Symptome, Lebenserwartung, Ursache, und Verlauf
Bauchspeicheldrüsenkrebs

Bauchspeicheldrüse

Bauchspeicheldrüsenkrebs wird oft erst spät entdeckt (Foto: Cherries | Shutterstock)

Der medizinische Ausdruck für Bauchspeicheldrüsenkrebs ist Pankreaskarzinom. Bei dieser Krebserkrankung wird – je nach Lokalisation in der Bauchspeicheldrüse – zwischen exokrinem und endokrinem Bauchspeicheldrüsenkrebs unterschieden. Das endokrine Pankreaskarzinom ist relativ selten. Es entwickelt sich verstreut in den Drüsen, die für die Hormonproduktion zuständig sind. Die Hormone Insulin, Glukagon und Somatostatin regulieren den Blutzuckerspiegel.

Bei den meisten Bauchspeicheldrüsenkrebs-Erkrankungen handelt es sich um ein exokrines Pankreaskarzinom. Am Pankreaskopf befinden sich die meisten exokrinen Drüsen. In ihnen werden diverse Vorstufen der Verdauungsenzyme produziert und in den Zwölffingerdarm eingeleitet.

Symptome

Die Bauchspeicheldrüse als Teil des menschlichen Verdauungssystem

Die Bauchspeicheldrüse als Teil des menschlichen Verdauungssystem (Abb.: Sciencepics | Bigstock)

Bauchspeicheldrüsenkrebs, in der Fachsprache auch als Pankreaskarzinom bezeichnet, macht sich erst sehr spät bemerkbar. In vielen Fällen bleibt die Krankheit lange unentdeckt bzw. sind die Symptome so unspezifisch, dass Patienten erst spät zum Arzt gehen. Die Erkrankung wird aufgrund der unklaren Symptomatik oft mit einer Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) verwechselt.

Bauchspeicheldrüsenkrebs Symptome

Die typischen Anzeichen des Pankreaskarzinoms
unerklärlicher Gewichtsverlust
Appetitlosigkeit
Rückenschmerzen
Vergrößerung der Gallenblase
Übelkeit
Erbrechen
Schmerzen im Oberbauch
unklare Oberbauchbeschwerden
Druckgefühl in der Bauchgegend
Gelbsucht (Ikterus)
Juckreiz
chronische Müdigkeit
Abgeschlagenheit
Schwächegefühl
schnelle Erschöpfbarkeit
Thrombosen
Verstopfung
Flankenschmerzen
Nachtschweiß
Fieber
sekundäre Diabetes
verstärktes Durstgefühl
häufiger Harndrang
schlechte Wundheilung

Die Symptome im Detail

Insbesondere in frühen Stadien eines Bauchspeicheldrüsenkarzinoms treten, wenn überhaupt, meist nur recht unspezifische Beschwerden auf. Betroffene berichten von anhaltender Appetitlosigkeit, einem Schwächegefühl sowie von Übelkeit, diese oft in Verbindung mit Erbrechen und Durchfall. Andererseits beklagten andere Patienten mit einem derartigen Tumor auch schon über hartnäckige Verstopfung, die sich auch mit abführenden Mitteln bzw. einem erhöhten Verzehr von ballaststoffreicher Nahrung kaum behandeln ließ. Typisch für fast alle Patienten mit Pankreaskarzinom sind jedoch Schmerzen oder ein Druckgefühl im Oberbauch. Die Schmerzen können auch in den Rücken ausstrahlen und mit harmlosen Rückenschmerzen verwechselt werden. Sie sollten also schnellstens einen Arzt aufsuchen, sobald Sie anhaltende, in den Rücken ausstrahlende Bauchschmerzen verspüren. Auch ein plötzlicher, unerklärlicher Gewichtsverlust kann auf ein Bauchspeicheldrüsenkarzinom hinweisen. Typisch für diese Beschwerden ist übrigens, dass sie auch nachts auftreten.

Bauchspeicheldrüsenkrebs

Bauchspeicheldrüsenkrebs – schematische Darstellung (Abb.: rob3000 | Bigstock)

Symptome im fortgeschrittenen Stadium

Des Weiteren beklagen viele Patienten, gerade im fortgeschrittenen Stadium, eine starke Müdigkeit und Abgeschlagenheit. Die Leistungsfähigkeit lässt nach und die Patienten werden kontinuierlich schwächer. Wunden heilen schlechter und weisen eine verstärkte Neigung zum Nässen auf. In Verbindung mit einer Verringerten Insulinproduktion sowie einem sich entwickelnden sekundären Diabetes mellitus verspüren manche Patienten ein starkes Durstgefühl sowie einen vermehrten Harndrang. Auch ein Ansteigen der Körpertemperatur kann zu den unspezifischen Anzeichen eines Bauchspeicheldrüsenkrebses zählen.

Symptome bei einem exokrinen Pankreaskarzinom

Fachleute unterscheiden zwei Arten des Bauchspeicheldrüsenkarzinoms. Das exokrine Pankreaskarzinom befällt dabei die Teile der Bauchspeicheldrüse, in der die Verdauungsenzyme gebildet werden. Von einem endokrinen Pankreaskarzinom ist dagegen die Rede, wenn der Insulin- und Glukagonbildende Teil erkrankt ist. Entsprechend ihrer Lokalisation unterscheiden sich auch die Symptome eines Bauchspeicheldrüsenkrebses. Dabei tritt die exokrine Variante deutlich häufiger auf. Im fortgeschrittenen Stadium tritt häufig eine Gelbfärbung der Haut auf, die durch eine Verengung der Gallengänge hervorgerufen wird. Der wachsende Tumor beansprucht immer mehr Platz im Körper und verdrängt auf diese Weise andere Organe. Die genannten Oberbauchschmerzen sowie Appetitlosigkeit, Verdauungsbeschwerden, Übelkeit (mit Erbrechen) sowie damit verbunden ein Gewichtsverlust sind typische Symptome eines exokrinen Pankreaskarzinoms. Diese werden durch den Funktionsverlust des exokrinen Pankreas – der Produktion von Verdauungsenzymen – verursacht. Damit geht in der Regel auch ein Fettstuhl einher, denn nun kann der Körper das mit der Nahrung aufgenommene Fett nicht mehr verdauen. Es passiert unverdaut den Darm und wird schließlich mit dem Stuhl ausgeschieden. Der Stuhl ist typischerweise hell und glänzt; dazu gesellt sich ein stechender Geruch.

