Symptome und Anzeichen der Frühsommer-Meningoenzephalitis
FSME

Zecken übertragen FSME

Zecken übertragen FSME (Foto: macro lens | Shutterstock)

FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) ist eine durch Zecken übertragene Virus-Erkrankung. Das FSME-Virus löst bei den meisten Patienten keine Symptome aus, so dass sie die Infektion nicht bemerken. Ein Teil der Patienten klagt über Allgemeinsymptome, die denen einer Grippe ähneln.

FSME kann aber auch eine gefährliche Entzündung des Gehirn und der Hirnhäute auslösen. Gegen FSME ist eine Schutzimpfung verfügbar, die in Endemiegebiete empfohlen wird. Grundsätzlich empfiehlt sich nach Waldbesuchen ein Absuchen des Körpers auf Zecken und ggf. die Entfernung dieser. In Deutschland gelten vor allem Bayern und Baden-Würtemberg als Risikogebiete für FSME.

Wer eine FSME-Infektion überstanden hat, ist lebenslang immun. Nachgewiesene Infektionen sind in Deutschland meldepflichtig.

FSME Symptome

Die typischen Anzeichen der Frühsommer-Meningoenzephalitis
Fieber
Kopfschmerzen
Gliederschmerzen
ausgeprägtes Krankheitsgefühl
Übelkeit
Erbrechen
Lähmungen
Bewusstseinsstörungen
Rückenschmerzen
Nackenschmerzen
Schwindel
Schwäche
Abgeschlagenheit
Schluckstörungen
Sprachstörungen
Bauchschmerzen
steifer Nacken
Gleichgewichtsstörungen
Atembeschwerden
Störungen des Herzrhythmus
Psychosen
Lichtempfindlichkeit
Durchfall
Muskelschmerzen

FSME-Viren attackieren Nervenzellen

FSME-Viren attackieren Nervenzellen (Abb.: Ralwel | Shutterstock)

Nach einer Inkubationszeit – also der Zeit zwischen der Infektion und dem Auftreten erster Symptome – von zwei bis zwanzig Tagen zeigen etwa 10 – 30 Prozent der Infizierten typische Grippe-Symptome. Rund 70 Prozent dieser Patienten erleben nach dem Abklingen der Symptome einen zweiten Ausbruch. Etwa die Hälfte dieser Patienten erleiden eine Hirnhautentzündung, 40 Prozent eine Hirnentzündung. Zwischen 10 und 30 Prozent der symptomhaft erkrankten Patienten erleiden dauerhafte Schäden des Nervensystems. Rund 1 Prozent der symptomatisch Erkrankten verstirbt an der Infektion.

Was tun?

Wer den Verdacht hat, unter einer Infektion mit FSME zu leiden, sollte einen Arzt aufsuchen. Der Hausarzt bzw. Allgemeinmediziner ist die richtige erste Anlaufstelle.

Auch wenn derzeit gegen FSME keine ursächliche Behandlung verfügbar ist, können die Symptome gelindert und die Folgeerkrankungen therapiert werden.

Patientenerfahrungen?

Dipl.-W.Inf. Sebastian Fiebiger
Medizinjournalist

Hast Du den Verdacht, dass Du unter FSME leidest? Warum? Welche Symptome kannst Du an Dir beobachten? Warst Du schon beim Arzt? Beim Spezialisten? Welche Untersuchungen hat der veranlasst? Wie waren die Ergebnisse? Wirst Du bereits behandelt? Wie? Hast Du Tipps oder Ratschläge für andere FSME-Betroffene? Weißt Du etwas über FSME, das hier fehlt?

Schreib uns Deine Erfahrungen, Ergänzungen und Fragen – direkt unter diesem Artikel, in den Kommentaren. Du hilfst damit auch anderen Betroffenen.

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