Symptome und Anzeichen
Fibromyalgie

Fibromyalgie

Fibromyalgie-Patienten leiden unter chronischen Schmerzen (Foto: PathDoc | Shutterstock)

Die Fibromyalgie ist eine rheumatische Erkrankung, die vor allem durch ein ausgeprägtes Schmerzgeschehen gekennzeichnet ist. Die Lokalisation der Schmerzen wechselt und umfasst vor allem die gelenkumgebende Muskulatur und die Rückenmuskulatur. Viele Fibromyalgie-Patienten sehen sich in ihrer Lebensqualität stark eingeschränkt.

Die chronische Erkrankung wird dem „Weichteilrheuma“ zugeordnet und ist bislang nicht heilbar. Die Patienten leiden – neben den Schmerzen – vor allem an der ausgeprägten Begleitsymptomatik, die Beschwerden wie Morgensteifigkeit, chronische Müdigkeit und Schlafstörungen umfasst. In schweren Fällen können sie derart ausgeprägt sein, dass sie lebensbestimmend werden.

Man schätzt, dass zwischen ein und vier Prozent der Gesamtbevölkerung unter Fibromyalgie leiden. Frauen sind mit neun von zehn Fällen weit häufiger betroffen.

Fibromyalgie Symptome

Fibromyalgie Symptome

Die Symptome der Fibromyalgie (Foto: Designua | Shutterstock)

Die Symptome der Fibromyalgie schleichen sich langsam ein und sind so diffus und unspezifisch, dass vielen Patienten einen wahren „Ärztemarathon“ absolvieren, bevor sie eine Diagnose erhalten.

Die typischen Anzeichen des Faser-Muskel-Schmerzes
chronische Schmerzen wechselnder Lokation (Rücken, Nacken, Brustkorb, Gelenke)
Schwellungen an Händen, Füßen, im Gesicht
Muskelverspannungen
Ödeme
Herzrasen
chronische Müdigkeit
Schwäche
schnelle Erschöpfbarkeit
Schlafstörungen
Konzentrationsstörungen
Morgensteifigkeit
Reizdarm
Reizmagen
Reizblase
Schluckbeschwerden
Fremdköpergefühl im Hals
Menstruationsbeschwerden
Kopfschmerzen
trockene Schleimhäute
vermehrtes Schwitzen
Angstzustände
Depressionen
Reizbarkeit
Stimmungsschwankungen
gesteigerte Lichtempfindlichkeit
gesteigerte Geräuschempfindlichkeit
gesteigertes Temperaturempfinden
gesteigertes Schmerzempfinden
Schwindel
Wortfindungsstörungen
Herzrhythmusstörungen
Hautentzündungen
Berührungsempfindlichkeit
Haarausfall
Atemnot
erschwerte Atmung
Taubheitsgefühle
nervöse Beine
Krämpfe
erhöhte Infektanfälligkeit
verminderte Libido
Tinnitus
Magen-/Darmbeschwerden

Stress und starke psychische Belastung verschlimmern die Symptomatik häufig. Sport verbessert sie in vielen Fällen.

Was tun?

Auch wenn die Fibromyalgie derzeit noch nicht heilbar ist, sollte bei Auftreten der Symptome ein Arzt aufgesucht werden. Der wird zunächst durch Untersuchungen die Diagnose sicherstellen.

Bei der Behandlung der Fibromyalgie steht die Schmerz- und Symptombehandlung im Vordergrund. Da die chronischen Schmerzen die Gefahr einer Schmerzmittelsucht bergen, setzen moderne Therapien auf ergänzende Maßnahmen – bspw. Sporttherapie, Funktionstraining, Bäder, Entspannungstechniken, Ernährungsumstellung und Psychotherapie.

Patientenerfahrungen?

Dipl.-W.Inf. Sebastian Fiebiger
Medizinjournalist

Hast Du den Verdacht, dass Du unter Fibromyalgie leidest? Warum? Welche Symptome treten bei Dir auf? Warst Du schon beim Arzt? Welche Untersuchungen hat der veranlasst? Mit welchem Ergebnis? Wirst Du schon behandelt? Wie sieht die Therapie aus? Ist sie erfolgreich? Hast Du Tipps für andere Patienten? Schreib uns Deine Erfahrungen, Ergänzungen und Fragen – direkt unter diesem Artikel, in den Kommentaren. Du hilfst damit auch anderen Betroffenen.

