Symptome, Verbreitung, Vorbeugung von Gonorrhö - Was tun?
Tripper

Tripper Symptome

Unterbauchschmerzen gehören zur Symptomatik des fortgeschrittenen Trippers (Foto: PathDoc | Shutterstock)

Tripper (Gonorrhö)

Synonyme: Tripper, Gonorrhö, Morbus Neisser
Erreger: Neisseria gonorrhoeae (Bakterium)
Durchseuchung: ca. 0,5 Prozent der weiblichen Bevölkerung
ICD-10: A54.9
Klassifizierung: Infektionskrankheit, Geschlechtskrankheit, bakteriell
Therapie: Antibiose
Prognose: bei Behandlung gut
Ansteckung: sexuell übertragbar

Tripper (med.: Gonorrhö) gehört zu den vier klassischen Geschlechtskrankheiten und wird durch Bakterien – die sogenannten Gonokokken – ausgelöst. Tripper wird vor allem beim ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen. Während die Fallzahlen in Zeiten der HIV/AIDS-Angst mit zunehmender Kondom-Benutzung deutlich zurück gingen, steigen sie in den letzten Jahren wieder.

Die verbesserten Therapiemöglichkeiten von HIV/AIDS und der damit einhergehende sorglosere Umgang werden dafür verantwortlich gemacht. Der Tripper ist in Deutschland meldepflichtig. Man schätzt die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland auf 10.000 bis 20.000, was eine hohe Dunkelziffer beinhaltet.

Tripper Symptome

Ein Tripper kann lange Zeit symptomlos verlaufen. Auch ohne vorliegen von Symptomen ist der Erkrankte infektiös und kann die Krankheit weitergeben. Die typische Inkubationszeit liegt aber zwischen 2 und 7 Tagen.

Die typischen Anzeichen für Gonorrhö
Brennen beim Wasserlassen
morgendlicher weißer Tropfen aus der Harnröhre
weißer oder gelblicher Ausfluss aus der Vagina
Fieber
Schüttelfrost
Hautveränderungen
Rötung der Harnröhre
Entzündungsreaktionen
Hodenschwellung
Hodenschmerzen
Unterbauchschmerzen
häufiger Harndrang
verlängerte Regelblutung
Ausfluss aus dem After (bei analer Infektion)
Halsschmerzen (bei oraler Infektion)
Schmierblutung
geschwollene Lymphknoten in der Leistenregion

Was tun?

Tripper-Erreger Neisseria gonorrhoeae

Tripper-Erreger Neisseria gonorrhoeae (Abb.: royaltystockphoto.com | Shutterstock)

Wer den Verdacht hat, unter einem Tripper zu leiden, sollte unbedingt einen Arzt aufsuchen. Der Urologe bzw. Gynäkologe sind die richtige Anlaufstation hierfür.

Gonorrhö wird mit Antibiotika therapiert und heilt – bei rechtzeitiger Behandlung – i.d.R. folgenlos aus. Allerdings werden zunehmend Antibiotika-resistente Stämme beobachtet, für die es keine ursächliche Behandlung gibt.

Ohne Behandlung drohen allerdings ernste Gesundheitsfolgen. Die Infektion kann sich im Körper ausbreiten und zu Unfruchtbarkeit führen oder im Extremfall eine lebensbedrohliche Sepsis auslösen. Auch eine Infektion der Augen und anschließender Erblindung gehört zu den Komplikationen des Trippers.

Verbreitung

Man schätzt, dass etwa 0,5 Prozent mit dem Tripper auslösenden Bakterium Neisseria gonorrhoeae infiziert sind. Das tückische dabei: Nur etwa jede zweite Frau weiß von der Infektion.

Vorbeugung

Die Verwendung von Kondomen kann gegen eine Übertragung von Tripper schützen.

Patientenerfahrungen?

Dipl.-W.Inf. Sebastian Fiebiger
Medizinjournalist

Hast Du den Verdacht, dass Du unter einem Tripper leidest? Warum? Welche Symptome kannst Du an Dir beobachten? Warst Du schon beim Arzt? Beim Spezialisten? Welche Untersuchungen hat der veranlasst? Wie waren die Ergebnisse? Wirst Du bereits behandelt? Wie erfolgreich ist die Therapie? Hast Du Tipps oder Ratschläge für andere Betroffene? Weißt Du etwas über Gonorrhö, das hier fehlt?

Schreib uns Deine Erfahrungen, Ergänzungen und Fragen – direkt unter diesem Artikel, in den Kommentaren. Du hilfst damit auch anderen Betroffenen.

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