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Ursachen, Behandlung, Medikamente & Vorbeugung
Thrombose

Nach medizinwissenschaftlichen Standards erstellt und geprüft. [Hinweise]
Thrombose

Thrombose (Foto: ancroft | Shutterstock)

≡ Inhaltsverzeichnis

Die wichtigsten Informationen zur Thrombose: Wie sie entsteht, mit welchem Symptomen sie sich bemerkbar macht, welche Ursachen ihr zugrunde liegen und wie sie behandelt wird.

ICD-10: I80 Thrombose, Phlebitis und Thrombophlebitis

Ärztliche Anlaufstellen: Hausarzt, Allgemeinmediziner, Phlebologe, Gefäßchirurg

Lesezeit: 19 Minuten

Was ist eine Thrombose?

Eine Thrombose ist die Bildung eines Blutgerinnsels (Thrombus), das den Blutfluss innerhalb eines unverletzten Blutgefäßes mindert oder unterbricht. Thrombosen können in allen Blutgefäßen entstehen, allerdings treten Sie am häufigsten in den tiefen Beinvenen auf. Besonders gefährlich sind Thromben, die sich von der Gefäßwand lösen und in andere Organe wandern. Sie können einen Schlaganfall, einen Herzinfarkt oder eine Lungenembolie auslösen.

ICD-10 I80 Gefäßerkrankung potentiell lebensbedrohlich

Thrombose Symptome

SymptomeBeschreibung
SchmerzenSchmerzen im betroffenen Bein, kann sich wie ein Wadenkrampf oder Muskelkater anfühlen
Schwellungdie betroffene Körperregion schwill deutlich an, das betroffene Bein hat einen höheren Umfang als das andere
heraustretende Venendie Venen zeichnen sich deutlich sichtbar auf der Hautoberfläche ab
Hautveränderungendie Haut verfärbt sich rot, bläulich und glänzend
EmpfindungsstörungenSchweregefühl, Spannung oder Taubhheit
Erwärmungdas betroffene Körperteil wird deutlich wärmer als sein Pendant
Payr-Zeichenbei Druck auf die Fußinnenseite intensiver Schmerz
Atemnotsie bekommen schlecht Luft, das Atmen ist anstrengend
Brustschmerzendrückender oder stechender Schmerz in der Brustregion

Wichtiger Hinweis:

Wenn Sie bei sich oder anderen Symptome der Thrombose erkennen, kommt es entscheidend auf schnelles Handeln an. Eine Thrombose ist immer ein medizinischer Notfall und bedarf umgehender Behandlung. Wenn das Blutgerinnsel in die Lunge, in das Herz oder in Richtung Hirn wandert, wird die Situation schnell lebensbedrohlich. Kontaktieren Sie sofort den Notruf und schildern Sie ihre Symptome. Das Bein sollten Sie hoch lagern und versuchen, bis zum Eintreffen eines Arztes Ruhe bewahren. Eine Thrombose kann nach Operationen auch dann auftreten, wenn vorbeugend Medikamente (wie Heparin) gegeben werden.

Ursachen & Risikofaktoren

Ein erhöhtes Risiko, eine Thrombose zu erleiden besteht bei:

  • Bewegungsmangel
  • Bettlägerigkeit
  • Krampfadern
  • Traumata
  • Schwangerschaft
  • Übergewicht
  • Diabetes mellitus
  • Antibabypille
  • Hormongaben
  • familiäre Veranlagung
  • bereits eine Thrombose in der Vergangenheit
  • bei Verletzungen durch Unfälle und Operationen
  • Rauchen
  • Gefäßentzündungen
  • Blutbildungsstörungen
  • bereits durchlittenem Herzinfarkt
  • Flüssigkeitsmangel / Dehydrierung
  • Krebserkrankung
  • Gerinnungsstörungen
  • Drogenkonsum
  • starke und ungewohnte körperliche Belastung
  • schwere Infektionskrankheiten
  • hohes Lebensalter
  • Herzschwäche
  • Arteriosklerose
  • Bluthochdruck
  • Herzklappenersatz
  • Gefäßprothesen
  • Gipsverband
  • APC-Resistenz
  • Hyperhomocysteinämie
  • Antithrombin III-Mangel
  • Protein C Mangel
  • Protein S Mangel
  • Leberzirrhose

Thrombosearten

Armvenenthrombose

Synonyme: Paget-von-Schroetter-Syndrom, Arm- und Schultergürtelvenenthrombose

Die Armvenenthrombose ist eine Thrombose der folgenden tiefen Venen:

  • Armvene (Vena brachialis) – Brachialisthrombose
  • Achselvene (Arteria axillaris) – Axillaristhrombose
  • Schlüsselbeinvene (Vena subclavia) – Subclaviathrombose

Nur etwa 2 Prozent aller diagnostizierten Thrombosen sind Armvenenthrombosen. Sie treten vor allem rechtsseitig auf und haben eine Häufung bei jungen Männern. Die Armvenenthrombose löst meist keine Schmerzen aus.

Das typische Beschwerdebild:

  • Hautverfärbung (rot, blau)
  • stark sichtbare Oberflächengefäße
  • fleckige Haut
  • Druck- oder Fremdkörpergefühl in der Achsel
  • Spannungsgefühl im Armbereich
  • Gefühl von Schwere im Arm

Einige Patienten halten die Armvenenthrombose zunächst für einen Muskelkater oder eine Überlastungserscheinung. (Tennisarm)

Die Emboliewahrscheinlichkeit bei Armvenenthrombosen liegt unter der von Beinvenenthrombosen. Während man bei Beinvenenthrombosen von einer Embolierate von etwa 10 Prozent ausgeht, erleiden bei einer Schlüsselbeinvenenthrombose nur etwa 3 Prozent der Patienten eine Lungenembolie als direkte Folge.

Diagnose

Die behandelnde Arzt wird zunächst Informationen zu Vorerkrankungen – vor allem bereits aufgetretenen Gefäßerkrankungen – und vorhandenen Risikofaktoren abfragen. Daran schließt sich in der Regel eine körperliche Untersuchung an, bei der vor allem Schwellungen der Gliedmaßen im Fokus stehen. Der Arzt wird immer mit der jeweils anderen Gliedmaße vergleichen und einen eventuell vorhandenen Druckschmerz prüfen.

Zur Sicherstellung der Diagnose kommt Ultraschall zum Einsatz. Neben der Ermittlung der Fließgeschwindigkeit und Durchgängigkeit der Venen, lassen sich damit auch Gefäßverschlüsse visualisieren.

Teilweise kommt auch noch die Phlebografie zum Einsatz. Diese Rötgenuntersuchung wird unter Gabe von Kontrastmittel durchgeführt, stellt das Gefäßsystem dar und ermöglicht damit das Auffinden von Gefäßverschlüssen.

Ergänzung kann auch eine Blutuntersuchung veranlasst werden, bei der Daten zur Blutbildung und den Gerinnungsfaktoren erhoben werden.

Differentialdiagnosen

Mit diesen Erkrankungen kann die Symptomatik der Thrombose verwechselt werden:

  • Lymphödem – verursacht ebenfalls Schwellung der Beine
  • Muskelfaserriss – auch durch Schmerzen im Bein gekennzeichnet
  • Ischias Syndrom – ebenfalls Schmerzen im Bein
  • akuter Arterienverschluss – starke Beinschmerzen
  • Erysipel – Schwellungen
  • chronische venöse Insuffizienz – auch typische Schwellungen
  • Lymphknotenschwellungen – ebenfalls als Verdichtung tastbar
  • Hämatom – nach Verletzung, äußert sich ebenfalls mit Schwellung

Treten die Schwellung beidseitig auf, sollte eine Erkrankung des Herz-Kreislaufsystems, der Leber und der Niere abgeklärt werden.

Behandlung

Zu Beginn erfolgen i.d.R. hohe Heparingaben. Die Dosis wird nach einigen Tagen verringert und dann komplett abgesetzt. Stattdessen kommen andere Gerinnungshemmer wie Macumar oder Acetylsalicylsäure (ASS) zum Einsatz. Außerdem ist das sofortige Tragen eines Kompressionsstrumpfes notwendig.

In Ruhe sollte das Bein hochgelagert werden. Viel Bewegung und das Trainieren der Wadenmuskulatur sind ebenfalls Teil des üblichen Behandlungskonzeptes. Längeres Stehen oder Sitzen in statischer Haltung sollte fortan vermieden werden.

Ist das Blutgerinnsel zu groß, um es medikamentös zu therapieren, wird es operativ entfernt. Operative Eingriffe kommen aber hauptsächlich bei Beckenvenenthrombosen zum Einsatz.

Medikamente

Thrombose-Prophylaxe

Thrombose-Prophylaxe: Patienten erhalten meist Fertigspritzen (Foto: vchal | Shutterstock)

Folgende Medikamente werden in der Therapie von Thrombosen und in der Thrombose-Vorbeugung eingesetzt. Sie sind verschreibungspflichtig und werden vom Arzt verordnet:

Vitamin-K-Antagonisten

HandelsnameWirkstoffAnwendungsspektrum
CoumadinWarfarin-NatriumVorbegung von Thrombosen, Behandlung von Thrombosen
FalithromPhenprocoumonThrombose-Vorbeugung - und behandlung
MarcumarPhenprocoumonThrombose-Vorbeugung - und behandlung
MarcuphenPhenprocoumonThrombose-Vorbeugung - und behandlung
PhenproPhenprocoumonThrombose-Vorbeugung - und behandlung
PhenprogammaPhenprocoumonThrombose-Vorbeugung - und behandlung

Diese Medikamente blockieren die Wirkung von Vitamin K, das an der Blutgerinnung beteiligt ist und hemmen damit die Blutgerinnung. Sie werden vor allem in der Langzeittherapie eingesetzt.

Orale Antikoagulantien (Faktor Xa-Hemmer)

HandelsnameWirkstoffAnwendungsspektrum
ArixtraFondaparinux-NatriumThrombosevorbeugung,Thrombosetherapie

Diese Präparate wirken ebenfalls gerinnungshemmend, wirken aber schneller und haben weniger Wechselwirkungen zu anderen Medikamenten und Nahrungsmitteln.

Niedermolekulare Heparine

Diese Medikamente werden vor allem als Soforttherapie eingesetzt. Sie können auch Schwangeren verabreicht werden, weil sie nicht durch den Mutterkuchen zum Kind gelangen. Allerdings ist bei Heparin-Gaben die PDA (Rückenmarksnarkose) während der Entbindung tabu. Auch in die Muttermilch wird Heparin nicht abgegeben, womit es auch für Mütter in der Stillzeit geeignet ist.

HandelsnameWirkstoffAnwendungsspektrum
ClexaneEnoxaparin-Natriumniedrige Dosierungen zur Thrombosevorbeugung, höhere Dosierungen zur Thrombosetherapie
ClivarinReviparin-NatriumThromboseprophylaxe
FragminDalteparin-NatriumThrombose-Prophylaxe
Fragmin DDalteparin-NatriumThrombose-Prophylaxe
Fragmin MultidoseDalteparin-NatriumThrombose-Prophylaxe, Thrombose-Behandlung
Fragmin PDalteparin-NatriumThrombose-Prophylaxe
FraxiparinNadroparin-KalziumThrombose-Prophylaxe und Behandlung von Thrombosen
FraxodiNadroparin-KalziumThrombose-Prophylaxe und Behandlung von Thrombosen
Heparin-KalziumHeparin-KalziumVorbeugung und Behandlung von Thrombosen
Heparin-NatriumHeparin-NatriumThrombose-Prophylaxe, Thrombose-Therapie
InnohepTinzaparin-NatriumVorbeugung und Behandlung von Thrombosen
Mono-EmbolexCertoparin-Natriumgeringe Dosierungen zur Vorbeugung, höhere Dosierungen zur Behandlung von Thrombosen

Nebenwirkungen der Thrombose-Medikamente

Wichtiger Hinweis zu möglichen Nebenwirkungen: Auftretende Nebenwirkungen sollten immer zeitnah mit dem Arzt besprochen werden, um eine Anpassung der Therapie vornehmen und bleibende Schäden verhindern zu können. Bei schweren Nebenwirkungen (etwa Bewusstseinsstörungen, neurologische Ausfälle oder Bewusstlosigkeit) rufen Sie bitte sofort den Notruf. (112)

Bei allen Blutverdünnern besteht die Gefahr von inneren Blutungen. Diese äußern sich leider nur in sehr unspezifischen Symptomen – etwa Schmerzen in der betroffenen Körperregion, ein ausgeprägtes Schwächegefühl, Blässe, sehr dunkler Stuhl (Teerstuhl), Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel und Kältegefühl. Bei Hirnblutungen kommt es zu Bewusstseinsstörungen und es können neurologische Ausfälle auftreten, die den Symptomen des Schlaganfalls ähneln.

Nebenwirkungen von Vitamin-K-Antagonisten

  • Blut im Urin
  • Durchfall
  • Haarausfall
  • Hautausschlag
  • Hautnekrosen
  • Rötung der Haut
  • Übelkeit
  • Zahnfleischbluten

Diese Medikamente können die Leber schädigen. Sollten die dafür typischen Symptome auftreten, muss sofort der behandelnde Arzt kontaktiert werden. Typische Anzeichen für Leberschäden sind dunkler Urin, heller oder farbloser Stuhl, eine Gelbfärbung der Haut oder des Augenweißes und Juckreiz am ganzen Körper. Zusätzlich kann ein Druckgefühl oder Schmerzen im rechten Oberbauch auftreten.

Nebenwirkungen von Faktor Xa-Hemmern

  • Hautschwellung an der Einstichstelle
  • innere Blutungen (Magen, Nieren, Blase)
  • Hautrötung
  • Juckreiz der Haut
  • Nasenbluten
  • Schmerzen an der Einstichstelle
  • Zahnfleischbluten

Es besteht eine geringe Gefahr, dass es durch die Bildung von Antikörpern zu einer durch die Medikamente ausgelösten Thrombose / Embolie kommt. Sollten Sie Anzeichen einer Lungenembolie entwickeln, wählen Sie bitte sofort den Notruf. (112)

Nebenwirkungen von Heparinen

  • Blutungen an der Einstichstelle
  • bei Langzeitbehandlung erhöhtes Osteoporose-Risiko
  • erhöhte Körpertemperatur
  • Gliederschmerzen
  • Haarausfall
  • Hämatome (Blutergüsse) an der Einstichstelle
  • Hautausschlag
  • Juckreiz der Haut
  • Kopfschmerzen
  • stärkere oder längere Regelblutung
  • Übelkeit und Erbrechen

Auch Heparine bergen die Gefahr, dass der Körper durch die Bildung von Antikörpern die Thromboseneigung erhöht. Sollten Sie Symptome einer Thrombose entwickeln, kontaktieren sie sofort den behandelnden Arzt. Treten Anzeichen einer Lungenembolie auf, rufen Sie sofort den Notruf. (112)

Dauer der Behandlung

Je nach Schwere müssen die Gerinnungshemmer und der Kompressionsstrumpf über Monate verabreicht bzw. getragen werden. In einigen schweren Fällen ist eine Behandlung über Jahre notwendig. Die Dauer der Behandlung richtet sich auch nach dem persönlichen Risikoprofil des Patienten – also insbesondere dem Vorliegen von Risikofaktoren.

Rückfallgefahr & Vorbeugung

Thrombose Vorbeugung

Bewegung – wichtiger Baustein in der Thrombose-Prophylaxe (Foto: lzf | Shutterstock)

Leider ist die Anfälligkeit, erneut an einer Thrombose zu erkranken, erhöht. Die wirksamste Möglichkeit zur Vorbeugung ist – neben der medikamentösen Therapie – aktive Bewegung. Langes Stehen und statisches Sitzen sollten vermieden werden. Es ist auf eine ausreichende Trinkmenge geachtet werden.

Sportarten, die besonders zur Thrombose-Vorbeugung geeignet sind:

  • Schwimmen
  • Spaziergänge
  • Laufen
  • Radfahren

Außerdem sollten bei vorliegen von Risikofaktoren möglichst viele davon eliminiert werden. Begleitend können Wechselduschen der Beine unterstützen.

Die Rückfallquote für eine erneute Thrombose beträgt etwa 10 Prozent.

Postthrombotisches Syndrom

Als postthrombotisches Syndrom (kurz: PTS) wird eine dauerhafte Schädigung des Venensystems nach einer durchlittenen Thrombose bezeichnet. Bei der Auflösung des Blutgerinnsels kommt es zu einem Entzündungsprozess an der Venenwand, der Teil der Selbstheilung ist. Dabei werden allerdings oft die Venenklappen geschädigt, so dass diese ihre Funktion nicht oder nur nach eingeschränkt ausüben.

Typisches Beschwerdebild des postthrombotischen Syndroms:

  • chronischer Blutstau
  • Spannungsgefühl in den Beinen
  • Schwere der Beine
  • chronische Schwellungen
  • Schmerzen
  • Ödeme
  • Krampfadern
  • Braunfärbung der Haut
  • Ausbildung eines chronischen Geschwürs (Ulcus crusis venosum)
  • Gewebsverhärtung (Sklerose)

Das postthrombotische Syndrom wird mit Kompression (Binden, Strümpfe) und Bewegungstherapie behandelt. Außerdem können Gerinnungshemmer und harntreibende Medikamente zum Einsatz kommen. Das betroffene Bein sollte möglichst oft hoch gelagert werden.

Eine ausgeprägte Venenschwäche im Rahmen des postthrombotischen Syndroms kann zu dauerhaften Hautveränderungen, schlecht heilenden Wunden und dem gefürchteten „offenen Bein“ (med.: Ulcus cruris) führen.

Verbreitung

Erkrankte pro Jahr in Deutschland: ca. 80.000

Rund 0,1 Prozent der Bevölkerung erleiden pro Jahr eine Thrombose. Frauen sind etwas häufiger betroffen – mutmaßlich aufgrund der typisch weiblichen Risikofaktoren. (Anti-Baby-Pille, Schwangerschaft)

Die sogenannte „Reisethrombose“ – auch „Touristenklassensyndrom“ – also die Entstehung einer Thrombose durch eine längere Immobilität bspw. auf einer Flug- oder Busreise – trifft nur ca. 0,03 Prozent ansonsten gesunder Menschen.

Besonders gefährdet sind ältere Menschen. Bei 75-Jährigen beträgt das jährliche Risiko bspw. etwa 1 Prozent.

Das Lebenszeitrisiko für das Erleiden einer Thrombose beträgt in Deutschland etwa 5 Prozent.

Fragen & Antworten

Thrombose Bein

Ein Thrombus kann sich lösen und durch die Blutbahn wandern (Abb.: Alila Medical Media | Shutterstock)

Wie gefährlich ist eine Thrombose?

Beinvenenthrombosen bergen die Gefahr einer Lungenembolie. Wenn sich Teile das Blutgerinnsel oder Teile davon lösen und in die Blutbahn gelangen, können sie durch rechte Herzseite in die Lunge gelangen und dort die Durchblutung einschränken. Es drohen Atemnot und Herzversagen. Etwa 3 Prozent der Thrombosepatienten erleiden eine Lungenembolie.

