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Symptome, Ernährung, Ursachen, Folgen
Eisenmangel

Nach medizinwissenschaftlichen Standards erstellt und geprüft. [Hinweise]
Eisenmangel ist die häufigste Mangelerscheinung

Eisenmangel ist die häufigste Mangelerscheinung (Foto: luchschen | Shutterstock)

Welche Symptome bei einem Eisenmangel auftreten können, mit welcher Behandlung und Ernährung man ihn beheben kann, welche Folgen er hat. Mit Informationen für Eisenmangel bei Kindern und Schwangeren.

ICD-10: E61.1 Eisenmangel, D50 Eisenmangel-Anämie

Ärztliche Anlaufstellen: Hausarzt, Allgemeinmediziner, Internist, Gynäkologe (Frauenarzt)

Lesezeit: 26 Minuten

Eisenmangel – Was ist das eigentlich?

Damit der Körper leistungsfähig bleibt, benötigt er den lebenswichtigen Mineralstoff Eisen, der ihm regelmäßig über die Nahrung zugeführt wird. Denn Eisen ist Bestandteil des Muskelfarbstoffs Myoglobin sowie des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin und weiterer Enzyme. Es bindet in der Muskulatur und im Blut Sauerstoff und transportiert es zu den einzelnen Körperzellen.

In jeder Sekunde produziert der Körper ca. 2 Mio. rote Blutkörperchen, in denen Hämoglobin enthalten ist. Deshalb wird über 70 Prozent des Eisens zur Bildung des roten Blutfarbstoffs benötigt. Eine der häufigsten Ursachen einer Blutarmut ist Eisenmangel. Denn wenn der Körper nicht ausreichend versorgt werden kann mit dem Spurenelement, kommt es zwangsläufig zur Eisenmangelanämie (Blutarmut), bei der die Körperzellen nicht genügend Sauerstoff erhalten und dadurch nicht richtige arbeiten, können.

Vom Körper werden 3 bis 5 g Eisen gespeichert, das an die Eiweiße Ferritin und Hämosiderin bindet und in Milz, Knochenmark, Muskulatur und Leber gespeichert wird. Außerhalb der roten Blutkörperchen wird Eisen von dem Protein Transferrin im Blut transportiert. Kommt es zu einer Anämie, kann Transferrin mehr Eisen binden. Dadurch kommt es im Blut zu einer erhöhten Eisenkonzentration, sobald das Spurenelement mit der Nahrung aufgenommen wird.

Der menschliche Körper benötigt pro Tag 1mg Eisen. Da er jedoch nur ca. ein Zehntel der Eisenmenge aus der Nahrung auch aus dem Darm aufnehmen kann, ist eine höhere Zufuhr erforderlich. Eisen ist insbesondere in Brot, Getreide, Fleisch, Gemüse, Hülsenfrüchten und Innereien enthalten, wobei es aus tierischen Lebensmitteln wesentlich besser vom Körper aufgenommen wird.

Häufigkeit & Verbreitung

Eisenmangel gilt weltweit als häufigste Mangelerscheinung denn rund 30 Prozent der Bevölkerung sind hiervon betroffen und 8 Prozent aller Deutschen. Auch wenn in erster Linie Frauen zur Risikogruppe gehören, so kann doch neben weiteren Ursachen auch der völlige Verzicht auf Fisch- und Fleischprodukte die Versorgung mit dem Spurenelement gefährden. Eisenmangel ist aber auch eine ernst zu nehmende Diagnose, der eine schwerwiegende Ursache zugrunde liegen kann. Deshalb ist eine umfassende Diagnostik stets erforderlich.

Symptome

Symptome und frühe Anzeichen des Eisenmangels
Blässe
brüchige oder rissige Fingernägel
trockene Haut
helle Schleimhäute
Risse in den Mundwinkeln
Haarausfall
Kopfschmerzen
Konzentrationsschwierigkeiten
Vergesslichkeit
eingeschränkte Leistungsfähigkeit
Gereiztheit
Nervosität
chronische Müdigkeit
schnelle Erschöpfbarkeit
leichter Schwindel
Kribbeln in Armen und Beinen
Schluckbeschwerden
Appetitlosigkeit
Sodbrennen
Restless-Legs-Syndrom (unruhige Beine)
häufiges Frieren, Kältegefühl
brennende Zunge
stumpfe, splissige Haare
Neigung zu Infekten
Kurzatmigkeit
Schwächeanfälle
Herzprobleme
Ohrensausen
Hohlnägel (Fuß- oder Fingernägel biegen sich nach innen)
Sehstörungen
kurze Bewusstlosigkeit
Übelkeit
Erbrechen
erhöhte Atemfrequenz
Herzklopfen
erhöhter Puls
Aphten (Entzündungen im Mundraum)
komische Essgelüste (z.B. Appetit auf Erde oder Kalk)
rissige Lippen

Risikofaktoren und Ursachen

Es gibt viele Ursachen für Eisenmangel

Es gibt viele Ursachen für Eisenmangel (Foto: Elena Vasilchenko | Shutterstock)

Bei Eisen handelt es sich um ein essentielles Spurenelement, welches vom Körper nicht selbst gebildet werden kann. Es wird vor allem durch den Verzehr von Fleisch, aber auch durch pflanzliche Nahrung aufgenommen. Verschiedenste Ursachen können zu Mangelerscheinungen führen. Hierfür sind hauptsächlich 3 Gründe verantwortlich: ein erhöhter Eisenverbrauch, eine unzureichende Aufnahme und ein Eisenverlust durch Blutungen. Doch wann genau tauchen diese Ursachen auf?

