Symptome, Anzeichen, Diagnose & BehandlungBorreliose

Borreliose - Die Zecke als Überträger

Borreliose – Die Zecke als Überträger (Foto: papillondream | Shutterstock)

An welchem Symptomen man eine Borreliose erkennen kann und wie sie behandelt wird. Das Wichtigste von der Diagnosestellung bis zur Therapie.

Die Borreliose ist eine Bezeichnung für Infektionskrankheiten, die durch Borrelien ausgelöst werden. Die primär durch Zecken übertragenen Bakterien können im menschlichen Organismus vielfältige Krankheitssymptome auslösen, was die Diagnose einer Borreliose erschwert.

Verbreitung & Infektion

Borreliose ist weltweit verbreitet und ist in Europa die häufigste durch Zecken übertragene Krankheit.

Während ein wirksamer Impfstoff vor der selteneren Erkrankung FSME zur Verfügung steht, gibt es gegen Borreliose keine Schutzimpfung. Da etwa 35 % der Zecken mit Borrelien (Schraubenbakterien) befallen sind, erkranken nach einem Zeckenstich in Deutschland ca. 3-6 % der Betroffenen.

Als Erregerreservoir dienen kleine Nagetiere, Vögel sowie Rehe und Hirsche, die von Zecken befallen sind. Nach einem Zeckenstich kann die Zeit bis zum Ausbruch der Krankheit stark variieren. Oft treten erst nach mehreren Wochen Symptome auf.

Symptome

Der Verdacht auf eine Borreliose sollte immer dann bestehen, wenn die im folgenden aufgeführten Symptome auftreten – bzw. mehr als drei davon. Zu ihnen gehören eine anhaltende Müdigkeit, Mattigkeit und Erschöpfung – ohne, dass diese durch eine körperliche Anstrengung gerechtfertigt wäre. Auch können starke Schmerzen in einigen Gelenken, Rückenschmerzen und Nackenschmerzen auftreten, die ohne Behandlung wieder zurückgehen.

Kopfschmerzen sind ein weiteres typisches Symptom. Hierbei handelt es sich in der Regel um diffuse, teils ring- oder kappenförmige heftige Schmerzen. Auch Schmerzen in den Haarwurzeln beim Kämmen sind charakteristisch. Auch Zungenschmerzen und Rachenschmerzen, die häufig einseitig auftreten, gehören zum Beschwerdebild.

Immer wiederkehrende und hartnäckige Infektionen der Nasennebenhöhle mit Schwellungen der Schleimhäute sind ebenso typisch für die Borreliose wie geschwollene Lymphknoten – ob schmerzlos oder nicht – am Hals, in den Leisten und unter den Achseln. Wer ständig Muskelschmerzen oder Muskelkater hat, ohne dass dies durch besondere Belastung erklärbar wäre, sollte auch an Borreliose denken.

Schmerzsymptome

  • Sehnenschmerzen, vor allem an der Achillessehne
  • Schmerzen in einem Arm oder Bein (Bannwarth-Syndrom)
  • Tennis- oder Golfarm
  • Karpaltunnelsyndrom
  • Schmerzen der Fußsohle (besonders morgens)
  • Schmerzen im Bereich der Rippen, verbunden mit einem veringerten Atemvolumen und einem Engegefühl im Brustkorb
  • brennende Schmerzen und Taubheitsgefühle auf der Haut
  • plötzliche stichartige Schmerzen

Symptome im Bereich der Augen

  • Augenfunktionsstörungen
  • Augenmuskelschmerzen
  • Doppelsehen
  • Pupillenstörungen
  • Lidschwäche
  • Augenentzündungen
  • Augenbrennen
  • Fremdkörpergefühle

Empfindungsstörungen

  • Funktionsstörungen wie Hörsturz
  • Schwindel
  • Tinnitus
  • Beeinträchtigungen des Geschmacks- und Geruchssinnes
  • Veränderungen des Temperaturempfindens
  • Schweißausbrüche
  • abwechselnd Hitzewallungen wie im Klimakterium (auch bei Männern)
  • glühendes Gesicht (ohne Fieber)
  • sexuelle Störungen wie Libidoverlust
  • Erektionsstörungen
  • schmerzende Brüste
  • Regelstörungen
  • urologische Störungen
  • häufiges Wasserlassen
  • Inkontinenz
  • Leistenschmerzen

