Symptome, Ursachen, Behandlung
Bluthochdruck (Hypertonie)

Blutdruck-Messung

Blutdruck-Messung (Foto: Rido | Shutterstock)

Unter Bluthochdruck (med.: Hypertonie) versteht man eine krankhafte Steigerung des arteriellen Blutdrucks auf einen systolischen Wert (oberer Wert) über 140 mmHg und einen diastolischen Wert (unterer Wert) über 90 mmHg. Der normale Blutdruck liegt bei 120/80 mmHg. Chronischer Bluthochdruck ist eine Volkskrankheit, an der in Deutschland fast jeder zweite Mensch ab dem 50. Lebensjahr leidet. Schätzungen reichen – aufgrund der erheblichen Dunkelziffer – bis zu 45 Prozent der deutschen Gesamtbevölkerung.

Bluthochdruck Symptome

Symptome, die durch einen zu hohen Blutdruck hervorgerufen werden können, sind:

Die typischen Anzeichen für einen erhöhten Blutdruck
Kopfschmerzen
chronische Müdigkeit
Abgeschlagenheit
Schwindel
Nasenbluten
Nervosität
Reizbarkeit
Kurzatmigkeit
Konditionsschwäche
Konzentrationsschwierigkeiten
Tinnitus (Ohrensausen)
Sehstörungen
Herzrasen
Übelkeit
starkes Schwitzen
http://gesundheit.naanoo.de/krankheiten/kopfschmerzenSchlafstörungen
Stimmungsschwankungen
Herzstolpern
auffällig rote Gesichtsfarbe
Erektionsstörungen
Sensibilitätsstörungen
starker Durst
häufiger Harndrang
Taubheitsgefühl

Was tun?

Ein Blutdruck von mehr als 140 / 90 gilt als erhöht

Ein Blutdruck von mehr als 140 / 90 gilt als erhöht (Foto: Helmut Spoonwood | Shutterstock)

Hinweis: Stark erhöhte Blutdruckwerte von 200 zu 120 oder darüber gelten als medizinischer Notfall. Rufen Sie in diesem Fall den Notruf. (112)

Wer den Verdacht hat, unter Bluthochdruck zu leiden, sollte unbedingt einen Arzt aufsuchen. Die erste Anlaufstelle ist der Hausarzt, Allgemeinmediziner oder Internist. Der kann ggf. an Spezialisten wie Kardiologen weiterverweisen.

Sie können den Blutdruck auch in der Apotheke kontrollieren lassen oder zuhause selbst messen. Einen Arztbesuch aufgrund erhöhten Blutdrucks sollte nicht auf die „lange Bank“ geschoben werden, denn der Hochdruck schädigt auf Dauer lebenswichtige Organe und kann auch ein Indiz für das Vorliegen diverser anderer Erkrankungen sein.

Ursachen

Die Ursachen des Bluthochdrucks unterscheiden sich nach der Art der Hypertonie. Die primäre Hypertonie wird durch die typischen Zivilisationsfaktoren ausgelöst: Übergewicht, Bewegungsmangel, Salzkonsum, Stress und Diabetes Typ II.

Auch Vitamin D Mangel und Vitamin B 12 Mangel kommen als Ursachen für erhöhten Blutdruck infrage.

Bluthochdruck als Begleitsymptom

Der sekundäre Bluthochdruck ist Teil der Symptomatik einer anderen Grunderkrankung:

Erhöhter Blutdruck als Begleitsymptom anderer Krankheiten
Borreliose
Burnout Syndrom
Hashimoto
Histaminintoleranz
Leberzirrhose
Menopause
Nierenentzündung
Niereninsuffizienz
Nierenversagen
Mangesiummangel
Präeklampsie
Schilddrüsenüberfunktion
Wechseljahre

Behandlung

Bei sekundärem Bluthochdruck widmet man sich der Behandlung der zugrunde liegenden Erkrankung. Primärer Blutdruck wird zunächst meist durch eine Umstellung der Lebensgewohnheiten therapiert. Mit einem Bewegungsprogramm und einer Ernährungsumstellung wird das Herz-Kreislauf-System gestärkt und Übergewicht abgebaut.