Eisenmangel ist häufig eine Begleiterscheinung von äußerlichen Einflüssen, anderen Krankheiten oder Mangelernährung, nur ganz selten ist eine gestörte Eisenresorption ursächlich für den Mangel an sich.

Da etwa 60% des im Körper vorkommenden Eisens an Blutpartikel gebunden sind, geht Eisenmangel oft mit starken Blutungen nach Unfällen oder Verletzungen, Geburt und Periode bei Frauen oder Blutverlust durch Spenden einher. Fast alle Fälle von Eisenmangel können diesen und anderen risikobehafteten Bevölkerungsgruppen zugeordnet werden. Ein reiner Eisenmangel verläuft meist symptomlos und kann deswegen nur schwer diagnostiziert werden. Häufig gehen Patienten erst dann zum Arzt, wenn eine Anämie, also eine daraus resultierende Blutarmut droht.

Erhöhter Eisenverbrauch im Alltag und beim Sport

Als erstes sei erwähnt, dass Frauen während ihrer Menstruation einen erhöhten Eisenbedarf haben, da zusammen mit dem Blut auch Eisen ausgeschieden wird. Der empfohlene Tagesbedarf von 10 mg erhöht sich während dieser Zeit auf 15 mg. Während der Schwangerschaft (30 mg) und Stillzeit (20 mg) erhöht sich der Wert noch einmal enorm: Ein neues Leben entsteht und muss zusätzlich versorgt werden. Auch bei Kindern und Jugendlichen nimmt der Eisenverbrauch während des Wachstums und in der Pubertät zu. Bei Säuglingen geht man hier sogar von einer Erhöhung um das 16-fache aus.

Eine besondere Gruppe sind die Sportler. Im Gegensatz zu Nicht-Sportlern benötigen sie nicht nur mehr Eisen durch den erhöhten Stoffwechsel, sondern sie verlieren auch beim Schwitzen während jeder Trainingseinheit viele Mineralien und Spurenelemente. Man geht hier – je nach Sportart – von ca. dem doppelten Verbrauch im Vergleich zu Nicht-Sportlern aus. Im Sommer, bei hohen Temperaturen kann die erhöhte Schweißbildung und ein damit einher gehender zusätzlicher Eisenverbrauch jeden treffen – auch ohne besondere körperliche Anstrengung.

Bei allen Angaben ist zu beachten, dass es sich hier um Durchschnittswerte handelt. Der genaue Eisenbedarf ist abhängig von den Lebensumständen und der körperlichen Konstitution und sollte nicht vom Laien bestimmt werden.

Mangelernährung oder unzureichende Eisenaufnahme des Körpers

Die landläufige Meinung, im Fleisch sei der Eisenanteil am höchsten, ist übrigens falsch. Es gibt eine ganz Reihe anderer Lebensmittel, die höhere oder gleich hohe Werte aufweisen. Allerdings kann der Darm das Eisen aus pflanzlicher Nahrung deutlich schlechter verarbeiten. Daher gehören Vegetarier und Veganer zur Risikogruppe für einen Eisenmangel.

Unsere Lebensmittel enthalten heute nicht mehr so viel Nährstoffe wie vor 20 Jahren. Eine Mangel kann leider auch durch eine relativ ’normale‘ Ernährung entstehen. Eine ungesunde Lebensweise mit viel Fastfood, Zigaretten und Alkohol erhöht das Risiko zusätzlich.

Es gibt auch Lebensmittel, die der Resorption von Eisen entgegenwirken. So hemmen z.B. Kuhmilch und Eier die Aufnahme dieses Spurenelements. Das Gleiche gilt für einige Inhaltsstoffe aus Kaffee, schwarzem Tee, Kakao, Soja, Rhabarber, für Zusatzstoffe einiger Fertigprodukte und für Phosphate aus Wurst und Käse.

Aber auch Medikamente, wie z.B. Antibiotika, Cholesterinsenker, Salicylate und Mittel zur Neutralisierung der Magensäure sind typische Eisenkiller. Bestimmten Magen-/Darmerkrankungen können ebenfalls die Aufnahme von Eisen aus der Nahrung behindern.

Bestimmte Medikamente können die Eisenaufnahme behindern

Bestimmte Medikamente können die Eisenaufnahme behindern (Foto: jordache | Shutterstock)

Eisenverlust durch Blutungen

Das Blut verfügt über einen sehr hohen Eisenanteil. Daher ist es nur verständlich, dass mit jedem Blutverlust auch ein nicht unerheblicher Teil des Eisens den Körper verlässt. Frauen sind deshalb mit ihren Menstruationsblutungen überdurchschnittlich häufig von Eisenmangel betroffen. Der Eisenverlust im Rahmen der Regelblutung erfolgt über Jahre in regelmäßigen und doch relativ kurzen Abständen und kann eine chronische Unterversorgung auslösen. Auch durch Blutspenden oder eine Blutentnahme in größerer Menge kann eine Eisenunterversorgung entstehen. Durch innere Blutungen, wie z.B. durch Krampfadern, Magengeschwüre, Tumore, Blut im Urin oder Blut im Stuhl verlässt ebenfalls Eisen den Körper.

Wer hat ein erhöhtes Risiko für Eisenmangel?

Das höchste Risiko an Sideropenie zu Erkranken haben Bevölkerungsgruppen mit gesteigertem Blutverlust und/oder gesteigertem Bedarf an roten Blutkörperchen, an die das Eisen gebunden ist. Das sind vor allem Frauen während Periode und Schwangerschaft und Blutspender. Auch bei der Geburt oder bei Unfällen mit schweren Verletzungen besteht ein erhöhter Bedarf an Eisen, der aber unter ärztlicher Aufsicht im Krankenhaus diagnostiziert und behandelt wird. Andere Risikogruppen sind Extrem- und Leistungssportler, Vegetarier und Veganer, da hier der Mangel entweder durch den gesteigerten Bedarf oder die verminderte Aufnahme von Eisen hervorgerufen wird. Bei Mangelernährung kommt zusätzlich meist eine gestörte Eisenresorption hinzu, die bei plötzlich gesteigerter Aufnahme zu Komplikationen führen kann.

