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Symptome, Bilder, Impfung

Masern

Masern Symptome

►︎ ICD-10: B05 Masern

Masern sind eine virale Infektionskrankheit, die zu den klassischen Kinderkrankheiten gehört. Die durch das Masern-Virus ausgelöste Erkrankung ist vor allem durch einen Hautausschlag (rote Hautflecken), Fieber und ein allgemeines Krankheitsgefühl gekennzeichnet.

Gegen Masern existiert eine Schutzimpfung, die von Impfexperten dringend empfohlen wird. Sie bietet einen über 99-prozentigen Schutz. Bei einer hohen Durchimpfrate der Bevölkerung treten Masern praktisch nicht mehr auf. Die Ausrottung dieser Erkrankung gehört zu den erklärten Zielen der Weltgesundheitsorganisation. (WHO)

Masern sind in Deutschland meldepflichtig. Hatten ungeimpfte Personen Kontakt zu Infizierten, gibt es die Möglichkeit der Postexpositionsprophylaxe. In Deutschland treten pro Jahr rund 1.500 – 2.000 Neuerkrankungen auf.

Masern Symptome

Die typischen Anzeichen für die Kinderkrankheit Masern
fleckiger, knotiger Ausschlag am ganzen Körper
geröteter Rachen
Schnupfen
Husten
Halsschmerzen
Bronchitis
Bindehautentzündung
"verheultes" Äußeres
Fieber
Kopfschmerzen
Flecken auf der Innenseite der Wange
Bauchschmerzen
Abgeschlagenheit
ausgeprägte Müdigkeit
allgemeines Krankheitsgefühl
Lichtempfindlichkeit
tränende Augen
aufgedunsenes Gesicht
Heiserkeit
Entzündung des Ohrs

Masern Bilder

Masern Inkubationszeit

Bei Masern beträgt die Inkubationszeit – also die Zeit zwischen der Infektion und dem Auftreten erster Symptome – 8 bis 10 Tage. Darauf folgen drei bis sieben Tage mit allgemeinen, eher unspezifischen Krankheitssymptomen, bis dann schließlich der für Masern typische Hautausschlag auftritt.

Kinderkrankheiten: Typischer Ausschlag bei Scharlach, Windpocken, Röteln und Masern

Kinderkrankheiten: Typischer Ausschlag bei Scharlach, Windpocken, Röteln und Masern
(Abb.: Tkachenko Olha | Shutterstock)

Was tun?

Wer den Verdacht hat, dass sein Kind unter Masern zu leidet, sollte unbedingt einen Arzt aufsuchen. Der Kinderarzt ist dafür die richtige Anlaufstelle. Informieren Sie die Praxis bitte vorab telefonisch, damit Maßnahmen zur Infektionsvorsorge ergriffen werden können.

Gegen eine Masern-Infektion existiert derzeit keine ursächliche Behandlung. Eine Therapie kann also nur symptomatisch mit Schmerzmitteln und Fiebersenkern erfolgen. Eine ärztliche Begleitung ist vor allem deshalb wichtig, damit auftretende Komplikationen – wie Lungenentzündungen, Hirnentzündungen und Hirnhautentzündungen – schnell erkannt und entsprechend therapiert werden können.

Trotz der Tatsache, dass die meisten Masern-Infektionen folgenlos ausheilen, können Masern ernsthafte Komplikationen auslösen, die in rund 0,1 Prozent der Fälle zum Tod des Erkrankten führen. Als besonders problematisch gilt die Hirnentzündung, die bei rund jedem tausendsten Patienten auftritt. Rund die Hälfte der davon betroffenen Patienten verstirbt daran oder behält bleibende neurologische Schäden zurück. Eine besonders schwere Komplikation ist die subakute sklerosierende Panenzephalitis (SSOE), bei der sich Masernviren im Gehirn ansiedeln. SSPE tritt erst Jahre nach einer Maserninfektion auf und endet immer tödlich.

