Psychische Erkrankungen
Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS)

adhs

ADHS kann zur erheblichen Belastung für die ganze Familie werden (Foto: Image Point Fr | Shutterstock)

Die Buchstaben ADHS sind eine Abkürzung für die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung. Bei dieser Störung handelt es sich um eine Erkrankung, die ihre Ursachen im neurobiologischen Bereich hat. Vor allem Kinder gehören zu den Betroffenen dieser psychischen Störung. Laut Bundesärztekammer sind in Deutschland rund 300.000 bis 500.000 Kinder an ADHS erkrankt.

Unbehandelt kann die Krankheit Kinder in ihrem schulischen und ihrem privaten Umfeld negativ beeinflussen. Dennoch ist ADHS keine reine Kinderkrankheit, sondern begleitet viele der Betroffenen ein Leben lang. Bei Erwachsenen ist die Störung jedoch durch andere Symptome gekennzeichnet, als es bei Kindern der Fall ist.

Häufigkeit

Man geht davon aus, dass zwischen 6 und 7 Prozent der Kinder unter ADHS leiden. Jungen sind deutlich häufiger betroffen als Mädchen. ADHS ist damit die häufigste psychische Erkrankung bei Kindern. Schätzungen zufolge leiden aber auch rund 2 bis 3 Prozent der Erwachsenen unter der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung.

Gibt es ADHS überhaupt?

ADHS ist seit Jahren Gegenstand intensiver Diskurse innerhalb der Wissenschaft und Fachwelt. Kritiker behaupten, ADHS wäre eine erfundene Krankheit. Vor allem die medikamentöse Therapie und der rasante Anstieg der Fallzahlen stehen immer wieder in der Kritik. Die teilweise ausgeprägte und zweifellos vorhandene Symptomatik führen die Skeptiker auf die moderne Lebensweise mit Überernährung, hohem Konsum von Zucker und künstlichen Zusatzstoffen sowie Bewegungsmangel zurück. Mehrheitsfähig ist diese Einschätzung innerhalb der Wissenschaft jedoch nicht.

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