Symptome bei einem endokrinen Pankreaskarzinom

Eine seltener auftretende Variante des Pankreaskarzinoms ist der endokrine Bauchspeicheldrüsenkrebs. Dieser sorgt dafür, dass die Produktion von Insulin heruntergefahren wird und so der Zuckerstoffwechsel nicht mehr oder nur noch eingeschränkt funktioniert. In der Folge entwickelt sich ein sekundärer Diabetes mellitus. Im Falle eines plötzlich auftretenden Diabetes mellitus sollte stets ein mögliches Pankreaskarzinom ausgeschlossen werden. In anderen Fällen führt eine hormonelle Überproduktion dazu, dass vermehrt Magensäure erzeugt wird. Das hat das vermehrte Auftreten von Magengeschwüren zur Folge.

Lage der Bauchspeicheldrüse im menschlichen Körper

Lage der Bauchspeicheldrüse im menschlichen Körper (Abb.: Nerthuz | Bigstock)

Seltener auftretende Symptome von Bauchspeicheldrüsenkrebs

Neben den genannten Symptomen – die in der Regel erst in einem fortgeschrittenen Stadium auftreten – weisen auch andere, jedoch seltener auftretende Merkmale auf ein mögliches Pankreaskarzinom hin. Dazu gehören vor allem wiederkehrende Thrombosen, vor allem im Bereich der Milzvene. Dafür ist vor allem der wachsende Tumor verantwortlich, der die in der Nähe der Bauchspeicheldrüse befindliche Milz einschränkt. Thrombosen können jedoch auch in anderen Bereichen des Körpers auftreten. Dies wird durch die bei einigen Patienten veränderte Blutgerinnung hervorgerufen. Des Weiteren können Gallenbeschwerden wie etwa die sehr schmerzhaften Gallensteine auf einen Bauchspeicheldrüsenkrebs hinweisen. In sehr seltenen Fällen kann sich aus scheinbar unerklärlichen Gründen die Sehfähigkeit schnell und dramatisch verschlechtern.

Auch bei unspezifischen Symptomen rasch einen Arzt aufsuchen

Das Pankreaskarzinom weist zahlreiche sehr verschiedene Symptome auf, die je nach Art und Lokalisation des Tumors stark variieren können. Die meisten Symptome sind dabei eher untypisch und können auch auf andere Erkrankungen hinweisen. Da sich dieses Karzinom jedoch umso besser behandeln lässt, je früher es entdeckt wird, sollten Sie bei möglichen Anzeichen bzw. einem begründeten Verdacht umgehend einen Arzt aufsuchen.

Diagnose

Das Pankreaskarzinom gilt als eine der gefährlichsten Krebserkrankungen. Die Tumorzellen wachsen schnell und metastasieren früh. Erschwerend kommt hinzu, dass diese Krebserkrankung am Anfang kaum Symptome verursacht. Die Symptome sind zudem sehr unspezifisch und reichen von diffusen Oberbauchbeschwerden bis hin zu Rückenschmerzen. Die Betroffenen begeben sich daher meist erst spät in Behandlung und das Pankreaskarzinom wird oft zu spät diagnostiziert.

Behandlung

Wird Bauchspeicheldrüsenkrebs früh genug diagnostiziert, kommen Operationen, Strahlen- und Chemotherapie zur Anwendung. Auf diesem Gebiet wird aktuell von guten Erfolgen bei der Optimierung der Therapiekombinationen und Verbesserungen der chemischen Wirkstoffe berichtet.

Prognose

Wie hoch die Heilungschancen von Bauchspeicheldrüsenkrebs sind, welche Lebenserwartung Betroffene haben und was es dabei unbedingt zu beachten gilt.

Bauchspeicheldrüsenkrebs - Die Heilungschancen hängen vom Zeitpunkt der Diagnose ab

Bauchspeicheldrüsenkrebs – Die Heilungschancen hängen vom Zeitpunkt der Diagnose ab (Foto: leaf | Bigstock)

Potenziell ist jede Krebsart tödlich, Bauchspeicheldrüsenkrebs ist jedoch besonders gefährlich. Nur wenige Patienten überleben ein Pankreaskarzinom für einen längeren Zeitraum, was meist daran liegt, dass die heimtückische Erkrankung viel zu spät entdeckt wird. Der Bauchspeicheldrüsenkrebs macht sich in der Regel erst sehr spät bemerkbar und die häufigen Tumore dieses Krebses wachsen in den meisten Fällen sehr schnell. Daher gilt: Achten Sie unbedingt auf die – vielleicht nur leisen – Alarmzeichen Ihres Körpers und suchen umgehend einen kompetenten Arzt auf, sollten Sie Verdacht schöpfen.

