• Home
  • Magazin
  • Men
  • Blog
  • Style
  • Finanzen
  • Gesundheit
  • Reise
  • Stars
  • Lifestyle
  • Sport
  • Tech
  • Wissen
  • Fragen

Was tun - Ursachen, Behandlung & Vorbeugung
Nerv eingeklemmt

Nach medizinwissenschaftlichen Standards erstellt und geprüft. [Hinweise]

Wärmebehandlung

Wärmebehandlung
Eine Wärmebehandlung der betroffenen Körperregion hilft vielen Betroffenen bei der Linderung der Schmerzen. Wie Sie die Wärme erzeugen (Rotlicht, Wärmflasche, Salbe, Wärmepflaster) ist dabei nebensächlich.
(Foto: gemphotography | Bigstock)

Nerv eingeklemmt: Was Sie jetzt sofort tun können, was wirklich hinter einem eingeklemmten Nerven steckt was schnell und zuverlässig hilft und wie Sie vorbeugen können.

ICD-10: M79.2 Neuralgie und Neuritis

Ärztliche Anlaufstellen: Hausarzt, Allgemeinmediziner, Orthopäde, Neurologe

Lesezeit: 7 Minuten

ANZEIGEN

Was ist ein eingeklemmter Nerv?

Was im Volksmund als „eingeklemmter Nerv“ bezeichnet wird, ist medizinisch eine Reizung oder Entzündung des betroffenen Nervs. Die Ursache für die Reizung ist häufig eine Verkrampfung oder Verhärtung des umliegenden Muskelgewebes. Dieses übt dann Druck auf die Nervenbahnen aus und reizt diese. Auch eine Entzündung oder Schwellung in Folge einer Verletzung kann den Nerv reizen. Wenn sich ein Patient einen „Nerv eingeklemmt“ hat, dann treten sowohl akute als auch chronische Beschwerden auf, die das allgemeine Befinden mehr oder weniger stark beeinträchtigen.

Symptome

Typische Anzeichen für einen eingeklemmten Nerv
starke Schmerzen (stechend, brennend)
Bewegungsbeeinträchtigungen (Steifheit)
Kribbeln
Taubheitsgefühl
andere Empfindungsstörungen
Verspannung der umliegenden Muskulatur
verminderte Reflexe
Lähmungserscheinungen
selten auch Blasenschwäche, Inkontinenz (b. eingekl. Ischiasnerv)
selten auch Verdauungsstörungen (b. eingekl. Ischiasnerv)
Schmerzverstärkung durch Husten, Atmen oder Anspannen
Schwindel
Schwächeanfall
starkes Schwitzen
Schmerzen strahlen häufig über die betroffene Region hinaus aus

Entweder äußert sich ein eingeklemmter Nerv darin, dass sofort einschießende starke Schmerzen auftreten oder dass sich die Beschwerden nach und nach entwickeln. Aber nicht nur die Schmerzen sind es, die aus einem eingeklemmten Nerv eine immense Belastung machen. Viele andere Symptome weisen auf einen eingeklemmten Nerv hin. Dies hängt immer davon ab, welcher Nerv beeinträchtigt ist.

Einige Nerven des menschlichen Körpers zeigen weniger schmerzhafte Symptome, wenn sie in ihrer Funktion gestört sind. Dies trifft beispielsweise auf den Hörnerv zu. Im Gegensatz dazu sind die Beschwerden bei Bewegungsnerven enorm lästig und krank machend. Häufig kommen zu den Schmerzen Übelkeit, Erbrechen, Taubheits-, Kribbel- und Schwindel hinzu. Eine typische Diagnose für einen Komplex dieser Erscheinungen ist das Zervikalsyndrom, was sich auf den Nackenbereich bezieht.

Ist der Ischiasnerv betroffen, können die Schmerzen auch in die Beine und die Hüfte ausstrahlen. Ein eingeklemmter Nerv im Schulterbereich strahlt dagegen häufig in die Arme aus.