Verbreitung und Statistik

Das Masern-Virus wird weltweit gefürchtet. Auf allen Kontinenten – insbesondere in den Entwicklungsländern – sind Masern seit jeher weit verbreitet. In Afrika gehört die Virusinfektion sogar zu den zehn am häufigsten vorkommenden Krankheiten im Kleinkindalter. Leider kommt es in der Dritten Welt besonders häufig zu Todesfällen.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO meldet, dass im Jahre 2015 pro Stunde weltweit mehr als 370 Menschen an Masern erkrankten. Vor allem Babys und Kleinkinder rangierten in dieser traurigen Statistik weit vorn. Eine positive Entwicklung gibt es allerdings auch zu vermelden. Im Zeitraum von 2000 bis 2015 ist die Sterblichkeitsrate um immerhin 79 Prozent gesunken, weil flächendeckende Impfungen gegen die heimtückische Kinderkrankheit durchgeführt wurden. Zu berücksichtigen ist in dem Zusammenhang jedoch, dass keineswegs jeder Masernfall in die Statistik eingeht. Die Dunkelziffer ist nach wie vor hoch.

Masern oder Röteln – die Unterschiede

Aufgrund des charakteristischen Hautausschlages werden Röteln und Masern häufig verwechselt. Während es sich bei Masern um eine gefährliche Erkrankung handelt, sind Röteln in der Regel harmlos. Es sei denn, Schwangere erkranken daran. Dann ist besondere Vorsicht geboten – vor allem das Ungeborene ist dann in erheblicher Gefahr.

Sowohl bei Masern, als auch bei Röteln handelt es sich um Virusinfektionen, die durch Tröpfeninfektion übertragen werden können. Typische Eintrittspforten sind die Schleimhäute der Atemwege und die Bindehaut der Augen.

Die roten Flecken auf der Haut sind bei Röteln meist schwächer ausgeprägt, als es bei einer Masernerkrankung der Fall ist. Oft sind darüber hinaus kleine Knötchen unter der Haut feststellbar, die aber nach etwa einem bis drei Tagen wieder abklingen. Während Röteln – neben Schnupfen, Übelkeit und Husten – mit geschwollenen Lymphknoten einhergehen, treten diese bei Masern meist nicht auf.

Klarheit kann eine Untersuchung des Bluts auf virusspezifische IgM-Antikörper schaffen. Auch Antikörpertests für Urin und Rachensekret sind verfügbar.

Masern Impfung

Masern-Impfung

Masern-Schutz ist Teil moderner Mehrfachimpfungen (Foto: Sherry Yates Young | Shutterstock)

Masern trotz Impfung?

Immer wieder taucht die Frage auf, ob eine Impfung tatsächlich einen 100-prozentigen Schutz gegen Masern bietet. Die Antwort ist eindeutig: Nein. Nachdem eine erste Impfung durchgeführt worden ist, beträgt der Schutzfaktor etwa 90 bis 92 Prozent. Erst nach einer nochmaligen Impfung – Wochen später – ist ein weitgehender Schutz gegen eine Ansteckung gegeben. Dieser beträgt nun etwa 93 bis 99 Prozent. Aktuelle Erfahrungswerte belegen, dass im Durchschnitt 3 bis 8 von 100 Personen trotz einer Impfung an Masern erkranken. Dies kann vorkommen, wenn die Betroffenen bereits vor ihrer Impfung mit dem Masernvirus in Berührung gekommen sind. Wer sich nicht impfen lässt, der muss mit einer 90-prozentigen Wahrscheinlichkeit rechnen, an Masern zu erkranken.

Tipp:

Eltern, die ihren Kindern etwas Gutes tun möchten, sollten ihnen schon im Kleinkindalter eine Kombi-Immunisierung gegen Röteln, Masern und Mumps zuteil werden lassen. Man spricht von der so genannten MMR-Impfung. Diese bietet den Vorteil, dass ein lebenslanger Anti-Masern-Schutz besteht. Eine Auffrischung der Masern-Impfung ist nicht erforderlich.

Verlauf

Der Krankheitsverlauf in 2 Phasen:

Die erste Phase

Wenn ein Mensch an Masern erkrankt, so durchläuft er in der Regel zwei Phasen. Die klassischen Symptome in Phase 1 ähneln denen der Grippe. Man fühlt sich außerordentlich schlapp, müde und erschöpft. Es kann Fieber von bis zu 41 Grad Celsius auftreten. Heftiger Husten, Schnupfen, Hals-, Kopf- und Gliederschmerzen zählen zu den typischen Beschwerden in dieser Phase. Oft treten darüber hinaus Übelkeit, Erbrechen, Entzündungen der Augenbindehaut sowie starke Bauchschmerzen – teilweise auch mit Krämpfen – auf.