Lebenserwartung bei Bauchspeicheldrüsenkrebs

Patienten mit einem diagnostizierten Pankreaskarzinom müssen sich in fast allen Fällen auf eine sehr schlechte Prognose und geringe Überlebenswahrscheinlichkeit einstellen. Diese Krebsart zählt mit etwa 140.000 Neuerkrankungen pro Jahr zwar nicht zu den häufigeren Tumorerkrankungen, steht aber dennoch in der Statistik der krebsbedingten Todesfälle an 9. Stelle. Das Robert-Koch-Institut führt ein Krebsregister, demzufolge die Wahrscheinlichkeit, einen Bauchspeicheldrüsenkrebs um fünf Jahre zu überleben, für Männer bei 6,4 Prozent liegt. Die Überlebenswahrscheinlichkeit für Frauen ist mit durchschnittlich 7,6 Prozent nur geringfügig höher. Die Heilungschancen steigen erheblich, wenn der Tumor operabel ist. In etwa 15 bis 20 Prozent der Fälle kann ein Pankreaskarzinom vollständig operativ entfernt werden. In diesem Fall erhöhen sich die Überlebenschancen für die ersten fünf Jahre nach der Erkrankung auf 22 bis 37 Prozent und sind umso höher, je früher der Krebs erkannt wird. Ist der Tumor sehr weit fortgeschritten und / oder hat bereits Metastasen gebildet, sinkt die Chance auf ein Überleben auf 0,2 bis 0,4 Prozent und gilt damit als extrem unwahrscheinlich.

Die so genannten Adenokarzinome, die zum exokrinen Pankreaskarzinom gehören, zählen dabei mit einem Anteil zwischen 80 und 90 Prozent der Bauchspeicheldrüsenkrebsfälle zu den häufigeren Formen – und zugleich zu den gefährlichsten. Bei diesen Tumoren sterben die Patienten in der Regel innerhalb von drei bis fünf Monaten nach der Diagnosestellung. Mit einem endokrinen Tumor dagegen lässt es sich durchaus mehrere Jahre leben, da diese Karzinome meist eher langsam wachsen. Auch das selten auftretende Zystadenokarzinom bietet eine vergleichsweise günstige Prognose, da es sehr lange örtlich begrenzt bleibt und nur wenige Metastasen bildet. In vielen Fällen kann jedoch die Überlebensrate auch bei exokrinen Tumoren erhöht werden, wenn eine (begleitende) Chemotherapie durchgeführt wird. Allerdings sprechen nicht alle Patienten auf diese medikamentöse Behandlung an.

Heilungschancen

Besonders hoch ist die Überlebenswahrscheinlichkeit bei Patienten, deren Pankreaskarzinom vollständig operativ entfernt werden konnte – und dabei nicht größer als zwei Zentimeter war. Diese Betroffenen überleben die nächsten fünf Jahre mit einer Wahrscheinlichkeit von ca. 40 Prozent.

Auch die Chance, nicht operablen Krebs mittels einer Chemotherapie zu besiegen bzw. zu verlangsamen, ist umso höher, desto früher er entdeckt wurde. Insbesondere die exokrinen Formen wachsen sehr schnell, sehr aggressiv und metastieren schnell. Die individuellen Heilungschancen werden nach folgenden Kriterien ermittelt:

  • Größe des Tumors
  • Beteiligung der Lymphknoten
  • Metastasen
Hinweis: Überlebensraten von Krebspatienten sind statistische Daten. Die individuelle Heilungschance kann nur der behandelnde Arzt einschätzen. Die Forschung arbeitet intensiv in neuen Methoden zur Behandlung von Bauchspeicheldrüsenkrebs. Ein Gewinn an Überlebenszeit ist also auch immer die Chance auf neue Therapieoptionen.

Nachsorge

Im Anschluss an eine Therapie sollte stets eine Tumornachsorge erfolgen, die im ersten Jahr alle drei bis fünf Monate stattfindet. Auf diese Weise können neu entstehende Tumore rasch entdeckt und entsprechend behandelt werden. Nach einer überstandenen Erkrankung treten häufig neue Pankreaskarzinome auf, insbesondere in den ersten Monaten nach einer Operation. Bei manchen Patienten mit einem vermeintlich operablen Tumor stellt sich das tatsächliche Ausmaß der Erkrankung, d. h. die Metastasenbildung sowie die Größe des Tumors, erst während der Operation heraus.

Verlauf der Erkrankung

Zu Beginn ist der Tumor auf die Bauchspeicheldrüse begrenzt, kann jedoch rasch angrenzendes Gewebe und die Lymphknoten befallen. Insbesondere der Zwölffingerdarm, die Milz, die Galle, der Magen bzw. der Dickdarm sind dabei gefährdet. Einzelne Krebszellen erreichen über die Blutbahn sowie über das Lymphsystem auch Organe, die weiter entfernt sind. Hier entwickeln sich so genannte Tochtergeschwulste, die Metastasen. Im Falle des Pankreaskarzinoms treten Metastasen häufig in den Knochen sowie in der Lunge und in der Leber auf. Des Weiteren können sich weitere Tochtergeschwulste am Bauchfell entwickeln und Aszites (Bauchwasser) verursachen. Der tatsächliche Erkrankungsverlauf ist allerdings stark abhängig von der Lage des Pankreaskarzinoms: Exokrine Tumore wie das Adenokarzinom wachsen sehr schnell und breiten sich rasch über die Blutbahn aus. Endokrine Tumore wachsen und metastieren dagegen sehr langsam.

Was tun, wenn der Krebs nicht heilbar ist?

Die Diagnose „Sie haben Bauchspeicheldrüsenkrebs“ ist ein Schock sowohl für die Betroffenen als auch für deren Angehörige, da in vielen Fällen keine Hoffnung auf Heilung besteht. Doch auch, wenn der Krebs nicht heilbar ist, lässt sich die Lebensqualität meist recht lange aufrechterhalten, etwa mittels einer Chemotherapie. Mit dieser können Begleiterscheinungen der Erkrankung länger heraus gezögert werden. Zudem ist eine gute palliative Behandlung wichtig, um unnötige Schmerzen zu vermeiden. Auch sollte ein guter, erfahrener Psychoonkologe (d. h. ein Psychotherapeut mit psychoonkologischer Ausbildung) herangezogen werden, um Ängste und Probleme psychischer wie sozialer Natur zu lindern.