Stoffwechsel-Symptome

  • Blähungen
  • Magenschmerzen
  • Völlegefühl
  • Appetitmangel
  • Durchfall
  • Verstopfung
  • Unverträglichkeiten in Bezug auf bestimmte Lebensmittel oder Lebensmittelbestandteile
  • Übersäuerung
  • Stoffwechselstörungen
  • erhöhte Cholesterinwerte
  • Schilddrüsenstörungen wie Unterfunktion – die so genannte Hashimoto-Thyreoiditis

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Neurologische Symptome

  • Irritationen der Nerven des Hirns
  • Facialisparese (vor allem im Frühstadium), d.h. eine Gesichtslähmung
  • Muskelzucken verschiedener Regionen

Mentale & Psychische Symptome

  • Störungen des Serotoninhaushaltes
  • Angstzustände
  • Gereiztheit
  • Aggressionen
  • Stimmungsschwankungen
  • Schlafstörungen
  • Albträume
  • bei Kindern ADHS
  • Streitsucht
  • zwanghaftes Verhalten
  • Erscheinungen
  • Psychosen
  • manisch-depressive Episoden
  • Störungen des Kurzzeitgedächtnisses
  • Ablenkbarkeit
  • Konzentrationsstörungen
  • verminderte Lernfähigkeit
  • Orientierungslosigkeit
  • starke Gedächtnisverluste wie bei Alzheimer
  • Wahnvorstellungen

Sonstige Symptome

  • Wanderröte
  • Lymphocytom
  • Zigarettenpapierhaut (dies bei vorhandener Acrodermatitis chronica atrophicans)
  • diffuser Haarausfall
  • Nagelveränderungen wie Rillen un Brüchigkeit
  • nächtliches Herzrasen ohne, dass eine Anstregung vorausging
  • starkes Ansteigen des diastolischen Blutdruckwerts auf mehr als 90 mm Hg

Jedoch wird der Zusammenhang in der Regel erst in Erwägung gezogen (falls überhaupt), wenn diese Krankheitserscheinungen über lange Zeiträume hinweg therapieresistent vorliegen. Erschwerend kommt hinzu, dass es bis heute keine wirklich eindeutige labortechnische Nachweismöglichkeit gibt. Dass seit Anfang der neunziger Jahre ein teilweise heftiger Streit herrscht innerhalb der Ärzteschaft über die Beurteilung von Diagnose, Therapie, Verbreitung und Risiken dieser Erkrankung, trägt auch nicht zur sicheren Diagnosefindung bei.

Bemerkt man einen Zeckenbiss, tut man gut daran, die Zecke möglichst bald zu entfernen. da die Erreger erst nach mehrstündiger Saugdauer in den Wirtskörper übergehen können ist es letztlich dazu gekommen, entwickelt die Mehrzahl der Betroffenen an der Bissstelle nach einiger Zeit die so genannte Wanderröte (lat. Erythema migrans). Diese ist einer der wenigen sicheren Hinweise auf eine Infektion.Kommt die Krankheit zum Ausbruch, kann sie langfristig eine Vielzahl von Symptomen verursachen. Man spricht von einer in drei aufeinanderfolgenden Stadien ablaufenden multisystemischen Erkrankung. In den späteren Stadien kommt es hauptsächlich zu schmerzhaften Gelenksentzündungen, Erkrankungen des Herzens und Hirnhautreizungen. Auch neurologische Erkrankungen bis hin zur Depression können auf die Infektion zurückgeführt werden.

Krankheitsverlauf

Die gute Nachricht ist, dass ein intaktes Immunsystem den Erreger normalerweise problemlos in Schach hält, der Biss insofern völlig folgenlos bleibt. Allerdings kann er im Wirtskörper überleben und bei einer irgendwann auftretenden Immunschwäche die Krankheit zum Ausbruch bringen. Dass in solchen Fällen der Zusammenhang schwer herzustellen ist, liegt auf der Hand.

So ist leider festzuhalten, dass der Laie nahezu chancenlos ist, wenn es darum geht, die späteren Stadien der Erkrankung einzuschätzen und teilweise überaus belastende, chronisch auftretende Symptome mit einem vor langer Zeit erfolgten Insektenbiss in Zusammenhang zu bringen. Wer kommt schon auf die Idee, dass eine Depression auch mit Antibiotika geheilt werden kann.

