Symptome, Bilder, Impfung, Inkubationszeit
Röteln

Röteln

Röteln (auch Rubella) gehören zu den Kinderkrankheiten. Die hochinfektiöse virale Infektion wird durch das Rötelnvirus ausgelöst und führt zu Hautflecken und Fieber. In Deutschland sind Röteln inzwischen durch die gute Durchimpfung der Bevölkerung eher selten. Die Erkrankung ist in Deutschland inzwischen meldepflichtig und es werden zwischen 100 und 200 Fällen pro Jahr registriert.

Gefährlich sind Röteln vor allem für Schwangere, weil sie Fehlgeburten und Mißbildungen des Kindes auslösen können. Bei älteren Menschen können Röteln bleibende Gelenkschäden verursachen. Komplikationen wie Hirnentzündungen und Blutbildveränderungen sind glücklicherweise eher selten.

Röteln Symptome

Die Inkubationszeit – also die Zeit zwischen der Infektion und dem Auftreten erster Symptome – beträgt bei Röteln etwa zwei bis drei Wochen:

Kinderkrankheiten: Typischer Ausschlag bei Scharlach, Windpocken, Röteln und Masern

Kinderkrankheiten: Typischer Ausschlag bei Scharlach, Windpocken, Röteln und Masern
(Abb.: Tkachenko Olha | Shutterstock)

Die typischen Anzeichen von Rubella
Hautausschlag (rote, leicht erhabene Flecken)
Fieber oder erhöhte Temperatur
Kopfschmerzen
Gliederschmerzen
geschwollenen Lymphknoten
Bindehautentzündung
meist kein oder nur geringer Juckreiz
Krankheitsgefühl
bei Erwachsenen Gelenkschmerzen
Husten
Schnupfen
Halsschmerzen

Röteln Bilder

Inkubationszeit und Ansteckung

Die Inkubationszeit – also die Zeit von der Infektion bis zum Auftreten von ersten Symptomen – beträgt bei Röteln zwei bis drei Wochen. Infizierte sind bereits etwa eine Woche vor dem Auftreten des Hautausschlages infektiös. Erst rund 10 Tage nach dem Auftreten des Ausschlags endet die Ansteckungsgefahr.

Impfung

Gegen die Röteln ist eine Schutzimpfung verfügbar. Sie wird in der Regel im Rahmen einer vierfach-Impfung – der sogenannten MMRV-Impfung, die gegen Masern, Mumps, Rötel und Windpocken (M-Mumps, M-Mumps, R-Röteln, V-Varizellen) immunisiert, verabreicht.

Die Immunisierung gegen Röteln soll vor allem ungeborene Kinder schützen. Während eine Rötelninfektion bei den allermeisten Kindern problem- und folgenlos verläuft, birgt sie für ungeborenes Leben eine große Gefahr. Rund 100 Babys werden jährlich schwer geschädigt geboren, weil sie sich bereits im Mutterleib mit Röteln infiziert haben.

Um das zu verhindern, sollte vor einer Schwangerschaft geprüft werden, ob die künftige Mutter entweder eine Röteln-Infektion durchgemacht hat oder eine Schutzimpfung erhalten hat. Ggf. kann nachgeimpft werden.

Was tun?

Röteln Impfung

Moderne Mehrfachimpfungen beinhalten auch den Impfschutz gegen Röteln (Foto: Sherry Yates Young | Shutterstock)

Wer den Verdacht hat, dass er – oder sein Kind – unter Röteln leidet, sollte umgehend einen Arzt aufsuchen. Der Hausarzt, Allgemeinmediziner oder ggf. der Kinderarzt sind die richtigen Anlaufstationen. Rufen Sie die Praxis aber bitte vorab an! Röteln sich hoch-infektiös und die Praxis muss die Gelegenheit haben, entsprechende Schutzmaßnahmen zu ergreifen.

Röteln können nur symptomlindernd therapiert werden. Es kommen fiebersenkende und schmerzlindernde Medikamente zum Einsatz. Ein Arztbesuch ist trotzdem wichtig, um auf eventuelle Komplikationen zeitnah und fachgerecht reagieren zu können.

Patientenerfahrungen?

Dipl.-W.Inf. Sebastian Fiebiger
Medizinjournalist

Hast Du den Verdacht, dass Du oder Dein Kind an Röteln leidest? Warum? Welche Symptome kannst Du an Dir beobachten? Warst Du schon beim Arzt? Welche Untersuchungen hat der veranlasst? Wie waren die Ergebnisse? Wirst Du medikamentös behandelt? Wie? Hast Du Tipps oder Ratschläge für andere Betroffene? Weißt Du etwas über Röteln, das hier fehlt?

Schreib uns Deine Erfahrungen, Ergänzungen und Fragen – direkt unter diesem Artikel, in den Kommentaren. Du hilfst damit auch anderen Betroffenen.

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Foto: Röteln (Foto: OneSideProFoto | Shutterstock)