Ein Thrombus in der Halsschlagader kann zum Schlaganfall führen. Bei arteriellen Thrombosen besteht zudem das Risiko eines Herzinfarkts.

Wo kann ich die Thrombosespritzen setzen, damit es nicht wehtut?

Spritzen zur Thrombose-Vorbeugung – etwa im Rahmen der Operation – werden meist in eine Hautfalte am Bauch gesetzt. Was die schmerzunempfindlichen Stellen angeht, hilft nur ausprobieren. Oft reichen wenigen Milimeter Versatz, um ein ganz anderes Schmerzempfinden zu erreichen. Wenn man die Nadel ohne Druck auf die Haut aufsetzt, kann man ganz einfach die eher unempfindlichen Stellen identifizieren. Man spürt den Unterschied auch ohne, dass die Nadel eindringt. Hat man eine gute Stelle gefunden, injiziert man.

Das Blutgerinnsel (der Thrombus) kann auch von Bakterien besiedelt werden, die sich dann in die Blutbahn ausbreiten und eine Blutvergiftung (Sepsis) auslösen.

Interessantes zur Thrombose

Weltthrombosetag: Am 13. Oktober ist der Weltthrombosetag. Er wurde von der „Internationalen Gesellschaft für Thrombose und Hämostaseologie“ 2014 erstmal ausgerufen und basiert auf dem Geburtstag von Rudolf Virchow. Dieser Aktionstag wird inzwischen von vielen medizinischen Organisationen unterstützt und soll der Aufklärung über die Krankheit dienen. Dabei geht es insbesondere darum, die typischen Symptome bekannt zu machen und damit mehr Patienten einer rechtzeitigen Behandlung zuzuführen.

Studien & Forschung

Übergewicht & Thromboserisiko

Einer großen amerikanischen Studie zufolge, für die Millionen von Patientenakten ausgewertet wurden, erhöht Übergewicht das Risiko für eine Thrombose deutlich. Das ist vor allem in jungen Jahren der Fall. So tragen übergewichtige Frauen unter 40 ein sechsmal so hohes Thrombose-Risiko wie ihre schlanken Geschlechtsgenossen. Bei übergewichtigen Männern unter 40 ist das Risiko für eine Thrombose vierfach erhöht. Im Alter nimmt die Bedeutung des Übergewichts für das Thrombose-Risiko ab. Es ist dann aber immerhin noch doppelt so hoch wie das der Schlanken und Normalgewichtigen.

Faktor XII als Thromboseschutz

Faktor XII schützt möglicherweise vor Thrombosen – fehlt der Faktor XII (der sog. Hagemann-Faktor – ein Bestandteil des Gerinnungssystems) verhindert das offenbar die Bildung von Blutgerinnseln, stört aber die Blutgerinnung nicht. Das jedenfalls hat eine Untersuchung von Mäusen ergeben. Die Forscher vom Würzburger Rudolf-Virchow-Zentrums und dem Institut für klinische Biochemie erhoffen sich aus dieser Erkenntnis neue Therapieansätze zur Vorbeugung von Herzinfarkten, Schlaganfällen und Thrombosen.

Bronchitis & Thrombose

Eine Bronchitis erhöht das Thromboserisiko. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher um Dr. Lian Smeeth von der Londoner Hochschule für Hygiene und Tropenmedizin. Die Wissenschaftler studierten die Patientenakten von rund 7.300 Thrombose-Fällen. In den ersten Wochen nach der Infektion ist das Thrombose-Risiko doppelt so hoch wie bei gesunden Patienten. Die Forscher vermuten die Bronchitis begleitende Entzündungen der Gefäßwände als Ursache. Bronchitis-Patienten sollten viel trinken und – soweit möglich – in Bewegung bleiben.

Flugzeugluft steigert das Thromboserisiko

Niederländische Forscher machen die Luft in Flugzeugen – und insbesondere deren geringen Luft- und Sauerstoffdruck – für das hohe Thromboserisiko verantwortlich. In einer Studie an 71 Probanden untersuchte man die Wirkung eines achtstündigen Rundflugs und einer ebenfalls achtstündigen Kino-Session. In beiden Fällen saßen die Studienteilnehmer sehr eng. Aber nur nach dem Flug war eine höhere Thromboseneigung festzustellen.

Kompressionsstrümpfe & postthrombotisches Syndrom

Eine kanadische Studie kommt zu dem Ergebnis, dass der Einsatz von Kompressionsstrümpfen das Auftreten des postthrombotischen Syndroms nicht verhindern kann.

Körpergröße als Risikofaktor

Eine schwedische Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die Körpergröße einen Risikofaktor für die Entstehung von Thrombosen darstellt.

Der Studie zufolge haben kleine Männer (unter 1,60 m) ein um 65 Prozent reduziertes Risiko, an einer Thrombose zu erkranken als ihre großen Geschlechtsgenossen. (über 1,88 m) Auch bei Frauen ließ sich ein negativer Einfluss der Körpergröße ermitteln. Frauen unter 1,55 m hatten ein um 69 Prozent geringeres Thrombose-Risiko als Frauen über 1,82 m.