ANZEIGEN

Ursachen – Kann man sich einen Nerv wirklich „einklemmen“?

Genau betrachtet kann ein Nerv nicht eingeklemmt werden. Es handelt sich in diesem Bezug um eine starke Einschränkung der Funktionstüchtigkeit eines Nervs, die auch durch einen entzündlichen Vorgang hervorgerufen werden kann. Wenn sich die um den Nerv herum befindlichen Muskeln verspannen und abrupte Bewegungen erfolgen, kann dies eine Nervenreizung hervorrufen.

Was tun?

Arztbesuch

Arztbesuch (Foto: alexraths | Bigstock)

Besonders hilfreich ist in diesem Zusammenhang zunächst das Vermeiden von schmerzhaften und den Nerv reizenden Bewegungen. Dies führt häufig zu einer im weiteren Verlauf ungünstigen Schonhaltung. Eine natürliche Schonhaltung für kurze Zeit ist nicht atypisch. Wenn sich diese jedoch über längere Zeit hinzieht, werden andere Muskel- und Nervenbereiche angegriffen. Aus diesem Grund werden zur Linderung der Beschwerden und zur Behebung der Auslöser schmerzstillende Medikamente oral verabreicht, die darüber hinaus Muskelverspannungen lösen und den Muskel „relaxen“ lassen. Als Ergänzung dazu stehen bei erzielter Schmerzfreiheit spezielle Massagetechniken, angenehm warme Bäder mit wirksamen entspannenden Zusätzen und physiotherapeutische Maßnahmen zur Verfügung.

Schnelle Hilfe: 10 Dinge, die Sie sofort tun können

Heben und Tragen schwerer Lasten vermeiden

Die schweren Einkaufstaschen oder der dringende Umzug eines Freundes sind jetzt egal. Wenn Ihre Gesundheit in Gefahr ist, müssen Sie an sich denken. Und bei einem eingeklemmten Nerv sollten sie zusätzliche Belastungen vermeiden.

Wärmebehandlung

Eine Wärmebehandlung der betroffenen Körperregion hilft vielen Betroffenen bei der Linderung der Schmerzen. Wie Sie die Wärme erzeugen (Rotlicht, Wärmflasche, Salbe, Wärmepflaster) ist dabei nebensächlich.

Massage

Eine Massage kann verspannte Muskulatur entspannen und den Nerv entlasten. Wichtig: Lassen sie das nicht die nächstbeste Person machen. Jetzt müssen erfahrene Hände ran – am besten die eines Physiotherapeuten.

Bad

Ein Bad sorgt bei den meisten Betroffenen für eine spürbare Linderung – zum einen durch die anhaltende Wärme, zum anderen durch die seelische Entspannung und die damit verbundene Lockerung der Muskulatur. Unsere Muskulatur neigt nämlich dazu, sich in Stresssituationen zu anzuspannen. Eine Funktionsweise, die in der Evolutionsgeschichte einen Überlebensvorteil in Gefahrensituationen darstellte.

Schmerzmedikamente

Freiverkäufliche Schmerzmedikamente können – gerade vor dem Arzttermin oder am Wochenende – eine schnelle Hilfe sein, sollten aber auf einen Fall dauerhaft eingenommen werden. Sie dämpfen den Schmerz und verhindern damit die tückische Fehlhaltung, die oft weitere Probleme nach sich zieht.

Schonhaltung meiden

Auch wenn sie kurzfristig für eine Schmerzlinderung sorgt, dauerhaft ist eine Schonhaltung problematisch. Sowie sie mit schmerzlindernden Maßnahmen versorgt sind, sollten Sie unbedingt auf eine natürliche Körperhaltung achten.

Lockerungsübungen

Lockerungsübungen und leichte Gymnastik können auch helfen, die Muskelverspannungen zu lösen. Dabei darf man aber keines Falls übertreiben. Intensiver Sport oder Bewegungen die Schmerzen verursachen, sind tabu.

Schnelle und ruckartige Bewegungen vermeiden

Schnelle und ruckartige Bewegungen sollte man jetzt vermeiden. Auch das typische „Mal gucken, ob der Schmerz noch da ist“ sollte man sich verkneifen. Wer vorsätzlich immer wieder an den Schmerzpunkt geht, strapaziert die belastete Körperregion noch mehr.

Bettruhe

Komplette Ruhe und Bewegungsvermeidung ist auch nicht ratsam. Sie nehmen der Muskulatur damit jede Chance, sich zu lockern. Besser ist moderate Bewegung im schmerzfreien Bereich.

Arztbesuch

Klingen die Beschwerden nicht schnell wieder ab, ist ein Arztbesuch dringend anzuraten. Der Hausarzt wird Sie ggf. an einen Spezialisten verweisen, der das Problem sicher diagnostiziert und fachgerecht therapiert.

Chiropraktiker

Viele Ärzte besitzen eine Zusatzausbildung zum Chiropraktiker. Sie sind in der Lage, durch gezielt ausgeführte und sanfte Bewegungen, die sie mit den betroffenen Regionen durchführen, eine Lockerung zu erzielen und den Nerv wieder „auszuklemmen“. Zahlreichen betroffenen Patienten helfen außerdem Einreibungen, wärmende Umschläge und langsame, schonende Bewegungen. Diese führen dazu, dass die Muskeln besser durchblutet werden und sich lockern.

Orthopäde & Spritzen

Wenn orale Medikamente nicht ausreichend sind, um schmerzfrei zu werden, dann haben sich lokal injizierte Wirkstoffe bewährt. Diese Injektionen führt in der Regel der Orthopäde durch. In manchen Fällen hilft es auch, wenn der Arzt „quaddelt“.

Alternativmedizin

Die Alternativmedizin setzt bei eingeklemmten Nerven auf Akupunktur und manuelle Therapie zur Lösung von Verspannungen. Auch Schüßlersalze und Arnika in homöopathischen Dosen werden eingesetzt. Maßnahmen zur „Entsäuerung“ des Körpers werden ebenfalls häufig ergriffen. Die evidenzbasierte Medizin lehnt diese Therapien wegen fehlendem Wirknachweis weitestgehend nach und gesteht ihnen allenfalls einen Placebo-Effekt zu.


Medizinjournalist


Wenn schmerzhafte Beschwerden über einen längeren Zeitraum bestehen, sollte immer ein Arzt konsultiert werden.

Besondere Vorsicht ist bei „Taubheitsgefühlen“ angesagt. Diese sind nicht nur für einen „eingeklemmten“ Nerv symptomatisch, sondern können auch auf eine ernsthafte neurologische Erkrankung hinweisen. Tritt ein Taubheitsgefühl zusammen mit anderen Wahrnehmungsstörungen oder Lähmungen auf, besteht der Verdacht auf einen Schlaganfall und es sollte sofort rettungsmedizinische Hilfe in Anspruch genommen werden.

Über Hinweise und Ergänzungen zu diesem Artikel in den Kommentaren freuen wir uns sehr. Sie helfen damit auch anderen Lesern.

ANZEIGEN
Kommentare:
  • Anonymous

    Herr Weber
    Ich habe die gleichen Schmerzen , einfach zum
    Heulen was soll ich machen muss mit den Schmerzen
    Leben . Ich hoffe das es bald aufhört
    Mit freundlichen Grüßen sük
    An alle gute Besserung

