Ohrgeräusche in der homöopathischen BehandlungTinnitus Homöopathie

Homöopathische Behandlung des Tinnitus

Homöopathische Behandlung des Tinnitus (Foto: totalpics | iStock | Thinkstock)

Wie ein Tinnitus homöopathisch behandelt wird, welche Globuli zum Einsatz kommen und was es dabei unbedingt zu beachten gilt.

Sind organische Ursachen ausgeschlossen, stoßen Schulmediziner bei der Behandlung eines Tinnitus schnell an ihre Grenzen. Der Patient hört dann einen Satz wie: „Sie müssen mit dem Ohrgeräusch zu leben lernen.“

Die Klassische Homöopathie folgt dem Grundsatz „Ähnliches mit Ähnlichem heilen“ (irrtümlich wird oft gesagt: „Gleiches mit Gleichem heilen“, was jedoch nicht dem homöopathischen Prinzip entspricht. Ansonsten müsste das Ohrgeräusch durch ein gleiches Geräusch geheilt werden). Der Arzt Samuel Hahnemann veröffentlichte seine ersten Theorien über die Verdünnung und Potenzierung von Substanzen, die zur Heilung krankhafter Symptome dienen, 1796. Für die homöopathische Behandlung bedarf es einer Erstanamnese – also einer Befragung des Patienten – die sich über mehrere Stunden erstrecken kann. Danach folgt die Repertorisierung – die Findung der geeigneten Mittel.

Anamnese

Während der Erstbefragung werden die Hintergründe der Ohrgeräusche genau erfasst und auch die Lebensweise des Patienten mit einbezogen. Der Homöopath versucht zu erkennen, unter welchen Umständen der Tinnitus sich verbessert oder verschlechtert und wann er das erste Mal auftrat. Die Befragung wirkt auf den Patienten oftmals verwirrend, da auch Erkrankungen der Eltern, Großeltern, Geschwister, sowie Impfungen und Kinderkrankheiten zur Sprache kommen. Meist fühlt sich der Betroffene jedoch gut aufgehoben und spürt eine Erleichterung, da seine Krankheit von allen Seiten beleuchtet und ernst genommen wird.

Die Mittelfindung

Nachdem die Erstanamnese abgeschlossen ist, erfolgt die Repertorisierung. Hierbei wird versucht, ein Mittel zu finden, das ähnliche Symptome beim gesunden Menschen auslöst. Oftmals reicht die Gabe eines homöopathischen Mittels nicht aus, dann werden Folgemittel verschrieben, bis der Tinnitus wieder abklingt.

Mögliche homöopathische Mittel

Möglicherweise wird der Homöopath auf folgende Mittel zurückgreifen:

  • Adonis vernalis: Das Adonisröschen wird in der Homöopathie bei Schilddrüsenüberfunktion und Bluthochdruck verwendet. Die betroffene Person ist meist hektisch und unruhig und mutet sich zu viel zu. Adonis vernalis soll Körper und Geist beruhigen und die Fehlfunktion des Herz-Kreislaufsystems ausgleichen.
  • Mandragora e radice: Die Alraunenwurzel wird in der Homöopathie bei Depressionen, vegetativer Dystonie (Störung des vegetativen Nervensystems), erhöhter Reizbarkeit und Konzentrationsschwäche verordnet. Menschen, die an ihrem Ohrgeräusch schier verzweifeln und unter depressiven Verstimmungen leiden, soll dieses Mittel besonders gut helfen.
  • Tabacum: Wer schon einmal eine Zigarette probiert hat, kennt den Zustand, der unmittelbar nach dem Genuss auftreten kann. Übelkeit, Schwindelgefühl mit einem Fiepen oder Sausen im Ohr und Schwäche in den Beinen. So fühlen sich auch viele Tinnitus-Patienten – erschöpft und ausgelaugt, blass und mager. Mit mäßigem Appetit werden Mahlzeiten ausgelassen. Das Hungergefühl ist unterdrückt.
  • Xanthoxylum fraxineum (Gelbholz): Nervöse Menschen, die schon bei kleinen Anlässen niedergeschlagen sind und immer wieder unter Migräne leiden, können durch die innere Erschöpfung einen Tinnitus ausbilden. Hier müssen Geist und Wertschätzung der eigenen Person gefördert werden, damit das Ohrgeräusch abklingen kann. Gelbholz soll den Menschen stabilisieren, der oft mit seinem eigenen Schicksal hadert.

Die Potenz

In der Homöopathie werden Mittel in verschiedenen Potenzen (Beispiel: D6, C30, 12 LM) verabreicht. Der Homöopath wählt die richtige Dosierung und Potenzierung nach dem körperlichen und geistigen Zustand seines Patienten aus.

Sebastian Fiebiger: Vertraust Du auf die Homöopathie? Erst, wenn die schulmedizinische Behandlung versagt hat? Oder probierst Du gleich die sanfte Medizin? Schreibt uns Deine Meinung und Erfahrungen. Wir freuen uns auf Dein Feedback in den Kommentaren – direkt unter diesen Artikel.

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