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Was tun? Schnelle Hilfe bei Lidzucken
Augenlid zuckt – Ursachen und Hilfe

Nach medizinwissenschaftlichen Standards erstellt und geprüft. [Hinweise]
Ein zuckendes Augenlid ist fast immer harmlos und verschwindet meist ohne Behandlung

Ein zuckendes Augenlid ist fast immer harmlos und verschwindet meist ohne Behandlung (Foto: baranq | Shutterstock)

Was man unbedingt über Augenlidzucken wissen muss: Augenlid zuckt? Wir verraten Ihnen, was hinter Augenlidzucken steckt und was Sie dagegen tun können und wann Sie besser zum Arzt gehen sollten.

ICD-10: R25.3 Faszikulation

Ärztliche Anlaufstellen: Hausarzt, Allgemeinmediziner, Augenarzt, Neurologe

Synonyme: Lidzucken, zuckendes Augenlid, Lidflattern
Fachbegriff: Faszikulationen (unregelmäßige und unwillkürliche Muskelkontraktionen)

Lesezeit: 9 Minuten

Kurzfassung für Schnellleser:

Lästig, aber harmlos – hinter zuckenden Augenlidern stecken selten ernsthafte Krankheiten.

Muskelzucken tritt bei den meisten Menschen sporadisch in verschiedenen Körperregionen auf. Meist bleibt es gänzlich unbemerkt. Zucken allerdings die sensiblen Augenmuskeln, löst das nicht selten Angst bei den Betroffenen aus. Schnell kreisen die Gedanken um ernsthafte neurologische Erkrankungen wie Schlaganfall, multiple Sklerose, Parkinson oder Hirntumore.

Dabei ist dieses Muskelzucken fast immer harmlos. Vorsicht ist eigentlich nur dann geboten, wenn die Bewegung des Augenlids über ein kurzes, unwillkürliches Zucken hinaus geht und sich das Augenlid komplett schließt. Dann sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.

Zuckt das Augenlid häufig, kann man mit Entspannungsübungen, Ruhe, guter Ernährung mit ausreichender Mineralstoffzufuhr und Ruhe vorbeugen. Bildschirmarbeiter sollten regelmäßige Pausen machen und Übungen zur Augenentspannung durchführen. Obwohl das Augenlidzucken von den Betroffenen oft als dramatisch empfunden wird, wird es vom Umfeld nur selten bemerkt.

Wenn das Augenlid zuckt, ist das eine lästige Angelegenheit und die meisten Betroffenen sind zunächst ängstlich und verunsichert. Die Gedanken kranken schnell um ernsthafte neurologische Erkrankungen. Dabei ist Augenlidzucken in den allermeisten Fällen ein harmloses Muskelzucken, das nur deshalb als so dramatisch wahrgenommen wird, weil wir am Auge sehr empfindsam sind. Muskelzucken in anderen Körperregionen bleibt oft weitgehend unbemerkt. Ein Augenlid, dass zuckt ist auch dann fast immer harmlos, wenn es mehrere Tage anhält.

Die Betroffenen nehmen das Zucken deutlich stärker war als die Umwelt. Obwohl man das Augenlidzucken zwar im Spiegel beobachten kann, sind die Bewegungen so kurz und klein, dass sie Dritten nur selten auffallen.

Ursachen für Augenlidzucken

Die Ursachen für Lidzucken
psychischer Streß
Magnesiummangel
hohe körperliche Überlastung / Überlastung
Müdigkeits- und Erschöpfungszustand
dauerhaftes Übertraining
gestörter Mineralstoffwechsel
Vitamin B Mangel
Überanstrengung der Augen (Lesen, Computerarbeit)
Durchfall (Mineralstoffmangel)
Infektion des Auges
Gerstenkorn
Fremdkörper im Auge
störende Wimper
Vitamin B12 Mangel
Schlafmangel, Schlafstörungen
trockene Augen
falsche Brillenstärke
kleinste Verletzungen der Hornhaut (bspw. durch das lange Tragen von Kontaktlinsen)
Allergien
neurologische Erkrankungen (Multiple Sklerose, Neuropathie etc.)
Zugluft
Überlastung der Augen durch unentdeckte Fehlsichtkeit
Nervenschäden durch hohen Nikotinkonsum
erhöhter Muskeltonus durch hohen Koffeinkonsum (Kaffee, Energydrinks)
Schilddrüsenüberfunktion
Hirntumor
Spasmen (Spasmus hemifacialis)

Als häufigste Ursachen für ein zuckendes Augenlid gelten Mineralstoffmangel (z.B. Magnesiummangel) – zum Beispiel in Folge von erhöhter körperlicher Aktivität oder einseitiger Ernährung – und Stress. Ein Mineralstoffmangel kann auch durch Durchfall ausgelöst werden.