  • christine leucht

    hallo,ich habe seit jahren immerwiederkehrende schmerzen,beginnend im rücken und breitet sich als starker dumpfer schmerz in den kiefer zum kopf und brustbein aus.der ortopäde diagnozierte abnutzing und bandscheibenschäden.anfans dachte ich,es sei herzinfarkt und hatte große angst,aber das ist es nicht.der schmerz ist fast,wie geburtswehen,kommt langsam,erreicht den höhepunkt und vergeht langsam wieder.das ganze dauert jetzt so ca 30 bis 60 minuten.ich lege mich dann zurück,entlaste den rücken,versuche ruhig zu atmen,habe aber weder atemprobleme,noch stechen in der brust.ich versuche mit akupressur auf den brustwirbel den schmerz zu beruhigen.früher hatte ich das vielleicht 3x im jahr,doch jetzt mindestens 2-3x im monat.nur gut,ich habe keine angst mehr,weil es ja immer wieder vergeht.die ärzte meinen alle,es sei ein eingeklemmter nerv.hat jemand ähnliche schmerzen? ich gehe einmal pro woche zur physiotherapie im wasser, muskelaufbau,seit 6 monaten,es hilft aber auch nicht.wer kann mir helfen?der schmerz ist so vernichtend.vielen dank den lesern und allen weniger schmerzen,wünscht chris

  • minelli

    ich habe schon seit jahren probleme mit einem nerv und mal ist es wieder weg aber wenns wieder kommt um so schlimmer nicht immer schmerzen sondern fürchterliche übelkeit ständig das gefühl umzukippen (was auch schon passiert ist) dann arbeitet ständig etwas im Körper man wird fast wahnsinnig und manchmal möchte man wirklich nicht mehr weiterleben, ein rückennerv der mit nacken und magen(zwerchfell zusammenhängt bin bauchspeicheldrüsen und dünndarm operiert dann wars eine zeitalng besser dafür ist es jetzt wieder schlimmer und ich weiß nicht mit was ich das auslöse. finger und hand schläft ein und gleichzeitig ist der nacken wie taub ich bin 66 würde gern noch ein paar jahre ohne schmerzen und anderen symtomen leben aber von lebensqualität ist da nicht mehr zu sprechen.habe ich weiß nicht wieviel ärzte in den letzten jahren aufgesucht aber ich kann keinen mehr sehen ,sie hören einfach nicht zu oder stellen eine komplett falsche diagnose. bevor ich wegen der bauchspeicheldrüse und dem dünndarm operiert wurde bin ich 2 jahre lang von einem arzt zum anderen und sämtliche sparten durch bis ich zusammengefallen bin und im spital 2wochen im stundentakt gekotzt habe war in einem kleinen nest nicht in wien wo ich sonst lebe die haben das dann gefunden!!!!!! in wien war ich im CT UND MR des öfteren nichts gesehen und gefunden wie gibt es das?????? also vertrauen in ärzte gleich null heute, aber man wird müde des ständigen kampfes gegen übelkeit,schmerzen und nichtgläubigen ärzten. auch kann ich mir nicht immer alles privat leisten ich bin normaler kassenpatient ,war trotzdem schon viele sachen privat machen in der hoffnung das es hilft aber leider war das auch nicht der fall.niemand der selbst so etwas hat und erlebt wird das nachvollziehen können leider. ich wünsche euch allen und mir das wir eines tages eine lösung finden und halbwegs wieder normal leben können liebe grüße aus wien mai 2013

  • Lilli007

    Hey
    ich bin leistungssportlerin und habe immer wieder mit eingklemmten Nerven zu tun… 🙁
    aber die lösen sich bei mir meistens von alleine nach 1-2 tagen.
    Aber seit heute morgen nachm Training, nach einer rolle, tut mir der rechte zeigefinger komplett weh. Als ich dann eine brück machen wollte zog es sich bis in den arm hoch… sowas hatte ich noch nie. also ein eingeklemmten nerv im finger, kann mir einer sagen was ich da machen kann?
    LG

  • kalibri

    hallo –
    ist bei jemandem von euch wegen dieser schmerzen auch schon mal von einem PET-scan die rede gewesen? ich meine, so ein scan hat ja eine ziemlich hohe strahlenbelastung! soll dazu dienen, unerkannte entzündungen im körper aufzuspüren …
    lg,
    bri

Dein Kommentar:
« Wie nimmt man am schnellsten ab?
» Sodbrennen