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Häufigkeit, Studien und Risiken
Magnesiummangel

Nach medizinwissenschaftlichen Standards erstellt und geprüft. [Hinweise]

Magnesiummangel

Magnesiummangel lässt sich die ein Blutuntersuchung feststellen (Foto: science photo | Shutterstock)

Was man unbedingt über Magnesiummangel wissen muss: Welche Symptome auftreten, was man essen sollte und welche Ursachen hinter dem Mangel stecken können.

ICD-10: E61.2 Magnesiummangel

Ärztliche Anlaufstellen: Hausarzt, Allgemeinmediziner, Internist

Lesezeit: 9 Minuten

Von einem Magnesiummangel (medizinisch: Hypomagnesiämie) spricht man, wenn der Magnesiumspiegel im Blut unter 1,75 mg/dl bzw. 0,7 mmol/l liegt. Da Magnesium nicht vom Körper produziert werden kann, muss es von außen, mit der Nahrung aufgenommen werden. Bei einer Unterversorgung mit Magenesium sollten unbedingt die Hintergründe abgeklopft werden.

Neben einer Mangelernährung kann hinter dem Mangel nämlich auch eine ernsthafte Erkrankung stecken – eine chronische Darmentzündung (Morbus Crohn) oder eine Schildrüstenfunktionsstörung zum Beispiel. Auch bestimmte Medikamente (z.B. zur Entwässerung wie Furosemid, Acetazolamid, Bumetanid) können einen Magnesiummangel verursachen.

Diese Lebensmittel enthalten Magnesium:
lebensmittel-magnesium

Auftreten & Häufigkeit

Magnesiummangel tritt auch in der westlichen Bevölkerung relativ häufig auf. Studien zufolge sind 10 bis 20 Prozent der Bevölkerung in Bezug auf den Mineralstoff unterversorgt. Die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfohlene Magnesiumaufnahme erreichen rund 40 Prozent der Bevölkerung nicht. Als Ursache für die zu geringe Aufnahme von Magnesium über die Nahrung wird die Auslaugung der Böden und der damit einhergehende geringere Magnesiumgehalt von tierischer und pflanzlicher Nahrung gesehen.

Die Regelungsmechanismen des menschlichen Körpers sorgen allerdings dafür, dass nur ein Teil der Patienten Mangelerscheinungen aufweist.

Die Symptome des Magnesiummangels sind oft unspezifisch

Die Symptome des Magnesiummangels sind oft unspezifisch (Foto: luchschen | Shutterstock)

Ein dauerhafter Mangel an Magnesium ist schädlich für die menschliche Gesundheit. Lernen Sie die wichtigsten Symptome kennen, die helfen einen Magnesiummangel zu erkennen. Magnesium ist für verschiedene Funktionen im Körper zuständig. Ein Mangel an Magnesium entsteht meist durch Mangelernährung, ist die Begleiterscheinung anderer Erkrankungen oder tritt in der Schwangerschaft auf. Der zu niedrige Magnesiumspiegel im Blut führt daher zu vielerlei Symptomen. Das eindeutigste sind Muskelkrämpfe. Wer unter Magnesiummangel, der auch tetanisches Syndrom genannt wird, leidet, zeigt oft gleich mehrere der folgenden Anzeichen.

Magnesium und der menschliche Organismus

Magnesium ist ein lebenswichtiges Mineral, das im Körper viele Funktionen erfüllt. Dementsprechend kann ein Magnesiummangel zu – teilweise massiven – gesundheitlichen Störungen führen. Mit einer ausgewogenen und vielseitigen Ernährung lässt sich das Problem jedoch in der Regel beheben.

Magnesium – ein lebenswichtiges Mineral

Magnesium findet sich im Körper vor allem in den Knochen und im Bindegewebe. Es ist wichtig für den Knochenaufbau, das Nervensystem und zahlreiche Stoffwechselvorgänge. Ein Magnesiummangel kann sich daher auf vielfältige Weise auswirken: Typische Symptome sind häufig auftretende Muskelkrämpfe, Zittern und Schwindelanfälle. Bei chronischem Magnesiummangel können langfristig auch gravierendere Folgen wie Herzrhythmusstörungen, Schädigungen der Gefäßwände, Darm- und Speiseröhrenkrämpfe auftreten.

Magnesiummangel kann viele Gründe haben

Der Tagesbedarf an Magnesium liegt bei mindestens 300 Milligramm. Normalerweise kann der Magnesiumbedarf durch eine vollwertige, abwechslungsreiche Ernährung problemlos gedeckt werden. Magnesiummangel ist deshalb meist eine Folge ungesunder Ernährung. Allerdings kann die Aufnahme von Magnesium aus der Nahrung durch verschiedene Faktoren reduziert werden. Dazu zählen vor allem Alkohol, Konservierungsstoffe und ein zu hoher Anteil an Fett, Calzium und Ballaststoffen in der Ernährung. Auch viele Arzneimittel wie zum Beispiel Asthmamittel oder hormonelle Verhütungsmittel erschweren die Resorption von Magnesium im Körper. Ein Magnesiummangel kann auch auftreten, wenn der Körper das Mineral vermehrt ausscheidet. Das ist zum Beispiel bei Nierenerkrankungen und chronischen Durchfällen der Fall. Einen erhöhten Magnesiumbedarf haben vor allem Sporttreibende und Stillende.

Gesunde Ernährung hilft fast immer

Wer an Magnesiummangel leidet, sollte seine Ernährung umstellen. Die besten Magnesiumlieferanten sind Vollkornprodukte, Nüsse, Hülsenfrüchte und Bananen. Aber auch Geflügel, Seefisch, Blattgemüse, Beerenobst sowie Milch und Milchprodukte enthalten viel Magnesium. Damit lässt sich schon ein recht abwechslungsreicher Speiseplan zusammenstellen. Auch sollten Beilagen wie Kartoffeln und Nudeln in der täglichen Ernährung nicht fehlen, denn sie enthalten viele Kohlenhydrate, die wiederum die Aufnahme von Magnesium im Körper fördern. Allzu fettige Speisen sollten dagegen gemieden werden. Außerdem empfiehlt es sich, täglich zwei bis drei Liter Mineralwasser mit einem hohen Magnesiumgehalt zu trinken. Dabei lohnt es sich, beim Kauf von Mineralwasser einen Blick auf das Etikett zu werfen; der Magnesiumgehalt ist dort angegeben.

Magnesiummangel Symptome

Typische Beschwerden, die bei einer Unterversorgung des Organismus mit Magnesium auftreten:

Die typischen Anzeigen eines Magnesiummangels
Muskelkrämpfe (vor allem in den Beinen / Oberschenkeln / Wadenkrämpfe)
Zittern
Taubheitsgefühle oder Kribbeln in Händen und Füßen
innere Unruhe, Reizbarkeit, Nervosität
Darmkrämpfe, Verdauungsbeschwerden
schnelle Erschöpfung, Müdigkeit
Kopfschmerzen, Geräuschempfindlichkeit
Depressionen, Nachdenklichkeit, Grübelei
Verwirrtheit
Konzentrationsstörungen
Empfindungsstörungen (Kälte, Wärme)
gesteigerte Geräuschempfindlichkeit
Herz – Kreislaufstörungen (Herzrasen, deutlich spürbarer Herzschlag, Herzschwäche, Herzrhythmusstörungen)
Durchblutungsstörungen
kalte Füße
Schwächegefühl
Bauchschmerzen
Rückenschmerzen
gesteigertes Schlafbedürfnis
Augenlidzucken, Lidflattern, Lickzucken
Schlafstörungen
Schwindel
Verspannungen der Muskeln
unwillkürliche Muskelzuckungen
Abgeschlagenheit
verringerte Leistungsfähigkeit
Herzrhythmusstörungen
hoher Blutdruck
ungeklärter Gewichtsverlust
verstärktes Schwitzen
häufige Entzündungen der Haut
verstärkte Bildung feiner Gesichtsfalten
Verstopfung
Augenflimmern
Haarausfall
Heißhunger
Benommenheit
Blähungen
brüchige Fingernägel
Herzstolpern

ANZEIGEN

Häufig treten mehrere der Beschwerden gleichzeit auf, was als Magnesiummangelsyndrom (med.: Hypomagnesiämiesyndrom / tetanisches Syndrom) bezeichnet wird.

Diese Lebensmittel enthalten Magnesium:
lebensmittel-magnesium

Kalium & Magnesium

Ein niedriger Magnesiumspiegel wird oft im Zusammenhang mit einem Kaliummangel beobachtet. Inzwischen gibt es deshalb im Handel auch Kalium-Magnesiumpräparate. Ein Kaliummangel sollte aber immer ärztlich abgeklärt werden, da er schnell lebensbedrohlich wird.