Für Eisenmangel können ganz unterschiedliche Ursachen verantwortlich sein. Denn das über die Nahrung aufgenommene Spurenelement deckt nur den normalen Bedarf ab. Zu Eisenmangel kommt es wenn über einen längeren Zeitraum zu wenig Eisen vom Körper aufgenommen wird, der Eisenbedarf steigt z.B. bei Wachstum oder Schwangerschaft oder Eisen dem Körper verloren geht. Vor allem bei einem größeren Blutverlust wird der Eisenmangel spürbar, der verursacht werden kann durch:

  • Operation oder Unfall
  • chronische Blutungen im Magen-Darm-Trakt bei Krampfadern, Tumoren und Geschwüren
  • Blutspende
  • Starken Menstruationsblutungen

Nicht nur bei starken äußeren Blutungen kommt es zum Eisenmangel, sondern auch bei inneren Blutungen die länger andauern z.B. im Darm, im Magen oder bei Mikrohämaturie (Blut im Urin).

Ein erhöhter Bedarf an Eisen besteht bei Kindern in der Wachstumsphase, in der Stillzeit und bei Schwangeren. Deshalb sollten schwangere Frauen täglich etwa 30 mg Eisen zu sich nehmen denn bei ihnen ist der Bedarf gegenüber einer normalen Frau doppelt so hoch. Auch bei Sportlern ist der Eisenbedarf erhöht, da der Sauerstoff- und Energieumsatz zunimmt und deshalb vermehrt Blut und Hämoglobin gebildet wird. Zu Eisenmangel kommt es bei Sportlern auch durch eine vermehrte Schweißbildung denn mit jedem Liter Schweiß verliert der Körper rund 1,2 mg Eisen.

Mehr als die Hälfte der Frauen leiden an einer Eisenunterversorgung. Der Grund hierfür sind vor allem die Blutverluste während der Menstruation. Darüber hinaus wird häufig bei Vegetariern ein Eisenmangel festgestellt, da Eisen aus pflanzlichen Rohstoffen nur schlecht vom Darm aufgenommen werden kann.

Wird bei Magen- und Darmerkrankungen zu wenig Magensäure gebildet, kann die Eisenaufnahme gestört sein. Ebenso durch Einnahme von Medikamenten wie beispielsweise durch Mittel zur Cholesterinsenkung (Clofibrate), zur Behandlung von Harnsteinen (Ionenaustauscher), Magenentsäuerungsmittel (Antazida) und Salicylate (Acetylsalicylsäure).

Diagnose und Untersuchungen

Eisenmangel wird anhand von Blutuntersuchungen und aufgrund der angegebenen Krankheitszeichen diagnostiziert. Wichtig ist jedoch das eine Krankheit, die ähnliche Beschwerden verursacht vom behandelnden Arzt ausgeschlossen wird.

Erhärtet sich der Verdacht auf eine Eisenmangel-Anämie, wird der Arzt zunächst die Eisenkonzentration im Blut überprüfen. Dabei können folgende Faktoren auf einen Eisenmangel hindeuten:

  • Geringe Größe der roten Blutkörperchen
  • Niedrige Hämatokrit-Werte
  • Niedrige Hämoglobin-Werte
  • Verminderte Anzahl an roten Blutkörperchen
  • Geringer Hämoglobingehalt der einzelnen Blütkörperchen

Damit eine Blutarmut sicher festgestellt werden kann, ist es mitunter auch erforderlich, das Knochenmark zu untersuchen. Hierfür wird eine Probe von Knochenmarkszellen mit einer Nadel aus dem Hüftkochen entnommen und auf den Eisengehalt hin überprüft. Doch auch mit dem bloßen Auge lässt sich eine Blutarmut erkennen. Denn weist die Innenseite des Unterlids keine rötliche Färbung auf ist im Blut nicht ausreichend Eisen vorhanden.

Was tun?

Eisenmangel - kein Spielfeld für eine Selbstdiagnose

Eisenmangel – kein Spielfeld für eine Selbstdiagnose (Foto: Goran Bogicevic | Shutterstock)

Keine Selbstmedikation mit Eisenpräparaten

Hat man den Verdacht, an Eisenmangel zu leiden, so sollte man dieses unbedingt von einem Arzt oder Heilpraktiker abklären lassen. Sicher, mit einer vollwertigen Ernährung kann man wenig falsch machen, aber Eisenpräparate gehören in die Hände von Fachleuten und sind nichts für die Selbsttherapie. Denn eine Überversorgung mit Eisen kann zu Vergiftungserscheinungen führen. Neben ‚Kleinigkeiten‘ wie Kreislaufproblemen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall kann es bei unsachgemäßer Einnahme zu Blutungen, Leber- und Nierenschäden kommen. Darüber sollte man sich im Klaren sein und den Griff zum Medikament ohne Aufklärung erst gar nicht wagen.

Eisenpräparate: Oral vs. Intravenös

Ist eine Therapie mit Eisenpräparaten notwendig, so werden diese entweder oral oder intravenös verabreicht. Eisenpräparate zur oralen Einnahme gibt es in folgenden Verabreichungsformen: Tropfen, Saft, Kapseln, Tabletten und Brausetabletten.

