Krankheiten
Gallensteine

Gallensteine

Gallensteine (Foto: kerale | Shutterstock)

Gallensteine (medizinische Bezeichnung: Cholelithiasis) sind kristalline Ablagerungen in der Gallenblase, den Gallengängen und den Gallenwegen – den abführenden Gängen von Gallenblase zum Darm.

Ursachen & Risikofaktoren

Die Auskristallisierung von Gallenflüssigkeit entsteht, wenn die Zusammensetzung von Cholesterin und Eiweißen im falschen Verhältnis steht. Dies führt zur Verklumpung mit den oftmals spitzen Gallensteinen. Diese kleinen bis Gallenblasen großen Steine sind meist die Hauptursache für alle weiteren Erkrankungen der Gallenblase und ihrer Abgänge.

Die Gallenflüssigkeit eines gesunden Menschen steht aus Wasser. Die ebenfalls enthaltene Gallensäure sorgt die die Lösung des Cholesterins. Sinkt der Säuregehalt der Flüssigkeit oder steigt der Cholesterin-Gehalt, kann die Lösung nicht aufrecht erhalten werden und es bilden sich Mikrokristalle. Diese können sich zu Steinen ausbilden.

Risikofaktoren:

Das Risiko, Gallensteine zu bekommen, steigt mit dem Vorliegen folgender Risikofaktoren:

  • genetische Disposition
  • Übergewicht / Adipositas
  • weibliches Geschlecht
  • hohes Lebensalter
  • cholesterinreiche Ernährung
  • ballaststoffarme Kost

Verbreitung

In Deutschland leiden mehr als fünfzehn Prozent der Frauen und halb so viele Männer an Gallensteinen. Ursache sind meist Übergewicht und erhöhte Cholesterinwerte. Da Gallensteine unterschiedlich groß sind, werden sie von vielen Betroffenen gar nicht bemerkt. Manchmal kommt es zu einem plötzlichen Schmerz, wenn sich einer der Steine löst und wandert. Das herausragende Symptom ist der heftige, rechtsseitige Oberbauchschmerz begleitet von Übelkeit und teilweise auch Erbrechen.

Behandlung

Gallensteine

Gallensteine (Foto: rob_lan | iStock | Thinkstock)

Die Behandlung hängt von den Beschwerden ab. Bei anhaltenden Koliken werden die Steine operativ entfernt oder durch eine Stoßwellen-Therapie zertrümmert. Bei starken und wiederkehrenden Beschwerden wird die Gallenblase operativ entfernt. Das ist heute minimal-invasiv (Schlüsselloch-Chirurgie) möglich und daher risikoarm.

Bei kleinen Steinen wird der Arzt jedoch erst einmal versuchen, mit Gallensäure-Medikamenten die Steine aufzulösen. Die medikamentöse Auflösung der Gallensteine kann allerdings mehrere Monate in Anspruch nehmen. Sobald die Gallensteine entfernt oder aufgelöst wurden, vergehen auch die Beschwerden. Die medikamentöse Therapie hat leider eine hohe Rückfallquote. Rund 50 Prozent der Patienten entwickeln in den Folgejahren erneut Gallensteine.

Gallensteine, die keine Beschwerden machen (ca. 70 Prozent der Fälle) werden i.d.R. nicht therapiert.

Menschen, die bereits Gallensteine entwickelt haben, wird eine Ernährungsumstellung empfohlen. In deren Fokus steht die Reduzierung von Cholesterin und die eventuelle Reduzierung von starkem Übergewicht. Sie sollten auch fettreiche Mahlzeiten, Rauchen und Alkohol verzichten. Begleitend werden häufig Cholesterin senkende Mittel verordnet. Nach erfolgter Ernährungsumstellung können diese in Absprache mit dem Arzt reduziert oder abgesetzt werden..

Ergänzungen

ANZEIGEN
Kommentieren? 28.04.2017
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading...

Weitere Artikel zum Thema:
Kommentare:
Diskutieren, Fragen & Erfahrungsaustausch:
Zu diesem Beitrag gibt es noch keine Kommentare. Schreib einen!
Dein Kommentar:

« Dammschnitt
» Morbus Crohn Symptome

Trackback-URL: