Symptome und Anzeichen des malignen Lymphoms
Lymphdrüsenkrebs

Geschwollene Lymphknoten sind nur eines der möglichen Symptome von Lymphdrüsenkrebs

Geschwollene Lymphknoten sind nur eines der möglichen Symptome von Lymphdrüsenkrebs (Foto: Alexander Raths | Shutterstock)

Als Lymphdrüsenkrebs (medizinisch: malignes Lymphom) werden bösartige Tumorerkrankungen des Lymphsystems bezeichnet. Mit rund 15.000 Neuerkrankungen pro Jahr gehört der Lymphdrüsenkrebs in Deutschland zu den zehn häufigsten Krebserkrankungen.

Lymphdrüsenkrebs ist eine typische Alterserkrankung. Das Durchschnittsalter der Patienten liegt bei Diagnosestellung zwischen 67 und 70 Jahren. Als Risikofaktoren gelten Schwächungen des Immunsystems (u.a. auch durch AIDS/HIV) und chronische Viruserkrankungen (wie Hepatitis B und C sowie das Epstein-Barr-Virus).

Lymphdrüsenkrebs Symptome

Lage der Lymphknoten im menschlichen Körper

Lage der Lymphknoten im menschlichen Körper (Foto: Alila Medical Media | Shutterstock)

Die typischen Anzeichen des malignen Lymphoms
geschwollene Lymphknoten
Fieber
Nachtschweiß
ungewollter Gewichtsverlust
Appetitverlust
chronische Müdigkeit
Abgeschlagenheit
verminderte körperliche Leistungsfähigkeit
Schmerzen der Lymphknoten (vor allem nach Alkoholgenuss)
Schwäche
Juckreiz am ganzen Körper
Bauchschwellung
erhöhte Infektanfälligkeit
Halsschmerzen
Gliederschmerzen
Kopfschmerzen
grippeartige Symptomatik
chronischer Husten

Was tun?

Lymphknoten - schematischer Aufbau

Lymphknoten – schematischer Aufbau (Abb. Alila Medical Media | Shutterstock)

Wenn Sie den Verdacht haben, unter Lymphdrüsenkrebs zu leiden, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen. Erste Anlaufstelle ist i.d.R. der Hausarzt oder Allgemeinmediziner, der ggf. an Spezialisten weiterverweisen kann. Eine Diagnose der Erkrankung in einem frühen Stadium verbessert ganz entscheidend die Heilungschancen. Patienten mit verdächtigen Symptomen sollten also nicht „erstmal abwarten“, sondern zügig ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Bei der Behandlung von Lymphdrüsenkrebs kommt der klassische Dreiklang aus Operation, Strahlentherapie und Chemotherapie zum Einsatz. Bei bestimmten Tumorarten wird inzwischen auch die Antikörpertherapie eingesetzt. Auch eine Knochenmarktransplantation ist eine Behandlungsoption für bestimmte Lymphome.

Die Prognose hängt entscheidend von Stadium der Erkrankung, dem Allgemeinzustand des Patienten und der konkreten Tumorart ab. Allgemeine Aussagen lassen sich dazu nicht treffen. Einige Lymphome wachsen auch so langsam, dass man sie zunächst einfach nur beobachtet. Insgesamt verstirbt rund ein Drittel der Lymphdrüsenkrebs-Patienten innerhalb von fünf Jahren. Wobei sich diese Rate durch verbesserte Behandlungsmethoden positiv entwickelt. Bei einer speziellen Form des Lymphdrüsenkrebs (Morbus Hodgkin) sind die Heilungschancen besser und liegen im Bereich von 90 bis 95 Prozent.

Patientenerfahrungen?

Dipl.-W.Inf. Sebastian Fiebiger
Medizinjournalist

Hast Du den Verdacht, dass Du unter Lymphdrüsenkrebs leidest? Warum? Welche Symptome kannst Du an Dir beobachten? Warst Du schon beim Arzt? Beim Spezialisten? Welche Untersuchungen hat der veranlasst? Wie waren die Ergebnisse? Wirst Du bereits behandelt? Wie erfolgreich ist die Therapie? Hast Du Tipps oder Ratschläge für andere Lymphom-Patienten? Weißt Du etwas über Lymphdrüsenkrebs, das hier fehlt?

Schreib uns Deine Erfahrungen, Ergänzungen und Fragen – direkt unter diesem Artikel, in den Kommentaren. Du hilfst damit auch anderen Betroffenen.

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  • 🕝 Sally

    Liebes Team,

    Ich habe seit einigen Wochen einen circa 2 cm großen lymphknoten am Hals entdeckt. Dieser ist zwar nicht mit freiem Auge sichtbar, aber tastbar. Er schmerzt nicht. ich hatte auch ständig Infekte im letzten halben Jahres (habe aber auch sehr viel gearbeitet). Habe ab und zu erhöhte Temperatur (um die 37,3 Grad). Ein ct der Nasennebenhöhlen wurde vor 3 Monaten gemacht, ohne Befund.

    Ist es möglich dass ich an Lymphdrüsen Krebs leide?

    Soll ich mich an einen Internisten wenden?

    Lg

  • 🕝 Anonymous

    Wenn Lymphknotenschwellungen über mehrere Wochen nicht zurückgehen, solltest Du das auf jeden Fall mit einem Arzt besprechen. Der Hausarzt ist eine gute Anlaufstelle dafür.

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