Ursachen, Verbreitung & Behandlung
Magengeschwür

Magengeschwür

Magengeschwüre gehören zu den häufigen chronischen Erkrankungen des Magens (Foto: Syda Productions | Shutterstock)

Ulcus ventriculi ist der medizinische Fachausdruck für das Magengeschwür. Ein Geschwür (Ulcus) ist eine örtlich begrenzte, tief liegende Zerstörung von Haut oder Schleimhaut. Bei einem Magengeschwür ist das Gewebe bis in die Muskelschicht hinein geschädigt. Am häufigsten betroffen sind die Bereiche an der kleinen Magenkrümmung und der Magenhöhle nahe des Magenausgangs.

Die häufigsten Warnzeichen für ein Magengeschwür sind Schmerzen im Oberbauch – vor allem nach dem Essen – sowie Übelkeit, Sodbrennen, Erbrechen und Stuhlunregelmäßigkeiten.

Entstehung eines Magengeschwürs

Entstehung eines Magengeschwürs (Abb.: designua | Bigstock)

Verbreitung

Magengeschwüre sind mit rund 50 Neuerkrankungen je 100.000 Einwohner pro Jahr in Deutschland eine relativ häufige Erkrankung. Männer und Frauen sind etwa gleich häufig betroffen.

Ursachen

Oft entwickelt sich ein Magengeschwür aus einer chronischen Magenschleimhautentzündung (Gastritis), für die wiederum in den meisten Fällen ein Befall mit dem Bakterium Helicobacter pylori ursächlich ist. Allerdings zeigt die Hälfte der gesunden Menschen ebenfalls eine Besiedelung mit Helicobacter. Die Magenschleimhaut bei den Erkrankten ist demnach durch physische, psychische, medikamentöse, immunologische oder genetische Einflüsse nicht in der Lage, sich gegen das Bakterium zur Wehr zu setzen.

Schematische Darstellung eines Magengeschwürs

Schematische Darstellung eines Magengeschwürs – Lage im Magen (Foto: rob3000 | Bigstock)

Risikofaktoren

  • Helicobacter pylori Infektion
  • Einnahme von Schmerz- und Entzündungshemmern wie Aspirin, Ibuprofen, Diclofenac
  • Kortison-Therapie
  • Rauchen
  • Blutgruppe 0
  • Stress
  • Depressionen
  • Alkoholkonsum
  • Kaffeekonsum
  • hohes Lebensalter

Folgen

Als Komplikationen können sich aus einem Ulcus ventriculi ein Magendurchbruch, eine Beschädigung der Blutgefäße und Magenkrebs entwickeln.

Behandlung

Erstaunlich oft heilt ein Magengeschwür, bei Veränderungen in der Lebensweise oder Medikation von selbst. Die ärztliche Therapie besteht aus einer 3-fachen Medikamentengabe: Säurehemmer plus zwei verschiedene Antibiotika gegen Helicobacter pylori.

med. Bezeichnungen: Magenulkus (lateinisch Ulcus ventriculi), peptisches Geschwür (lateinisch Ulcus pepticum).

Zusammenfassung

Das Magengeschwür ist eine häufige Erkrankung. Es handelt sich dabei um einen Defekt in der Magenschleimhaut. Die ausgelösten Beschwerden können vielfältig sein und sind nicht immer sofort auf ihre Ursache zurückführbar. Das typischste Symptom bei einem Magengeschwür ist ein deutlicher Schmerz in der Magenregion. Dieser Schmerz verstärkt sich häufig vor allem dann, wenn Nahrung aufgenommen wird. Der Schmerz wird entweder als drückend und dumpf oder als brennend empfunden. Als Hauptursache des Magengeschwürs gilt ein Befall der Magenschleimhaut mit dem Bakterium Helicobacter pylori.

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Patientenerfahrungen?

Sebastian Fiebiger: Leidest Du unter einem Magengeschwür oder hast Du den Verdacht, dass Du eines hast? Was hast Du bereits unternommen? Bei welchen Ärzten warst Du? Was wurde untersucht? Wie wurde behandelt? War die Behandlung erfolgreich?

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