Die Forscher vermuten, dass die längeren Beinvenen – schlichtweg aufgrund der größeren Fläche – das Potential für Gefäßerkrankungen erhöhen. Auch der höhere Gravitationsdruck könnte zur Risikosteigerung beitragen.

News & Updates

Wirksamkeit von Stützstrümpfen beim Thrombosen

Professor Markus Stücker, Venenspezialist an der Universitäts-Hautklinik Bochum spricht sich für Stützstrümpfe zur Vorbeugung von Thrombosen und als Nachsorge bei Krampfader-Operationen aus und bestätigt deren Wirksamkeit.

Thrombose-Vorbeugung bei Flugreisen

Wer einer sogenannten „Reisethrombose“ vorbeugen will, sollte viel Trinken. Eine hohe Trinkmenge macht das Blut dünnflüssig und beugt damit Blutgerinnseln vor. Dr. Markus Stücker vom Interdisziplinären Venenzentrum am St.-Josefs-Hospital in Bochum empfiehlt außerdem das Tragen von Stützstrümpfen auf Flügen, die länger als vier Stunden dauern. Auch Fußgymnastik kann das Thromboserisiko auf Flugreisen senken. Die funktioniert denkbar einfach: mit den Füßen abwechselnd zur Spitze und zur Ferse wippen. Das aktiviert die Muskelpumpe. Wer besonders gefährdet ist, kann sich vor Reiseantritt Heparin spritzen lassen.

Reisethrombose – Risiko besteht noch 2 Wochen nach dem Flug

Der Wiener Venenexperte Prof. Hugo Partsch warnt davor, dass auch zwei Wochen nach einem Langstreckenflug noch ein Risiko für eine lebensgefährliche Lungenembolie in Folge einer Thrombose besteht. Ein auf dem Flug entstandenes Blutgerinnsel kann sich erst nach der Reise ablösen und dann zur akuten Lebensbedrohung werden. Partsch schätzt, dass etwa 7,5 Prozent der Beinvenenthrombosen auf eine Flugreise zurückgehen.

Reisethrombose – Politik fordert mehr Sitzabstand

Inzwischen reagiert auch die Politik auf die immer enger werdenden Sitzreihen bei den Airlines. Eine CDU-Initiative für einheitliche europäische Regelungen zum Sitzabstand beruft sich ausdrücklich auf das hohe Thromboserisiko.

Hormontherapie in den Wechseljahren

Eine Hormonersatz-Therapie in der Menopause erhöht das Thromboserisiko „unvertretbar“. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher des Klinischen Forschungszentrum Frauengesundheit der Benjamin Franklin Universität Berlin. Die Wissenschaftler um Prof. Martina Dören sehen die Hormontherapie kritisch, da sie nur wenig Nutzen böte und zahlreiche Risiken berge.

Hormonbehandlung trotz bekanntem Risiko

Trotz des inzwischen bekannten Risikos werden noch immer rund zwei Millionen Frauen täglich hormonell behandelt. Das kritisiert Pharmazeutin Dr. Anette Zawinell vom Wissenschaftlichen Institut der AOK.

Massagen & Thrombose

Bei Massagen ist Vorsicht geboten. Gerade, wenn der zu Massierende über einen Muskelkater oder ähnliche Beschwerden in den Waden klagt. Dahinter kann sich eine Thrombose vergeben und das Massieren kann das Ablösen des Blutgerinnsels von der Gefäßwand provozieren und damit zu einer lebensbedrohlichen Lungenembolie führen.

Links & Quellen

Verbände

Spezialisierte Behandlungszentren

Studien

Wichtiger Hinweis: Eine Thrombose ist immer ein medizinischer Notfall – die schnelle Erkennung lebensrettend. Wenn Sie bei sich oder anderen Symptome der Thrombose erkennen, kommt es entscheidend auf schnelles Handeln an. Eine Thrombose ist immer ein medizinischer Notfall und bedarf umgehender Behandlung. Wenn das Blutgerinnsel in die Lunge, in das Herz oder in Richtung Hirn wandert, wird die Situation schnell lebensbedrohlich. Kontaktieren Sie sofort den Notruf und schildern Sie ihre Symptome. Das Bein sollten Sie hoch lagern und versuchen, bis zum Eintreffen eines Arztes Ruhe bewahren. Eine Thrombose kann nach Operationen auch dann auftreten, wenn vorbeugend Medikamente (wie Heparin) gegeben werden.

Literatur

Ausführliche Literaturliste zum Thema Thrombose. Hier werden Bücher gelistet, die zum Thema erschienen sind. Die Listung ist keine inhaltliche Wertung. Wir listen auch umstrittene und wissenschaftlich fragwürdige Bücher, um eine Diskussionsgrundlage zu liefern.