Die Krankheit verläuft typischerweise in 3 Stadien: Im ersten Stadium tritt an der Stelle des Zeckenstiches eine Rötung auf, die im 2. Stadium von Fieber, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen sowie Schwellungen der Lymphknoten begleitet wird. Gelegentlich kommt es zu Herzrhythmusstörungen, Ausfällen des Nervensystems sowie Gehirnbeteiligungen.

Im 3. Stadium kommt es zu Gelenkentzündungen, insbesondere an den Knie- und Fingergelenken sowie Zehen- und Handwurzelgelenken oder zur Beteiligung von Hirn und Hirnhaut.

Was tun?

Wenn mehrere dieser typischen Symptome auftreten, sollte man nicht zögern, einen Arzt aufzusuchen. Dieser wird ein wenig Blut abnehmen, um anhand einer Laboranalyse eine Borreliose feststellen oder ausschließen zu können. Da die Beschwerden recht unspezifisch sind und das ganze Spektrum klinischer Symptomatik abdecken, können weitere Untersuchungen nötig sein, um eine klare Diagnose zu stellen. Auch bei diagnostizierter Borreliose können die Symptome durch eine zusätzlich verstehende, andere Erkrankung verursacht werden. Um hier keine notwendige Therapie zu versäumen, wird man sämtlichen Verdachtsdiagnosen nachgehen.

Ursachen & Entstehung

Borreliose wird durch Zecken übertragen

Borreliose wird durch Zecken übertragen (Foto: D. Kucharski K. Kucharska | Shutterstock)

Eine Borreliose wird durch Zeckenbisse von infizierten Zecken übertragen. Besonders in den Sommermonaten sitzen Zecken in den Gräsern und lauern auf ihre Wirte (Menschen, Hunde, Katzen und andere Säugetiere). Dabei sucht sich die Zecke bevorzugt warme, feuchte und dunkle Körperstellen. Da der Zeckenspeichel entzündungshemmend wirkt, bemerken viele Menschen und Tiere den Zeckenbiss so lange nicht, bis die Zecke deutlich sichtbar und mit Blut vollgesogen am Körper zu erkennen ist. Je länger sie dort hängt, umso höher ist die Gefahr der Borreliose-Infektion für den Wirt. Die Zecke sollte sofort nach Entdeckung mit speziellen Zeckenhaken oder Zeckenkarten entfernt werden.

Wie gefährlich ist die Borreliose?

Gefährlich ist die Erkrankung vor allem in der Schwangerschaft und für ohnehin gesundheitlich geschwächte Menschen. Die vielfältige Symptomatik macht es schwer, darüber hinaus Aussagen zu treffen. In vielen Fällen verläuft eine Borreliose unerkannt und symptomfrei. In Einzelfällen kann sie eine sogar lebensbedrohliche Symptomatik auslösen. Wenn nach einem Zeckenbiss der Verdacht auf eine Infektion mit Borrelien besteht, sollte dem auf jeden Fall nachgegangen werden, um eine eventuelle Ausbreitung zu verhindern und das Risiko von Komplikationen zu senken.

Behandlung

Je früher die Erkrankung erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Zur Behandlung werden Medikamente wie Tetracycline oder Amoxycillin empfohlen.

In Fachkreisen gibt es große Meinungsverschiedenheiten über die Therapie der Borreliose. Klar ist nur, dass die Behandlung durch Antibiotika erfolgt. Nicht so klar ist, ob die Borreliose (vor allem, wenn sie länger schon besteht) wirklich ganz ausgeheilt werden kann und wie lange die Einnahme von Antibiotika dazu erforderlich ist. Extreme Antibiotika-Gaben können zu schweren Nebenwirkungen führen.

Chronische Borreliose

Die chronische Borreliose gilt ist wissenschaftlich unbewiesen. Tests und Therapien sind umstritten.

Vorbeugung

Bei längerem Aufenthalt oder Spaziergängen im Wald empfiehlt sich das Tragen geschlossener heller Kleidung sowie geschlossenes Schuhwerk als Schutz vor Zecken. Nach dem Aufenthalt in der Natur sollte der Körper nach Zecken abgesucht und wenn möglich, die Kleidung gewechselt werden.

Wird dabei eine Zecke entdeckt, so muss diese schnellstmöglich entfernt werden. Die Zecke darf nicht gequetscht werden, sondern sollte mit einer Zeckenentfernungskarte oder -zange entfernt werden. Nach erfolgter Entfernung der Zecke muss die Stichstelle gereinigt und desinfiziert sowie die Wunde ein paar Tage beobachtet werden. In jedem Fall ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen. Auf Hausmittel wie Öl, Klebestoff oder Wachs sollte verzichtet werden.

Dipl.-W.Inf. Sebastian Fiebiger
Medizinjournalist

Hattest Du schon eine Borreliose? Wie wurde sie behandelt? Ist sie vollständig ausgeheilt? Durch welche Symptome bist Du auf die Infektion aufmerksam geworden? Schreib uns Deine Erfahrungen, Ergänzungen und Fragen – direkt unter diesem Artikel, in den Kommentaren. Du hilfst damit auch anderen Betroffenen.

5 Kommentare Wichtige Hinweise
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Kommentare:
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  • 🕝 Jürgen T.

    Eigentlich war es mal ein Zeckenbiss unterhalb der Wade. Kein Problem. Dann war da ein Flohbefall in der Wohnung. Gemerkt habe ich es durch Jucken am Oberschenkel. Es waren 5 kleine rote Flecken zu sehen, welche nach ein paar Tagen wieder verwanden. 1 Woche später waren die Flecken wieder da, aber größer. Mitlerweile ist daraus ein einziger Fleck geworden, der etwa 8×8 cm groß ist. Dieser verschwindet regelmäßig wieder und dann erscheint eine dunkelrote Umrandung, die stetig grösser wird. Es traten bis jetzt Schwindelanfälle auf, welche sogar einmal zum Zusammenbruch führten. Der Arzt meint, das könne nicht von den Flohbissen sein und behandelt mit Antibiotika. Ich stelle mir die Frage, ob schon mal beobachtet wurde, as auch ein Floh Borreliose übertragen kann ?

  • 🕝 Marcel B.

    Hallo ich bin neu hier,
    aber nicht neu mit der Krankheit Borreliose.
    Ich möchte mich kurz vorstellen, ich heiße Marcel bin 37 Jahre alt und habe einen 16 Jährigen Sohn.
    Meine letzten 4 Jahre:
    Angefangen hat alles im Frühjahr 2014 nach einer Leisten OP. Ich habe mich damals schlapp, müde, abgeschlagen gefühlt ohne ersichtlichen Grund. Hatte echt keine Idee aber es war nicht so schlimm das ich mich hätte krank melden müssen. Habe dann irgendwann mal mit meiner Schwester telefoniert und sind zufällig auf das Thema gekommen … da meinte sie ich solle mich mal auf Borreliose testen lassen. Ok gesagt getan und wie sollte es anders sein es war positiv. Hab dann Doxicyclin bekommen hatte aber nicht wirklich eine besserung verspürt. Es dann aber irgendwie aus den augen verloren. Jedoch immer wieder diese Müdigkeit verspürt. Im laufe der Monate kamen dann noch so der eine oder andere Schmerz hinzu, mal ein stechen hier dann ein stechen da, dann wieder ein kribbeln über monate hinweg zwischen den Schultern am Rücken als hätte mir jemand ein Tens-Gerät fest gemacht. Ich bin daraufhin mehrfach zu meinem Arzt gegangen und habe meine Bedenken bezüglich der Borreliose geäußert. Es wurde erneut Blut getestet und gesagt das zwar zu sehen ist mein Körper hatte Kontakt mit Borrelien aber aktuell liegt nichts vor. Mit dieser Aussage wurde ich dann als „gesund“ nach Hause geschickt. Im inneren wusste ich etwas stimmt nicht aber kein Arzt hat mich ernst genommen … mir wurde die Psyche genannt, mir wurde Antidepressiva verschrieben (habe es aber nie genommen) und so bin ich von einem Arzt zum anderen gegangen. Inzwischen hab ich den Mut verloren zu Ärzten zu gehen da ich ja nicht mehr weiß wem ich vertrauen soll … ich vertraue ja nicht mal mehr meinem Körper. War oder was genau sagt mir denn was bei mir nicht in Ordnung ist? Und so lebte ich die letzten Jahre eigentlich nur von Tag zu Tag und immer diese Angst im Kopf „es hilft mir keiner, alle halten mich für psychisch Krank“.
    Die Angst hat sich dann so gesteigert das ich mir Hilfe bei eiem Psychotherapeuten suchen musste. Das war im Herbst 2014. Selbst dort lernte ich im laufe der Zeit das ich mit dem Thema Borreliose auf taube Ohren stoße.
    Im Frühjahr 2017 ging es mir dann wieder so schlecht das ich all meinen Mut zusammen nahm und wieder zum Arzt ging um mein Blut untersuchen zu lassen. Diesesmal waren die Werte wieder positiv ich bekam erneut Doxicyclin. Doch auch da verspürte ich nur wenig Besserung.
    Die Symptome in der ganzen Zeit bis heute verliefen so vielfältig, doch ich habe so jede Art im www. in verbindung mit Borrelien wiede gefunden. Was mich selbst in meiner Annahme stärte es aber nicht leichter machte die Ärzte davon zu überzeugen. Gelernt habe ich daraus ….gehe niemals zu nem Arzt und sage „…ich habe das im Internet gelesen“…damit bist du ganz schnell durch und darfst nach Hause gehen.
    Das schlimmste für mich an der Sache ist das ich irgendwann auch nicht mehr mit meiner Familie daüber reden konnte weil ich selbst da kein Verständnis mehr bekam, mir wurde nur gesagt ich solle irgendwann mal verstehen das da nichts ist, dies würden die Bluttests doch beweisen.
    Bei mir macht sich Ratlosigkeit breit.
    Habe dann trotz dieser beschwerden wohn meinen Engel noch gefunden. Wir sind nun über 1 Jahr zusammen und inzwischen auch verlobt. Und sie ist wohl die einzige die mich ernst nimmt und Verständnis zeigt.
    Sie hat mir zugeredet nicht aufzugeben und weiter zu suchen. Wir sind dann gemeinsam zu einem Arzt in Ihrer Nähe gegangen, der bekannt ist, sich mit dem Thema Borrelien auseinander zu setzen.
    Ich hab mich dann auf ein Gespräch eingelassen obwohl ich wenig Hoffnung hatte, aufgrund der Erfahrungen mit Ärzten der letzten Jahre.
    Diesem hatte ich die Befunde der letzten Jahre vorgelegt, er meinte zwar er glaube nicht das es Borrelien sind, sagte aber auch dazu „glauben heißt nicht wissen“ und ordnete einen LTT-Borrelientest an. Dieses Blut wurde dann zur Untersuchung nach Berlin in ein Labor geschickt.
    Der Arzt wollte jedoch auch auf eine Schwermetallbelastung eingehen, und ich ließ mich auf die Erstuntersuchung ein obwohl ich das für „Blödsinn“ halte.
    Kurze Rede langer Sinn dieser eine Besuch kostete mich knapp 500€.
    Jedoch bekam ich nach ca 1,5 Wochen die Auswertung des LTT-Borrelientests.
    Ich konnte es Anfangs nicht glauben, aber dieser Test bestätigte meine Gedanke. Es steht eindeutig drin das sich mein Immunsystem aktuell mit Borrelien zweier Stämme beschäftigt. Es wurden 4 Stämme getestet. Laut der Beschreibung dieses Tests wird es als negativ gewertet wenn der Wert unter 3 liegt und positiv wenn es darüber liegt.
    Meine zwei positiven Zahlen lauten 3,9 und 5,6
    Ich bekomme nun Minocyclin 50mg (Minocyclin) über 25 Tage lang Früh und Abend jeweils 2 Tabletten (200mg am Tag)
    Unterstützend dazu Rizol zeta ein wohl natürliches Antibiotikum welches ich innerhalb von 10 Tagen immer etwas mehr (3*1, 3*2, 3*3 Tropfen) aufbauen soll bis ich bei 3*10 Tropfen bin und das dann mind. 6 Monate mit einem Glas Wasser einnehmen soll.
    Nun kommt dann langsam mein Anliegen warum ich mich hier befinde.
    Ich nehme Minocyclin nun seit fast 9 Tagen regelmäßig ein und muss feststellen das sich all meine Symptome seit dem eher verschlechtert haben. Muskelschmerzen, stechende/ziehende Schmerzen im Rippenbogen, teilweise Muskelzucken, Gänsehaut aber nur an einem Bein oder halbseitig am Kopf. Das komische daran ist das es hauptsächlich die linke Körperhälfte betrifft. Das schlimmste sind aber nicht die Schmerzen da bin ich nicht so empfinglich, das schlimmste sind die Panik und Angstattaken die mich verstärkt seit der Einnahme von Minocyclin plagen. Ich habe mich nun überwunden mich eine Woche krank schreiben zu lassen. (Bezüglich der Borreliose war ich die letzten Jahre nie krank geschrieben, wie auch laut den Ärzten war ich gesund) ich habe Urlaub geopfert um die Untersuchungen machen zu können.
    Inzwischen lauert die Angst an jeder Ecke auf mich und das einzige was mich über Wasser hält ist der Gedanke das ich nicht Verrückt bin sondern die Borrelien hoffentlich ausgerotten werden und ich am Ende der Antibiose wieder ein einigermaßen normales Leben führen kann.

