Symptome, Inkubationszeit der Kinderkrankheit
Keuchhusten

Keuchhusten Symptome

Stakkatoartige Hustenanfälle sind das Leitsymptom von Keuchhusten (Foto: Ilike | Shutterstock)

Keuchhusten (medizinisch: Pertussis / im Volksmund auch 100-Tage-Husten) ist eine hoch-ansteckende Infektionskrankheit, die durch das Bakterium Bordetella pertussis hervorgerufen wird. Vor allem bei Säuglingen kann die Krankheit einen tödlichen Verlauf nehmen.

Weltweit treten jährlich etwa 15-20 Millionen Neuinfektionen auf, davon denen etwa 300.000 zum Tod des Infizierten führen. Auch wenn Keuchhusten in Deutschland deutlich seltener als in Entwicklungsländern auftritt und die Impfschutzrate der Bevölkerung rund 95 Prozent beträgt, rechnet man hierzulande mit rund 100.000 Neuinfektionen pro Jahr.

Keuchhusten Symptome

Nach einer symptomfreien Inkubationszeit von ein bis zwei Wochen durchläuft der Keuchhusten drei Stadien, die von unterschiedlicher Symptomatik geprägt sind:

1. Stadium (1-2 Wochen)

Symptome des 1. Keuchhustenstadiums
grippeähnliche Symptome
Reizhusten
Fieber
Schnupfen
Niesen
Halsschmerzen
Müdigkeit
Abgeschlagenheit
Heiserkeit
entzündete Bindehäute

2. Stadium (2-6 Wochen)

Symptome des 2. Keuchhustenstadiums
stakkatoartige Hustenanfälle mit herausgestrekter Zunge
juchzendes Einatmen nach dem Hustenanfall
glasiger Hustenschleim
Würgen
Erbrechen
Kribbeln im Hals
Gefühl beim Husten zu Ersticken
keuchende Atmung
Kopfschmerzen
Beschwerden nachts ausgeprägter
Appetitlosigkeit
Schwächung
geschwollenes Gesicht

3. Stadium (3-10 Wochen)

Symptome des 3. Keuchhustenstadiums
Abnahme der Häufigkeit der Hustenattacken
eventuell: Zunahme der Schwere der Hustenattacken
allgemein: langsames Abklingen der Symptome

Säuglinge: Bei Säuglingen äußert sich der Keuchhusten häufig durch kurze Atemstillstände anstatt der Hustenattacken.

Was tun?

Keuchhusten Impfung

Gegen Keuchhusten ist eine Schutzimpfung verfügbar (Foto: fifoprod | Shutterstock)

Wer den Verdacht hat, unter Keuchhusten zu leiden, sollte unbedingt einen Arzt aufsuchen. Rufen Sie die Praxis aber vorab an, damit Schutzmaßnahmen gegen eine Übertragung vorgenommen werden können. Keuchhusten ist hoch-infektiös.

Der Arzt kann die Verdachtsdiagnose durch einen Abstrich aus dem Rachen bestätigen. Keuchhusten wird mit Antibiotika therapiert. Wobei die Therapie umso effektiver ist, je eher sie begonnen wird. Im späteren Verlauf der Erkrankung wirkt sie allenfalls noch verkürzend.

Die ärztliche Therapie ist aber vor allem wichtig, um folgenschwere Komplikationen wie Lungenentzündung, Krampfanfälle und Enzephalopathien zu verhindern oder zumindest adäquat behandeln zu können.

Erreger und Ansteckung

Erreger: Bordetella pertussis

Keuchhusten wird von Bakterien vom Typ Bordetellen ausgelöst und i.d.R. über eine Tröpfcheninfektion weitergegeben.

Inkubationszeit

Die Inkubationszeit von Keuchhusten – also die Zeit zwischen der Infektion und dem Auftreten erster Symptome beträgt 7 – 20 Tage.

Dipl.-W.Inf. Sebastian Fiebiger
Medizinjournalist

Hast Du den Verdacht, dass Du unter Keuchhusten leidest? Warum? Welche Symptome kannst Du an Dir beobachten? Warst Du schon beim Arzt? Welche Untersuchungen hat der veranlasst? Wie waren die Ergebnisse? Wirst Du bereits behandelt? Wie erfolgreich ist die Therapie? Hast Du Tipps oder Ratschläge für andere Keuchusten-Patienten? Weißt Du etwas über Pertussis, das hier fehlt?

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  • 🕝 Melanie

    Ich hatte eine leichte Kieferhöhlenentzündung und eine leichte Mittelohrentzündung. Das könnte meine Müdigkeit, Abgeschlagenheit und das ich keine Luft beim Trepoen steigen bekam nicht erklären. Dann kam noch extremer Schwindel dazu und allgemeines Unwohlsein. Trotz Kortisoltherspie ging es mir immer schlechter. Dann schwoll mein Gesicht stark an und die Lymphknoten im Hals- und Nackenbereich. Ausschlag bekam ich auch, aber das kam eher vom Kortisol. Erst ein Abstrich und Blutabnahme brachte die Gewissheit. Ich habe Keuchhusten. Aber ich habe und hatte keinen Husten. Daher würde die Infektion erst nach einigen Wichen erkannt. Wer hat auch diese Ergahrung gemacht ?

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