Nicht mehr harmlos: Komplett schließendes Augenlid

Ein zuckendes Augenlid ist auch dann meist unbedenklich, wenn es über mehrere Stunden oder gar Tage angehält. Ein Warnsignal sollte aber ein Augenlid sein, das sich komplett schließt. Ein sich unwillkürlich schließendes Auge könnte ein Anzeichen für eine Bewegungsstörung der Augenlider (Blepharospasmus) sein und gehört in ärztliche Behandlung.

Hausmittel: Augenlid zuckt – Das hilft

Augenlidzucken „behandelt“ man am Besten mit körperlicher und geistiger Ruhe sowie einer vitamin- und nährstoffreichen Ernährung. In der Regel verschwindet das Zucken innerhalb weniger Stunden oder Tage von selbst.

  • Ablenkung – körperliche und geistige Aktivität, die vom „Problem“ ablenkt
  • Reduktion von Stress
  • Entspannungübungen
  • Magnesiumzufuhr
  • ausreichend trinken
  • Arztbesuch zur Beruhigung, Auflösung der Ängste
  • Zufuhr von Vitamin B
  • Befeuchtung der Augen mit Augen-Befeuchtungstropfen
  • Verzicht auf Koffein und Nikotin
  • sanfte Massage des Augenlids

Ein zuckendes Augenlid erleben die meisten Erwachsenen irgendwann. Man ist gut beraten, dem Symptom möglichst wenig Beachtung zu schenken. Umso schneller verschwindet es in aller Regel. Autogenes Training hat sich bei vielen Patienten ebenfalls als hilfreich erwiesen.

Ein Tag Urlaub und ein Tag ohne Stress kann das Problem des Muskelzuckens am Lied schnell vergessen machen. Das hilft vor allem dann, wenn man sich mit spannenden Aktivitäten ablenkt. Auch die Einnahme von Magnesium oder Aspirin hilft Patientenberichten zufolge bei einem Teil der Betroffenen.

Oft tritt ein zuckendes Augenlid nach stundenlanger Computerarbeit und in Verbindung mit trockenen Augen auf. Hier können Augenbefeuchtungstropfen und Augenentspannungsübungen hilfreich sein. Auch die Abstinenz vom Computerbildschirm und ein Spaziergang mit Fernblick entspannen die Augenmuskulatur.

Einige Patienten berichten auch von der beruhigenden Wirkung von Baldrian. (Tropfen, Kapseln, Tee etc.)

Wann zum Arzt?

Sollte das Zucken am Auge nicht verschwinden, es den Alltag erschweren oder Sorgen bereiten, ist ein Besuch beim Arzt / Augenarzt die beste Empfehlung. Der kann mit einfachen Untersuchungen ernsthafte Erkrankungen in der Regel schnell ausschließen. Die Gesundheit des Auges ist kein Feld für Experimente.

Die Empfehlung zum sofortigen Arztbesuch gilt auch, wenn – begleitend zum Augenlidzucken – weitere Symptome auftreten. Begleitende Rötungen oder Schwellungen am Auge deuten beispielsweise auf ein lokales Problem (Entzündung, Verletzung, Infektion o.ä.) hin und gehören in augenärztliche Behandlung. Auch begleitende neurologische Symptome – wie Taubheitsgefühle, Kribbeln auch Sehstörungen – müssen umgehend abgeklärt werden, da sie auf schwerwiegende Erkrankungen hindeuten können.

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Zuckendes Augenlid durch Magnesiummangel

Sollte ein Magnesiummangel ursächlich sein, treten meist noch weitere Symptome des Mangels auf. Kurzfristig kann dann auf Magnesiumpräparate zur Nahrungsergänzung zurückgegriffen werden. Langfristig ist aber eine Ernährung wichtig, die dem Körper ausreichend Magnesium zuführt:

lebensmittel-magnesium

Die wichtigsten Lebensmittel mit Magnesium-Gehalt

Magnesium wird für die Kommunikation zwischen Nerv und Muskel benötigt. Ein Mangel kann diese Funktion stören und das Augenzucken hervorrufen.

Homöopathie bei Lidzucken

Die Homöopathie behandelt ein zuckendes Augenlid mit verschiedenen Essenzen:

  • Agaricus Muscarius
  • Belladonna
  • Kalium Phosphoricum
  • Lycopodium
  • Magnesium Phosphoricum

in den Potenzen D3 – D30. Allerdings gibt es dafür – jenseits des Placebo-Effekts – keinen wissenschaftlichen Wirknachweis. Aber gerade bei psychosomatischen Erkrankungen ist der Placebo-Effekt ein mächtiges Werkzeug, das selbst dann funktioniert, wenn der Patient nicht bewusst daran glaubt.

