Symptome, Anzeichen - Was tun? Heilbar?
Hepatitis C

Hepatitis C Infektionen verlaufen oft lange Zeit symptomfrei

Hepatitis C Infektionen verlaufen oft lange Zeit symptomfrei (Foto: Tashatuvango | Shutterstock)

Hepatitis C ist eine Infektionskrankheit der Leber. Sie wird durch das Hepatitis-C-Virus ausgelöst und nimmt in rund 80 Prozent der Fälle einen chronischen Verlauf. Die Übertragung erfolgt durch Kontakt mit infiziertem Blut – z.B. bei Drogensüchtigen, die sich eine Nadel teilen oder bei unhygienischen Tattoos und Piercings.

Auch eine sexuelle Übertragung ist möglich, weshalb Hepatitis C auch als Geschlechtskrankheit gilt. Ebenso ist die Weitergabe von der Mutter an das ungeborene Kind sowie über Bluttransfusionen und Lebertransplantationen möglich. Man schätzt, das in Deutschland rund eine 500.000 Menschen mit Hepatitis C infiziert sind. Ein großer Teil davon, ohne es zu wissen.

Hepatitis C Symptome

Die typischen Anzeichen für Hepatitis C
chronische Müdigkeit
Abgeschlagenheit
verminderte Leistungsfähigkeit
Muskelschmerzen
Gelenkschmerzen
Fieber
Konzentrationsstörungen
Erbrechen
Appetitverlust
ungewollter Gewichtsverlust
Abneigung gegen bestimmte Lebensmittel
Druckschmerz im Oberbauch
Übelkeit
Gelbfärbung der Haut
Gelbfärbung des Augenweißes
sehr heller oder farbloser Stuhl
dunkler Urin
Juckreiz der Haut
trockene Haut
Grippesymptome
erhöhte Leberenzyme

Eine Hepatitis C Infektion verläuft in den allermeisten Fälle ohne spezifische Symptome und wird von den Betroffenen nicht bemerkt. Ein Bluttest ist die einzige, sichere Möglichkeit einer Diagnosestellung.

Was tun?

Lage der Leber im menschlichen Körper

Lage der Leber im menschlichen Körper (Abbildung: Nerthuz | Shutterstock)

Wer den Verdacht hat, unter Hepatitis C zu leiden, sollte unbedingt einen Arzt aufsuchen. Als erste Anlaufstelle empfiehlt sich der Hausarzt oder Allgemeinmediziner, der ggf. an Spezialisten wie Hepatologen weiterverweisen kann.

Hepatitis C ist heute in vielen Fällen behandelbar. Je nach Virustyp sind eine vollständige Heilung, ein Stillstand der Progression oder eine Verzögerung des Krankheitsverlaufs möglich. Unbehandelt droht eine Leberzirrhose, Leberkrebs und der Untergang des Organs.

Die Infektion ist durch einen Bluttest nachweisbar.

Behandlung

Therapie bis etwa 2013

Hepatitis C wurde i.d.R. mit Ribavirin und Interferon alpha behandelt. Ribavirin ist ein Virostatikum, das direkt gegen das Hepatitis-C-Virus wirkt. Interferon alpha ist ein körpereigenes Protein aus 166 Aminosäuren, das antiviral wirksam ist und die Vermehrung der Hepatitis-C-Viren hemmt. Während der Therapie werden die leber-spezifischen Blutwerte überwacht.

Therapie seit etwa 2014

Inzwischen sind zahlreiche Medikamente zugelassen, die direkt gegen das Virus wirken. Im Rahmen einer Therapie werden meist mehrere Wirkstoffe kombiniert. Die modernen Hepatitis-C-Medikamente sind deutlich wirksamer als die bisherige Standardtherapie. Auch das Nebenwirkungsprofil ist wesentlich günstiger.

Prognose – Ist Hepatitis C heilbar?

Das Risiko, dass eine Hepatitis-C-Infektion chronifiziert, ist sehr hoch. (ca. 85%) Der Erfolg der Therapie hängt stark vom Behandlungsbeginn und der sonstigen körperlichen Konstitution des Patienten ab.

Aufgrund neu-entwickelter Medikamente ist Hepatitis C heute in vielen Fällen heilbar. Nach einer mehrwöchigen Therapie ist das Virus dann im Blut nicht mehr nachweisbar.

Inkubationszeit

Die Hepatitis C hat eine Inkubationszeit von 20-70 Tagen.

Impfung

Eine Schutzimpfung, die zuverlässig vor einer Hepatitis C Infektion schützt, ist derzeit (Stand 2018) nicht verfügbar.

Patientenerfahrungen?

Dipl.-W.Inf. Sebastian Fiebiger
Medizinjournalist

Hast Du den Verdacht, dass Du unter Hepatitis C leidest? Warum? Welche Symptome kannst Du an Dir beobachten? Warst Du schon beim Arzt? Beim Spezialisten? Welche Untersuchungen hat der veranlasst? Wie waren die Ergebnisse? Wirst Du bereits behandelt? Wie erfolgreich ist die Therapie? Hast Du Tipps oder Ratschläge für andere Betroffene? Weißt Du etwas über Hepatitis C, das hier fehlt?

Schreib uns Deine Erfahrungen, Ergänzungen und Fragen – direkt unter diesem Artikel, in den Kommentaren. Du hilfst damit auch anderen Betroffenen.

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