    So vielleicht hab ich es geschafft einen kleinen einblick in mein Leben zu geben. Vielleicht kann ich damit jemand helfen der sich genauso fühlt. Vielleicht finde ich aber auch selbst etwas Zuspruch, wer weiß das schon.

    Gruß Marcel

    P.s. Borreliose ist ein so tod geschwiegenes Thema !!!

  • 🕝 Gisi

    Ich habe diese Borrelose nun seit mehreren Wochen es fing mit einer hautrötung an linker oberarm linke Brust bis zum Rücken. War bei meiner hausärztin es wurde Blut abgenommen und ich bekomme ein Antibiotika : Doxycyclin 20 Stück 1 täglich…am Tage ist es auszuhalten eben schwach und antriebslos 😳aber nachts ist es nun seit 5 Tagen die Hölle starke Schmerzen linke Seite Arm und Rücken 😧nun kommt hinzu dass ich Leukämie habe und meine Werte:,weisse Blutkörperchen sehr hoch sind 39..normal 10…aldo habe ich leider nicht genug Abwehrstoffe im Körper. Ich schreibe jetzt auch nachts um mich abzulenken 🙏🙏lebe weiter in Hoffnung das dass Antibiotika endlich anschlägt??? Die Borrelose ist also nicht auf die leichte Schulter zu nehmen

  • 🕝 Demi

    Hallo zusammen,
    ich wurde nach zahlreichen Zeckenbissen (ohne Wanderröte) schon vor einigen Jahren positiv auf Borrelien getestet. Die Dinger sind in mir also nachgewiesen, aber kein Arzt in meinem Umfeld scheint darauf irgendwelchen Wert zu legen. Ich habe massive Gelenkschmerzen, Hautverfärbungen an den Beinen, Gedächtnisstörungen, Deperessionen, massive Verluste an Muskelkraft, Schlafstörungen und immer mehr Frustration weil mein Körper nicht mehr so reagiert, wie ich ihn kenne. Klar, ich werde älter, aber in meinem Umfeld erkenne ich diesen massiven Abbau nicht…dazu kommt, dass ein lieber Bekannter letztens gestorben ist…er hatte die Verdachtsdiagnose , wurde aber auf Rheuma behandelt und starb mit 58 Jahren….Könnte bitte die Ärtzteschaft die geduldigen Patienten ernst nehmen und nicht nur nach Schema f handeln und behandeln?

  • 🕝 laufegern

    Hallo Marcel B.

    Ich kann dir meine Geschichte berichten. Nachdem mich eine wanderröte entdeckte, ging ich zum Arzt. Dieser verschrieb mir sofort Antibiotika. Er sprach von einem Zeckenbiss und borrelien. Blutuntersuchung war negativ, aber wanderröte ist ja eindeutig und die borrelien könne sich lt. Meinen Recherche n im Internet wohl auch gut verstecken. Noch während der Antibiotikaeinnahme begannen bei mir missempfindungen, Kribbeln, taubes Gefühl einseitig am Körper. Nachdem ich erfuhr,dass dies Nebenwirkungen der Medikamente sei können,x hoffte icb darauf,dass die Beschwerden nachlassen,sobald ich die Antibiotika nicht mehr einnehme. Nach absetzen würden die Symptome aber häufiger. Ein Neurologe, den ich aufsuchte ,meinte das ist eine extra krankheit und hat weder mit borreliose novh Medikamenten zu tun. Es werden diese Woche noch ein EEG und ein MRT gemacht. Ich bin gespannt, ob man mir helfen kann?

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