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Schwangerschaft

Autogenes Training für Schwangere als Geburtsvorbereitung

Nach medizinwissenschaftlichen Standards erstellt und geprüft. [Hinweise]
Autogenes Training in der Schwangerschaft

Autogenes Training in der Schwangerschaft (Foto: Cultura Motion | Shutterstock)

In diesem Artikel: Wie autogenes Training die Geburt erleichtern kann und warum es auch in der darauffolgenden Säuglingsphase hilfreich ist.

ICD-10: O00-O99 Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett

Ärztliche Anlaufstellen: Gynäkologe

Lesezeit: 4 Minuten

Die Geburt des eigenen Kindes ist ohne Zweifel das wichtigste und schönste Ereignis im Leben einer Frau. So wunderschön diese Erfahrung auch sein kann, nie wieder wird ´frau´ so an ihre Grenzen gehen müssen, wie im Verlauf einer Entbindung. Ganze zehn Mondmonate, das sind neun „normale“ Monate, bereitet sich der Körper einer schwangeren Frau auf die Geburt vor. Stolz tragen die meisten werdenden Mütter ihren immer runderen Bauch vor sich her und fühlen mit wohliger Begeisterung die immer festeren Fußtritte und Boxstöße des Ungeborenen. Doch spätestens mit dem langsamen Ende der Schwangerschaft kommen auch erste Zweifel und Ängste auf. In vielen schlaflosen Nächten kreisen die Gedanken nur um ein Thema: Die Geburt!

Methoden zur Entspannung für werdende Mütter

Um werdende Mütter in dieser beunruhigenden Phase zu unterstützen und um unnötige Ängste abzubauen, gibt es heutzutage verschiedene Methoden zur Entspannung. Oft bietet sich den werdenden Eltern sogar ein unüberschaubares Angebot an gut gemeinten Hilfestellungen, Ratschlägen und Kursen. Nehmen Sie sich Zeit all diese Möglichkeiten genau unter die Lupe zunehmen und verlassen Sie sich bei der Entscheidung auf Ihr Bauchgefühl.

Die gängige Vorstellung: Schmerzen & Gefahr

Viele Menschen stellen sich die Geburt eines Kindes schmerzvoll und gefährlich vor. Durch diese Vorstellung entstehen schnell Angst und Anspannung. Diese negativen Einflüsse lassen die Muskeln, die den Unterleib der Frau durchziehen, verspannen. Es entsteht ein Widerstand an der Öffnung des Muttermundes, dadurch öffnet dieser sich während einer Geburt oft langsamer oder im schlimmsten Fall nur noch mit Hilfe einer PDA (Periduralanästhesie). Eine PDA kann nur während der Eröffnungsphase durch einen Anästhesisten durchgeführt werden, dabei wird nach örtlicher Betäubung ein kleiner Schlauch in das Gewebe rund um das Rückenmark gelegt. So kann kontinuierlich Schmerzmittel verabreicht werden. Schmerzfrei kann sich die werdende Mutter wieder entspannen und die Geburt schreitet dann meist sehr zügig voran.

Autogenes Training gegen das Angst-Spannungs-Schmerz-Syndrom

Durch „Autogenes Training“ lassen sich Komplikationen während der Geburt leicht vermeiden. Das Unterbrechen des „Angst-Spannungs-Schmerz-Syndroms“ hilft während der Wehen die Muskulatur um den Beckenboden zu entspannen und sich für die bevorstehende Geburt zu öffnen. Dadurch werden Schmerzen gelindert und die Wehenanzahl und Wehendauer bis zu einem Drittel verringern. Eine positive Einstellung zu sich und seinem Körper hilft, der Geburt gelassener entgegenzusehen. Beschwerden wie Verstopfung, Sodbrennen oder Kreislaufprobleme werden verringert. Durch Abbau von Nervosität, Unsicherheit und Schlafstörungen gelingt es während der anstrengenden Geburt trotzdem in kurzer Zeit Energie aufzutanken und mit Schwierigkeiten besser fertig zu werden.

Autogenes Training als Geburtshilfe

Autogenes Training in der Geburtsvorbereitung

Autogenes Training in der Geburtsvorbereitung (Foto: Syda Productions | Shutterstock)

„Autogenes Training“ in der Geburtsvorbereitung und als Geburtshilfe ist eine besonders empfehlenswerte und optimale Vorbereitung für die Entbindung. Da die Erfolgsquoten hoch sind, bieten die meisten Geburtskliniken „Autogenes Training als Geburtshilfe“ für Schwangere an. Die Fakten sprechen für sich. Die so genannte Eröffnungsphase, das ist die Phase während einer Geburt in der sich der Muttermund öffnet, ist sehr anstrengend für die werdende Mutter, da die Wehen in immer kürzeren Abständen folgen. Bis die zehn Zentimeter des Muttermundes geöffnet sind, vergehen oft Stunden. Helfen Sie sich durch diese mehr oder weniger lange Phase der Geburt mit „Autogenem Training“, wird die Eröffnungsperiode um bis zu drei Stunden verkürzt. Das bedeutet weniger lange Anstrengung für Körper und Geist, längere Erholungsphasen und mehr Kraft für den Endspurt, die Austreibungsphase.

Gezielte Entspannung auch in ungewohnten Situationen

Gezielt lehren ausgebildete Gesundheitspsychologen in Kursen sich auch in ungewohnten und unruhigen Situationen und Gegebenheiten zu Entspannen. Das ist für eine Geburt und auch für die Zeit mit einem Säugling sehr von Vorteil. Bei der Eröffnungsperiode erweitert sich der Muttermund umso rascher, je entspannter die Schwangere der Geburt und dem Neugeborenen entgegen blickt.

„Autogenes Training“ stärkt das Vertrauen in Ihre eigene Person und lässt Sie die Geburt als natürlichen und gefahrlosen Prozess betrachten. Verlassen Sie sich auf Ihr Gefühl, Sie und Ihr Baby werden die Geburt gemeinsam meistern und dieses Erlebnis wird Sie zusammenschweißen und für schwierige Zeiten im Mutter-Kind-Dasein wappnen. Im Zweifelsfall besprechen Sie Ihre Entscheidungen, Vorhaben und Wünsche mit Ihrem Arzt oder mit der Hebamme Ihres Vertrauens.

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