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Statistik: Saarländer sind besonders krank

Die Saarländer sind besonders krank

Die Saarländer sind besonders krank (Foto: michaeljung | Shutterstock)

(Saarbrücken) Die Saarländer leiden im Vergleich zum Bundesdurchschnitt deutlich häufiger unter chronischen Erkrankungen und Depressionen. Sie besuchen häufiger Ärzte und Krankenhäuser.

Es gibt sicher schönere Statistiken, die man als Gesundheitsminister eines Bundeslandes verkünden kann, als die, die zeigt, dass die Bewohner besonders krank sind. Dennoch ist das Saarländische Gesundheitsministerium in die Offensive gegangen und hat die Auswertung einer Umfrage veröffentlicht, die man 2008 beim Robert-Koch-Institut in Auftrag gegeben hatte.

Den Ergebnissen zufolge leiden Saarländer deutlich häufiger an chronischen Erkrankungen als das im Bundesdurchschnitt der Fall ist. Während im gesamten Bundesgebiet rund 42,3 Prozent der Bevölkerung an einer chronischen Erkrankung leiden, sind es im Saarland 47,7 Prozent. Auch der Anteil der an einer Depression Erkrankten liegt mit 11,6 Prozent deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 8 Prozent. Damit einher geht eine deutlich höhere Zahl an Krankenhausaufenthalten und Arztbesuchen.

Zahlen Saarland vs. Bundesrepublik

Krankenhausaufenthalte:
Saarland: 2,3 Nächte (Männer) 2,4 Nächte (Frauen)
Bund: 1,9 Nächte (Männer) 1,8 Nächte (Frauen)

Arztbesuche:
Saarland: 6,2 Mal (Männer) 6,1 Mal (Frauen)
Bund: 4,7 Mal (Männer) 5,7 Mal (Frauen)

Saarländer rauchen weniger und essen ungesünder

Auf der Suche nach den Ursachen, gibt die Statistik ebenfalls erste Anhaltspunkte. Der Anteil der Raucher an der Bevölkerung liegt nur leicht unter dem Bundesdurchschnitt. Allerdings essen die Saarländer deutlich weniger Obst und Gemüse. Gesundheitsminister Weisweiler will die Daten als Grundlage für bessere Präventivmaßnahmen nutzen.

Schade, dass keine Vergleichszahlen aus anderen Bundesländern veröffentlicht wurden. Interessant wären vor allem die Großstädte.

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