Die natürliche Behandlung von NagelpilzNagelpilz Hausmittel

Welche Hausmittel Nagelpilz bekämpfen können, wie sie angewendet werden und was es dabei unbedingt zu beachten gilt.

Nagelpilz - Hausmittel versprechen natürliche Hilfe

Nagelpilz – Hausmittel versprechen natürliche Hilfe (Foto: Iakov Filimonov | Shutterstock)

Nagelpilz wird in der Medizin auch als Onychomykose bezeichnet. Die hornartige Substanz der Nägel an den Fingern und Zehen kann mit Faden-, Schimmel- oder Hefepilzen besiedelt werden. Die Pilze breiten sich gern in einem feuchten Milieu aus. Deshalb sind vor allem die Zehennägel von Nagelpilz betroffen. Zur Infektion kann es nach Verletzungen des Nagelbettes, bei einer allgemein geschwächten Abwehr und bei einer nachhaltigen Schädigung des Säureschutzmantels der Haut kommen. Oft überträgt sich ein vorhandener Hautpilz auch auf die Nägel. Zu enges und drückendes Schuhwerk kann die Entstehung von einer Nagelmykose unterstützen. Die häufigsten Infektionsquellen für Haut- und Nagelpilz sind Orte, an denen viele Menschen barfuß laufen. Dazu gehören vor allem öffentliche Schwimmbäder.

Vorbeugende Maßnahmen

Mit einigen Vorbeugemaßnahmen kann man der Entstehung einer Mykose an den Nägeln vorbeugen. Passendes Schuhwerk ist eine wichtige Voraussetzung, dafür dass an den Füßen keine Druckstellen und Verletzungen entstehen können, die die Haut- und Nagelpilze als Eintrittspforte in den Organismus benutzen können. Außerdem ist es wichtig, sich nach dem Baden die Füße und vor allem die Zehenzwischenräume gut abzutrocknen. In öffentlichen Badeanstalten empfiehlt es sich, Badeschuhe zu tragen.

Da die Pilze eine feuchte Umgebung lieben, sollten generell keine Strümpfe aus synthetischen Fasern getragen werden. Kunstfasern unterstützen das Schwitzen am Fuß. Dagegen saugen Strümpfe aus Baumwolle entstehende Feuchtigkeit auf und sorgen für ein gutes Klima rund um den Fuß.

Lange Behandlungsdauer

Bei Nagelpilz handelt es sich um eine langwierige Erkrankung. Die Pilze zerstören die gesunde Nagelsubstanz. Der betroffene Nagel verfärbt sich gelblich bis bräunlich, er verliert seine feste Struktur, verdickt sich und wird bröselig. Die Behandlung mit einem Hausmittel muss solange durchgeführt werden, bis ein gesunder Nagel nachwächst.

Den Nagelpilz mit Hausmitteln bekämpfen

Essig

Ein echtes Hausmittel ist es, den Nagelpilz durch Essig zu vertreiben. Die Behandlung mit normalem Haushaltsessig oder dem besonders mineralstoffhaltigen Apfelessig muss über viele Wochen durchgeführt werden, um Erfolg zu haben. Die betroffenen Nägel sollten täglich eine Viertelstunde lang in einer Lösung gebadet werden, die je zur Hälfte aus Essig und warmem Wasser besteht. Nach dem Baden müssen die Nägel gut getrocknet werden.

Zitronensaft

Zur Behandlung von Nagelpilz eignen sich auch die Säuren der Zitrone. Sie haben eine desinfizierende und antimykotische Wirkung. Der frisch gepresste Zitronensaft wird auf die vom Pilz zerstörte Nagelplatte aufgetragen. Nach einer Einwirkzeit von 10 Minuten wird der Nagel in klarem Wasser abgespült und gut abgetrocknet. Der Zitronensaft muss täglich angewendet werden.

Teebaumöl

Teebaumöl ist in vielen Hausapotheken vorhanden. Es hat eine starke antiseptische Wirkung. Die Empfehlung bei Nagelpilz lautet: täglich mit einem mit Teebaumöl getränkten Wattepad den erkrankten Nagel einreiben. Das ätherische Öl dringt in die Nagelsubstanz ein und wirkt über viele Stunden. Allerdings kann es bei der puren Anwendung von Teebaumöl zu Irritationen der den Nagel umgebenden Haut kommen. Dann sollte zu einem anderen der genannten Hausmittel gegriffen werden.

Bittersalze oder Natron

Eine weitere Möglichkeit der Bekämpfung von Nagelpilz ist das tägliche Baden der Füße oder Hände in warmem Wasser, dem ein Bittersalz oder Natron zugegeben wurde. Wer kein Bittersalz oder Natron zur Hause hat, kann auch mit wenigen Tropfen Wasser aus Backpulver eine Paste anrühren und auf den betroffenen Nagel streichen. In Backpulver ist neben anderen Stoffen auch Natron enthalten. Das Backtriebmittel ist in den meisten Haushalten vorhanden. Die Anwendungen sollten etwa 20 Minuten dauern. Nach dem Baden und dem Abspülen des Backpulvers müssen die Füße oder Hände gut trocken gerieben werden.

Knoblauch

Knoblauch besitzt eine starke Wirkung gegen alle Arten von Krankheitserregern und damit auch gegen Pilze. Eine Knoblauchzehe soll für die Anwendung frisch gepresst werden. Das Knoblauchmus wird direkt auf den durch Pilzbefall veränderten Nagel aufgetragen. Eine weitere Möglichkeit ist, Knoblauchzehen zu pressen und mit ein wenig Olivenöl verrühren. Die kranke Nagelplatte wird mit dem Knoblauchöl regelmäßig eingerieben. Die antimykotische Wirkung des Knoblauchs wird noch verstärkt, wenn neben der beschriebenen äußeren Anwendung in der Zeit der Nagelpilzbehandlung auch reichlich Knoblauch zu den Mahlzeiten verzehrt wird.

Sebastian Fiebiger: Hattest Du schon mal mit Nagelpilz zu kämpfen? Warst Du beim Arzt oder hast Du ihn selbst behandelt? Welche Behandlung hat geholfen? Schreib uns Deine Erfahrungen, Ergänzungen und Fragen – direkt unter diesem Artikel, in den Kommentaren. Du hilfst damit auch anderen Betroffenen.

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  • 🕝 Jan

    Danke für die Tipps zur Vorbeugung. Ich habe ein Naturheilmittel gegen Fusspilz finden können. Und zwar fahre ich seit ein paar Monaten sehr gut mit den Einlegesohlen aus Zedernholz. Die Kraft des Zedernholzes ist einfach toll, denn es hat eine antibakterielle Wirkung. Gegen Fusspilz nicht nur antibakteriell wirksam, sondern auch antipilzbildend. Neben Fusspilz können auch weitere Krankheiten im Fußraum effektiv behandelt werden. Auch bei Fußgeruch wirken die Einlegesohlen aus Zedernaholz Wunder. Gegen-fusspilz.de hat mir noch weitere Infos geboten.

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