Die zweite Phase

Knapp eine Woche nach Auftreten der ersten Symptome macht sich der „maserntypische“ Hautausschlag bemerkbar. Im Nackenbereich, in den Armbeugen, den Kniekehlen sowie später dann im Gesicht, hinter den Ohren und am Ober- und Unterkörper zeigen sich unregelmäßige, dunkelrote, meist stark juckende Flecken. Diese werden auch Papeln genannt. Nach rund vier Tagen fangen sie an, zu schuppen. Das ist ein typisches Anzeichen dafür, dass sich der Hautausschlag wieder zurückbildet.

Was oder wer ist der Auslöser von Masern?

Verantwortlich für die Entstehung der Masern ist das Masernvirus. Dieses gehört zur Gattung der Morbilliviren, die wiederum der Familie der Paramyxoviren zugeordnet werden. Das Masernvirus ist hochansteckend und wird üblicherweise durch Tröpfcheninfektion übertragen. Das heißt, dass der Kontakt mit kontaminierten Körperflüssigkeiten eine Maserninfektion verursachen kann. Darüber hinaus kann das Virus aber schon beim Niesen, Sprechen, Küssen oder Husten übertragen werden.

Das Problem ist allerdings, dass eine Ansteckung nicht unmittelbar festgestellt werden kann. Es vergehen rund acht bis zehn Tage, bis die Krankheit letztlich mit sichtbaren Symptomen ausbricht. Die Zeit zwischen Infektionen dem Auftreten von Beschwerden bezeichnet man ist Inkubationszeit. In dieser kann das Masernvirus unbemerkt an weitere Menschen weitergegeben werden.

Wie kann der Patient die Behandlung unterstützen?

Das wohl beste unterstützende Mittel gegen Masern ist ausreichende Bettruhe. Die Inanspruchnahme ärztlicher Hilfe ist dringend anzuraten, wenngleich eine spezifische Masern-Behandlung nicht möglich ist. Dennoch kann der Hausarzt fiebersenkende Arzneimittel, Präparate gegen Kopf- und Gliederschmerzen sowie gegen Übelkeit und Husten verordnen. Feuchte, kühlende Handtücher, die als Kompressen auf Stirn, Nacken und Füße aufgelegt werden, sind zudem eine echte Wohltat. Grundlegend ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Der Raum, indem sich die kranke Person aufhält, sollte abgedunkelt sein, weil Masern-Patienten meist eine erhöhte Lichtempfindlichkeit aufweisen.

Wichtig: Um eine Ausbreitung der Krankheit im engeren sozialen Umfeld zu verhindern, sollte der direkte Kontakt mit den Mitmenschen weitestgehend vermieden werden. Erst nach dem vollständigen Abheilen der Masern ist eine Ansteckung nicht mehr möglich.

Updates

Masern wieder auf dem Vormarsch

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnte Anfang Dezember 2018 vor einer neuen Ausbreitung der Masern. Weltweit sei eine deutliche Zunahme der Infektionen zu beobachten. Etwa 110.000 Menschen seien allein im Vorjahr an den Folgen einer Masern-Infektion gestorben.

Die Infektionszahlen stiegen – so die WHO – nicht nur in Entwicklungsländern und Ländern mit desolaten Gesundheitssystemen, sondern bspw. auch in den entwickelten Industrienationen Europas. Grund dafür sei die zunehmende Impfkritik, die – ohne Belege – vor der Schutzimpfungen warnt. So würde bspw. behauptet, die Masernimpfung können das Risiko für Autismus erhöhen.

Mehreren Ländern wurde bereits das Zertifikat für die Eliminierung des Masern-Erregers entzogen. Neben Russland und Venezuela zählt auch Deutschland zu diesen Ländern.

Patientenerfahrungen?

Dipl.-W.Inf. Sebastian Fiebiger
Medizinjournalist

Hast Du den Verdacht, dass Dein Kind unter Masern leidet? Warum? Welche Symptome kannst Du beobachten? Warst Du schon beim Arzt? Beim Spezialisten? Welche Untersuchungen hat der veranlasst? Wie waren die Ergebnisse? Wird bereits behandelt? Wie erfolgreich ist die Therapie? Hast Du Tipps oder Ratschläge für andere Betroffene? Weißt Du etwas über Masern, das hier fehlt?

Schreib uns Deine Erfahrungen, Ergänzungen und Fragen – direkt unter diesem Artikel, in den Kommentaren. Du hilfst damit auch anderen Betroffenen.

Kommentieren? 07.05.2019 Wichtige Hinweise
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Foto: Masern Symptome (Abb.: Artemida-psy | Shutterstock)