Bücher zur Thrombose:

Autor / AutorenBuch
Dr. med. Florian J. NetzerDas Venenbuch: Wirksame Hilfe bei Besenreisern, Krampfadern, Thrombosen und offenem Bein - Alle wichtigen Fragen vom Experten beantwortet
Bettina Kemkes-Matthes, Gerd OehlerBlutgerinnung und Thrombose
Thrombose / Embolie XXS pocketSylvia Haas, Tom Giesler, Marek Jauß, Christian Schaefer, Günter Seidel, Andreas Ruß
Darius G. Nabavi, E. Bernd Ringelstein, Thomas Brandt, Reinhard Hohlfeld, Johannes Noth, Heinz ReichmannSpezielle zerebrovaskuläre Krankheiten: Intrakranielle Blutungen, Thrombosen und Ischämien (Klinische Neurologie)
J. HarenbergThrombose und Antikoagulation
Karl F MaierThrombosen
Erika MendozaRatgeber Krampfadern, Beinschwellung und Thrombose
Heinrich Pink, Michaela Herold, Karl Klaghofer, Georg Slavka, Stefan Riss, Friedrich A. WeiserSchöne & gesunde Beine: Erfolgreich gegen Krampfadern, Besenreiser, Thrombosen, Cellulite & Co.
Curt DiehmGut leben mit Gerinnungshemmern: Die optimale Behandlung bei Blutgerinnseln, Thrombosen und Embolien. Wie die neuen Medikamente Sie noch besser ... zur Bekämpfung von Gefäßerkrankungen
Dr. Rüdiger SchollWie Sie Ihr Thrombose-Risiko natürlich ausschalten (Das Wunderenzym Nattokinase entschärft die tickende Herz-Kreislauf-Bombe)
Markus Stücker, Stefanie Reich, Peter AltmeyerVenenerkrankungen: Wirksame Hilfe bei Besenreisern, Krampfadern, Thrombose und offenem Bein (Rat & Hilfe)
Erich Minar,Gert BaumgartGefässerkrankungen: Die stille Gefahr fordert mehr Todesopfer als Krebs - Atherosklerose, Krampfadern, Thrombose - Risikofaktoren, Vorbeugung, Behandlung und Nachsorge
Michael AndersonArterien- und Venenleiden erfolgreich behandeln: Arteriosklerose Krampfadern- Thrombosen
Sylvia HaasPrävention von Thrombosen und Embolien in der Inneren Medizin: Möglichkeiten und Vorzüge von niedermolekularen Heparinen
Michael AndersonArterien- und Venenleiden erfolgreich behandeln. Arteriosklerose, Krampfadern - Thrombosen
Kirsten Sander, Kordula SchneiderThromboseprophylaxe: Grundlagen der Pflege für die Aus-, Fort- und Weiterbildung
Wilfried von EiffThromboseprophylaxe Klinische und ökonomische Effekte von Prophylaxestrümpfen
Klaus-Dieter Neander, Angelika Z. Zegelin, Andreas GerlachThrombose
Helmut Nüllen, Thomas Noppeney, Curt DiehmVTE - Venöse Thromboembolien
Ralf Eisele,Lothar KinzlThromboseprophylaxe in Unfallchirurgie und Orthopädie
Albrecht Encke, Hans-Klaus BreddinDie venöse Thrombose: Prophylaxe und Therapie
Bircher-Benner-KlinikHandbuch für Venenkranke. Krampfadern, Krampfadergeschwüre, Hämorrhoiden, Venenentzündungen, Thrombose, Embolie. Umfassende Anleitung zu Pflege und Heildiät. Speisepläne und Rezepte aus einem ärztlichen Zentrum modernster Heilkunst
Bettina Kemkes-Matthes, Gerd Oehler, Peter Kujath, Uwe SpannagelBlutgerinnung und Thrombose
Klaus GroßmannVenenleiden. Krampfadern, offene Beine, Thrombosen
Dieter NeliusKrampfadern und Thrombose
Jürgen Weber,Dirk A. LooseThrombose - Lungenembolie - Postthrombotisches Syndrom: Trends in Diagnostik und Therapie

Tiefe Beinvenenthrombose

Abkürzung: TVT
alternative Bezeichnungen: Phlebothrombose,venöse Thrombose,Venenthrombose, Beinvenenthrombose, Unterschenkelthrombose
englisch: Deep vein thrombosis, deep venous thrombosis (DVT)
ICD-10: 180.2

Patientenerfahrungen


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Schreib uns Deine Erfahrungen und Ergänzungen. Wir freuen uns auf Deine Geschichte – gleich unter diesem Artikel. Das funktioniert auch ganz ohne lästigen Anmeldung und Du hilfst damit anderen Lesern.

