Symptome und Anzeichen für eine Anämie
Blutarmut Symptome

Die Blutarmut lässt sich labordiagnostisch erfassen

Die Blutarmut lässt sich labordiagnostisch erfassen (Foto: science photo | Shutterstock)

Die Blutarmut (medizinisch: Anämie) bezeichnet eine zu geringe Hämoglobin-Konzentration im menschlichen Blut. Der Blutfarbstoff Hämoglobin befindet sich überwiegend an den roten Blutzellen (Erythrozyten), die im Zuge einer Anämie ebenfalls vermindert sind.

Das Defizit an roten Blutkörperchen führt zu einer geringeren Sauerstoff-Aufnahmekapazität des Blutes und damit potentiell zur Mangelversorgung der Organe. Bevor es dazu kommt, werden aber Kompensationsmechanismen des Körpers aktiviert. Dazu gehört bspw. die Steigerung des Pulses.

Blutarmut Symptome

Die typischen Anzeichen für eine Anämie
körperliche Schwäche
verminderte Leistungsfähigkeit
schnelle Erschöpfbarkeit
erhöhter Puls
blasse Haut
Gelbfärbung der Haut
Gelbfärbung des Augenweißes
Atemnot
Kurzatmigkeit
vergrößerte Milz
Schwindel
Bewusstlosigkeit
Herzrasen
Schmerzen in der Brust
Tinnitus
Übelkeit
Blut im Urin
brüchige Fuß- und Fingernägel
Haarausfall
beschleunigte Atmung
glatte rote Zunge (Lackzunge)
entzündete Mundwinkel
Zungenbrennen
Durchfall
schwarzer Stuhl (Teerstuhl)
niedriger Blutdruck
Kreislaufzusammenbrüche
Gedächtnisstörungen
ungewollter Gewichtsverlust
Appetitlosigkeit
Kopfschmerzen
Juckreiz der Haut
Entzündungen der Mundschleimhaut (Aphten)
Schluckbeschwerden
Konzentrationsstörungen
Herzklopfen
Herzstolpern
Verwirrtheit

Was tun?

Anämie

Anämie – schematische Darstellung (Abb.: joshya | Shutterstock)

Wer den Verdacht hat, unter Blutarmut zu leiden, sollte unbedingt einen Arzt aufsuchen. Der Hausarzt bzw. Allgemeinmediziner ist hierfür die richtige erste Anlaufstelle. Er kann ggf. nach eingehender Untersuchung an Spezialisten wie Hämatologen weiterverweisen.

Die Behandlung der Anämie unterscheidet sich stark nach dem Auslöser. Sie ist aber i.d.R. zunächst auf die Abstellung der Ursache gerichtet. Ist sie durch einen Vitamin- oder Eisenmangel bedingt, wird dieser zunächst medikamentös ausgeglichen und nach der Ursache des Mangels gefahndet.

Bei genetischen Ursachen, die die Blutbildung stören, wird meist eine Knochenmarkspende mit anschließender Transplantation nötig.

Eine Anämie in Folge eines Blutverlustes kann durch eine Bluttransfusion ausgeglichen werden. Es gibt inzwischen auch moderne Medikamente, die die Blutbildung anregen.

Patientenerfahrungen?

Dipl.-W.Inf. Sebastian Fiebiger
Medizinjournalist

Hast Du den Verdacht, dass Du unter Blutarmut leidest? Warum? Welche Symptome kannst Du an Dir beobachten? Warst Du schon beim Arzt? Beim Spezialisten? Welche Untersuchungen hat der veranlasst? Wie waren die Ergebnisse? Wirst Du bereits behandelt? Wie erfolgreich ist die Therapie? Hast Du Tipps oder Ratschläge für andere Betroffene? Weißt Du etwas über die Anämie, das hier fehlt?

Schreib uns Deine Erfahrungen, Ergänzungen und Fragen – direkt unter diesem Artikel, in den Kommentaren. Du hilfst damit auch anderen Betroffenen!

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  • 🕝 Anonymous

    Anhaltende körperliche Erschöpfung, Atemnot, trockene blasse Haut….. In der Vergangenheit wurden im Blutbild zu kleine rote Blutkörperchen entdeckt. Zwar war die Anzahl im Normbereich, aber die Größe der einzelnen Blutkörperchen war im Durchschnitt zu gering. Unternommen wurde vom Hausarzt nichts weiter. Aber die Symptome verstärkten sich so weit, dass die berufliche Rehabilitation in Form einer Umschulung abgebrochen werden musste. Zuerst hatte ich den Verdacht, dass die berufliche Situation die Ursache war, da ich täglich zum langen Unterricht auch insgesamt 2 Stunden Fahrzeit hatte. Aber nach Abbruch der Maßnahme stellte sich keine Veränderung ein. Ansonsten hab ich noch eine chronische Lungenerkrankung und ich bin chronischer Schmerzpatient mit Arthrose als Folgeerkrankung im Handgelenk, welches nach einem Arbeitsunfall versteift wurde.

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