Patientenerfahrungen

Einzelne Patienten haben positive Erfahrungen mit der Einnahme von Aspirin + C gemacht. Auch Trinkampullen mit Magnesium und Vitamin D12 konnten in einigen Fällen die Beschwerden lindern.

Eine vorsichtige Massage des Lids kann ebenfalls Linderung verschaffen. Dazu wird das Augenlid mit gründlich gewaschenen Händen und geschlossenen Augen vorsichtig kreisend massiert.

Auch Schlafbrillen, wie man sie für das Flugzeug kennt oder kühlende Gelbrillen können die Entspannung der Augenmuskulatur unterstützten. Manchen Betroffenen hilft auch genau das Gegenteil – nämlich Wärme. Ein warmer Waschlappen, der über das Gesicht gelegt wird, kann zur Beruhigung der gesamten Gesichtsmuskulatur beitragen.

Tipps zur Vorbeugung

Gerade Bildschirmarbeiter sollten auf regelmäßige Arbeitspausen achten. Jede Stunde sollten mindestens 5 Minuten Sehpause eingelegt werden. Dabei kann man in die Ferne schauen, den Blick schweifen lassen oder auch die Augen schließen. Als sehr angenehm empfunden wird es auch, die Hände schnell aneinander zu reiben, bis sie warm werden und sie dann auf die geschlossenen Augen zu legen.

  • ausreichend trinken
  • ausgewogene Ernährung für optimale Mineralstoffversorgung
  • Maßnahmen zur Stressreduktion (Sport, Meditation, Yoga etc.)
  • Abbau von Übergewicht
  • ausreichend Schlaf
  • regelmäßiger Tagesablauf
  • Reduzierung des Koffeinkonsums

Warnung

Ganz selten liegen dem Augenzucken ernsthafte gesundheitliche Beschwerden zugrunde. Dazu gehören Tumore, Fehlfunktionen im Gehirn und Nervenschädigungen. Wenn das Augenlid also längere Zeit zuckt und sich mit den genannten Methoden nicht therapieren lässt, ist ein Arztbesuch anzuraten. Wenn die Beschwerden vom Hausarzt bagatellisiert werden, muss man ggf. selbst auf eine Überweisung zum Neurologen drängen.

Fragen und Antworten?

Sagt die Seite etwas über die Ursache des Augenlidzuckens aus?

Nein. Augenlidzucken tritt meist einseitig auf. Die Tatsache, ob das Augenlid links oder rechts zuckt, trägt nichts zur Diagnosefindung bei. Allerdings können die Augen verglichen werden, um begleitende Symptome – wie etwa Schwellungen oder Rötungen – zu identifizieren.

Wie kann Stress Augenlidzucken auslösen?

Psychischer Druck und Stress greifen als Auslöser für Hormonausschüttungen umfangreich in das hormonelle Geschehen unseres Körpers ein. Die sogenannten „Stresshormone“ Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol werden verstärkt ausgeschüttet.

Diese Hormonausschüttungen haben sich im Laufe der Evolution als vorteilhaft erwiesen, weil sie in klassischen Flucht- oder Kampfsituationen Energiereserven freisetzen. Sie erhöhen die Reaktionsfähigkeit der Muskulatur.

Wird der Stress nicht abgebaut – wir kämpfen heute selten gegen lebensbedrohliche Gegner – können die ausgesandten Nervenimpulse zu Muskelzucken führen. Und während die meisten Menschen das in den größeren Muskelgruppen nicht bemerken oder unbewusst ausblenden, fällt es am Augenlid besonders störend auf.

Kann Bluthochdruck der Auslöser von Augenlidzucken sein?

Es gibt zumindest die Theorie, dass dauerhaft erhöhte Blutdruckwerte die Neigung zu zuckenden Augenlidern erhöhen. Nerven und Blutgefäße verlaufen im Gehirn in unmittelbarer Nähe. Dehnt sich ein Blutgefäß in der Nachbarschaft eines Nervs aus, kann das durch den verringerten Abstand und eine daraus resultierende Berührung Fehlsignale auslösen.

Zu welchem Arzt kann ich mit Augenlidzucken gehen?

Die richtigen Ansprechpartner sind der Augenarzt und der Neurologe. Der Augenarzt wird insbesondere abklären, ob eine Erkrankung – wie etwa eine Infektion – oder eine Verletzung des Auges das Muskelzucken am Lid auslösen. Der Neurologe kann Nervenschäden, Tumore oder hirnbedingte Fehlsteuerungen als Ursache ausschließen.

