Symptome und Anzeichen für einen Mangel an Progesteron
Progesteronmangel

Progesteronmangel

Ein Progesteronmangel kann eine umfangreiche Symptomatik auslösen (Foto: Jarun Ontakrai | Shutterstock)

Unter einem Progesteronmangel versteht man ein Defizit an Progesteron – einem weiblichen Sexualhormon. Das sogenannte „Gelbkörperhormon“ wird vom Gelbkörper der weiblichen Eierstöcke gebildet und ist entscheidend an der Einnistung des befruchteten Eis in der Gebärmutter beteiligt. Ein ausreichender Progesteronspiegel ist somit zwingende Voraussetzung für eine Schwangerschaft.
Ein Progesteronmangel kann aber auch außerhalb der Kinderwunschphase klinisch relevant werden. Dann etwa, wenn er in den Wechseljahren oder bereits kurz vor der Menopause für diffuse Beschwerden sorgt.

Neben dem Eintritt in die Menopause gelten Übergewicht, Bewegungsmangel, chronischer Stress und Lichtmangel als Risikofaktoren für einen Progesteronmangel.

Progesteronmangel Symptome

Die typischen Anzeichen für einen Mangel an Progesteron
Schlafstörungen
Herzrhythmusstörungen
starkes Schwitzen
Stimmungsschwankungen
Menstruationsbeschwerden
Zwischenblutungen
unregelmäßiger Zyklus
prämenstruelles Syndrom (PMS)
Eierstockzysten
Fehlgeburten
Angststörungen
Unfruchtbarkeit
ungewollte Gewichtszunahme
Konzentrationsschwäche
gesteigerte Nervosität
Hitzewallungen
Depressionen
chronische Müdigkeit
trockene Haut / Schleimhaut
Haarausfall
Blasenschwäche
Schwindel
Übelkeit
Spannungsgefühl der Brust
Wadenkrämpfe
Bartwuchs (Damenbart)
Ungeduld
Kopfschmerzen
Kurzatmigkeit
Muskelschmerzen

Was tun?

Der Progesteronspiegel sinkt mit dem Alter

Der Progesteronspiegel sinkt mit dem Alter (Abb.: Designua | Shutterstock)

Wer den Verdacht hat, unter Progesteronmangel zu leiden, sollte unbedingt einen Arzt aufsuchen. Der Gynäkologe ist der richtige Ansprechpartner hierfür.

Ein Progesteronmangel lässt sich mit einem Speicheltest, der einmalig um den 20. Tag des Zyklus durchgeführt werden muss, feststellen. Anschließend sollte die Ursache abgeklärt werden. Neben den Wechseljahren kommen dafür auch Nebenwirkungen bestimmter Medikamente, Vergiftungen und diverse Erkrankungen der Eierstöcke in Frage.

Therapiert wird ein Progesteronmangel – wenn Du Ursache nicht abstellbar ist – durch einen medikamentösen Ausgleich des Defizits. Dafür stehen heute verschiedene Präparate zur Verfügung.

Patientenerfahrungen?

Dipl.-W.Inf. Sebastian Fiebiger
Medizinjournalist

Hast Du den Verdacht, dass Du unter Progesteronmangel leidest? Warum? Welche Symptome kannst Du an Dir beobachten? Warst Du schon beim Arzt? Beim Spezialisten? Welche Untersuchungen hat der veranlasst? Wie waren die Ergebnisse? Wirst Du bereits behandelt? Wie erfolgreich ist die Therapie? Hast Du Tipps oder Ratschläge für andere Betroffene? Weißt Du etwas über Progesteronmangel, das hier fehlt?

Schreib uns Deine Erfahrungen, Ergänzungen und Fragen – direkt unter diesem Artikel, in den Kommentaren. Du hilfst damit auch anderen Betroffenen.

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Kommentare:
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  • 🕝 Serap

    Bei mir hats leider mit panikattacken angedangen wo ich nicht wusste was das ist dann habe ich die sogennante doctor shopping durchgemacht ohne befund dannach bin ich zum frauenarzt und hab blut abgegeben bei der blutwerte hat sich herausgestellt das mein progesteronmangel zu niedrig war jetzt nehme ich 2mal femikadin20 ein mal sehen was sich da ergibt