6 Kommentare Wichtige Hinweise
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
4,20 von 1-55 Stimmen
Loading...

Weitere Artikel zum Thema:
Kommentare:
Diskutieren, Fragen & Erfahrungsaustausch:
Zu diesem Beitrag gibt es schon 6 Kommentare. Diskutiere mit!
  • 🕝 Gabriele

    Ich habe solche starken Probleme da ich nicht mehr weiter weiß die symtome sind wie bei einer Fibromyalgie aber ich werde nicht ernsrt genommen.LG

  • 🕝 Verena

    Hallo an all meine Leidgenossen ! Ich leide seit über 20 Jahren nun an Finromyalgie ! Es ist die Hölle ! Ohne Morphium kann ich nicht mehr laufen ! Bin seit 3 Jahren nun in EU Rente , weil ich nichts mehr an Leistung bringe und fast alle Nebenwirkungen vorhanden sind ! Ich unterstütze das ganze mit gesunder Ernährung und frische Luft mit bissl laufen verbessert meinen Zustand ! Aber alles was ich gerne machte geht nicht mehr ! Unternehmungen nicht mehr möglich ! Auch das Morphin nimmt nicht alle Schmerzen ! Ständig müde aber trotzdem schlaflos ist grausam ! Viel sprechen geht auch nicht mehr ! Das schlimmste ist die Rechtfertigung bei andren warum ich dies und das nicht mehr machen kann ! Unterm Strich , Lebensqualität null ! Macht wenig Spass weil jeden Tag was andres dazu kommt ! Auch Autofahren geht teilweise nicht , weil ich mich nicht konzentrieren kann ! Schlimm ist die teilweise Lithargie weil so wenig Energie da ist ! Was mir teilweise gut hilft , wenn ich mir Vitamin B 12. spritze da gehts bissl besser ! Ich kann nur sagen , das Leben ansich ist vorbei , denn der Körper streikt täglich in andrer weise und man wird unzuverlässig ! Alles beste für Euch und verzagt nicht !

  • 🕝 Pfeifer,Tatjana

    Hallo!Ich bin 10 jahre krank.Die erste 5 jahre ging noch.Dann infizierte mich noch mit Bartonela -Bakterien.Und seit dem ist die Hölle los.Alle Therapien nach 2 Jahre wirken nicht mehr.Hilft nur noch Kortison,aber ich kriege ihn als shok-therapie.Noch schlimmer sind die Schlafstörungen und begleitete Depressionen!In lezter Zeit habe oft schube,die mich lam legen, ich schlafe oft bis zum 14-17 uhr und kein energie,oder ich schlafe überhaupt nicht und kann nicht laufen oder was machen.Ich verstehe sie gut und möchte nicht denken was wird in noch 10 jahre mit mir.Mein Arzt sagt mir in Süden zu ziehen.Z.b.Spanien.Aber wie?Geld liegt nicht auf der Strasse….

  • 🕝 Annette

    Hallo,ich habe den Verdacht,dass ich auch unter Fibromyalgie leide.Zumindest habe ich fast alle Symptome ,die aufgelistet sind.Vor ca.einem Jahr hatte ich eine entsetzlich schmerzhafte Guertelrose wo ich nur mit Schmerzmittel behandelt wurde,die ich so gar nicht vertrug.
    Seit August letzten Jahres kamen dann brennende und reissende Schulterschmerzen dazu,wo ich mich Nachts kaum drehen konnte.Dazu folgten dann Knie,Ruecken und weitere Gelenkschmerzen.Mittlerweile Unruhezustaende mit Uebelkeit und Herzrasen und auch Stolpern.Ohrpfeiffen,Kopfschmerzen usw.Ein Blutbild beim Arzt wurde gemacht und es gibt weder Hinweise auf Entzuendungen und Rheuma.Schultern und Haende wurden auch geroentgt,da an den Fingermittelgelenken so kleine Knubbel entstanden sind.Es waeren keine Auffaelligkeiten vorhanden.Die Situation belastet mich schon sehr,da ich kaum noch schlafen kann und ja schliesslich zur Arbeit muss.Weiss mir bald keinen Rat mehr denn es muss ja weitergehen

  • 🕝 Marie

    Bei mir macht sich die Fibromyalgie mit chronischer Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Schmerzen im Rücken, Füßen und in den Schultern, Schwächegefühl in den Händen & Fingern, Konzentrationsprobleme, Libido-Verlust, Tagträumen und Vergesslichkeit bemerkbar.

