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Symptome

Eisenmangel Symptome

Eisenmangel

Eisenmangel lässt sich im Labor bestimmen (Foto: Scanrail | Bigstock)

In diesem Artikel: Eisenmangel Symptome: Welche Symptome für Eisenmangel typisch sind und was Schwierigkeit dabei ist, mit welchen Anzeichen sich die Eisenmangel-Anämie bemerkbar macht und was zu tun ist, wenn Symptome auftreten

ICD-10: E61.1 Eisenmangel, D50 Eisenmangel-Anämie

Ärztliche Anlaufstellen: Hausarzt, Allgemeinmediziner, Internist, Gynäkologe (Frauenarzt)

Lesezeit: 6 Minuten

Eisenmangel Symptome

Symptome und frühe Anzeichen des Eisenmangels
Blässe
brüchige oder rissige Fingernägel
trockene Haut
helle Schleimhäute
Risse in den Mundwinkeln
Haarausfall
Kopfschmerzen
Konzentrationsschwierigkeiten
Vergesslichkeit
eingeschränkte Leistungsfähigkeit
Gereiztheit
Nervosität
chronische Müdigkeit
schnelle Erschöpfbarkeit
leichter Schwindel
Kribbeln in Armen und Beinen
Schluckbeschwerden
Appetitlosigkeit
Sodbrennen
Restless-Legs-Syndrom (unruhige Beine)
häufiges Frieren, Kältegefühl
brennende Zunge
stumpfe, splissige Haare
Neigung zu Infekten
Kurzatmigkeit
Schwächeanfälle
Herzprobleme
Ohrensausen
Hohlnägel (Fuß- oder Fingernägel biegen sich nach innen)
Sehstörungen
kurze Bewusstlosigkeit
Übelkeit
Erbrechen
erhöhte Atemfrequenz
Herzklopfen
erhöhter Puls
Aphten (Entzündungen im Mundraum)
komische Essgelüste (z.B. Appetit auf Erde oder Kalk)
rissige Lippen

Für den Laien ist es schwierig – wenn nicht gar unmöglich – Eisenmangel als Ursache einer Erkrankung oder eines Unwohlseins zu erkennen. Denn vor allem die Anfangssymptome werden entweder verharmlost oder kommen auch bei anderen Krankheitsbildern vor.

Um die Ursache für die Symptome zu verstehen, muss man erst einmal wissen, wofür der Körper überhaupt Eisen benötigt. Eisen ist ein wichtiger Bestandteil des Blutes. Es ist beteiligt an der Blutbildung, verleiht den roten Blutkörperchen ihre Farbe und sorgt dafür, dass genau diese roten Blutkörperchen Sauerstoff binden können. Einfach ausgedrückt heißt das, je mehr Eisen im Blut, desto mehr Sauerstoff ist vorhanden, um die Körperzellen zu versorgen und ihre Funktion zu gewährleisten.

Besteht noch eine Sideropenie und keine mangelbedingte Anämie, sind Symptome wie Müdigkeit, verminderte Konzentration, Blässe, allgemeine Abgeschlagenheit und Krankheitsgefühle, Kopfschmerzen und Schwindelgefühle häufig anzutreffen, aber nicht stark ausgeprägt. Bei einer Anämie kommen zusätzlich Angina Pectoris, Haarausfall, kreislaufbedingte Ohnmacht, Schlafstörungen und Tachykardie hinzu. Da die Symptome einer reinen Sideropenie nicht unbedingt mit Eisenmangel in Verbindung gebracht werden, werden sie häufig ignoriert bis sie sich stark verschlimmert haben oder bereits eine Anämie vorliegt.

Symptome sind unspezifisch

Die meisten Symptome des Eisenmangels sind unspezifisch

Die meisten Symptome des Eisenmangels sind unspezifisch (Foto: racorn | Shutterstock)

Leider sind viele Symptome des Eisenmangels unspezifisch. Nehmen wir einmal die Blässe. Wer denkt bei blasser Gesichtshaut an Eisenmangel? Eher wird das müde Antlitz doch mit Schlafmangel oder Stress begründet. Brüchige und rissige Fingernägel – ein weiteres typisches Anfangssymptom – findet selten Beachtung oder wird als Tollpatschigkeit abgetan, weil man ständig irgendwo hängen bleibt.

Trockene Haut und helle Schleimhäute sind ebenfalls typische Anzeichen einer beginnenden Unterversorgung mit Eisen. Diese Anzeichen werden meistens genauso ignoriert wie kleine Risse in den Mundwinkeln. Der bei Eisenmangel auftretende Haarausfall ist für die Betroffenen schon eher ein Anlass, einen Arzt aufzusuchen. Der wird jedoch unter Umständen erst einmal erbliche oder hormonelle Ursachen vermuten.

