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Symptome und Anzeichen einer Ebolainfektion

Ebola Symptome

Die Symptome von Ebola

Die Symptome von Ebola (Foto: 2nix Studio | Shutterstock)

►︎ ICD-10: A98.4

Ebola Symptome

Das Symptomspektrum von Ebola
hohes Fieber
Erbrechen
Durchfall
Bauchschmerzen
Magenkrämpfe
Kopfschmerzen
Schüttelfrost
Halsschmerzen
Muskelschmerzen
Darmblutungen
blutende Augen
Blutungen im Genitalbereich
Hautausschlag
Lähmungserscheinungen
Psychosen
Müdigkeit
Abgeschlagenheit
ausgeprägtes Krankheitsgefühl
Blutungen im Mund- und Rachenraum
typische Grippesymptome
Übelkeit
Blut im Urin
Blut im Stuhl
Appetitlosigkeit
Krämpfe
Kreislaufzusammenbrüche
Bindehautentzündung

Wie kann man Ebola erkennen?

Es ist nicht einfach, Ebola zu diagnostizieren. Die Erkrankung beginnt mit unspezifischen Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen und Fieber. Erst ab dem dritten bis siebten Tag kommen spezifischere Symptome wie verminderte oder ausbleibende Ausscheidung bis zum Nierenversagen und die typischen hämorrhagischen Blutungen dazu. Häufig entsteht erst dann der Verdacht auf Ebola. Problematisch ist, dass Körperflüssigkeiten wie Urin und Erbrochenes sowie Schweiß ansteckend sein können. Das bedeutet, dass das Virus bereits weitergegeben werden kann, bevor eine meldepflichtige Diagnose gestellt ist.

Ansteckungsgefahr

Die Ansteckungsgefahr bei Ebola ist relativ hoch. Zum einen, weil die Diagnose oft erst Tage nach dem Ausbruch der Krankheit gestellt werden kann und damit Vorsichtsmaßnahmen oft erst verspätet eingeleitet werden. Anstecken kann man sich über Körperflüssigkeiten wie Urin, Blut, Erbrochenes oder Sputum. Vor allem der direkte Körperkontakt mit Erkrankten ist nach Angaben des Robert-Koch-Instituts ein Ansteckungsrisiko. Die Inkubationszeit beträgt in den meisten Fällen 8 bis 12 Tage, kann aber zwischen 2 und 21 Tagen liegen. Die Infizierten sind während der Inkubationszeit noch nicht ansteckend, aber vor dem Ausbruch der Erkrankung ist die Infektion auch nicht nachweisbar. Sollte es einen begründeten Verdacht auf eine Infektion geben, müssen die Patienten umgehend in eine Isolierstation verbracht werden, um eine Verbreitung der Erkrankung im Ernstfall zu vermeiden.

Schematische Darstellung des Ebola-Virus

Schematische Darstellung des Ebola-Virus (Foto: SunnySideUp | Shutterstock)

Die ersten Symptome und Vorsichtsmaßnahmen

Die ersten Symptome sind hohes Fieber und Kopf- und Muskelschmerzen. Verzeinzelt wurde bereits zu Beginn des Ausbruchs auch ein Ausschlag beobachtet, der mit kleinen Papeln bedeckt ist. Auch eine Entzündung der Rachenschleimhaut wird häufig beobachtet – ebenso wie Durchfälle und Erbrechen. Am 5. bis 7. Tag der Erkrankung treten dann die typischen Blutungen aus den Schleimhäuten auf, die den Verdacht auf Ebola erhärten. Beim Auftreten der ersten Symptome sollte bereits geklärt werden, ob der Patient in den letzten 21 Tagen risikobehafteten Situationen ausgesetzt war, dazu gehören beispielsweise ein Aufenthalt in Gebieten, in denen die Erkrankung in den letzten 6 Monaten aufgetreten ist, oder berufliche Tätigkeit in einem Labor, das mit Ebolavirenstämmen arbeitet. Natürlich gehört dazu auch der Kontakt mit bekannt infizierten Personen. Der definitive Nachweis der Infektion wird durch eine Laboruntersuchung erbracht.

Kann eine der Risikofragen mit Ja beantwortet werden, muss umgehend das Gesundheitsamt informiert werden. Ebenso muss Kontakt zu einem der Schutz- und Kompetenzzentren aufgenommen werden, die Adresse erhält man vom zuständigen Gesundheitsamt, dass auf Wunsch auch den Kontakt herstellt. Umgang mit Infektverdächtigen Personen sollte ohne entsprechende Schutzkleidung dringend vermieden werden.

Was tun bei Verdacht auf Ebola?

Beim Verdacht auf eine Infektion sollte zunächst der Hausarzt informiert werden, dies sollte telefonisch geschehen. Der Hausarzt wird dann weitere Maßnahmen einleiten, wie beispielsweise die Information des Gesundheitsamts. Auf keinen Fall sollte man belebte Plätze wie das Wartezimmer des Arztes aufsuchen, um eine Ansteckungsgefahr für andere Menschen zu vermeiden.

Eine Behandlung der ursächlichen Infektion gibt es leider nicht. Die Betroffenen werden symptomatisch behandelt. Das bedeutet, dass sie intensivmedizinisch betreut werden unter der besonderen und individuellen Einbeziehung des Elektrolythaushalts, der durch die Symptomatik Erbrechen und die Störung des Ausscheidungsverhaltens deutlich gestört ist.

Ebola ist hochinfektiös und endet meistens tödlich. Wer nicht daran stirbt ist für die nächsten zehn Jahre gegen den auslösenden Virenstamm immun. Die Ansteckungsgefahr in Deutschland ist sehr gering. Dazu muss man Körperkontakt zu einem Erkrankten oder zu dessen Körperflüssigkeiten haben. Auch ein Flug in der gleichen Maschine mit einem Erkrankten bedingt nur ein geringes Risiko. Für diesen Fall haben die Gesundheitsämter eine engmaschige Kontrolle der Betroffenen vorgesehen, so dass auch hier eine optimale Vorsorge gewährleistet bleibt.

Was ist Ebola?

Patienten mit den typischen Symptomen von Ebola müssen isoliert werden

Patienten mit den typischen Symptomen von Ebola müssen isoliert werden (Foto: igor.stevanovic | Shutterstock)

Ebola ist eine Abkürzung für das Ebolafieber, welches durch das Ebolavirus hervorgerufen wird. Diese Erkrankung verläuft in mindestens der Hälfte aller Fälle tödlich. Man unterscheidet fünf natürliche Typen des Virus. Allerdings gelten nur vier Arten des Virus als für den Menschen gefährlich. Woher das Virus primär stammt, ist unbekannt. Lediglich in Gorillas und anderen Primatenarten, die man verendet gefunden hat, wurde der Erreger nachgewiesen, es gilt aber als erwiesen, dass auch diese nicht der natürliche Wirt des Virus sind.

Dipl.-W.Inf. Sebastian Fiebiger
Medizinjournalist

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