Kommentare:
  • Almifosa

    Tja manche rennen aber aber seit 1jahr und 4 monaten zu über 15 Ärzten und nennen Symptome wie schmerzen im ganzen Arm. Zwischendurch immer mal wieder blau anlaufende Hand und Unterarm, jeden morgen wacht man mit einem schweren schmerzenden Arm auf der sich anfühlt als wurde dieser lakiert. Der Lack ist getrocknet und nun stelle man sich vor man möchte den Arm bewegen. Kribbeln Brennen der Hand was am besten zu beschreiben wäre mit : wenn man im Winter mit gefrorenen Händen ins warme kommt und dann die Hand warm wird…. spannungsgefühle, kribbeln brennen und das ganze bitte 10fach verstärkt vorstellen ! Wenn man den Arm bewegt hat der sich angefühlt wie eine entzündete Zahnfleischwunde.
    15 Ärzte ! Ich kam mir vor wie ein Alien ! Keiner konnte was mit meinen Symptomen anfangen darunter Unfallchirurgen, Orthopäden, Neurologen und Hausarzt ! Ergotherapeut und physiotherapeut ! Bis ich angefangen habe mich anatomisch schlau zu lesen. Und was man sich nicht alles anhören durfte… sie müssen jetzt mal langsam wieder arbeiten gehen! Reissen sie sich doch mal zusammen! Stelln sie sich doch nicht so an Ihre Hand sieht doch gut aus!!!
    Nach 1 jahr und 4 monaten habe ich mir einen termin beim Gefäßarzt durchs schlau lesen organisiert, durfte mir noch den Satz „ich glaub ja nicht das was bei raus kommt“ anhören bevor ich einen überweisungszettel bekam!
    Der Gefäßarzt konnte endlich mit meinen Symptomen was anfangen *lol* Ergebnis vorerst : mindestens eine Thrombose im Schultergürtel ganz nah an der stelle als ich mir damals meine schulter fast ausgekugelt habe (wurde auch alles viel zu spät und leider wieder nur durch meine aktive Diagnosesuche erkannt) Diagnose und Heilung noch nicht beendet !
    Manchmal denke ich, ich sollte mich mal beim Fernsehen melden….. ehrlich da fehlen einem die Worte !!!

  • Sebastian

    Als ich wegen einer Blinddarm-OP im Krankenhaus lag, hatte ich einen Bettnachbarn mit einer Thrombose. Das war nicht witzig. Obwohl er Heparin bekommen hat, ist die Thrombose nach einer OP aufgetreten. Sein Bein war schon ganz dunkel, als er in Krankenhaus eingeliefert wurde.

    Zum Glück konnten die Ärzte das Bein retten.

  • yvonne

    Ich habe schon zum glück 2 lungenebolie überlebt..seit den spritzte ich lovenox ich hab aber aufgehört zu spritzen und plötzlich merkte ich das mein gelenk sehr weh tat…..und eines tages sass ich beim pc und mein handgelenk fing an zu schmerzen wie wenn ich es mir irgendwo gestossen hätte…gleich dachte ich an eine handgelenk thrombose ich weiss nicht wie sich sowas äussert ich spürte keine einzige thrombose die ich hatte ich bekam nur irsinniges stechen in der schlter und bekam keine luft mehr daraufhin kam der notarzt der gesagt hat ich habe eine embolie und muss ins krankenhaus….jetzt meine frage: ich habe am handgelenk einen roten kreisförmigen fleck und es tut nur weh wenn ich drauf drücke und bläulich war die haut auch nicht sonder ROT und kreisförmiger fleck aber die stelle war sehr warm…was soll ich tun was kann das sein

  • Sebastian

    Gerade bei Deiner Vorgeschichte solltest Du umgehend einen Arzt aufsuchen. Wenn sich die Symptome verschlimmern, ist der Notruf 112 die richtige Anlaufstelle. Wir können hier keine Ferndiagnosen stellen.

  • LvB

    Die erste Thrombose hatte ich vor ca. 20 Jahren auf einem Langstreckenflug bekommen. Bein war kalt, hart und extrem schmerzhaft. Spâter hatte ich noch drei weitere Thrombosen, mit Wadenschmerzen und Schmerz in der Kniekehle aber ohne Schwellung und Verhärtung, danach dauerhaft unter Marcumar. Das ging viele Jahre gut, bis ich letztes Jahr eine urologische OP hatte (Varikozelen OP). Unter Heparin ist wieder eine Thrombose aufgetreten. Die Varikozele hat sich nach Einstellung auf Marcumar schlimmer als vorher (und beidseitig) wieder gebildet. Seit dem ständi Schmerzen der Hodenvene bis in den Bauchraum. Bin nochmal auf Heparin umgestiegen, da Varikozele noch einmal verôdet wurde. Nun wieder Marcumar und die Schmerzen in der Vene werden immer schlimmer. Kein Arzt hat eine Erklärung dafür, úberlege auf Xarelto umzusteigen, mit der Hoffnung auf weniger Schmerz, auch wenn es keine logische Erklârung gibt, oder gibt es doch eine ?

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