Symptome, Gefahr und Operation
Bauchnabelbruch

Bauchnabelbruch

Bauchnabelbruch (Foto: Master-L | Shutterstock)

Was ist ein Bauchnabelbruch?

Bei einem Bauchnabelbruch (Nabelhernie) bildet sich in der Bauchwandmuskulatur im Bereich des Bauchnabels ein Lücke, durch die das Bauchfell nach außen gedrückt wird. In diese entstandene Auswölbung, dem Bruchsack, können Eingeweide zum Beispiel Teile des Dick- und Dünndarm rutschen und eingeklemmt werden. Auch frei bewegliche Organe wie Eierstock und Wandanteile der Harnblase können im Bruchsack enthalten sein.

Bauchnabelbruch Symptome

  • meist schmerzlos
  • Wölbung im Bereich des Nabels

Symptome einer Einklemmung in Folge des Nabelbruchs:

  • Schmerzen
  • Blaufärbung
  • Fieber
  • Übelkeit
  • Erbrechen

Eine Einklemmung ist ein medizinischer Notfall und gehört sofort in ärztliche Behandlung.

Verbreitung

Den Bauchnabelbruch gibt verhältnismäßig selten. Meist tritt er bei Neugeborenen oder Erwachsenen auf. Bei Neugeborenen handelt es sich in der Regel um einen angeborenen Bauchnabelbruch im Bereich der noch nicht vollständig ausgebildeten Nabelpapille (Bauchnabel). Die Säuglingsnabelbrüche haben in der Regel keine Einklemmungstendenz und bilden sich in 98 Prozent der Fälle spontan zurück. Daher ist hier eine Operation des Bauchnabelbruch nicht indiziert. Vielmehr genügt zur Reposition des Bauchnabelbruch eine unterstützende Behandlung anhand von Bandagierungen. Bei Erwachsenen kommt der Nabelbruch häufiger vor und wird in den meisten Fällen durch Dehiszenz des Bindegewebes des Bauchnabels verursacht. Das heißt, eine starke Überdehnung der Bauchwand führt zu einem Auseinanderweichen tragender Bauchwandschichten.

Diese Form des Bauchnabelbruchs tritt vor allem bei adipösen Personen und Schwangeren auf. Oft spüren die betroffenen die Nabelhernie nicht. Zudem haben sie sich mit dem Bruchsack abgefunden.

Wie gefährlich ist ein Bauchnabelbruch?

Dennoch kann eine Nabelhernie lebensgefährlich sein, nämlich dann, wenn es zu einer Inkarzeration oder Strangulation kommt. Das heißt Bauchorgane werden eingeklemmt oder gar komplett abgebunden. Dadurch wird die Zufuhr von Blut, Nährstoffen oder Sauerstoff beeinträchtigt beziehungsweise ganz verhindert, was zu einem Absterben der entsprechenden Organregionen führen kann. Diese Situation ist für die Betroffenen äußerst schmerzhaft und bedarf eines operativen Eingriffs binnen 48 Stunden.

Bauchnabelbruch nach der Operation

Bauchnabelbruch nach der Operation (Foto: Colin Stitt | Shutterstock)

Operation

Bei der Operation wird der Nabelbruch durch verschiedene Techniken verschlossen. Dazu wird ein etwa 2,5 Zentimeter langer, bogenförmiger Schnitt oberhalb des Bauchnabels vorgenommen. Danach wird Bruchsack mobilisiert und eventuell auftretende Blutungen gestillt. Anschließend wird die Bruchlücke mit drei Einzelkopfnähten verschlossen. Im weiteren Verlauf erfolgt die Refixierung des zuvor abgelösten Bauchnabels und die Wunde wird geschlossen. Heute sind diese Eingriffe Routineoperationen. Dennoch können nach der Operation des Bauchnabelbruch Komplikationen wie Nachblutungen, Hämatome oder eine Darmatonie auftreten.

Dipl.-W.Inf. Sebastian Fiebiger
Medizinjournalist

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  • 🕝 Anonymous

    Ich hatte schon 2xeinen und nun ist das Netz wohl gerissen. Habe schon wieder voll die Beule da.

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» Karpaltunnelsyndrom