Während man bei der oralen Einnahme flexibel ist und das Medikament während der Arbeitszeit oder zuhause eingenommen werden kann, ist man bei der intravenösen Behandlung zeitlich gebunden und muss zusätzlich mehrmals den Weg in die Praxis des Therapeuten auf sich nehmen. Der Vorteil der intravenösen Therapie ist allerdings, dass das Präparat individueller dosiert werden kann. Außerdem können weitere Wirk- und Hilfsstoffe zugesetzt werden. Denn eines ist wichtig: Eisen benötigt Trägerstoffe wie Vitamin C und Zink, um überhaupt vom Körper aufgenommen zu werden. Fehlen diese Stoffe, was bei vorliegendem Eisenmangel nicht selten ist, hat die Behandlung nicht die gewünschte Wirkung.

Vorbeugende Ernährung

Durch eine ausgewogene Mahlzeit kann man keinen akuten Eisenmangel beheben, wohl aber unterstützend eingreifen und kleine Lücken in der Versorgung schließen. Doch wie geht das?

Es gibt Lebensmittel, die die Aufnahme von Eisen fördern. Ein Glas Orangensaft vor jeder Mahlzeit sorgt durch das enthaltene Vitamin-C dafür, dass das Eisen aus dem Essen besser vom Körper aufgenommen werden kann. Das Gleiche gilt für andere Fruchtsäfte mit einem hohem Vitamin-C-Gehalt. Auch Apfel-, Zitronen- und Essigsäure sowie Fruchtzucker sollen die Aufnahme von Eisen begünstigen.

Als Hauptbestandteil einer eisenreichen Mahlzeit empfiehlt sich Fleisch, da das enthaltene Eisen vom menschlichen Körper besonders gut verwertet wird. Weitere Eisenlieferanten sind Getreideprodukte, Nüsse, rote Paprika, Sauerkraut, Rosenkohl, Linsen, Bohnen, Soja und Brokkoli. Von den Brotsorten ist Sauerteigbrot am eisenhaltigsten. Viel Obst und die verschiedensten Kohlsorten sind ebenfalls eine Bereicherung für eine eisenhaltige Diät.

Therapie: Eisenmangel beheben

Bevor eine Behandlung erfolgt wird der Arzt zunächst die Ursache des Eisenmangels feststellen und versuchen diese zu beheben. So kann beispielsweise mit Verabreichung und Einnahme der Pille eine starke Menstruation abgeschwächt werden. Liegen Magen- und Darmgeschwüre vor oder es ist ein Magenkrebs oder Darmkrebs bekannt muss unter Umständen der Tumor oder das Geschwür operativ entfernt werden. Bei einer schweren Blutarmut kann es jedoch auch gegebenenfalls erforderlich sein, eine Bluttransfusion vorzunehmen.

Da bei starkem Eisenverlust eine normale Ernährung nicht ausreichend ist, wird der Arzt in diesem Fall eisenhaltige Präparate verabreichen. Diese sind in Form von Kapseln, Tabletten, Tropfen, Saft und Brausetabletten erhältlich und sollten entweder eine Stunde vor der Mahlzeit oder zwei Stunden danach eingenommen werden. Sowohl Vitamin C, das in Paprika und frisch gepressten Orangensaft enthalten ist als auch Fruchtsäfte erhöhen die Aufnahme von Eisen. Leiden Patienten unter einer Eisenaufnahmestörung im Darm können alternativ auch Injektionslösungen helfen.

Wichtig! Generell sollten alle Eisenpräparate niemals ohne die Empfehlung sowie ohne Kontrolle eines Arztes eingenommen werden. Denn anderenfalls sind mögliche innere Blutungen nur schwer feststellbar.

Werden Eisenmangel Präparaten eingenommen können Magen-Darm-Beschwerden auftreten und der Stuhl sich schwarz färben. Kommt es zu einer Überdosierung, treten Vergiftungserscheinungen mit Durchfall, Erbrechen, Blutungen und Kreislaufkollaps auf. Außerdem kann es zu Nieren- und Leberschäden kommen.

Verlauf und Prognose

Wie alle Erkrankungen kann auch Eisenmangel umso besser behandelt werden je früher die Anämie erkannt wird. Sind Eisenpräparate verordnet, wird sich in einem Zeitraum von 3 bis 6 Wochen die Eisenmangelanämie verbessern. Allerdings sollte das Medikament nach dieser Zeit noch weitere 6 Monate eingenommen werden, bis die Eisenspeicher des Körpers neu aufgefüllt sind. Damit eine innere Blutung, die eventuell vorhanden ist frühzeitig erkannt wird und eine Diagnose von ernsten Erkrankungen wie Krebs oder Geschwüre nicht überdeckt werden kann, ist es überaus wichtig, die Eisenwerte durch regelmäßige Blutuntersuchungen überprüfen zu lassen.

Ernährung

Eisenhaltige Nahrungsmittel gleichen ein Defizit aus

Eisenhaltige Nahrungsmittel gleichen ein Defizit aus (Foto: Wasu Watcharadachaphong | Shutterstock)

Kaum ein Thema polarisiert so sehr wie das der gesunden Ernährung, von der ein aufgeklärter Mensch glaubt, bereits alles darüber zu wissen. Besonders unter Ausdauersportlern verbreitet ist häufig eine falsche beziehungsweise einseitige Ernährung mit eisenarmen Lebensmitteln. Durch intensives Training erhöht sich zudem die Ausscheidung von Eisen aus dem Körper, Kraftsportler lagern Eisen gar in die großen Muskeln ein. Die Folge ist ein geringer Ferritin-Wert im Blut. Selbst die Einnahme von Eisentabletten zum Ausgleich hat vielleicht eine Leistungssteigerung, aber nicht immer einen Anstieg des Eisenspeichers zur Folge.

