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Windpocken

Kleinkind mit Windpocken

Windpocken (medizinisch: Varizella) ist eine Virusinfektion, die vor allem bei Kindern im Vorschulalter auftritt. Das auslösende Virus (Variella-Zoster-Virus) wird durch Tröpfcheninfektion übertragen und ist hoch-infektiös. Der Erreger kann auch durch die Luft über Entfernungen von einigen Metern übertragen werden, woher die Erkrankung ihren Namen („Wind-“) hat.

Nach einer durchgemachten Windpocken-Infektion besteht lebenslange Immunität. Allerdings bleiben auch nach der Erkrankung Viren im Körper zurück und können später – vor allem in Phasen eines geschwächten Immunsystems – die sog. Gürtelrose auslösen.

Gegen Windpocken ist eine Schutzimpfung verfügbar. Die Erkrankung ist in Deutschland meldepflichtig.

Windpocken Symptome

Kinderkrankheiten: Typischer Ausschlag bei Scharlach, Windpocken, Röteln und Masern

Kinderkrankheiten: Typischer Ausschlag bei Scharlach, Windpocken, Röteln und Masern
(Abb.: Tkachenko Olha | Shutterstock)

Die typischen Symptome der Kinderkrankheit
roter, stark juckender Hautausschlag
schubweise Ausbreitung des Ausschlags
später Bildung von flüssigkeitsgefüllten Bläschen (hochinfektiös)
später Krustenbildung
Fieber (meist nur kurz)
Kopfschmerzen
Gliederschmerzen
Müdigkeit
allgemeines Krankheitsgefühl

Windpocken Bilder

Inkubationszeit

Die Inkubationszeit – also die Zeit zwischen der Infektion und dem Auftreten erster Symptome – beträgt bei Windpocken etwa 10-20 Tage. Bereits am Ende der Inkubationszeit ist der Infizierte selbst infektiös.

Windpocken bei Erwachsenen

Windpocken bei Erwachsenen sind aufgrund der hohen Durchseuchung der Bevölkerung und der damit einhergehenden Immunität eher selten. Erkranken Erwachsene an Windpocken, ist der Krankheitsverlauf meist deutlich schwerer, weshalb ebenfalls eine ärztliche Begleitung stattfinden muss. Der Spektrum der möglichen Komplikationen – wie Hirnhautentzündungen, Leberentzündungen und Lungenentzündungen – ist noch breiter als bei einer kindlichen Infektion.

Was tun?

Flüssigkeitsgefüllte Bläschen fortgeschrittener Windpocken

Flüssigkeitsgefüllte Bläschen fortgeschrittener Windpocken (Foto: 501room | Shutterstock)

Wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihr Kind an Windpocken leidet, suchen sie bitte einen Kinderarzt auf. Es empfiehlt sich, die Praxis vorab anzurufen, damit Infektionsschutzmaßnahmen ergriffen werden können.

Bei ansonsten gesunden Kindern werden die Windpocken nur symptomatisch behandelt. (Fiebersenkung, Linderung des Juckreizes) Bei einer bestehenden Schwächung des Immunsystems werden häufig zusätzlich Virustatika verabreicht.

Eine ärztliche Begleitung der Krankheit ist aber in jedem Fall wichtig, um die Gefahr gefährlicher Komplikationen wie bakterielle Superinfektionen, Hirnentzündungen und Lungenunterzündungen zu senken.

Variella-Zoster-Virus löst erst Windpocken und später Gürtelrose aus

Variella-Zoster-Virus löst erst Windpocken und später Gürtelrose aus (Abb. Alila Medical Media | Shutterstock)

Impfung

Gegen die Windpocken ist eine Schutzimpfung verfügbar. Die Immunisierung ist sowohl als Einzelimpfstoff als auch als Teil einer 4-fach Impfung verfügbar. Die sogenannte MMRV-Impfung immunisiert gegen Masern, Mumps, Rötel und Windpocken. (M-Mumps, M-Mumps, R-Röteln, V-Varizellen) Man geht davon aus, dass die Windpocken-Schutz etwa 10-20 Jahre vorhält.

Patientenerfahrungen?

Dipl.-W.Inf. Sebastian Fiebiger
Medizinjournalist

Hast Du den Verdacht, dass Dein Kind unter Windpocken leidet? Warum? Welche Symptome kannst Du an ihm beobachten? Warst Du schon mit ihm beim Arzt? Welche Untersuchungen hat der veranlasst? Wie waren die Ergebnisse? Wie wird behandelt? Wie erfolgreich ist die Therapie? Hast Du Tipps oder Ratschläge für andere Eltern, deren Kinder an Windpocken erkrankt sind? Weißt Du etwas über die Krankheit, das hier fehlt?

Schreib uns Deine Erfahrungen, Ergänzungen und Fragen – direkt unter diesem Artikel, in den Kommentaren. Du hilfst damit auch anderen Betroffenen.

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Foto: Kleinkind mit Windpocken (Foto: Asisyaj | Shutterstock)