  • 🕝 Anonymous

    Bei den Symptomen für Progesteronmangel sollten unbedingt auch Muskelschmerzen aufgeführt werden. Ich habe das gerade eben wieder am eigenen Leib erlebt. Habe wegen einer Sehnenentzündung in der Schulter gerade über 10 Tage auf Verschreibung täglich 1200 mg Ibuprofen eingenommen und hatte in den letzten Tagen zunehmende Museklschmerzen am ganzen Körper, obwohl ich ja die ganze Zeit unter Schmerzmittel stand. Da sich in den letzten zwei Tagen dann auch PMS ähnliche Beschwerden zeigten (Brustspannen, Unterleibsschmerzen), obwohl ich gerade erst in der Mitte des Zyklus bin, kam ich dann darauf, dass vermutlich mein Progesteronspiegel viel zu niedrig ist. Eine kurze Recherche nach NSAR und Hormonmangel zeigt, dass NSAR sich auf den Hormonspiegel ungünstig auswirken und häufig den Eisprung verhindern und somit nach meinem Verständnis auch einen Progesteronmangel bewirken oder verstärken können.
    Da ich immer wieder (aber nicht in jedem Zyklus) unter den Symptomen eines Progesteronmangels leide, habe ich eine Progesteroncreme zu Hause und habe diese dann gestern abend aufgetragen. Das Ergebnis war eine erholsame Nacht und heute sind die Muskelschmerzen so gut wie weggeblasen. Es kann so einfach sein… und wäre so schön, wenn so mancher Arzt ein derartiges Kombinationsvermögen hätte und Untersuchungen des Hormonspiegels nicht kategorisch ausschließen würde.

  • 🕝 Sebastian (naanoo.com)

    Ich mag die Muskelschmerzen hinzugefügt. Vielen Dank für Dein Hinweis und Deinen Erfahrungsbericht!

  • 🕝 Anonymous

    Sitze gerade wieder mal beim FA.
    Immer zum Eisprung hin habe ich starke Muskelverspannungen im Nacken, Schlaflosigkeit und Herzrasen.
    Mir wurde letztes Jahr die Gebärmutter entfernt, die Eierstöcke sind noch vorhanden.
    Da ich Mitte 40 bin wurde bisher immer auf WJ sprich Östrogen getestet.
    Aber ihr hatte früher schon mal Progesteron Mangel. Bin gespannt was der FA sagt.

  • 🕝 Jessica mewes

    Guten morgen, bei mir fing das Spiel mit 29 an mim Absetzen der Pille wegen kinderwunsch. Es fing an mit Nervosität, Stimmungsschwankungen, zunehmend Angstgefühl bis hin zur leichten Panik…..pms und Zyklustörungen folgten. Später kamen Albträume und starker haarwuchs Bauch, Gesicht, brust ect. Beim Arzt wurde dies erst nichts festgestellt ….. Nach 5 Monaten bekam ich Schwindel, panikattaken mit Herzrasen und und nächtliche Angst zu ersticken, das wurde von vielen Ärzten abgeklärt gefunden wurden Bandscheiben Vorfälle ich dachte ich hätte Depressionen,ging zur Therapie ect. Wobei sich keine Depression bestätigen konnte. Letztendlich habe ich immer noch ein halbes Jahr danach pms Schwindel, Angst,haarwuchs, Stimmungsschwankungen bis hin zu depressive stimmung, Zyklustörungen, Zysten Kopfschmerzen, muskelspannung, unkonzentriertheit, trockene schleimhäute. Jetzt wo ich mehrfach beim Gynäkologen war mir Blut / Hormon Tests abgenommen wurden habe ich Progesteron verschrieben bekommen und bin guter Hoffnung das meine Beschwerden bald endlich ein Ende haben.

  • 🕝 Joana

    Hallo , also ich weiß noch nicht ob ich ein Progesteron mangel habe, aber ich bin mir da eigl ziemlich sicher… Leide seit 8 Jahren an Panikattacken , Atemnot, Schwindel, Hitzewallungen,innerliche Unruhe,Kopfschmerzen ,Schulter und nackenschmerzen, Nervosität etc(bin 27 Jahre alt) und die fingen erst drei Monate nach absetzten der Pille an… Ab den Tag meines Eisprungs kommen die Attacken ziemlich schlimm was ich auch des öfteren bei meinem FA angesprochen habe..bloß das wollen die meiste fa Ärzte oder die anderen Ärzte nicht hören und Speisen einen immer nur mit der gleichen Aussage ab: zwischen Panikattacken und Hormonen gibt es kein zs Hang

  • 🕝 Inge

    Habe seit der Entfernung eines gutartigen Tumors mit rechtem Eierstock nach ca. 2-3 Monaten massive Verspannungen, beginnend im Kiefer/Nacken über ganzen Rücken. Die massiven Krämpfe gingen einher mit Muskelflimmern, welches zuerst im Oberkörper auftrat und sich wie Herzrhythmusstörungen anfühlten und kombiniert waren mit Schweißausbrüchen und Panikattacken. Ich schlafe seit 2012 keine Nacht mehr erholsam bzw. komplett und schmerzfrei. Seit einem Jahr weiß ich, dass ein Progesteronmangel vorliegt. FA ging darauf gar nicht ein, habe jetzt gewechselt.
    Mit Progesteroncreme 10% 3 x täglich geht es einigermaßen, aber ich müsste den gesamten Monat über cremen und nicht erst ab Tag 15 wie vorgeschlagen, damit es .einigermaßen besser wird. Habe gehört, dass Tabletten in der Leber anders verstoffwechselt werden und deshalb Creme besser ist. Ist das korrekt?