Ursachen

Bauchspeicheldrüsenkrebs

Bauchspeicheldrüsenkrebs – es gibt vermeidbare Ursachen (Abb.: Eraxion | Bigstock)

Die konkreten Ursachen für ein Pankreaskarzinom können nur in wenigen Fällen ermittelt werden. In manchen Fällen liegt eine genetische Disposition vor – oft in Familien, in denen zugleich ein Mammakarzinom (Brustkrebs) gehäuft auftritt. Die so genannten „Brustkrebsgene“ BRCA 1 und BRCA 2 stehen in Zusammenhang der Entstehung von Bauchspeicheldrüsenkrebs, insbesondere bei Männern. In manchen Familien werden diese Gene vom Vater auf die Tochter vererbt, wobei der Vater meist an einem Pankreaskarzinom und die Tochter an einem Mammakarzinom erkrankt. Die entsprechenden Tumore sind in der Regel äußerst aggressiv. In anderen Fällen sind die Ursachen eher in der Lebensweise zu suchen. Manchmal entsteht ein Pankreaskarzinom auch als Folge einer chronischen Entzündung der Bauchspeicheldrüse. Diese Risikofaktoren konnten in verschiedenen Vergleichs- und Beobachtungsstudien eingegrenzt werden.

Bauchspeicheldrüsenkrebs Ursachen und Risikofaktoren

Diese Faktoren erhöhen das Risiko für ein Pankreaskarzinom
genetische Disposition
chronischen Entzündung der Bauchspeicheldrüse
fleisch- und fetthaltige Kost
Übergewicht und Adipositas
zucker- und weißmehllastige Kost
Alkoholkonsum
Rauchen
Diabetes mellitus Typ 2
Magengeschwür / Magenoperation
Darm-/Magenpolypen
männliches Geschlecht

Lebensstil begünstigt Entstehung von Bauchspeicheldrüsenkrebs

Mutmaßlich spielt die Ernährung eine große Rolle bei der Entstehung von Bauchspeicheldrüsenkrebs. So zeigt die Statistik, dass eine gemüse- und ballaststoffreiche Kost einem möglichen Pankreaskarzinom entgegenwirken kann, während insbesondere Personen mit einer stark fleisch- und fetthaltigen Kost gefährdet sind. Vor allem an Adipositas leidende Patienten haben ein um 3,5 Prozent erhöhtes Risiko, an Bauchspeicheldrüsenkrebs zu erkranken. Das erhöhte Risiko lässt sich auf die ständige Überlastung der Bauchspeicheldrüse zurückführen, die mit der ungesunden Ernährung einhergehen. Demzufolge zählt auch eine stark zucker- und weißmehlhaltige Kost zu den Risikofaktoren. Auch bereits moderater Alkoholkonsum steht im Verdacht, die Entstehung von Bauchspeicheldrüsenkrebs zu begünstigen. Bei Frauen genügt bereits ein geringer täglicher Alkoholgenuss (etwa ein Glas Wein oder ein Bier), um das Risiko signifikant zu erhöhen. Weiterhin fördert der Genuss von Tabak die Entstehung eines Pankreaskarzinoms. Dafür ursächlich sind bestimmte im Tabakrauch enthaltene benzolhaltige Nitrosamine, die stark kanzerogen (d. h. krebsbildend) wirken. Dabei wird das individuelle Risiko nicht nur durch das aktive Rauchen erhöht, sondern auch durch Passivrauchen.

Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 („Altersdiabetes“) sind gefährdet

Patienten mit einem Diabetes mellitus Typ 2 (dem so genannten „Altersdiabetes“) haben ein stark erhöhtes Risiko für ein Pankreaskarzinom. Der oft fälschlicherweise als „Altersdiabetes“ bezeichnete Diabetes mellitus Typ 2 entsteht in fast allen Fällen durch Übergewicht, Bewegungsmangel und falsche Ernährung. Häufig dieser Diabetes durch Diät, Sport und eine Ernährungsumstellung erfolgreich therapiert werden.

Allerdings ist es auch möglich, dass ein neu entstehender Diabetes mellitus Typ 2 durch ein bereits vorhandenes Pankreaskarzinom verursacht wurde. Daher gilt es, insbesondere bei Neuerkrankungen ab dem 50. Lebensjahr, ein Pankreaskarzinom als Ursache auszuschließen.

Pankreatitis aufgrund von Vorerkrankungen immer behandeln

Ebenfalls gefährdet sind Patienten mit einer chronischen Entzündung der Bauchspeicheldrüse. Diese kann wiederum verschiedene Ursachen haben und kann beispielsweise auf häufiges Sodbrennen zurückgeführt werden. Eine weitere Form der Pankreatitis ist dagegen erblich bedingt und sollte unter ärztlicher Beobachtung stehen. Aus diesen Gründen sollte schon allein aus prophylaktischen Gründen eine Pankreatitis (d. h. Entzündung der Bauchspeicheldrüse) stets behandelt werden, ebenso wie häufiges Sodbrennen. Um drei bis sieben Prozent erhöht ist auch das Risiko von Patienten, die sich einer Magenoperation – etwa aufgrund eines Magengeschwürs – unterzogen haben.

Genetische Ursachen sind häufig

Wie bei anderen Krebsarten auch scheinen bei manchen Arten des Bauchspeicheldrüsenkrebses erbliche Faktoren eine große Rolle zu spielen. Die mögliche Beteiligung der Brustkrebsgene BRCA 1 und BRCA 2 wurde bereits erwähnt, wobei eine Vererbung nicht nur vom Vater auf die Tochter, sondern auch von der Mutter auf den Sohn möglich ist. Daneben sind auch andere genetische Einflüsse denkbar. So vermuten Wissenschaftler eine Mutation auf dem neunten Chromosom als Ursache für genetisch bedingten Bauchspeicheldrüsenkrebs. In den meisten untersuchten Fällen konnte eine Schädigung des K-ras-Gens festgestellt werden. Dieses Gen ist für die Regulation von Differenzierungs- und Wachstumsprozessen verantwortlich, eine Mutation hat daher eine Entgleisung dieser Prozesse zur Folge. Vermutlich sind zwischen fünf und zehn Prozent aller Pankreastumore auf erbliche Ursachen zurückzuführen. Insbesondere bei familiären Häufungen von Bauchspeicheldrüsenkrebs sowie Brust- und Eierstockkrebs in direkter Verwandtschaftslinie gilt es, zusätzliche Risikofaktoren zu vermeiden und regelmäßig die Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen zu nutzen. Dabei sollte der Hausarzt vor allem das Blutbild im Blick behalten und erhöhte Entzündungswerte als Alarmsignal verstehen.