Eisenmangel – Wechselwirkungen und Mythen

Für Veganer und Vegetarier gilt ganz allgemein, einen niedrigeren Eisenspiegel als Fleischesser im Blut zu haben. Ungeachtet vieler gesundheitlicher Vorteile dieser Ernährungsweise ist durch die reine Pflanzenkost eine schlechtere Aufnahme von Vitamin B12, Eisen und Zink gegeben. Kinder, ohnehin eine Risikogruppe für Eisenmangel, sollten daher nicht rein vegetarisch ernährt werden. Um die „Verluste“ zu kompensieren, müsste Pflanzenkost in großen Mengen verzehrt werden. Hemmstoffe in der Eisenresorption sind außerdem die sogenannten Phytate, die im Getreidemüsli vorkommen, eine erhöhte Aufnahme von Kalzium, Sojaproteinen sowie von Polyphenolen (antioxidative Stoffe) und Tanninen (Tee). Das Getreide wird trotzdem verwertbar, indem es vor Verzehr über mehrere Stunden in Milch oder Wasser eingeweicht wird. Es ist immer wieder in Tabellen zu lesen, wie eisenreich Leber sei. Das stimmt zwar, verglichen mit dunklem Fleisch, Fisch oder Geflügel weist Leber jedoch nur eine geringe Bioverfügbarkeit auf. Große Teile des vorhandenen dreiwertigen Eisens werden im Zwölffingerdarm einfach ausgefällt und stehen damit nicht zur Verfügung.

Eisenmangel – Kein Grund Kreide zu futtern

Manchmal kommt es beim Eisenmangel zu einer ungewöhnlichen Erscheinung: dem Pica-Syndrom. Dahinter verbergen sich seltsame Essensgelüste wie Kreide essen, an Eierschalen knabbern und andere Merkwürdigkeiten. Vermutlich versucht der Körper intuitiv, einen Mangel an Mineralstoffen und Spurenelementen zu kompensieren. Mit einer eisenreichen Ernährung und einer ausreichenden Versorgung mit Vitamin C kann die Eisenverwertung jedoch um ein Vielfaches verbessert und auf solche Essensexperimente verzichtet werden.

Eisenhaltige Lebensmittel

Eisenhaltige Lebensmittel (Foto: Africa Studio | Shutterstock)

Was also bei Eisenmangel essen?

  • Mageres Fleisch vom Geflügel (hell oder dunkel) ist „gutes“ zweiwertiges Eisen, besonders in der Kombination mit Hülsenfrüchten wie Bohnen, Erbsen, Linsen und Möhrengemüse
  • statt Tee oder Kaffee zum Essen ein Vitamin-C-reiches Getränk
  • Vollkornbrot auf Sauerteig-Basis, Vollkornreis
  • Hefeflocken als Würzmittel in Suppen oder als Aufstrich
  • Regt den Stoffwechsel und die Eisenverwertung an: säuerliches Obst wie Kiwis, Grapefruits oder Orangen

Vorbeugung

Männer benötigen pro Tag mindestens 10 mg Eisen, Frauen hingegen 15 mg. Mit einer eisenreichen und ausgewogenen Ernährung können Mangelerscheinungen vermieden werden. Vor allem in Schweineleber, grüner Minze, Petersilie, Thymian und getrockneten Brennnesseln findet sich viel Eisen. In Geflügel, Vollkornbrot, Rind- und Schweinefleisch wiederum ist verhältnismäßig wenig des Spurenelements vorhanden. Tannin, das in Kaffee und schwarzen Tee enthalten ist, Magnesium und Kalzium in größeren Mengen, Phosphate in Käse und Fleisch sowie Oxalsäure in Rhabarber, Spinat und Kakao wirkt bei Eisenmangel hemmend. Ebenso wie Eier, Milch und Milchprodukte, Rotwein und Colagetränke. Fälschlicherweise wird noch immer angenommen das Spinat sehr eisenhaltig ist. Dabei ist in dieser Gemüseart nicht mehr Eisen enthalten als in jeder anderen Gemüsesorte. Eisen aus Nüssen, Hülsenfrüchten, Vollkorngetreide und Gewürzen kann bei einer vegetarischen Ernährung gut aufgenommen werden.

Zu den Lebensmitteln, die besonders reich an Eisen sind, gehören:

  • Kalbs- und Schweineleber mit 8 mg bzw. 15 mg pro 100 g
  • Blutwurst mit 17 mg pro 100 g
  • Pfefferminze 10 mg pro 100 g
  • Thymian 20 mg pro 100 g
  • Leinsamen 8 mg pro 100 g
  • Weizenkleie 13 mg pro 100 g
  • Kürbiskerne 13 mg pro 100 g

Folgen

Schnelle Erschöpfbarkeit und anhaltende Müdigkeit gehören zu den Folgen von Eisenmangel

Schnelle Erschöpfbarkeit und anhaltende Müdigkeit gehören zu den Folgen von Eisenmangel (Foto: racorn | Shutterstock)

Eisen – der Fitmacher für Organe und Gewebe

Eisen als Spurenelement erfüllt eine wichtige Transporterfunktion, vor allem beim Sauerstofftransport aus der Lunge zu den Organen und ins Muskelgewebe. 2/3 des im Blutkreislauf kursierenden Eisens ist an den roten Blutfarbstoff, das Hämoglobin-Protein der Erythrozyten, gebunden. Überschüssiges Eisen geht nicht verloren und wird in der Leber und im Knochenmark deponiert. Sinkt der Eisenanteil deutlich, weil beispielsweise nicht genügend Eisen aus der Nahrung nachgeliefert wird oder chronische Blutungen die Aufnahme schwächen, sind die ersten Anzeichen Blässe oder Müdigkeit und gehen häufig mit psychischen und weiteren körperlichen Befindlichkeitsstörungen einher. Der erworbene Eisenmangel, oder populistisch „Blutarmut“ genannt, zählt mit einem Anteil von ca. 80% zur häufigsten Art der Anämien. Betroffene sind vor allem Kinder im Wachstum und Frauen durch die Regelblutung und Geburten.

