• Home
  • Magazin
  • Men
  • Blog
  • Style
  • Finanzen
  • Gesundheit
  • Reise
  • Stars
  • Lifestyle
  • Sport
  • Tech
  • Wissen
  • Fragen

Fragen & Antworten
Ist Sport in der Schwangerschaft erlaubt?

Nach medizinwissenschaftlichen Standards erstellt und geprüft. [Hinweise]
Sport in der Schwangerschaft hilft Mutter und Kind

Sport in der Schwangerschaft hilft Mutter und Kind (Foto: Dmitry Melnikov | Shutterstock)

Dürfen Schwangere Sport treiben? Wann schadet und wann hilft es dem Kind? Wo liegen die Grenzen?

ICD-10: O00-O99 Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett

Ärztliche Anlaufstellen: Gynäkologe

Lesezeit: 3 Minuten

In der Schwangerschaft müssen viele Abstriche im Alltag gemacht werden. Ob es sich um Ernährungsgewohnheiten handelt oder generell um einen bestimmten Lebensstil, das Ungeborene ist ausgesprochen empfindlich auf jegliche Störung des Mutterleibes. Lange Zeit glaubten werdende Mütter auch, sie müssten während der Schwangerschaft auf Sport verzichten – doch bereits seit der Studie der Bewegungsphysiologin May aus Washington 2011 haben sich diese Befürchtungen in Luft aufgelöst. Inzwischen gelten ganz andere Richtlinien.

Studien: Sport in der Schwangerschaft tut auch dem Kind gut

Die Auswirkungen von Sport in der Schwangerschaft auf das Kind waren längere Zeit ungeklärt, doch Mediziner und Wissenschaftler tendierten eher zur Vorsicht. Schließlich könnten die Erschütterungen im Mutterleib und der Anstieg der Herzrate negative Auswirkungen auf das Kind haben. Doch das ist offensichtlich nicht der Fall – im Gegenteil: gerade der Anstieg der Herzrate bei der Mutter ist für das Kind von besonderem Vorteil.

Wenngleich man zunächst davon ausging, dass der Puls der Mutter keinen direkten Einfluss auf das Kind hat, konnte 2013 dank zahlreicher Studien in den USA und Deutschland das Gegenteil bewiesen werden. Steigt die Herzrate bei den Müttern, steigt auch die bei den ungeborenen Kindern. Während bei einem Ungeborenen ein Puls von 140 Schlägen pro Minute dem Normalfall entspricht, weisen die Babys im Mutterleib nach dem Sport der Schwangeren etwa einen Puls von 160 auf – und beruhigten sich dann schnell wieder. Dieser Umstand trainiert die Kinder mit und hat positive Auswirkungen auf ihr späteres Leben.

Die Vorteile für das Kind

Sport ist auch in der Schwangerschaft erlaubt

Sport ist auch in der Schwangerschaft erlaubt (Foto: Federico Marsicano | Shutterstock)

Das passive Training des Kindes stärk dessen Herzmuskulatur und macht es weniger anfällig auf Herzrhythmusstörungen und andere ähnliche Herzkrankheiten, sowohl im Mutterleib als auch im späteren Leben. Diese Erkenntnisse sind bahnbrechend uns sollten nach Möglichkeit von jeder Mutter genutzt werden. Dabei muss nicht auf ausgesprochene Schonung Wert gelegt werden – auch intensiver Sport ist gut für das Kind und zeigt keinerlei negative Auswirkungen.

Sport wirkt gegen Schmerzen bei der Geburt

Inzwischen weiß man, dass Sport während der Schwangerschaft die Geburtsschmerzen erträglicher macht. Die Bewegung sorgt für die Ausschüttung von Beta-Endorphinen, die das Wohlbefinden steigern und die Schmerzwahrnehmung dämpfen.

Die Grenzen

Allerdings gilt auch hier, wie für alle Angewohnheiten im Alltag einer Schwangeren, dass es eine Grenze gibt, die nicht überschritten werden sollte. Diese ist jedoch so hoch, dass sie im Prinzip vom Wohlbefinden der Mutter her gar nicht überquert werden kann. Auf die Zeichen des eigenen Körpers sollte also besonderer Wert gelegt werden.

Bist Du schwanger oder warst Du schwanger?

Hast Du Sport getrieben? Hast Du Tipps für gute Übungen während der Schwangerschaft?

Schreib uns Deine Meinung, Erfahrungen und Fragen. Wir freuen uns auf Deinen Kommentar – direkt unter diesem Artikel. Du hilfst damit auch anderen Lesern.

Dein Kommentar:
« Alkohol in der Schwangerschaft – wirklich tabu?
» Ist Kaffee in der Schwangerschaft erlaubt?