  • 🕝 Lady Gwenyfer

    Ich bin 40 Jahre und litt schon mit 20 an einer Gelbkörperhormonschwäche und Hormonschwankungen, die eine natürliche Schwangerschaft erschwerte bzw. 2 Fehlgeburten verursachte. Nun verschlechterte sich seit der letzten 3 Jahre mein Zustand zusehend. Hausarzt, Gynäkologen belächelten meine Symptome Richtung Stress und Psyche, wollten mich mit Ramipril abspeisen weil ich Bluthochdruck hätte und Diabetis gefährdet sei. Herzrasen, Atemnot, schlimme Muskelschmerzen, depressive Verstimmungen, Blutdruckschwanunkungen, Zyklusunregelmäßigkeiten, Angst und Panikattacken völlig grundlos, Schwindel, Lethargie und Müdigkeit, Gewichtsschwankungen und ein extremer aufgeblähter aufgeschwämmter Bauch vor der Periode und sehr schmerzende Brüste. In Eigeninitiative suchte ich einen Endokrinologen, Kardiologen und ein neuen Gynäkolgen auf. Nach etlichen Tests wurde ein extremer Vitamin D3 Mangel und Progesteronmangel als auch beginnender Östrogenmangel festgestellt PMS und wechseljahre. Nun nehme ich Vitamin D3 +K2 MK7 Tropfen ( 4 Wochen ) als auch Desogestrel (1 Woche) und vorübergehend auch einen sehr niedrig dosierten Betablocker. Ich beginne mich besser zu fühlen, es geht Berg auf. Blutdruck und Herzrasen sind weg, andere Symptome schon deutlich schwächer. Ich bin zuversichtlich das sich unter den Medikamente Alles einPegeln wird.
    Lasst euch nie nur abspeisen von den Ärzten, es wird leider vieles Viel zu schnell auf die Psyche geschoben bzw. einem BullShit erzählt.

  • 🕝 Juli17

    Hallo,

    Ich leide seit fast drei Jahren an Symptomen, wie Schwindel, Migräne, Schlafstörung, Panikattaken auch Nackenverspannubgwn, kein halt, neben mir stehen usw…Auch ich werde immer abgespeist und in die psychoschiene geschoben. Nun habe ich bald einen Frauenarzttermin und werde mich nicht abspeisen lassen.

  • 🕝 Zena

    Hallo
    Habe mit 17 die Pille genommen bis ich 23 war,dann kam unsere Tochter zur Welt,anschließend verhütete ich 5 Jahre weiter mit der Pille bis unser Sohn zur Welt kam,die ss war eine Katastrophe,Schlaflosigkeit ,Atemnot Panikattacke und hypoventilation,also eine richtige schwangerschaftsdeppression.
    Als mein Sohn auf die Welt kam verhütete ich mit der mirena 5 Jahre hatte ein paar Nebenwirkungen die aber erträglich waren.
    Als ich die morgens nach 5 Jahren raus habe wollte ich mal ohne Hormone verhüten und Entscheid mich für die goldluna {goldkupfer}.
    Jetzt sitzt sie 2 1/2 Jahre ,seit der ersten Woche des einsetztens leide ich wieder an Schlafstörungen,Atemnot schlechte Haut,Bartwuchs und Panikattacke.Nach langer Beobachtung sind die Symptome an meinen Eisprung sehr verstärkt.
    Meine f ä hat mir bei meiner Geschichte nur geraten zum Psychiater zu gehen,da sie keinen Zusammenhang mit irgendwelche Hormone sieht .

  • 🕝 LKai

    Hallo zusammen,
    nachdem ich für etwas über 7 Monate die Mirena hatte, sie ist seit Mai 2017 raus.
    Hat sich ein extremer Progesteronmangel im Bluttest bestätigt.
    Meine Nebenwirkungen:
    Stimmungsschwankungen (von himmelhochjauchzend bis zu Tode betrübt, ohne Anlass) Zysten in der Brust (nie zuvor gehabt und auch durch meine Frauenärztin bestätigt)
    Gewichtszunahme (sehr schnell 3 Kilo um die Körpermitte, nie zuvor gehabt)
    Schwitzen und für mich sehr unangenehme Geruchsentwicklung
    Kopfschmerzen
    Augen, sprich Sehstärke frappierend nachgelassen
    Weniger stressresistent
    Libidoverlust
    Sehr viel mehr Haarausfall Rückenschmerzen und wie hier auch schon geschrieben Muskelschmerzen Wassereinlagerung Herzrasen
    Mehr habe ich gerade nicht. Werde ab kommender Woche mit der Progesterontherapie 200mg beginnen und hoffen, dass es bald besser wird

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