Zuzüglich können harntreibende Medikamente, ACE-Hemmer sowie Alpha- und Betablocker verabreicht werden.

Risikofaktoren für Bluthochdruck

Neben erblichen Faktoren spielt vor allem die moderne, westliche Lebensweise eine entscheidende Rolle bei der Entstehung von Bluthochdruck:

  • Bewegungsmangel
  • Rauchen
  • hoher Salzkonsum
  • erhöhter Blutzuckerspiegel (Diabetes)
  • Übergewicht
  • erhöhter Cholesterinspiegel
  • hoher Alkoholkonsum
  • negativer Stress

Folgeerkrankungen von Bluthochdruck

Unbehandelt kann Bluthochdruck eine ganze Reihe von Folgeerkrankungen auslösen. Während unstrittig ist, dass ein Großteil davon durch angepasste Lebensweise vermeidbar ist, wird darüber gestritten, ob eine medikamentöse Blutdrucksenkung ähnliche Erfolge erzielen kann:

  • Herzschwäche
  • Herzmuskelverdickung
  • Herzinfarkt
  • koronare Herzkrankheit
  • Schlaganfall
  • Netzhautschäden
  • Erblindung
  • Niereninsuffizienz
  • Nierenversagen
  • Schrumpfniere
  • Aneurysma
  • abgestrobene Zehen (Gangrän)
  • Atherosklerose
  • Angina Pectoris
  • Durchblutungsstörungen
  • Herzrhytmusstörungen
  • Demenz

Vorbeugung

Durch regelmäßigen Sport, bewusste Ernährung und eingeschränkten Alkoholgenuss sowie regelmäßiger Kontrolle des Blutdrucks können schwerwiegende Folgeerkrankungen meist vermieden werden.

Zusammenfassung

Bluthochdruck (med.: Hypertonie oder auch Hypertonus, Hypertension) bezeichnet einen chronische – also dauerhafte – Erhöhung des arteriellen Blutdrucks. Der Blutdruck gilt laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) dann als erhöht, wenn er 140 mmHg systolisch oder 90 mmHg diastolisch überschreitet.

Ein zu hoher Blutdruck schädigt auf Dauer das Herz, die Nieren und die Blutgefäße. Leider bleibt Bluthochdruck bei vielen Patienten zunächst unentdeckt, weil er sich gar nicht oder nur mit sehr unspezifischem Symptomen bemerkbar macht. Deshalb ist es ratsam, den Blutdruck regelmässig entweder selbst zu messen oder messen zu lassen.

Man schätzt, dass etwa 20-30 Prozent der Deutschen unter Bluthochdruck leiden. Deutschland ist damit – genau wie beim Schlaganfall – der Spitzenreiter in Europa.

Dipl.-W.Inf. Sebastian Fiebiger
Medizinjournalist

Leidest Du unter Bluthochdruck? Bist Du bereits in Behandlung? Beim Spezialisten? Wie erfolgreich ist die Therapie? Hast Du Tipps oder Ratschläge für andere Betroffene? Weißt Du etwas über Hypertonie, das hier fehlt?

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  • 🕝 Minal

    Wenn ich zu Bluthochdruck habe,bekomme ich Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit, Mündigkeit und Durst. Ich weiß das sofort und was ich mache, manchmal nehme ich schmerztabletten, dann trinke ich durch paar Tage nur Wasser, verziechte ich von Süßigkeiten, salzig essen, und esse ich kein Wurst ( da gibt es E 202 der macht immer Bluthochdruck ). Viel Obst und Gemüse. Nach paar Tage bin ich wieder Gesund. Muss man aufpassen was man essen kann, leider.

  • 🕝 H.S.

    Bei mir ist es so,das zu. Zt. Der Blutdruckann trotz medikamentösen Behandlung nicht runtergehen will. Ich habe immer Werte von 198/112.Das ist schon recht hoch. Ich habe Kopfschmerzen,Übelkeither, Erbrechen und muß häufig zur Toilette.Ich hoffe,das die Tabletten bald anschlagen. Auch habe ich Diabetes Typ 2. Der ist jetzt super.

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