Schnelle Hilfe bei EisenmangelEisenmangel – Was tun?

Was man tun kann, wenn man unter Eisenmangel leidet, warum eine Selbstmedikation mit Eisentabletten gefährlich ist und wie man Eisenmangel vorbeugen kann.

Eisenmangel - kein Spielfeld für eine Selbstdiagnose

Eisenmangel – kein Spielfeld für eine Selbstdiagnose (Foto: Goran Bogicevic | Shutterstock)

Keine Selbstmedikation mit Eisenpräparaten

Hat man den Verdacht, an Eisenmangel zu leiden, so sollte man dieses unbedingt von einem Arzt oder Heilpraktiker abklären lassen. Sicher, mit einer vollwertigen Ernährung kann man wenig falsch machen, aber Eisenpräparate gehören in die Hände von Fachleuten und sind nichts für die Selbsttherapie. Denn eine Überversorgung mit Eisen kann zu Vergiftungserscheinungen führen. Neben ‚Kleinigkeiten‘ wie Kreislaufproblemen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall kann es bei unsachgemäßer Einnahme zu Blutungen, Leber- und Nierenschäden kommen. Darüber sollte man sich im Klaren sein und den Griff zum Medikament ohne Aufklärung erst gar nicht wagen.

Eisenpräparate: Oral vs. Intravenös

Ist eine Therapie mit Eisenpräparaten notwendig, so werden diese entweder oral oder intravenös verabreicht. Eisenpräparate zur oralen Einnahme gibt es in folgenden Verabreichungsformen: Tropfen, Saft, Kapseln, Tabletten und Brausetabletten.

Während man bei der oralen Einnahme flexibel ist und das Medikament während der Arbeitszeit oder zuhause eingenommen werden kann, ist man bei der intravenösen Behandlung zeitlich gebunden und muss zusätzlich mehrmals den Weg in die Praxis des Therapeuten auf sich nehmen. Der Vorteil der intravenösen Therapie ist allerdings, dass das Präparat individueller dosiert werden kann. Außerdem können weitere Wirk- und Hilfsstoffe zugesetzt werden. Denn eines ist wichtig: Eisen benötigt Trägerstoffe wie Vitamin-C und Zink, um überhaupt vom Körper aufgenommen zu werden. Fehlen diese Stoffe, was bei vorliegendem Eisenmangel nicht selten ist, hat die Behandlung nicht die gewünschte Wirkung.

Vorbeugende Ernährung

Durch eine ausgewogene Mahlzeit kann man keinen akuten Eisenmangel beheben, wohl aber unterstützend eingreifen und kleine Lücken in der Versorgung schließen. Doch wie geht das?

Es gibt Lebensmittel, die die Aufnahme von Eisen fördern. Ein Glas Orangensaft vor jeder Mahlzeit sorgt durch das enthaltene Vitamin-C dafür, dass das Eisen aus dem Essen besser vom Körper aufgenommen werden kann. Das Gleiche gilt für andere Fruchtsäfte mit einem hohem Vitamin-C-Gehalt. Auch Apfel-, Zitronen- und Essigsäure sowie Fruchtzucker sollen die Aufnahme von Eisen begünstigen.

Als Hauptbestandteil einer eisenreichen Mahlzeit empfiehlt sich Fleisch, da das enthaltene Eisen vom menschlichen Körper besonders gut verwertet wird. Weitere Eisenlieferanten sind Getreideprodukte, Nüsse, rote Paprika, Sauerkraut, Rosenkohl, Linsen, Bohnen, Soja und Brokkoli. Von den Brotsorten ist Sauerteigbrot am eisenhaltigsten. Viel Obst und die verschiedensten Kohlsorten sind ebenfalls eine Bereicherung für eine eisenhaltige Diät.

Sebastian Fiebiger: Leidest Du unter Eisenmangel? Wurde der Mangel beim Arzt diagnostiziert? Nimmst Du Eisentabletten? Kennst Du leckere Rezepte, die dem Körper viel Eisen zuführen? Schreib uns Deine Erfahrungen, Ergänzungen und Fragen – direkt unter diesem Artikel, in den Kommentaren. Du hilfst damit auch anderen Betroffenen.

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