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Symptome und Anzeichen für H1N1

Schweinegrippe

Nach medizinwissenschaftlichen Standards erstellt und geprüft. [Hinweise]
Die Symptome der Schweinegrippe ähneln denen der herkömmlichen Grippe

Die Symptome der Schweinegrippe ähneln denen der herkömmlichen Grippe (Foto: Maridav | Shutterstock)

An welchen Symptomen man die Schweinegrippe erkennen kann, was zu tun ist, wenn sie auftreten und worauf man dabei unbedingt achten sollte.

ICD-10: J09 Grippe durch zoonotische oder pandemische nachgewiesene Influenzaviren

Ärztliche Anlaufstellen: Hausarzt, Allgemeinmediziner

Lesezeit: 4 Minuten

Die Symptome der Schweinegrippe (H1N1) ähneln denen der konventionellen, saisonalen Grippe und treten innerhalb von ein bis vier Tagen nach der Infektion auf. Eine Schweinegrippe-Infektion verläuft in der großen Mehrheit der Fälle ohne Komplikationen und klingt innerhalb von 7 Tagen ab. Gefährlich ist die Schweinegrippe vor allem für Patienten mit Vorerkrankungen, chronischen Leiden oder geschwächtem Immunsystem.

Schweinegrippe Symptome

  • beginnt häufig mit Halsschmerzen
  • plötzlich einsetzendes hohes Fieber über 38° C
  • starker Husten (meist trocken)
  • Appetitlosigkeit
  • Schwächegefühl
  • teilweise Übelkeit, Durchfall, Erbrechen
  • Gliederschmerzen
  • ausgeprägtes Krankheitsgefühl
  • Schnupfen, anschwellende Schleimhäute

Das Auftreten einzelner Symptome rechtfertigt noch einen Verdacht auf eine Infektion mit dem Erreger H1N1. Hohes Fieber gilt als typisches Symptom, um Schweinegrippe und Grippe von einem einfachen viralen Infekt zu unterscheiden. Je mehr Symptome auftreten, desto wahrscheinlicher ist eine Infektion.

Schweinegrippe in Deutschland

In Deutschland verläuft die Schweinegrippe – im Gegensatz zu den USA – überwiegend mild und kann mit antiviralen Mitteln gut behandelt werden. Dazu ist es aber wichtig, dass sie frühzeitig diagnostiziert wird. Betroffene sollten beim Auftreten der typischen Symptome also umgehend einen Arzt aufsuchen. Es empfiehlt sich eine vorherige telefonische Kontaktaufnahme, um eine Ansteckung von medizinischem Personal und anderen Patienten zu verhindern. Eine antivirale Medikation verkürzt den Krankheitsverlauf und kann Komplikationen verhindern.

Symptome und Krankheit gut kontrollierbar

Im Rahmen der aktuellen Ausbreitung haben sich die antiviralen Medikamente Tamiflu und Relenza als wirksam gegen die erwiesen. Diese sind allerdings verschreibungspflichtig und sollten nur unter ärztlicher Begleitung eingenommen werden. Je früher eine Behandlung stattfindet, desto größer ist der Behandlungserfolg. Das Beschwerdebild der Schweinegrippe ist mit konventionellen Schmerzmitteln und Fiebersenkern gut therapierbar.

Schweinegrippe-Patient beschreibt Symptome

Inzwischen konnten wir mit einem Schweinegrippe-Patienten sprechen, der uns von seinen Symptomen berichtet: „Es fing mit Halsschmerzen an und dann ging es mir ziemlich schnell schlechter. Ich bekam hohes Fieber und hatte einen ungewohnt heftigen Husten. Die ersten Tage ging es mir wirklich dreckig. Ich wurde mit Tamiflu behandelt. Nach knapp einer Woche war der Spuk vorbei.“

Schweinegrippe Schutzimpfung

Inzwischen ist auch eine Schutzimpfung verfügbar, die gegen die Schweinegrippe immunisiert. Ob eine Massenimpfung der Bevölkerung sinnvoll ist, wird angesichts der relativ milden Symptome und der möglichen Nebenwirkungen der Impfung, noch diskutiert. Die Mehrheit der Gesundheitsexperten rät aber zur Impfung.

Todesfälle durch Schweinegrippe

Die inzwischen steigende Zahl der Todesfälle von H1N1-Infizierten liefert kein Indiz für eine zunehmende Schwere der Infektion. Eine zunehmende Zahl von schweren Krankheitsverläufen und Todesfällen war von Gesundheitsexperten bereits erwartet worden und ist lediglich Ausdruck der stark wachsenden Verbreitung des H1N1-Virus. Die Symptomatik der Schweinegrippe ist weitgehend stabil und befürchtete Mutationen des Virus sind bisher nicht zu beobachten.