Geringer Einfluss von Umwelteinflüssen

Entgegen der landläufigen Meinung spielen Umweltgifte und andere umweltbedingte Faktoren bei der Entstehung eines Pankreaskarzinoms nur eine untergeordnete Rolle. Allerdings ist der Einfluss der Umwelt sowie vieler Chemikalien auf diese Krebsart noch nicht hinreichend erforscht worden, so dass noch keine abschließenden Aussagen in dieser Hinsicht getroffen werden können.

Prominente Patienten

Patientenerfahrungen?

Dipl.-W.Inf. Sebastian Fiebiger
Medizinjournalist

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  • 🕝 Anonymous

    Ich habe sehr viele Artikel u Studien gelesen über Ubichinol , in der Krebstherapie allgemein. Es wurde mir auch von Onkologen empfohlen bei Brustkrebs. Vielleicht gibt es hier wirklich einen interessa ten Ansatz auch bei anderen Krebsarten.

  • 🕝 Anonymous

    Meine Mutter erhielt die Diagnose inoperabler BSDK im April. Es folgten 30 Ionenbestrahlungen und 6 Chemos mit Gemcetabine. Ein Stent im Gallengang musste auch gesetzt werden. Weitere 6 Chemos sollen folgen. Aktuell geht es ihr recht gut. Wir kämpfen weiter und geben nicht auf!

  • 🕝 Saddie

    Bei meinem Vater machte sich bereits ein Jahr vor der BSDK-Diagnose starker Reflux und eine anhaltende Entzündung der Speiseröhre bemerkbar. Er war deswegen wiederholt im Spital, aber niemand kam auf die Idee, die BSD genauer anzuschauen, bis es zu spät war.

  • 🕝 Anonymous

    Vor einpaar Tagen ist ein von mir sehr geliebter Mensch an Bauchspeicheldruesenkrebs gestorben. Von der Diagnose bis zum Tod waren es 4 Monate. Chemotherapie hat nicht angeschlagen. Es ging sehr schnell.

  • 🕝 Anonymous

    Mein Mann hatte vor drei Jahren ein Pankreascarcinom. 1,9×2,4 cm im Schwanz. Konnte alles entfernt werden, keine Metastasen. Keine große Whipple Op. Er lebt völlig beschwerdefrei u macht viel Sport. Wir sind guter Dinge. Er hatte keine Chemo.

  • 🕝 Anonymous

    Mein Mann ist 3 Wochen nach der Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs 3,5 *4 cm am Kopf der Bauchspeicheldrüse gestorben. Er hatte nur die letzte Woche starke Schmerzen. Er hatte keine Chemo.

  • 🕝 Anonymous

    Meine Schwester bekam Ende August die Diagnose eines inoperablen Bauchspeicheldrüsenkrebs. Sie macht Chemo. Außerdem nimmt sie Hanföl THC…
    Blutwerte sind top. Sie hat in diesen 5 Monaten 11kg abgenommen. der Tumor ist einige Millimeter gewachsen, die Metastasen auf der Leber verwässern zum Teil. Sie bestreitet mit viel Pausen noch ihren eigenen Haushalt…Januar 2017.

  • 🕝 Anonymous

    Mein Mann hatte im Juli 2016 zur rechten Zeit erkannten Bauchspeicheldrüsen Krebs und konnte alles entfernt werden. Ihm geht ganz gut.

  • 🕝 Anonymous

    Meine Mama ist tot. Diagnose: Juli 2014, Tod: November 2014
    Es ging ganz schnell. Bis zur Diagnose war sie fit.

  • 🕝 Anonymous

    Mein Mann ist vor gut neun Monaten an Bauchspeicheldrüsenkrebs verstorben. Bei der OP in der MHH konnte alles entfernt werden und es kam wieder.

    Die erste Chemo hat er gut weggesteckt und wieder war alles weg. Es dauerte nicht lange und es wurde wieder was gefunden und es ging weiter mit Chemo, wo er massiv abgebaut hat, aber der Onkologe machte uns Mut, das kriegen wir in den Griff und wir haben es geglaubt.

    Zum Schluß war er ein Pflegefall, mit Rollstuhl und Windeln. Hilfe von medizinscher Seite hatten wir nicht, ich wollte psychologische Hilfe haben, wenigstens für meinen Mann, aber es gibt lange Wartezeiten,oder man ist Privatpatient. März2017

  • 🕝 Anonymous

    Mein Papa hat vor drei Wochen die Diagnose bekommen. Er wurde noch zweimal operiert, damit der Stuhlgang auf natürlichem Weg abgeht. Jetzt ist er eine Woche zu Hause, Fentanyl wurde von 50 bereits zweimal auf jetzt 100 erhöht. Es ist schrecklich und ganz schlimm zu sagen, aber ich hoffe dass er nicht mehr lange leidet. Bis vor drei Monaten war er noch fit.

  • 🕝 Anonymous

    Meine Mutter bekam im 1996 Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs. Hatte OP, keine Metastasen, war laut Ärzten geheilt. Nach 5 Jahren brach der Krebs wieder aus. Diagnose August 2001

    Hatte dann Chemotherapie und Juli 2002 ist sie gestorben. Dieser Krebs ist leider sehr schlimm wenn er richtig ausbricht, da er sämtliche wichtigen Organe zerstört. Meine Mutter war zum Schluss Pflegefall mit Rollstuhl Windeln. Hilfe bekamen wir keine habe sie bis zum Schluss selber gepflegt.