Findet sich keine Ursache, kann auch ein Checkup beim Hausarzt zur Aufklärung beitragen. Ungleichgewichte im Hormonhaushalt oder Nährstoffmangelzustände lassen sich über Bluttests ermitteln. Eine Herz-Kreislauf-Diagnostik kann kreislaufbedingten Ursachen auf den Grund gehen.

Wie kann ein Magnesiummangel Augenlidzucken auslösen?

Magnesium ist ein Stabilisator der menschlichen Zellmembranen. Der Schwellenwert zu Weitergabe von Signalen zwischen Nervenzellen wird auch von deren Stabilisatoren bestimmt. Bei einem signifikanten Magnesiummangel werden die Nervenzellen leichter erregbar – der Schwellenwert sinkt durch die durchlässigere Membran. Zur potentiellen Symptomatik eines Magnesiummangels gehören daher auch viele neurologische Störungen.

Quellen / Links zum Thema Augenlidzucken

1 Wikipedia-Artikel zum Thema Augenlid
3 Infos zum Magnesiummangel


Medizinjournalist


Hatten Sie schon mit Augenlidzucken zu kämpfen?

Waren Sie damit beim Arzt? Was hat der empfohlen? Hat es geholfen? Was haben Sie selbst gegen das Lidzucken unternommen? War das erfolgreich? Wie lange dauerte es, bis Du das Zucken wieder los warst?

Schreib Sie uns Ihre Erfahrungen, Meinungen und Fragen – direkt unter diesem Artikel, in den Kommentaren. Sie helfen damit auch anderen Betroffenen.

Kommentare:
  • Doc Schmidt

    Wie Du oben lesen kannst, ist Augenlidzucken in aller Regel harmlos und verschwindet nach einer Weile von Alleine. Je mehr es Dich stört, desto häufiger tritt es vermutlich auf. Weil Du Dir Stress macht, beunruhigt bist und diese Nervosität verschlimmert das Zucken.

    Also geh einfach zum Arzt. Der wird Dich vermutlich beruhigen. Und schon verschwindet das Zucken. Allein, weil Du Dir keine Sorgen mehr machst.

    Das andere das Zucken sehen. Davon habe ich allerdings noch nie gehört.

  • chillerking

    habe es erst mit magnesium probiert mit mäßigem erfolg aber

    bei mir hat vitamin b geholfen

    1 Kapsel < 0,01 BE

    1 Kapsel pro Tag ist ausreichend, nachh 2-3Tagen war alles ok.

    ich hatte:
    VITAMIN B Komplex ratiopharm Kapseln 60 St

    aber andere sind genauso gut.

  • Danyo

    ich habe schon seit über zwei Monaten ein Zucken im rechten Augenlied. Vor allem Morgens und Abends. Manchmal ist es für ein paar Stunden weg, kommt dann aber wieder.
    Mein Arzt hat mich zum MRT geschickt, da ich am Anfang auch ständig Kopfschmerzen und Augenschmerzen auf der rechten Seite hatte. Da wurde aber zum Glück nichts festgestellt. Augenarzt hat auch nichts gefunden. Kann das evtl. ein nervliches Problem sein oder gar von der Halswirbelsäule kommen? Habe auch öfters Nackenschmerzen.

  • Daniela

    Leute, macht euch nicht verrückt! Das macht es nur schlimmer. Ich hatte das auch und habe einen wahren Ärztemarathon hinter mir.

    Ergebnis: Alles in Ordnung.

    Und nachdem alles abgeklärt war, ist das Zucken wie von allein verschwunden.

    Ich habe zwar schon vorher hier gelesen, dass es wahrscheinlich harmlos ist. Aber ich bin ein klein wenig hypochondrisch veranlagt und gehe immer gleich vom Schlimmsten aus.

  • Tom

    @Danyo

    HWS-Probleme können die putzigsten Symptome auslösen. Dass das Augenlidzucken dort seinen Ursprung hat, ist zwar unwahrscheinlich. Ausschließen würde ich es aber auch nicht.

    Warst Du denn wegen den HWS-Problemen schon mal beim Orthopäden? Wenn nicht, mach das unbedingt. Wenn Du da häufig Beschwerden hast, sollte das unbedingt abgeklärt werden, bevor Du mit einer Fehlhaltung größere Schäden auslöst.

    Es kann auch sein, dass Deine Verspannungen dafür sorgen, dass Du Dich nie richtig entspannen kannst. Und die permanente nervliche und muskuläre Spannung das Zucken befördert.

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