Symptome und Anzeichen
MRSA

Staphylokokken

Staphylokokken sind Auslöser einer MRSA-Infektion (Abb. royaltystockphoto.com | Shutterstock)

Als MRSA (Methicillin-Resistente Staphylococcus Aureus) werden gegen gängige Antibiotika resistente Staphylokokken-Stämme bezeichnet. Die Multiresistenz besteht dann, wenn die Erreger gegen verschiedene Klassen von Antibiotika resistent sind.

MRSA ist seit den 60er Jahren bekannt. Die Resistenzen entstehen vor allem in Bereichen von Krankenhäusern, in denen häufig Antibiotika eingesetzt werden. Bei einer Antibiotika-Therapie überleben stets die Bakterien, die – durch Mutation – am widerstandsfähigsten gegenüber dem eingesetzten Antibiotikum geworden sind. Durch penible Hygienemaßnahmen lässt sich die Verbreitung dieser Keime im Krankenhausbetrieb aber vermeiden.

Multiresistente Keime finden sich auch in Tieren aus Massentierhaltungen, die durch den Dauereinsatz von Antibiotika geprägt sind. Eine Übertragung dieser tierischen Keime auf den Menschen – etwa durch den Verzehr von Fleisch – wurde bislang aber nicht beobachtet.

MRSA Symptome

MRSA

MRSA-Entstehung – Schematische Abbildung (Abb. joshya | Shutterstock)

Die Inkubationszeit – also die Zeit zwischen der Infektion mit multiresistenten Keimen und dem Auftreten erster Symptome – beträgt etwa 3 bis 10 Tage.

Die Symptomatik hängt stark von der betroffenen Körperregion ab. Ein oberflächlicher Befall mit MRSA äußert sich bspw. mit Ausschlägen oder Hautentzündungen, während MRSA in der Blutbahn multiple Organentzündungen nach sich ziehen können.

Die typischen Anzeichen einer MRSA Infektion
Infektionen der Haut
auffällige Ausschläge nach Krankenhausaufenthalten oder Operationen
eitrige Entzündungen der Haut
Abszesse
Furunkel
Sepsis (Blutvergiftung)
Entzündungen der inneren Organe
Harnwegsinfektion
Magen-Darmsymptomatik (Durchfall, Erbrechen)
Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis)
Gelenkentzündung (nach Operation)

Was tun?

MRSA Hygiene

Mit akribischer Hygiene lässt sich die MRSA-Ausbreitung verhindern (Foto: Tyler Olson | Shutterstock)

Bei Verdacht auf eine MRSA-Infektion konsultieren Sie bitte einen Arzt. MRSA ist in Deutschland inzwischen meldepflichtig. Rufen Sie die Arztpraxis am besten vorab an, damit sie sich auf ihren Besuch vorbereiten kann. Oft sind bspw. bestimmte Arzthelferinnen mit dem Umgang mit MRSA-Patienten betraut.

Neben der symptomatischen Behandlung der Infektion wird häufig ein Therapieversuch mit speziellen Antibiotika durchgeführt, gegen die mutmaßlich noch keine Resistenz vorliegt.

Patientenerfahrungen?

Dipl.-W.Inf. Sebastian Fiebiger
Medizinjournalist

Hast Du den Verdacht, dass Du unter einer MRSA-Infektion leidest? Warum? Welche Symptome kannst Du an Dir beobachten? Warst Du schon beim Arzt? Beim Spezialisten? Welche Untersuchungen hat der veranlasst? Wie waren die Ergebnisse? Wirst Du bereits behandelt? Wie erfolgreich ist die Therapie? Hast Du Tipps oder Ratschläge für andere Betroffene? Weißt Du etwas über MRSA, das hier fehlt?

Schreib uns Deine Erfahrungen, Ergänzungen und Fragen – direkt unter diesem Artikel, in den Kommentaren. Du hilfst damit auch anderen Betroffenen.

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  • 🕝 christine

    Hallo, mein Mann liegt seit einer Woche im Krankenhaus – Gürtelrose am Kopf
    Es geht ihm schlecht
    Vereiterungen sind hinzugekommen. Ich habe so ein blödes Gefühl, dass etwas falsch läuft in der Behandlung. Weiß nicht was ich machen soll

  • 🕝 Verdacht

    War 4 Tage im Krankenhaus in einem 3-Bettzimmer.
    Hatte mich schon wegen der Hygiene beschwert.
    Wurde am Donnerstag entlassen und am Montag wollte ich meine Zimmermitbewohnerin besuchen.
    Bei Ihr wurden 2 Zehen amputiert und sie klagte über starke Schmerzen.
    Ich half ihr beim Toilettengang und tröstete sie weil sie viel weinte und nahm sie des öffteren in den Arm. Diese Dame ist 82 Jahre.
    Heute 4 Tage später erfuhr ich , daß sie sich einen Krankenhausvirus eingefangen hat und durfte nur mit Handschuhen und Mundschutz zu ihr.
    Nun jetzt habe ich richtig angst.
    Ich selbst bekam von der Leiste re und li Stent’s in die Beine eingesetzt. Hatte natürlich auch mit ihr über die Hände Hautkontakt. Ist es möglich , daß ich mich bei ihr infiziert habe ?
    Was soll ich nun tun um Gewissheit zu haben ?

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