  • 🕝 Anonymous

    Meine Schwägerin hat vor einer Woche die Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs mit Metastasen auf der Lunge erhalten. Die erste Chemotherapie ist bereits abgeschlossen.

    Nun folgen noch drei.

    Sie fühlt sich soweit gut, außer dass sie sich sehr müde fühlt. Nun möchten wir nach Abschluss der Chemotherapien zusammen in die Ferien fliegen. Da Unsicherheit besteht bei meiner Schwägerin, hat da vielleicht jemand Erfahrung.

  • 🕝 Antje

    Ich habe damit keine Erfahrungen. Aber habt Ihr mal mit den behandelnden Ärzte über die Reisepläne gesprochen.

    So eine Reise wird mal selten bereuen. Wichtig ist aber, dass die medizinische Versorgung und ggf. auch eine schnelle Schmerztherapie / Rückreise sichergestellt ist.

  • 🕝 Anonymous

    Mein Mann bekam die Diagnose im März 2015 ( Stadium IV mit Lebermetastasen) und hat in einem guten körperlichen Zustand mit Chemo ( Folfirinox- Schema ) begonnen und es gut vertragen.

    Im Januar 2016 hatte er eine Remission und dann ab April 2016 bis September 2016 weiterhin die gleiche Chemo. Bis dahin hat er noch regelmäßig Golf gespielt…

    Seither häufen sich Komplikationen unter der Chemo ( Gemcitabine/Abraxane) wie Magenblutung, Sepsis, Thrombose, Poyneuropathie …aber wir sind ( mit Rollstuhl) wieder jetzt im Juni 2017 nach Spanien geflogen und genießen Meer und Sonne.

    Auch nach 2 Jahren und 3 Monaten lebt mein Mann noch mit einer immer noch guten Lebensqualität!

    Das soll allen Mut machen, die bei der Diagnose von der üblichen Lebenserwartung genauso schockiert sind wie ich es war! Es gibt immer auch Ausnahmen….

  • 🕝 Anonymous

    Meine Mutter bekam am 28.06 die Diagnose , am 07.07 ist sie verstorben. Bis zur Diagnose ging es ihr recht gut. Eine sehr FIESE art von Krebs.

  • 🕝 Artemisia

    Hallo, wir setzen gerade unsere Hoffnung auf Artemisia annua. Nach zwei Wochen der Einnahme stellte der Arzt fest, dass die Lebermetastasen eher etwas kleiner geworden sind, zumindest aber sicher nicht gewachsen sind.

    Das lässt Hoffnung aufkeimen. Artemisia annua ist lt. Empfehlung besonders wirksam bei schnell wachsenden Tumoren. Wichtig ist, das A3 Pulver (pulverisiertes, getrocknetes Artemisia annua, das durch eine spezielle Züchtung noch potenter ist) täglich zu nehmen. Zunächst aber eine Eiseninfusion machen zu lassen, dann 6 Wochen täglich 10 g des Pulvers mit heißem Wasser übergießen und trinken.

    Es schmeckt bitter, aber nicht zu schlimm. Anfangs kann man Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit oder auch leichte Bauchschmerzen bekommen. Im Internet findet man einige Artikel.

    Besonders empfehlenswert die Seite von Martin Hirth, über den man Artemisia annua A3 (… und nicht irgendetwas anderes, denn es gibt rund 300 verschiedenste Sorten, die aber nicht wirksam sind und auch Artemisia heißen, auf den Zusatz „annua“ und am besten A3 achten!) Ja, und nun müssen wir sehen. Wie es weiter geht..

    Ich wünsche allen alles Gute und viel Kraft.

  • 🕝 Anonymous

    Meine beste Freundin wurde operiert, Bauchspeicheldrüsenkrebs. Sieht nicht gut aus. Ich habe große Angst. Der Krebs ist ein mieser Verräter.

  • 🕝 Anonymous

    Ein sehr guter Freund von mir hat die Diagnose Bauchspeicheldrüsen Krebs mit Lebermeterstasen bekommen. Er bekam einen Stent gesetzt und wird nicht Operiert.

    Bitte wer weis einen Rat
    Danke

  • 🕝 Anonymous

    Am 18.8.17 bekam mein Vater sie Diagnose : Bauchspeicheldrüsenkrebs mit Metastasen an Leber, Galle, Milz, Beckenkamm und Lunge. Er wollte kämpfen und sprach sich gegen den Rat der Ärzte für eine Chemotherapie aus. Als er dann aber am 22.8.17 in diesem Klinik kam, war er dazu viel zu schwach. Er legte sich nach kurzer Patientenaufnahme ins Klinikbett und ist , ohne noch einmal aufzustehen, am 27.8.17 bereits verstorben. Bis zur Diagnose hatte er nur gelegentlich Rückenbeschwerden.

  • 🕝 Siggi

    Bin im Juni 2015 operiert worden. Bauchschpeicheldrüse entfernt. Bekam Chemo alles gut vertragen. Aug 2017 starker Gewichtsverlust bis 10kg – bekomme wieder Chemo etwas stärker. Mir geht es gut, soweit man das sagen kann.

    Bin jetzt 64 werde noch 100 wenn es so weitergeht…

  • 🕝 Anonymous

    Mein Vater bekam am 26.09.17 die Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs und ist nach der ersten Chemotherapie am 02.11.17 für immer eingeschlafen.

  • 🕝 Harald

    Meine Frau bekam im Juli 2017 die Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs. Der Tumor war 2 x 1,4 cm groß, saß am Pankreaskopf und hatte die Leberarterie ummmauert, außerdem konnte keine Gallenflüssigkeit mehr abfließen. Der erste OP-Versuch in der Uniklinik Mannheim scheiterte, da der Tumor nicht von der Leberarterie zu trennen war.