Eisenmangel Folgen

Ein geleerter Eisenspeicher hat Folgen:

  • Die Betroffenen ermüden schnell (Fatigue-Syndrom), besonders Sportler zeigen eine verminderte Ausdauer. Auftretende Konzentrationsschwächen haben negative Auswirkungen auf die berufliche Leistungsfähigkeit sowie die Lern- und Merkfähigkeit.
  • Geklagt wird über Kreislaufbeschwerden, Herzrasen, Kopfschmerzen und Kurzatmigkeit.
  • Viele Patienten reagieren auf Eisenmangel mit Gereiztheit, Niedergeschlagenheit und der Neigung zu diffusen Ängsten.
  • Das Restless-Legs-Syndrom, das Phänomen der „unruhigen Beine“, zählt zu den Folgeerscheinungen auf neurologischer Ebene. Auch ein gestörtes Kälte-/Wärmeempfinden in Form von aufsteigender Hitze oder raschem Frieren kommt dabei vor.
  • Die Haut als größtes Organ leidet häufig unter Trockenheit und zeigt eine Neigung zu Rissen, sichtbar an Mundwinkelrhagaden. Noch auffälliger ist die allgemeine Blässe, auch die der Schleimhäute.
  • Vom Haarausfall sind immerhin 25% aller Frauen betroffen. Der Mechanismus, wie es bei Eisenmangel zu solchen Veränderungen, beispielsweise dem kreisrunden Haarausfall kommt, ist noch kaum erforscht. Darüber hinaus werden Nägel brüchig und bilden Rillen aus.
  • Die Schleimhäute zeigen eine vermehrte Entzündungsneigung sowie eine herabgesetzte Heilung und der Organismus eine allgemeine Infektanfälligkeit und Immunschwäche.

Eisenmangel ist reversibel

Hat sich durch Differenzialdiagnose und weitere abklärende Methoden (körperliche Symptomatik und neurologische Untersuchung) eine reine Eisenmangelanämie (also eine schwere Form des Eisenmangels) feststellen lassen, erfolgt die Therapie mit einem oralen zweiwertigen Eisenpräparat. Im Ergebnis bilden sich die Folgeerscheinungen des Eisenmangels meist vollständig zurück. Eine Umstellung der Ernährung auf Lebensmittel, die einen hohen Eisenanteil aufweisen, ist ebenfalls hilfreich und verdient eine gesonderte Betrachtung.

Eisenmangel in der Schwangerschaft

Ein Eisenmangel in der Schwangerschaft sollte unbedingt ausgeglichen werden

Ein Eisenmangel in der Schwangerschaft sollte unbedingt ausgeglichen werden (Foto: g-stockstudio | Shutterstock)

Eisen ist für Schwangere einer der wichtigsten Nährstoffe. Da der Körper dieses Spurenelement nicht selbst herstellen kann, muss es über die Nahrung aufgenommen werden. Durch den erhöhten Bedarf in der Schwangerschaft – die Deutsche Gesellschaft für Ernährung geht von einer durchschnittlichen Tageszufuhr von 30 mg aus – ist eine ausreichende Menge an Eisen kaum über die normale Nahrung aufzunehmen.

Höherer Eisenbedarf bei Schwangeren

Doch warum ist der Bedarf an Eisen bei schwangeren Frauen so viel höher? Ganz einfach: Eisen ist an allen Wachstumsprozessen des Körpers beteiligt. Ein neues Leben entsteht und das muss versorgt werden. Außerdem ist Eisen ein wichtiger Bestandteil des Blutes. Und durch den zweiten Menschen ist auch die Blutmenge im Körper erhöht.

Folgen des Eisenmangels in Schwangerschaft

Ein Eisenmangel hat aber nicht nur Auswirkungen auf die Gesundheit der Frau, sondern vor allem auf das Wohlbefinden des ungeborenen Kindes. Da bei den meisten Frauen der Vorratsspeicher an Eisen nicht besonders gut gefüllt ist, rutscht die werdende Mutter aufgrund des erhöhten Bedarfs schnell in eine Unterversorgung. Neben den typischen Symptomen des Eisenmangels wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Nervosität, Haarausfall usw. kann es über kurz oder lang zur Anämie kommen. Das Kind ist davon zwar als letztes betroffen, weil die Natur es so eingerichtet hat, dass das Baby bei der Nährstoffversorgung grundsätzlich vor der Mutter berücksichtigt wird. Trotzdem kann ein Eisenmangel im Mutterleib das Risiko einer Anämie für das Kind deutlich erhöhen.

Eisenmangel & Frühgeburt

Besteht im ersten und/oder zweiten Schwangerschaftsdrittel ein Eisenmangel, so kann das eine Frühgeburt und ein niedriges Geburtsgewicht begünstigen. Tritt der Eisenmangel später auf, ist im schlimmsten Fall eine Bluttransfusion nötig. Durch den Blutverlust bei der Geburt würde sich die Unterversorgung des Körpers mit Eisen zusätzlich erhöhen.

