche Anlaufstellen: Hausarzt, Allgemeinmediziner, Internist

Lesezeit: 4 Minuten

Magnesiummangel entsteht am häufigsten durch Mangelernährung, tritt aber auch als Begleiterscheinung von anderen Erkrankungen oder in der Schwangerschaft auf. Ebenso können Leistungssport, Stress, bestimmte Medikamente oder Alkohol am Magnesiummangel schuld sein. Es kommt auch vor, dass eine genetische Disposition verhindert, dass die Magnesiumaufnahme durch den Darm oder die Rück-Resorption durch die Niere nicht ordentlich funktioniert.

Liste möglicher Ursachen des Magnesiummangels

Eine Unterversorgung mit Magnesium kann folgende Hintergründe haben:

  • schlechte bzw. einseitige Ernährung, auch Diäten
  • Überlastung bei sportlichen Aktivitäten
  • entwässernde Medikamente (Antibiotika, Chemotherapeutika)
  • starkes Schwitzen
  • hoher Stress
  • Schwangerschaft
  • Alkoholismus
  • Diabetes
  • chronische Erkrankungen des Darm
  • chronische Erkrankungen der Niere

Magnesium wird vom Menschen über die Nieren ausgeschieden. Bestimmte Arzneimitel – z.B. Diuretika – wirken steigernd auf die Ausscheidung von Magnesium und Senken den Blutspiegel des Patienten.

Magnesiummangel: Ursachen im Detail

Wer sich einseitig ernährt, zum Beispiel im Rahmen einer Diät, läuft Gefahr, Mangelerscheinungen zu bekommen. Auch wenn ältere Menschen im Alter immer weniger essen, kann es zu Magnesiummangel kommen.

Stoffwechselerkrankungen

können zu Magnesiummangel führen, darunter Schilddrüsenüberfunktion und Störungen der Nebenschilddrüsen. Auch chronischer Durchfall kann eine Ursache sein, weil der Körper dadurch neben Wasser und Salzen auch Magnesium verliert.

Chronische Krankheiten

wie Diabetes mellitus oder Nierenerkrankungen können Magnesiummangel zur Folge haben, ebenso Magen-Darm-Erkrankungen, die die Aufnahme von Magnesium verhindern oder aber zu Magnesiumverlusten durch Durchfall führen.

Neben Stress

, psychischem und physischem Stress kann auch Leistungssport zu so starken Magnesiumverlusten führen, dass dies durch die Nahrung nicht unmittelbar ausgeglichen werden kann. Besonders durch starkes Schwitzen verliert der Körper wichtige Mineralstoffe, wobei eine zielgerichtete Ernährung, isotonische Getränke und die Einnahme von Magnesium geeignete Mittel sind um gegenzusteuern.

Abbau von Magnesiumchlorid am Toten Meer, Israel

Abbau von Magnesiumchlorid am Toten Meer, Israel (Foto: irisphoto1 | Shutterstock)

Zu beachten ist, dass der Körper während in der Kindheit und Jugend für sein Wachstum mehr Magnesium braucht. Auch während der Schwangerschaft und in der Stillzeit ist der Bedarf erhöht. Wer dies weiß, kann rechtzeitig darauf achten, genügend Magnesium durch die Nahrung aufzunehmen und bei Bedarf zusätzlich Tabletten zu schlucken, kommt gar nicht erst in die Situation, an Magnesiummangel zu leiden.

Bestimmte Medikamente können als negative Begleiterscheinung entweder die Aufnahme des Magnesiums ins Blut erschweren oder aber zum verstärkten Ausscheiden von Magnesium führen. Hierzu gehören unter anderem Diuretika, das sind entwässernde Mittel. Sie werden gegen Wassereinlagerungen eingesetzt; leider wird jedoch mit dem Wasser auch Magnesium ausgespült.

Vorbeugung & Lebensmittel

Um einem Magnesiummangel vorzubeugen, muss auf eine ausreichende Zufuhr des Minerals geachtet werden. Die Aufnahme von Magnesium über die natürliche Nahrung ist in jedem Fall der Einnahme von Magnesiumtabletten vorzuziehen. Diese sollten nur als Nahrungsergänzung bei besonders hohem Bedarf an Magnesium – bspw. bei intensivem Sport oder in der Schwangerschaft – eingesetzt werden.

Diese Lebensmittel enthalten Magnesium:
lebensmittel-magnesium

Patientenerfahrungen

Dipl.-W.Inf. Sebastian Fiebiger
Medizinjournalist

Leidest Du unter Magnesiummangel?

Wie hat er sich bemerkbar gemacht? Warst Du beim Arzt? Was hat der untersucht? Mit welchem Ergebnis? Wie wirst Du behandelt? Hat die Behandlung Erfolg? Oder wirfst Du Dir einfach Magnesiumtabletten ein? Weißt Du etwas über den Magnesiummangel, das hier noch fehlt?

Schreib uns Deine Erfahrungen, Ergänzungen und Fragen – direkt unter diesem Artikel, in den Kommentaren. Du hilfst damit auch anderen Lesern.

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