    Es wurde dann ein Stent gesetzt, der die Gallenflüssigkeit ableitete und eine Chemotherapie (6 x Folforinox Schema) begonnen. Der Tumor war zwischenzeitlich auf 2,4 x 2 cm angewachsen, hatte aber noch keine Metastasen gebildet. Meine Frau hat die Behandlung außerdem durch mentales Training und Ernährungsumstellung (Vorzugsweise Eiweiß, Obst und Gemüse, wenig Kohlenhydrate und kein Zucker) unterstützt.

    Im Dezember dann eine erneute OP (Traverso) und der Tumor konnte entfernt werden. Es gab keine Metastasen, der Tumor hatte noch eine Restvitalität von weniger als 3%.

    Alle Lymphknoten waren ohne Befund. Die OP hat sie gut überstanden, nun steht die Reha an. Wir sind den Ärzten in Mannheim unendlich dankbar und fühlten uns dort immer gut betreut und beraten. Wir hoffen natürlich, dass der Krebs nicht wieder zurückkommt und sind im Moment sehr zuversichtlich

  • 🕝 Michael

    Hallo ihr Lieben,

    im Dez. 2006 hat der Hausarzt bei meiner Frau den Verdacht auf Pankreaskarzinom geäussert und am 08. März 2007 im UKE operiert. Danach Lungenembolie, Schilddrüsen total Resektion, Magendurchbruch ( 2010 ) Hinterwandinfarkt ( 2015 ) Lwk 1 Fraktur ( Osteoporose ) , Leberhämangiome und im März 2017 OP der HWS ( Sepsis ) – und das bei einer durchschnittlichen Überlebensdauer von 5 – f ü n f – Jahren.

    Sie ist immerwieder Arbeiten gegangen. Jetzt will die Krankenkasse nicht mehr zahlen. Aber es geht nicht mehr mit Arbeiten. Der MdK hält sie für arbeitsfähig. Pflege von Patienten aus dem Rollstuhl? Klasse!!!!

    Bist du krank in Germania – bist du verlassen! Verdiene nur noch allein, bin auf die Hilfe der Kinder angewiesen! Machen sie aber gerne. Meine Frau ist stark für unsere Enkel.

    Danke für euer Interesse.
    Gruss Micha

  • 🕝 Anonymous

    Ein geliebter Mensch in meiner Familie hat im März letzten Jahres die Diagnose bekommen. Der Tumor ist zu groß um ihn operieren zu lassen. Sie bekommt jetzt Chemo und sie hat auch nur wenige Nebenwirkungen. Jetzt wo ich all die Kommentare und Berichte lese bekomme ich einfach sehr Angst. Auch wenn es ihr gut geht kann ja der Tumor trotzdem wachsen.

  • 🕝 Anonymous

    Meine Mama bekam im Oktober 2016 die Diagnose. Der Tumor war operabel es folgte danach bis Juli 2017 eine präventive Chemo. Alles ok – dachten wir gehören zu den wenigen die diese Krankheit übertaucht hatten. Im September 2017 waren Lebermetastasen, danach dauerte es noch 1 Monat. Insgesamt war es auf den Tag der Diagnosestellung genau 1 Jahr. Meine Mama hat sich Ende Oktober 2017 mit 53 Jahren verabschiedet….

  • 🕝 Anonymous

    Unsere Mutti bekam Mai 2016 die Diagnose beim CT durch Orthopäden wegen Rückemschmerzen.

    Bauchspeicheldrüsenkrebs am Schwanzende mit Lungenmetastasen inoperabel.

    Sie bekam Chemo. 2016 bis Oktober 2017 – Nov.2017 war man zufrieden weil erstmal der Tumor nicht weiter wuchs.

    Jetzt ist er gewachsen und man gibt ihr nicht mehr lange. Sie bekommt aber noch eine Chemo mit der Hoffnung auf Linderung. Sie macht noch alles zu Hause ist tapfer und kämpft. Die Kraft wird aber weniger. Sie hat nicht geraucht und nicht getrunken.

  • 🕝 Patient

    @Artemisia: könnten Sie verraten wo kann man Artemisia Annua A3 kaufen? Von welchem Hersteller? Mein Vater ist an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankt und kämpft gerade ums überleben. Herzlichen Dank!!!

  • 🕝 Tom

    Hallo, ich habe folgende Erfahrung. Bekannter von mir männlich.

    Diagnose Mitte Jänner 2018 Tumor auf Bauchspeicheldrüse Schwanz, vollständige Entfernung vom Tumor, vom Schwanz und Milz.

    Chemo beginnt Ende März. Momentan ist er sehr fit!

  • 🕝 Viola

    Amfang februar 18 vurde mein man (67) diagnozifiecirt mit bauchschpezedyze krebs mit metastazen in lunge
    Vaiterhin macht er hemoterapi mit grose nebenvirkungen aber bis jetz hat er keine schmercen
    Aber trotz di schmerterapi 2mal pro tag Targin (10ml) nimt und tropfen Oxynorm er hat shtarke schmerzen
    Bitte ven jemand mich helfen kan ?
    Was soll ich tun ?

  • 🕝 MOM

    Bei meiner Mutter wurde am 22.12.2017 BSDK festgestellt. Am 1.1.2018 ist meine Mutter gestorben. Wir hatten sie sofort zu uns geholt und sie bis zum Tod begleitet. Wir hatten nicht damit gerechnet, dass es so schnell zu Ende geht. Meine Mutter war sehr tapfer. Sie hat nicht einmal geklagt. Nur die letzten fünf Tage hat sie Morphium bekommen. Davor nur Schmerzmittel gegen starke Schmerzen.