Magnesiummangel & Diabetes

Magnesiummangel steht im Verdacht, die Entstehung einer diabetische Erkrankungen zu begünstigen. Auch bei bestehender Zuckerkrankheit verschlechtert ein geringer Magnesiumspiegel den Zuckerhaushalt. Schlecht eingestellte Diabetiker mit zu hohem Blutzuckerspiegel entwickeln häufig einen Magnesiummangel in Folge der erhöhten Nierenaktivität zur Ausscheidung des Zuckers. Wadenkrämpfe sollten also von Diabetikern immer als Warnzeichen verstanden werden.

Risiken

Ein latenter Magnesiummangel erhöht das Risiko für einen Schlaganfall. Auch das Risiko für einen plötzlichen Herztod ist unter einem Mangel an Magnesium erhöht. Bei Säuglingen und Kleinkindern kann Magnesiummangel Entwicklungsstörungen begünstigen und die Infektanfälligkeit erhöhen.

Magnesiummangel und Haut

Auch auf das Hautbild kann ein Mangel an Magnesium negative Auswirkungen haben. So wird Magnesium für die Regenerationsprozesse der Haut benötigt und spielt als Radikalfänger eine wichtige Rolle. Magnesiummangel beschleunigt die Hautalterung und begünstigt die Bild feiner Gesichtsfalten.

Außerdem steht Magnesiummangel im Verdacht, diverse Hautkrankheiten – etwa Akne oder Ekzeme – zu fördern. Magnesium hemmt Entzündungen und beugt somit insbesondere bakteriellen Hautinfektionen vor.

Durchfall durch Magnesium

Magnesium weicht in hohen Dosen den Stuhl auf. Das ist bei Patienten, die zusätzlich an Verstopfungen leiden, ein gewünschter Nebeneffekt. Wer aber eine normale Stuhlkonsistenz hat, kann unter Magnesiumgabe zum Durchfall neigen.

Tritt anhaltender Durchfall auf, sollte die Magnesiumdosis über den Tag verteilt eingenommen oder reduziert werden.

Naturheilkunde

In der Naturheilkunde herrscht eine Kontroverse darüber, ob ein Magnesiumdefizit ausgeglichen werden sollte. Während einige Vertreter der Szene eine künstliche Zufuhr von Mineralien befürworten, lehnen andere diese grundsätzlich ab. Die Naturheilkunde setzt u.a. Schüsslersalze ein, um Muskelkrämpfe zu therapieren.

Einige Naturheilkundler setzen auch auf Darmreinigung oder Darmspülungen, um die Aufnahme von Magnesium über den Darm zu verbessern. Einen wissenschaftlichen Nachweis für die Wirksamkeit dieser Methoden gibt es bislang nicht. Wir lehnen sie als medizinische Redaktion daher ab.

Was tun? Ärztliche Hilfe

Ärztliche Hilfe – Wer längere Zeit an vermeintlichen Beschwerden des Magnesiummangels leidet, sollte unbedingt einen Mediziner aufsuchen. Zum Einen, um zu klären ob überhaupt eine Unterversorgung vorliegt. Zum Anderen, um die Ursache für das Magnesiumdefizit abzuklären.

Der Arzt kann den Magnesiumspiegel im Blut bestimmen. Das gibt einen ersten Anhaltspunkt in Bezug auf eine zur geringe Versorgung.

Zusätzlich kann ein sogenannter Belastungstest durchgeführt werden. Dazu wird dem Körper künstlich Magnesium zugeführt und gemessen, wie viel davon ausgeschieden wird. Eine hohe Ausscheidung deutet auf leere Speicher und eine Hypomagnesiämie hin. Die Behandlung erfolgt in der Regel mit hochdosierten Magnesiumpräparaten.

