Symptome und Anzeichen für ein Ovarialkarzinom
Eierstockkrebs

Eierstockkrebs Symptome

Eierstockkrebs löst oft nur unspezifische Symptome aus (Foto: Image Point Fr | Shutterstock)

Eierstockkrebs (med. Ovarialkarzinom) ist eine bösartige Tumorerkrankung der weiblichen Eierstöcke. Mit einem Lebenszeitrisiko von rund 1,5 Prozent gehört der Eierstockkrebs zu den häufigeren Krebsarten der Frau. Er ist die fünfthäufigste weibliche Krebserkrankung und rangiert auch bei den krebsbedingten Todesursachen auf diesem Platz.

Der Altersgipfel der Erkrankung liegt bei rund 70 Jahren. Die Zahl der Neuerkrankungen ist seit Jahren rückläufig.

Als Risikofaktoren gelten verschiedene genetische Mutationen sowie Kinderlosigkeit und späte Geburten. Langes Stillen und häufige Schwangerschaften scheinen sich hingegen günstig auf das Risiko für ein Ovarialkarzinom auszuwirken.

Eierstockkrebs Symptome

Die typischen Anzeichen für ein Ovarialkarzinom
Zyklusstörungen
Veränderungen der Monatsblutung (länger, stärker)
ausbleibende Periode
Zwischenblutungen
Schmerzen im Unterbauch
Druck- oder Fremdkörpergefühl im Unterbauch
Nachtschweiß
ungewollte Gewichtsabnahme
Durchfall
Verstopfung
Blähungen
häufiger Harndrang
Flankenschmerzen
Übelkeit
Völlegefühl
verminderte Leistungsfähigkeit
chronische Müdigkeit
schnelle Erschöpfbarkeit
Bauchschwellung
Bauchwassersucht (Aszites)
Blutungen nach der Menopause
Fieber
geschwollene Lymphknoten
Zunahme des Bauchumfangs ohne Gewichtszunahme
Rückenschmerzen (in die Beine ausstrahlend)
geschwollene Beine (durch die Störung des Lymphflusses)
blutiger Ausfluss
Appetitlosigkeit
allgemeines Krankheitsgefühl
neu auftretende Regelschmerzen

Was tun?

Eierstöcke (rechts, links) - Lage im weiblichen Körper

Eierstöcke (rechts, links) – Lage im weiblichen Körper (Abb.: Nerthuz | Shutterstock)

Wer den Verdacht hat, unter Eierstockkrebs zu leiden, sollte unbedingt einen Arzt aufsuchen. Der Gynäkologe ist die richtige erste Anlaufstelle. Eine frühe Diagnose und ein rascher Behandlungsbeginn haben ganz entscheidenden Einfluss auf die Heilungschancen. Hat sich der Tumor noch nicht über die Eierstöcke hinaus ausgebreitet, liegt die 5-Jahres-Überlebensrate, nach der Patienten als geheilt gelten, bei etwa 80 Prozent. Hat sich der Tumor im Becken ausgebreitet (23%) oder Fernmetastasen gebildet (14%), ist die Prognose eher ungünstig.

Eierstockkrebs wird operativ therapiert. Dabei werden in der Regel die Eierstöcke, die Gebärmutter, die Eileiter, das große Netz sowie die umgebenden Lymphknoten entfernt. Anschließend wird – je nach Stadium der Erkrankung – eine Chemotherapie durchgeführt. In späteren Stadien der Krankheit kann eine lebensverlängernde Antikörpertherapie zum Einsatz kommen.

Patientenerfahrungen?

Dipl.-W.Inf. Sebastian Fiebiger
Medizinjournalist

Hast Du den Verdacht, dass Du unter Eierstockkrebs leidest? Warum? Welche Symptome kannst Du an Dir beobachten? Warst Du schon beim Arzt? Beim Spezialisten? Welche Untersuchungen hat der veranlasst? Wie waren die Ergebnisse? Wirst Du bereits behandelt? Wie erfolgreich ist die Therapie? Hast Du Tipps oder Ratschläge für andere Betroffene? Weißt Du etwas über das Ovarialkarzinom, das hier fehlt?

Schreib uns Deine Erfahrungen, Ergänzungen und Fragen – direkt unter diesem Artikel, in den Kommentaren. Du hilfst damit auch anderen Betroffenen.

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