Die typischen Anzeichen der Zuckerkrankheit
Diabetes Symptome

Diabetes

Diabetes (Foto: macgyverhh | iStockphoto | Thinkstock)

Diabetes mellitus, im Volksmund auch einfach Zuckerkrankheit genannt, ist eine chronische Stoffwechselerkrankung, welche den Zuckerstoffwechsel des Blutes betrifft.

Reguliert wird der Zuckerstoffwechsel primär durch das körpereigene Hormon Insulin, welches in der Bauspeicheldrüse hergestellt wird. Beim gesunden Menschen wird in der Regel genau die Menge an Insulin produziert, die vom Körper benötigt wird, um den Blutzuckerwert auf einem Niveau zu halten, welches den Zellen im Körper keinen Schaden zufügt. Bei einem an Diabetes erkrankten Menschen ist die körpereigene Regulierung aus verschiedensten Gründen nicht mehr ausreichend gewährleistet, was zu erhöhten Blutzuckerwerten führt. Die Folgen einer Diabeteserkrankung sind erheblich, was vor allem zutrifft, wenn die Erkrankung über viele Jahre unbehandelt geblieben ist.
Häufig betroffen sind die Nieren, was bis zu einem vollkommenen Nierenversagen führen kann. Dies hat zur Folge, dass der Betroffenen mehrmals in der Woche zur Dialyse müssen, wo das Blut gereinigt wird. Des Weiteren sind auch häufig die Augen betroffen, da die kleinen, feinen Äderchen durch den erhöhten Blutzuckerwert nicht mehr ausreichend durchblutet werden.

Folgen von Diabetes

Erhebliche Sehbehinderungen können auftreten, in letzter Konsequenz sogar die vollkommene Erblindung. Auch das taktile Empfinden wird durch eine Diabeteserkrankung beeinträchtigt, da die Nervenbahnen- und Enden durch den erhöhten Zuckergehalt im Blut absterben. Betroffenen berichten, Berührungen nähme man so wahr, als wäre die Haut bedeckt mit einer dicken Lederschicht. Zu guter Letzt bleiben auch die großen Blutgefäße im Körper durch den erhöhten Zuckerwert nicht unbeschädigt. Bereits kleinere Wunden können zu starken Entzündungen führen, die im schlimmsten Fall nicht mehr ausreichend verheilen. Die Folge ist, dass das Körpergewebe abstirbt. Ist der Prozess weiter fortgeschritten, müssen die betroffenen Extremitäten amputiert werden, da der Körper die offenen Wunden nicht verschließen kann.

Diabetes ist mit Insulin heute gut therapierbar

Diabetes ist mit Insulin heute gut therapierbar (Foto: Anette Romanenko | iStockphoto | Thinkstock)

Diabetes Typ 1

Symptome des Typ 1 Diabetes

  • ständiger Harndrang
  • starkes Durstgefühl
  • Schwäche, Abgeschlagenheit, Leistungsabfall
  • unerklärlicher Gewichtsverlust

Es muss zwischen zwei Diabetestypen unterschieden werden. Bei Typ 1 handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung. Körpereigene Zellen greifen das Gewebe der Bauchspeicheldrüse an und zerstören es. Die Symptome sind schwer und treten möglicherweise innerhalb von relativ kurzer Zeit auf, so dass der Typ 1 in der Regel schnell erkannt wird. Häufiger, intensiver Harndrang ist eine Folge dieser Erkrankung, verbunden mit einem erhöhten Flüssigkeitsverlust. Um diesen Flüssigkeitsverlust zu kompensieren, haben Betroffene häufig ein starkes Durstgefühl, das sehr auffällig ist. Des Weiteren ist innerhalb von wenigen Wochen oder gar Tagen ein dramatischer Gewichtverlust zu verzeichnen, der auf normalem Wege nicht erreicht werden könnte. Auch müssen Betroffenen einen starken Leistungsabfall verzeichnen, der mit einem Schwächegefühl einhergeht.

Diabetes Typ 2

Symptome des Typ 2 Diabetes

  • nächtlicher Harndrang
  • starkes Durstgefühl
  • Schwäche, Abgeschlagenheit, Leistungsabfall
  • Kopfschmerzen
  • juckende Haut
  • Infektanfälligkeit

Diabetes Typ 2 wird hauptsächlich durch falsche Ernährung, Übergewicht und Bewegungsmangel verursacht. Mehr als 90 Prozent der Erkrankten leiden an diesem Typen. Kennzeichnend ist, dass die Körperzellen eine Insulinresistenz aufbauen, so dass das vom Körper ausgeschüttete Hormon Insulin keine ausreichende Wirkung mehr hat. Betroffenen berichten in der Regel von einem erhöhten Durstgefühl und einem damit verbundenen gestiegenen Harndrang. Auch die Anfälligkeit für Infekte der Harnwege und der Haut ist erhöht. Kleinere Wunden verheilen schlecht und brechen immer wieder auf. Ein erhöhter Juckreiz wird nicht selten von Betroffenen beklagt, ebenso eine körperliche Mattheit. Es fehlt Energie und Elan, stattdessen haben sie Probleme mit Abgeschlagenheit, Müdigkeit und Kopfschmerzen. Nicht selten zählen auch Schwindelanfälle, Muskelkrämpfe und eine allgemeine Übelkeit zu den Symptomen. Ist die Erkrankung bereits fortgeschritten, können auch plötzliche Verschlechterung der Sehfähigkeit, Brustschmerzen sowie ein Kribbeln in den Beinen als Symptome auftreten.

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