Therapie des Eisenmangels bei Schwangeren

In der Schwangerschaft wird in der Regel vorsorglich mit Eisenpräparaten therapiert. Obwohl schwangere Frauen Eisen besser verarbeiten, kann es auch bei ihnen durch die künstliche Eisenzufuhr zu Überdosierungen und den entsprechenden Symptomen kommen. Dazu gehören Schwindel, Übelkeit und eine Verstärkung der bei Schwangeren ohnehin oft auftretenden Verstopfung. In Absprache des behandelnden Arztes sollte man in diesem Fall auf ein Präparat umsteigen, welches weniger Eisen enthält. Da bei den Vorsorgeuntersuchungen regelmäßig die Eisenwerte des Blutes kontrolliert werden, sind Fehldosierungen heute aber selten.

Tipp: Oft werden Eisentabletten besser vertragen, wenn sie mit Orangensaft eingenommen werden.

Eisenbedarf bleibt auch nach der Geburt hoch

Auch nach Geburt besteht ein erhöhter Eisenbedarf. Der Wert der empfohlenen Tagesdosis sinkt bei stillenden Müttern allerdings von 30 mg auf 20 mg am Tag. Wie bei allen im Artikel genannten Werten handelt es sich hier um einen Durchschnittswert, der vom individuell bestimmten Wert abweichen kann.

Eisenmangel bei Kindern

Eisenmangel bei Kindern ist relativ gut therapierbar

Eisenmangel bei Kindern ist relativ gut therapierbar (Foto: Yuganov Konstantin | Shutterstock)

Symptome des Eisenmangels bei Kindern

Viele diffuse Anzeichen lassen auf Eisenmangel schließen – erst die ärztliche Diagnose schafft Klarheit. Das Kind ist häufig müde, erschöpft, unkonzentriert, gereizt oder von häufigen Infektionen geplagt, sodass der Eindruck entsteht, dass seine körperliche und geistige Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist? Auch eine auffällige Hautblässe, brüchige Haare oder Fingernägel sowie eingerissene Mundwinkel können Anzeichen dafür sein, dass eine Unterversorgung mit Eisen oder einem anderen Spurenelement vorliegt.

Oft sind die Symptome auf wachsenden schulischen Druck oder andere Stressfaktoren im Leben des Kindes zurückzuführen und nicht im menschlichen Stoffwechsel begründet. Verbessert sich der Allgemeinzustand über mehrere Tage nicht oder treten die Symptome einzeln oder in Kombination immer wieder sporadisch auf, so macht medizinische Ursachenforschung Sinn.

Diagnose des Eisenmangels bei Kindern

Eisenmangel liegt vor, wenn der menschliche Körper über die Nahrung zu wenig Eisen bekommt oder aber eine ausreichende Menge aufnimmt, das Spurenelement jedoch nicht über den Stoffwechsel verwerten kann. Über eine Blutuntersuchung wird der Eisenstoffwechsel genau bestimmt und eine entsprechende Therapie eingeleitet. Manchmal gibt es mehrere Alternativen.

Ein Piekser reicht aus – das „kleine Blutbild“ bestimmt den Therapieansatz

Für eine Aussage über den Eisenhaushalt im menschlichen Körper wird ein „kleines Blutbild“ angelegt. Zur Analyse genügen wenige Milliliter Vollblut, entnommen aus der Armvene. Der Patient sollte zuvor nicht gefrühstückt haben, da die Nahrungsaufnahme die benötigten Blutwerte verfälscht.

Nach der laborchemischen Analyse schaut sich der Arzt zur Diagnosestellung vier Blutparameter genauer an:

  • Hb-Wert: Der Hämoglobin-Wert gibt Auskunft über die Konzentration des roten Blutfarbstoffes (Hämoglobin) im Blut.
  • Ferritin-Wert: Dieser Blutwert macht eine Aussage darüber, ob die Eisenvorräte im Körper im Normbereich liegen.
  • TSAT-Wert: Transferrin ist verantwortlich für den Transport von Eisen durch die Blutbahn.
  • CRP-Wert: Das Vorhandensein von C-reaktivem Protein ist ein Nachweis für Entzündungen im Körper.

Mit dem Abgleich dieser Werte lassen sich Form und Schwere einer Eisenmangelanämie bestimmen und gezielt therapieren.

Therapie des Eisenmangels bei Kinder

Der menschliche Körper kann Eisen nicht selbst bilden. Das Spurenelement spielt eine wichtige Rolle bei der Bildung von roten Blutkörperchen und muss über die Nahrung zugeführt werden.

Eisen ist vor allem in Fleisch enthalten. Auch Haferflocken, Grünkern, Weizenkeime sowie Hülsenfrüchte sind gute Eisenlieferanten.

Zudem gibt es zur Nahrungsergänzung Eisenpräparate in unterschiedlichen Dosierungen und Darreichungsformen. Abhängig vom Befund macht mitunter die Einnahme eines Kombi-Präparats Sinn, da neben Eisen weitere Biostoffe an der Produktion von roten Blutkörperchen beteiligt sind – darunter Vitamin B12 und Folsäure.

Zu viel Eisen kann Herz und Leber schädigen. Daher gilt die Empfehlung, auf Basis eines konkreten Befundes einen Speiseplan abzustimmen und nicht ohne ärztliche Verordnung zu frei verkäuflichen Nahrungsergänzungsmitteln zu greifen.

Folgen & Ursachen

Permanenter Eisenmangel im Kinder- und Jugendalter kann sich negativ auf die geistige Leistungsfähigkeit auswirken – für einige ADHS-Formen beispielsweise gilt Eisenmangel als ursächlich. Auf der sicheren Seite ist also, wer das eigene Empfinden zeitnah durch einen Befund beim (Haus)arzt abklären lässt.