    Auf der Arbeit habe ich zum Glück ein eigenes Büro und werde nicht so häufig kontrolliert. Ich kann meine Arbeit nur langsam machen, da ich unheimlich lange brauche, um mich auf etwas zu konzentrieren. Dann sind da die Schmerzen, die mir zusetzen, wenn ich lange sitze. Zwischendurch muss ich aufstehen und mich bewegen. Vieles verrichte ich im Stehen, da ich beim Sitzen Schmerzen im Rücken habe.

    Mein Arbeitgeber weiß nichts darüber. Ich wäre schon längst entlassen, wenn ich ihm sagen würde, dass ich eine chronische Erkrankung habe. Kollegen, die länger krank waren, sind bereits entlassen und durch jüngere (gesunde) Mitarbeiter ersetzt. Selbst an sehr schlechten Tagen, an Tagen, wo ich Schmerzen habe, sehr müde, abgeschlagen und unkonzentriert bin, gehe ich arbeiten. Der Druck meinen Arbeitsplatz zu verlieren regiert in meinem Kopf. Nach der Arbeit bin ich so platt, dass ich mich nur noch hinlegen mag. Mir fehlt die Kraft und Energie noch zum Sport oder spazieren zu gehen. Leider kann ich mich nicht aufraffen, da ich wirklich fertig bin. Innerlich zittere ich vor Schwäche und Müdigkeit. Es ist ein Teufelskreis!

    Leider wurden die Symptome jahrelang immer auf meine Schilddrüsenunterfunktion geschoben. Alle drei Monate musste (muss) ich zum Arzt um die Schilddrüsenhormone zu bestimmen. Ich bin mit Medikamenten gut eingestellt. Meine Werte sind gleichbleibend/stabil.
    Schließlich brachte ein Arzt (Rheumatologe) vor zwei Jahren, Klarheit in mein Leben. Er diagnostizierte „Fibromyalgie“. Leider konnte ich damit nicht viel anfangen und fing an, mich darüber zu informieren.

    Ich bin gerade mal knapp über 40 Jahre alt und hatte erst mit einer neurologischen Erkrankung gerechnet, da in meiner Familie (Eltern, Bruder) einige darunter leiden (Parkinson, MS, Demenz).

    Nach der Diagnose stürtzte ich in eine Depression mit suizidalen Gedanken. Ich wollte so nicht mehr leben. Niemand aus meinem Freundeskreis und Teil der Familie konnte es verstehen, was ich habe. Man sah es mir ja nicht an (hatte keine offenen Wunden, ersichtliche Narben oder Brüche). Ich ging auch keine Diskussionen mehr ein, rechtfertigkte mich auch nicht mehr und so verkroch ich mich einfach nur noch in mein Schneckenhaus. Ich wollte alleine sein! Dachte, es verstehe mich eh keiner mehr! Alle hielten mich für eine Simulantin oder ich hörte mir Sätze an wie „…ich bin auch müde, das liegt am Wetter!“, „Stell dich doch nicht so an, früher warst du besser drauf!“, „du musst dich wieder verlieben, dann geht es dir gut!“…als wenn das alle meine Probleme lösen würde!

    Ich war verheiratet und habe ein erwachsenes Kind. Die Lust einen neuen Partner zu finden war schlichtweg nicht da.

    Seit 3 Monaten besuche ich eine Selbsthilfegruppe für Fibromyalgie-Erkrankte und Angehörige! Das tut mir gut, denn ich weiß, dass ich nicht alleine bin. Auch Privat treffe ich mich mit ein paar Leuten aus der Gruppe. Sie tun mir gut, denn sie können nachvollziehen, wenn ich mich mal ein paar Tage nicht melde, weil es mir nicht gut geht und ich wieder so fertig bin.

    Ich rate jedem, der sich nicht verstanden fühlt, sich einer Selbsthilfegruppe anzuschließen. Man bekommt nicht nur gute Informationen sondern gewinnt auch neue Freunde, die einen verstehen und die wir verstehen!

