Viruserkrankungen
Adenoviren

Mit welchen typischen Symptomen sich eine Adenoviren-Infektion äußert und wie die Erkrankung übertragen wird.

Adenoviren - Schematische Darstellung

Adenoviren – Schematische Darstellung (Abb.: MichaelTaylor3d | Shutterstock)

Adenoviren sind weltweit verbreitete Krankheitserreger und können eine Reihe von Symptomen, z.B. die Bindehautentzündung (Konjunktivitis) hervorrufen. Sie gehören zur Familie der Adenoviridae und sind unbehüllte Doppelstrang-DNA-Viren mit einem Durchmesser von bis zu 100 nm. Da sie sehr umweltresistent sind, können sie selbst bei Zimmertemperatur noch über Wochen hinweg infektiös sein.

Infektion

Die Erreger können durch Schmier-, oder Tröpfcheninfektion auf andere Personen übertragen werden. So kommt es nicht selten in Gemeinschaftseinrichtungen, wie Kindergärten oder Altenheimen zu gehäuftem Auftreten. Auch durch kontaminiertes Schwimmbadwasser und über Bedarfsgegenstände (z.B. Handtücher, Wäsche) kann eine Infektion übertragen werden.

Hat ein Mensch sich mit diesen Viren infiziert, bricht die Krankheit meist innerhalb der nächsten 5 bis 12 Tage aus. (Inkubationszeit) Solange Viren mittels eines Nukleinsäure- oder Antigennachweises im Konjunktivalabstrich nachweisbar sind, besteht die Gefahr einer Ansteckung. Daher sollten Erkrankte vom Besuch der Gemeinschaftseinrichtungen ausgeschlossen werden.

Symptome

Bezeichnend für eine Erkrankung mit Adenoviren ist eine Rötung und Schwellung der Bindehaut mit Juckreiz und Tränenfluss sowie Lichtempfindlichkeit. Als Begleiterscheinung kann eine Trübung der Hornhaut auftreten. In der Regel klingen die Symptome bei spezifischer Behandlung nach 2 bis 4 Wochen wieder ab. Erkrankten wird geraten, Einweghandtücher zu benutzen sowie auf eine sorgfältige Händehygiene zu achten. Mögliche kontaminierte Gegenstände sollten mit einem thermischen Waschverfahren (90 °C, 10 Minuten) gewaschen werden.

Hinweis: Wie bei allen Erkrankungen des Auges sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden, um schwerwiegende Komplikationen – wie eine Eskalation der Infektion mit anschließender dauerhafter Sehbeeinträchtigung oder Erblindung – zu verhindern.

Ergänzungen & Patientenerfahrungen?

Dipl.-W.Inf. Sebastian Fiebiger
Medizinjournalist

Hattest Du eine Adenoviren-Infektion oder hattest Du auf andere Weise Kontakt mit dieser Erkrankung? Schreib uns Deine Erfahrungen, Ergänzungen und Fragen – direkt unter diesem Artikel, in den Kommentaren. Du hilfst damit auch anderen Lesern.

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Kommentare:
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  • 🕝 Michi

    Ich habe derzeit eine Augenentzündung aufgrund von Adenoviren. Sie hat vor 8 Tagen begonnen und es ist noch kein Ende in Sicht, wobei das Wort Sicht hier eine besondere Bedeutung hat, denn die ist derzeit sehr getrübt. Nach wie vor habe ich alle beschriebenen Symptome, einschließlich einer Vergrößerung der Lymphknoten vor den Ohren. Mein Augenarzt hat gesagt, es sei nur 48 Stunden ansteckend. Nun habe ich im Internet von bis zu zwei Wochen gelesen. Nachdem ich in einer sozialen Einrichtung mit vielen Kindern arbeite, wollte ich das durch weitere ärztliche Meinungen abklären lassen, was gar nicht so einfach war. Telefonisch wollte sich da niemand so recht festlegen. Doch das verstehe ich nicht. Wenn die Augenentzündung nach wie vor zu sehen und für mich sehr unangenehm zu spüren ist, gibt es dann nicht eine Faustregel, wie lange dieser Virus tatsächlich ansteckend ist?

  • 🕝 Robert

    Bei mir wurde durch eine Stuhlprobe eine Adenovirus Infektion nachgewiesen.
    Begonnen hat alles mit Gliederschmerzen, Erkältungssymptomen und allgemeinem Unwohlsein. Dieser Zustand dauerte ca 1 Woche. Danach begannen dann bej mir die Hauptsymptome: Magen-und Darmkrämpfe und wahnsinniger Durchfall der für ca 6 Tage anhielt. Bis zu 15 mal am Tag.
    Nach dem 6ten Tag der Magen und Darm Beschwerden bessert es sich jetzt nahezu täglich. Leichtes Unwohlsein in der Magengegend noch, Mase läuft aber der schlimme Durchfall ist endlich weg.
    Alles in allem kann ich sagen, dass ich schon häufiger einen Magen-und Darmvirus hatte, aber die waren kekn Vergleich zu dem Adenovirus. Wirklich.

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