Ein Eisenmangel bei Kindern kann viele organische Ursachen haben. Dazu gehören bspw. Störungen der Eisenaufnahme im Darmtrakt aufgrund von entzündlichen Veränderungen.

Die gute Nachricht: Bei Menschen vom Kleinkindalter bis ins hohe Jugendalter ist eine falsche Ernährung der häufigste Grund für Eisenmangel. Ein Problem, das sich mit einer konsequenten Nahrungsumstellung und gegebenenfalls mit einer zusätzlichen Gabe von Nahrungsergänzungsmitteln leicht in den Griff bekommen lässt. Wichtig sind engmaschige Kontrolluntersuchungen – etwa einmal monatlich – bis sich der Eisenhaushalt nachhaltig stabilisiert hat.

Updates

Schlaganfall – Eisenmangel erhöht das Risiko für einen Schlaganfall. Eine britische Studie am Imperial College in London kommt zu dem Schluss, dass schon eine geringfügige Unterversorgung mit Eisen das Risiko für einen Schlaganfall verdoppeln kann. Die Ursache für das erhöhte Risiko ist die Tatsache, dass ein geringer Eisengehalt des Blutes schneller Verklumpungen entstehen lässt. Thrombozyten kleben unter Eisenmangel leichter aneinander.

Links & Quellen


Medizinjournalist


Sebastian () arbeitet seit Jahren für medizinische Onlinemedien. Er engagiert sich ehrenamtlich in BOINC-Projekten zur Krebsforschung. Sebastian ist verheiratet, hat ein Kind und lebt in Berlin.

Patientenerfahrungen

Leiden Sie unter Eisenmangel?

Wie wurde der Mangel diagnostiziert? Wie wird er therapiert? Schlägt die Behandlung an? Mit welchen Symptomen hat sich der Eisenmangel bei Ihnen bemerkbar gemacht? Nehmen Sie Eisentabletten ein? Treten Nebenwirkungen auf? Kennen Sie Tipps, wie man die Tabletten besser verträgt?

Schreiben Sie uns Ihre Erfahrungen, Ergänzungen und Fragen – direkt unter diesem Artikel, in den Kommentaren. Sie helfen damit auch anderen Betroffenen.

Kommentare:
  • Bianca 74

    Ich leide unter Eisenmangel. Mein Ferritinwert ist bei 11 sowie mein Hb wert. Habe starken Haarausfall die Haare brechen ständig ab. Auch leider ich unter extremer Müdigkeit. Könnte nur noch schlafen. Schwindlig und frieren tue ich auch ständig. Bin soooo körperlich kaputt. Mein Hausarzt wollte mich in die Psychiatrie stecken weil er von Depression aus ging.

    Hab keine Kraft mehr und Antriebslosigkeit hab ich auch. Habe leider noch mehr Mangels und das verschlimmert noch alles andere. Lg

  • Lisa

    Hallo
    Ich hatte eine Nasennebenhölen Entzündung und dachte es kommt davon das ich so schlapp und ausgelaugt bin doch nach drei Wochen kamen dann Sehstörungen, Magen Probleme, Nervosität, Schlafstörung usw dazu dann bin ich noch mal zum Arzt die haben dann ein Blutbild gemacht dachte erst es kommt vielleicht von der Schilddrüse. Ich hatte dann einen sehr starken Eisenmangel. Gott sei dank hat sich das geklärt das hat mich total verrückt gemacht weil der Körper immer arbeitet.
    Lg
    Lisa

  • Nissa

    Hallo, bei mir ist vor vier Wochen eisenmangel festgestellt worden. Ferritn war bei 11.
    Seit dem nehme ich 50mg Eisen am Tag und versuche seit ein paar Tagen 100mg zu nehmen.

    Die letzte periode war grausam. Schwindel ohne Ende, erschöpft, todmüde… Noch dazu bin ich ständig ohne Appetit. Muss mich richtig zum Essen zwingen
    Muskeln tun mir weh in den Beinen und ich bin verspannt, weil ich so gerade mal 20 Minuten spazieren gehen schaffe, aber weder Sport noch sonst was

    Mir geht es echt nicht gut, wobei es vor drei Wochen noch schlimmer war.

    Die Besserung bis jetzt ist minimal leider, aber doch vorhanden.

    Ich konnte mich nicht mal unterhalten. Alles nur anstrengend.
    Inzwischen steh ich zwar immer noch neben mir, aber ein bisschen besser eben.

    Haare habe ich auch sehr viele in der Bürste.

    Hb war übrigens an unteren Grenze, aber noch ok, ebenso die anderen roten blutkörperchen

  • Zehra

    Hallo,ich habe gedtern meine Bluteerte erhalten,bin 24Jahre alt, weiblich und habe einen Eisenwert von 33 statt dem Wert von 50-170 … Ich weiß ehrlich gesagt nicht genau ob es jetzt „schlimm“ ist,dennoch muss ich sagen ich bin unkonzentriert,habe kaum Kraft bzw fühl mich andauetnd schwach,mir kann es bei minimalen Temperaturen Unterschiede schnell kalt werden und ya.. Ich habe mir jetzt eisentabletten geholt und hoff das es dadurch besser wird. Lg zehra

  • Anonymous

    Also ich habe Eisenmangel und er zeigt sich bei mir dadurch das ich immer und überall müde bin mir sogar beim Sport machen kalt ist und teilweise manchmal die kleimste bewegung ausreicht damit mir richtig heiß wird. Außerdem ist es immer nachdem ich irgendwo aufstehe mir irgendwie für 3 Sekunden schwindelig und schwarz vor Augen ist und mir einfach zu allem fast die Kraft fehlt. Kopfschmerzen habe ich seit neustem auch immer öfter…

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