  • 🕝 Yva

    Hallo, ich habe vor ca. 3 Wochen die Information bekommen, dass mein Vater (59 J.) an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankt ist. Leider kann er nur noch palliativ begleitet werden. Ich habe ihn dieses Wochenende das erste Mal in der Klinik besucht und wollte mit ihm darüber reden. Ganz offen und nicht zwangsläufig nur traurig und mit ernster Miene. Aber soweit kam es gar nicht. Er macht völlig dicht. Er wirkt so als hätte er gar nicht regiestriert was diese Diagnose bedeutet. Aber ich muss in den nächsten zwei Wochen einfach mit ihm über viele Dinge reden und habe keine Ahnung wie ich das machen soll! Ich habe keine Angst vor ihm, ganz im Gegenteil! Aber meine Ehrfurcht und Respekt ist so groß, dass ich nicht weiß wie ich das anstellen soll. Ich habe wahnsinnige Angst vor Ablehnung. Kennt das irgend jemand, oder hat was ähnliches erlebt? Dann schreibt mir bitte. Ich bedanke mich ganz herzlich und wünsche auch Euch alles erdenklich Gute! LG Yva

  • 🕝 Tamtam

    Vor 6 Wochen wurde bei meinem Opa ein Karzinom im Schwanz der Bauchspeicheldrüse diagnostiziert! Große wipple Op erfolgte vor 25 Tagen! Seitdem geht es von Tag zu Tag schlechter ! Tumorkonferenz und Termin beim onkologen ergaben das man nicht alles entfernen konnte. Er nicht mehr heilbar ist und eine Chemo für die er momentan viel zu schwach ist, nur Lebensverlängerung von 3-4 Monaten wäre! Das heimtückische – keiner weiß wann der nächste Befall da ist.. aber man gibt ihm nicht mehr lange weil es sehr aggressiv ist! Nun erfolgt erstmal eine Reha um ihn aufzupäppeln und ich hoffe er entscheidet sich gegen diese Chemo die ihm so viel Lebensqualität nehmen würde! Wir sind alle zutiefst betroffen da er in seinen 80 Jahren noch nie was hatte und dann kam die Diagnose weil wir wegen einer Bronchitis die nicht weg gehen wollte zum ct mussten!

  • 🕝 anonym

    In Heidelberg laufen Studien mit Sulforaphan (Brokkoli).
    Man findet interessante Vorträge unter;)
    Heidelberg Medizin am Abend. Pankreascarcinom

  • 🕝 Simone

    Mein Vater hat nie geraucht und nie getrunken. Am 12.3 bekam er die furchtbare Diagnose BSD Krebs mit Metastasen in der Leber und Lunge.
    Nach vielen schlimmen Untersuchungen und einer Chemotherapie verstarb er mit ambulanter Pflege zuhause am 26.4.18
    Mein Vater wurde 74 Jahre alt. Vor der Diagnose hatte er nur etwas Müdigkeit und Abgeschlagenheit.

  • 🕝 Uwe

    Hallo
    Am 12.10.2016 bekam ich die Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs größe 2,5×4,0cm . am 14.10.2016 wurde ich aufgemacht mit dem Plan den Krebs die linke Niere die Milz und die Gallenblase zu entfernen. Bei der OP stellte man fest Lebermetastasen nach Schnellschnitt stellte sich raus das es der gleiche Krebs ist , also wieder zu gemacht mit dem Argument sie hätten alles rausnehmen können doch dann wäre ich auf dem Tisch liegengeblieben. am 18.10.2016 Entlassung mit Termin für Portsetzung danach beginn der ersten Chemo die ich nach 3Monaten abbrechen mußte weil ich nur noch im Bett lag und der Weg zur Toilette für mich einem Marathon gleich kam. Also Abbruch der Chemo mit dem Gedanken mit dem Leben abzuschließen weil ich dann auch noch fast 10 Kilo abnahm. Nach einem Gespräch mit dem Onkologen haben wir / ich beschlossen das es eventuell noch eine andere Chemo gibt die jedoch sehr wenig oder nur wenig Erfolg versprach weil der Arzt nicht sagen konnte ob sie anschlägt oder es vielleicht auch garnicht mehr hilft, aber ich griff nach dem besagten Strohhalm und siehe da nach 3 Monaten CT gemacht und man hat gesehen das der Krebs doch noch geschrumpt ist also die Chemo wirkt was jedoch nach sehr großem erstaunen der Ärzte nicht nach vollziehbar wäre wie das geht das er doch noch schrumpft. Aber mir war das egal den jetzt ist der Krebs seid über einem Jahr inaktiv , das heißt er hat seine Größe (1,4 x 1,2 cm ) seid dem nicht geändert was mich bis heute immer wieder nach jedem CT ( alle 4 Monate ) sehr erfreut und ich dem Sensenmann seid dem immer wieder sage “ du hast noch andere Kunden vor mir “ und ich mit zuversicht in jeden neuen Tag blicke und mich mit meiner Frau daran erfreue das es mir bis jetzt sehr gut geht weil ich auch keinerlei Nebenwirkungen habe . Trotz alle dem muß ich viermal Dienstags zur Chemo dann 2Wochen Pause , dann wieder viermal und wieder 2 Wochen Pause dann wieder viermal Chemo mit anschließendem CT und dann jedoch 3Wochen Pause und dann geht es wieder von vorne los. Aber das alles ist zwar Stress pur doch ich erfreue mich derzeit guter „Gesundheit“ wenn man das so sagen darf und das wird wohl auch noch sehr lange anhalten !!!!!!! Ich denke jedenfalls so !!!! :-)))))))))

    Ich hoffe das ich jemanden oder auch vielen damit die Zuversicht geben kann das man nie Aufgeben sollte egal wie schlecht es einem auch geht. Ich bin der Meinung es geht nur vorwärts und nicht zurück .

    Also wünsche ich allen Betroffenden viel Erfolg und alles Gute !!!!!!

    Mein herzliches Beileid all denen derer Angehörige /r nicht mehr unter uns ist .

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