Diagnose auf Basis der Symptome

Inzwischen wird die Schweinegrippe vielfach nur noch aufgrund ihrer Symptome diagnostiziert. Die steigende Verbreitung des Virus und die hohen Kosten für den nötigen PCR-Test haben dazu geführt, dass Laboruntersuchungen nur noch selten durchgeführt werden. Das Gesundheitsministerium hat inzwischen auch die Meldepflicht für die Schweinegrippe gelockert. Verdachtsfälle müssen nicht mehr gemeldet werden.

Symptome durch Impfung

Auch die Schweinegrippe-Impfung kann Symptome hervorrufen. Grippeähnliche Symptome zählen zu den häufigen Nebenwirkungen des in Deutschland eingesetzten Impfstoffs Pandemrix. „Häufig“ bedeutet im medizinischen Sinne, dass diese Nebenwirkungen bei 1 bis 10 Prozent der Patienten auftreten. Fieber gehört sogar zu den „sehr häufigen“ Nebenwirkungen (Auftreten: mehr als 10 Prozent der Patienten) der Impfung.

Mutiertes Schweinegrippe-Virus mit schwereren Symptomen

Inzwischen sind nach vereinzelten Fällen in Südamerika, Asien und der Ukraine auch in Mitteleuropa mutierte Schweinegrippeviren aufgetaucht. Die Symptome der mutierten Form sind deutlich schwerer. Ein tieferes Eindringen des Virus erhöht die Komplikationsrate – Lungenentzündungen werden wahrscheinlicher. Bislang scheint der mutierte Virenstamm im Vergleich zur ursprünglichen Schweinegrippe aber weniger infektiös, was eine weltweite Verbreitung derzeit unwahrscheinlich macht.

Patientenerfahrungen


Medizinjournalist


Hast Du den Verdacht, dass Du unter Schweinegrippe leidest?

Warum? Welche Symptome kannst Du an Dir beobachten? Warst Du schon beim Arzt? Beim Spezialisten? Welche Untersuchungen hat der veranlasst? Wie waren die Ergebnisse? Wirst Du bereits behandelt? Wie erfolgreich ist die Therapie? Hast Du Tipps oder Ratschläge für andere Betroffene? Weißt Du etwas über die Schweinegrippe, das hier fehlt?

Schreib uns Deine Erfahrungen, Ergänzungen und Fragen – direkt unter diesem Artikel, in den Kommentaren. Du hilfst damit auch anderen Betroffenen.

Kommentare:
  • Sonja

    Naja, noch ist die Gefahr der zweiten Welle nicht gebannt.

  • Heike

    Hallo,

    bin gestern Morgen aufgestanden und war heiser. Einfach so.

    Trinke viel Tee mit Honig, aber das nützt diesmal nichts.

    Seit gestern Nacht kommt noch Husten dazu. Und der tut richtig weh im Hals und kratzt. Trocken ist er und die Zunge fühlt sich an wie belegt.

    Auch verspüre ich einen leichten Druck im Unterleib und bei anlehnen an die Stuhllehne schmerzt der Rücken ( auch wenn man nur leicht die Hand auflegt ). Die Nase fängt jetzt auch noch an.

    Werde wohl morgen zum Arzt gehen. Obwohl ich eigentlich jemand bin der nicht sogerne zum Arzt geht.

  • Karin

    hallo,

    ich war heute mit meinen sohn beim hausarzt, er hat genau sie symptome,aber sie haben nicht getestet auf schweinegrippe,obwohl es ihm schlecht geht und kopfweh fieber halsweh da sind, die aussage war von unserem arzt, er macht nicht bei jeden einen test,davor war ein mann dran,den haben sie getestet und gleich abgeschirmt behandelt,ich bin stinksauer ,denn jetzt geht es ihm noch schlechter als beim arzt und bekommt noch bauchweh dazu wieder ein symptom mehr, warum war ich heute über 2 std. beim arzt,nur zum warten und blöde anreden zu lassen ????

  • Sina

    Ich würde einfach nochmal zu einem anderen Arzt gehen.

  • Bruno

    Die Ärzte verschließen aus irrgend welchen Gründen die Augen davor. Es gibt meiner Ansicht nach eine sehr hohe Dunkelziffer bei der Schweinegrippe. Der Test auf die Schweinegrippe kostet anscheinend die Kassen um die 60 Euro. Ich war mit genau den Symptomen beim Arzt und jetzt auch eine Woche krank, aber der Arzt hat dies als grippalen Infekt abgetan und keinen Test gemacht. 3 Wochen vorher war ich bei der normalen Grippeschutzimpfung, also konnte es keine normale Grippe sein.

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