Quellen, Links und Updates

Studien

Magnesiummangel & Schlaganfall – eine Meta-Studie kommt zu dem Ergebnis, dass eine hohe Magnesiumaufnahme eine schützende Wirkung in Bezug auf das Schlaganfall-Risiko hat.
Studie | (Studienautoren: Z.-L. Nie1, Z.-M. Wang1, B. Zhou, Z.-P. Tang, S.-K. Wang, 2012)
Magnesiumspiegel & Arteriosklerose: Eine koreanische Studie findet einen Zusammenhang zwischen einem nierigen Magnesiumspiegel und Arteriosklerose. Die Studie basiert allerdings auf koreanischen Probanden, die generell ein vergleichsweise geringes Risiko für diese Erkrankung tragen.
Studie | (Studienautoren: E. Cosaro1, S. Bonafini1, M. Montagnana, E. Danese, M.S. Trettene, P. Minuz, P. Delva, C. Fava, 2014)
Magnesiumtabletten & Blutdruck: Eine italienische Studie wollte ermitteln, welche Auswirkung Magnesiumpräparate auf den Blutdruck haben. Die Studie an jungen Erwachsenen konnte keinen Einfluss feststellen.
Studie | (Studienautoren: E. Cosaro1, S. Bonafini1, M. Montagnana, E. Danese, M.S. Trettene, P. Minuz, P. Delva, C. Fava, 2013)
Hinweis: Wenn Du den Verdacht hast, unter einem akuten Magnesiummangel zu leiden und die Ursache dafür nicht kennst, solltest Du einen Arzt aufsuchen. Eine gesunde, magnesiumhaltige Ernährung ist geeignet, einem Mangel an diesem wichtigen Mineralstoff vorzubeugen. Akute Mangelzustände lassen sich durch bewusstes Essen beseitigen.

Patientenerfahrungen


Medizinjournalist


Leidest Du unter Magnesiummangel?

Wie hat er sich bemerkbar gemacht? Warst Du beim Arzt? Was hat der untersucht? Mit welchem Ergebnis? Wie wirst Du behandelt? Hat die Behandlung Erfolg? Oder wirfst Du Dir einfach Magnesiumtabletten ein? Weißt Du etwas über den Magnesiummangel, das hier noch fehlt?

Schreib uns Deine Erfahrungen, Ergänzungen und Fragen – direkt unter diesem Artikel, in den Kommentaren. Du hilfst damit auch anderen Lesern.

Kommentare:
  • Anonymous

    Jedesmal, wenn ich Eis esse habe ich furchtbare Krämpfe in der Nacht.
    Nach zwei Magnesium-Tabletten geht es mir wieder besser.
    Vor allem esse ich Fruchteis – kein Vanille-Schoko-Nußeis.

  • Biggi

    Ich habe seit August 2014 Schwindelattacken und Hezrasen die ganz plötzlich ohne Vorwarnung aufgetreten sind !

    Es folgte ein Lauf von Arzt zu Arzt und keiner konnte mir helfen !
    Vor drei Wochen ließ ich einen Bericht über Magnesiummangel und besorgte mir sofort

    Hypo -A Magnesium – Calium!
    Seit 2 Wochen habe ich keine Schwindelattacke mehr gehabt und auch kein Herzrasen!

  • Lana

    Ich habe an meinen Beinen so komischen Ausschlag. Kann das auch Magnesiummangel sein? Ich habe nämlich gerade erst wieder mit dem Sport angefangen und noch keine Tabletten gekauft?

  • Sebastian

    Das scheint mir eher unwahrscheinlich. Ausschlag gehört nicht zu den typischen Symptomen.

    Und gerade bei Freizeitläufern halte ich den Hype um Magnesiumpillen auch für übertrieben. Nach 1-2 Laufrunden hat man noch keine Magnesiummangel.

    Mit dem Ausschlag würde ich zum Hautarzt gehen. Der kann Dich in aller Regel schnell beruhigen. Das ist stressfreier, als sich wochenlang Sorgen zu machen und zu googlen. Das kann z.B. ein Pilz sein. Den fangen sich viele Sportler im Frühjahr, wenn sie Funktionskleidung tragen.

  • Jana

    Wenn Ihr komische Symptome hat, solltet Ihr auf jeden Fall auch an einen Magnesiummangel denken.

    Ich hatte letztes Jahr ziemliche gesundheitliche Probleme mit recht vielfältigen Symptomen. Nach eine wahren Ärztemarathon hat man nichts gefunden. Eine Heilpraktikerin hat dann einen Vitamin- und Mineralsstoffspiegel gemacht.

    Und! Meine Magnesiumwerte waren im Keller. Vermutlich durch zuviel Sport und zu wenig Essen. (Übertraining)

    Ich habe dann ein Magnesiumpräperat genommen (hochdosiert, aus der Apotheke) und die Symptome verschwanden wie von Zauberhand.

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Dein Kommentar:
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