    Wünsche Euch eine schmerzfreie Zeit und beste Grüße
    Marie

  • 🕝 Marie

    Hallo!
    Ich bin noch nicht die älteste und gehe gerade mal in die 10 Klasse.
    Als ich am Ende meiner Grundschulzeit war fing alles an.
    Von der ersten Klasse an hatte ich Probleme mit meinem Kreislauf,immer drehte es mich und ich konnte oft nicht gerade ausschauen oder laufen.In der vierten Klasse dann am Ende bekam ich meinen ersten Migräneanfall mit Aura.Um das genau zu erklären ich hatte Kopfschmerzen auf einer Seite,konnte meinen Körper nicht mehr richtig fortbewegen da er wie ingeschlafen und taub war,dann kamen die Sehstörungen und das Aura dazu,und zuhause lag ich dann da mit brutalen erdrückenden Kopfschmerzen wo es oft nur half zu schlafen und den Schmerz einfach auszublenden.Oft habe ich mich hin und her gewälzt im Bett und auch einige Male geweint,bis ich dann aufstehen musste und mich erbrach.Meistens so 2-4 Mal am Tag.Im Schnitt aber nur so 3 mal.Das war über die Jahre bis dann zur achten Klasse wo es schlussendlich nachließ noch auszuhalten.Aber je älter ich wurde desto mehr Kreislaufprobleme bekam ich,ich hatte keine Kraft mehr in den Beinen und konnte nur schwer gerade aus laufen,die Atembeschwerden machten mir es sehr schwer Luft zu holen und auch zu reden (Manchmal kam ich mir vor wie ein Idiot wenn ich redete),das singe was ich so gerne tat viel mir bei Auftritten zunehmend schwieriger und einmal musste ich auch nachhause gefahren werden weil ich es auf der Bühne dank Atemnot und mit der Angst gleich umzufallen dadurch das mich so drehte gleich umzufallen.Ich habe sehr viel Sport in meiner Freizeit gemacht und konnte mich sogar im Sportunterricht durchboxen eine zeitlang ohne Befreiung und war trotzdessen von der Leistung und von meiner inneren Freude her gut in diesem Fach.Dennoch aber plagten mich in der Zeit trotzdessen Kreislaufproblemme,Herzrasen,Schluckbeschwerden,Kraftlosigkeit(die finde ich so das schlimmste von allem mit ist),Ungeschicklichkeit(Und die zudem daraus folgenede Tollpatschigkeit und das Auslachen von anderen Leuten),depressive Phasen,Wortfindungsstörungen,Konzentrationsstörungen,Luft im Bauch(Reizdarmsyndrom),Kieferschmerzen,brennede Wirbelsäule,brennende Schultern,Schlaftstörungen obwohl ich vorher am Tag noch erschöpft war.

    Und das schlimmste von allem die Leute von außen die einen mit „Memose“,“Weichei“ betiteln.Die einen für komisch,psysich einfach komplett gestört halten.Die alten Leute die meinen das ich ja zu viel da sitzen und mich zu wenig bewege.
    Ehrlich ich bin enttäuscht von all diesen Menschen.
    Es macht mich wütend und zereist mir das Herz.
    Ich kann verstehen das so viel bei dieser Krankheit keinen Ausweg mehr sehen und sich umbringen wollen.Kann ich aus eigener Erfahrung vollkommen verstehen.
    Umso trauriger ist es daher,das man nie wirklich ernst genommen wird.
    Meine Mutter wird zum Beispiel auch nicht wirklich ernst genommen bei der man die Krankheit schon längst diagnostiziert hat.Ja sie hat ihre EU- Rente jetzt nach vielen vielen Jahren Arbeit als Heilerziehungspflegerin.Aber trotz dessen muss sie immer wieder zu einem Arzt gehen und ihm unter Beweis stellen das sie schwer krank ist.Tut mir leid das so zusagen aber wieso nimmt man einen Menschen nicht ernst der so sehr leidet Tag für Tag auf das Neue?Wieso bekommen die Ärzte es denn nicht mal hin mehr über diese Krankheit heraus zu finden und nicht immer nur alle Patienten als „Memosen“ da stehen zu lassen?Wir leben in einer Zeit wo wir immer mehr Leistung er bringen sollen und uns verbessern sollen,aber wieso wird dann all jenen nicht geholfen die nicht dem ganzen Druck und Stress aufgrund ihrer Erkrankung die sie einschränkt nicht richtig nachkommen können?Wieso?

    Ich mag erst 15 Jahre alt sein.Doch eins weiß ich Deutschland ist definitiv kein Land das wirklich wertvoll in meinen Augen erscheint.Im Gegenteil…

Dein Kommentar:
« Sonnenstich
» Syphilis