Hautkrankheiten
Borkenflechte

Was die Borkenflechte auslöst, wie sie übertragen wird, in welchen Symptomen sie sich äußert und wie sie behandelt wird.

Borkenflechte

Bei der Borkenflechte (medizinisch: Impetigo contagiosa) handelt es sich um eine ansteckende Hautinfektion, die durch sogenannte „A-Streptokokken“ (80 %) oder Staphylokokkus aureus (20 %) ausgelöst wird. Die Erkrankung tritt vor allem bei Kleinkindern sowie Kindern bis zum 14. Lebensjahr auf. Verantwortlich hierfür sind nicht, wie oft vermutet, schlechte hygienische Zustände, sondern vielmehr spezielle Faktoren in der Haut.

Ansteckung

Durch Berühren der betroffenen Hautareale oder Kontakt mit Kleidung auf der die Erreger haften, können sich andere Personen infizieren. Potentiell bakteriell verunreinigte Kleidung sollte bei 60 bis 90 °C gewaschen werden. Idealerweise wird dazu antibakteriell wirksames Hygiene-Waschmittel verwendet. Ein Erkrankter bleibt so lange infektiös, wie Symptome bestehen. Daher ist insbesondere gründliches Händewaschen wichtig, um eine Schmierinfektion zu vermeiden. Nach erfolgter Infektion kommt es in den nächsten 2 bis 10 Tagen zum Ausbruch der Erkrankung. Da die Symptome anderen Erkrankungen wie Schuppenflechte, Neurodermitis oder Akne sehr ähnlich sind, wird die Krankheit oft erst spät erkannt. Durch einen Hautabstrich können die Erreger nachgewiesen werden.

Symptome

Bezeichnend für Borkenflechte ist ein entzündlicher, juckender Hautausschlag im Gesicht, der sich am gesamten Kopf sowie an Armen und Beinen ausbreiten kann. Es bilden sich rote Flecken, auf denen sich Bläschen und Pusteln sowie Erosionen mit gelblich bis bräunlicher Kruste entwickeln. Die Inkubationszeit – also die Zeitspanne zwischen der Infektion und dem Auftreten erster Symptome – beträgt 2-10 Tage.

Behandlung

Wer den Verdacht hat, unter einer Borkenflechte zu leiden, sollte einen Hautarzt aufsuchen. Um den Juckreiz zu lindern, werden i.d.R. Salben verordnet. Zusätzlich kommt meist ein Antibiotikum zu Einsatz, das gegen den Erreger gerichtet ist und die Erkrankung ursächlich bekämpft.

Wichtig ist es, das Kratzen zu unterlassen. Aufgekratzte Läsionen sind besonders infektiös und können nicht nur andere Menschen, sondern auch weitere Hautstellen des gleichen Patienten infizieren. Ein zügiger Behandlungsbeginn ist schon deshalb wichtig, weil die Infektion in tiefere Hautschichten vordringen und sogar innere Organe schädigen kann.

Patientenerfahrungen?

Dipl.-W.Inf. Sebastian Fiebiger
Medizinjournalist

Hast Du den Verdacht, dass Du unter Borkenflechte leidest? Warum? Welche Symptome kannst Du an Dir beobachten? Warst Du schon beim Arzt? Beim Spezialisten? Welche Untersuchungen hat der veranlasst? Wie waren die Ergebnisse? Wirst Du bereits behandelt? Wie erfolgreich ist die Therapie? Hast Du Tipps oder Ratschläge für andere Betroffene? Weißt Du etwas über die Borkenflechte, das hier fehlt?

Schreib uns Deine Erfahrungen, Ergänzungen und Fragen – direkt unter diesem Artikel, in den Kommentaren. Du hilfst damit auch anderen Betroffenen.

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Foto: Borkenflechte (Foto: pixfly | Shutterstock)