In Kenntnis der beiden Aufgaben von Eisen, bei der Blutbildung zu helfen und Sauerstoff an die roten Blutkörperchen zu binden, ist es nicht verwunderlich, dass bei einem Eisenmangel Symptome wie Kopfschmerzen, Konzentrationsmangel, Vergesslichkeit, Leistungsabfall, Gereiztheit, Nervosität, Müdigkeit und Erschöpfung bis hin zu leichtem Schwindel und Kurzatmigkeit auftreten. Auch dafür lassen sich harmlose „Erklärungen“ finden – Stress, Überarbeitung und Schlafmangel zum Beispiel. Dass es sich hierbei um die ersten Anzeichen einer Blutarmut – der sogenannte Anämie – handeln kann, wissen die meisten Patienten nicht. Auch für das Kribbeln in Armen und Beinen, welches aufgrund des Sauerstoffmangels mit der Zeit auftreten kann, sucht man den Grund eher in einem eingeklemmten Nerv oder einem verschobenen Wirbel, als dass man seine Blutwerte überprüfen lassen würde.

Kommen Schluckbeschwerden, Appetitlosigkeit, Sodbrennen oder Magen-/Darm-Probleme hinzu, so denken nur die Wenigsten als erstes an Eisenmangel. Eine Ursache innerhalb Verdauungssystems erscheint deutlich plausibler.

Ist die Unterversorgung mit dem Spurenelement Eisen bereits fortgeschritten, so kann in seltenen Fällen das Restless-Legs-Syndrom (die ‚unruhigen Beine‘) auftreten. Weitaus häufiger sind allerdings Herzprobleme.

Gesamtheit der Symptome weckt Verdacht auf Eisenmangel

Da sich aus einzelnen Symptomen kaum Rückschlüsse auf einen Eisenmangel führen lassen, kommt es auf die Häufung an. Treten mehrere der genannten Symptome auf, lohnt sich eine Abklärung beim Arzt. Das Gleiche trifft zu, wenn einzelne Symptome zum ersten Mal im Leben oder auf untypische Weise auftreten. Eine sichere Diagnosestellung ist nur durch eine Blutanalyse möglich.

Eisenmangel – bei Verdacht zum Arzt

Eisenmangel sollte nie auf die leichte Schulter genommen werden. Ganz wichtig ist es, bei Symptomen wie hellem Zahnfleisch, anhaltender Müdigkeit, Konzentrationsmangel und Haarausfall einen Arzt aufzusuchen und die Ursache abklären zu lassen. Nur so kann man sicher sein, dass eine Unterversorgung mit Eisen nicht fortschreiten und ernsthafte Komplikationen nach sich ziehen kann. Auf keinen Fall darf eine Eigentherapie gestartet werden, da bei der Einnahme hochdosierter Eisenpräparate die Gefahr einer Überdosierung besteht.

Symptome der Eisenmangel-Anämie

Anämie - schematische Darstellung

Anämie – schematische Darstellung (Abb.: radubalint | Bigstock)

Der Körper kann durch eigene Reserven zunächst eine verminderte Eisenaufnahme ausgleichen. Wenn die Depots jedoch aufgebraucht sind, wird auch die Neubildung der roten Blutkörperchen behindert und es kommt zur Blutarmut. Die ersten Symptome einer Eisenmangel-Anämie treten allerdings recht spät auf denn bis die Eisenspeicher des Körpers aufgebraucht sind dauert es mehrere Monate. Nehmen die Reserven ab, verringert sich einerseits die Größe der Blutkörperchen und andererseits kann auch das Knochenmark immer weniger rote Blutkörperchen produzieren. Die Folge sind dann Kopfschmerzen, starke Mündigkeit, Herzklopfen, ausgeprägte Hautveränderungen wie brüchige Fingernägel und Mundwinkeleinrisse. Oft fühlt sich der Betroffene dann müde und erschöpft, ist gereizt und abgespannt, vergesslich oder nervös.

Auch die nachfolgenden Symptome können auf zu niedrige Eisenwerte hindeuten:

  • Schwindel
  • Blasse Haut und Schleimhaut
  • Appetitlosigkeit
  • Innere Unruhe, Nervosität
  • Zungebrennen
  • Erhöhte Infektanfälligkeit und Schwächeanfälle
  • Rissige Lippen
  • Schluckbeschwerden
  • Kurzatmigkeit
  • Sodbrennen
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Hauttrockenheit
  • Brüchige Nägel, stumpfes, gespaltenes Haar sowie starker Haarausfall
  • Kältegefühl durch Störung der Wärmeregulation

Die Symptome bei schwerer Blutarmut:

In manchen Fällen wenn auch recht selten bilden sich in der Speiseröhre membranartige Strukturen bei Eisenmangel, die Schluckbeschwerden bewirken.

Des Weiteren kann zusätzlich zur Blutarmut eine Unterversorgung mit Eisen zu dem sogenannten Pica-Syndrom führen bei dem typische Symptome auftreten wie ein ausgeprägtes Verlangen nach Eis, Stärke oder Erde. Auch nächtliche Muskelkrämpfe in den Beinen sowie dünne und verformte Fingernägel sind kennzeichnend für das Pica-Syndrom.

Dipl.-W.Inf. Sebastian Fiebiger
Medizinjournalist

Hast Du den Verdacht, dass Du unter Eisenmangel leidest? Warum? Welche Symptome treten auf? Warst Du schon beim Arzt? Was hat der unternommen? Wirst Du schon behandelt? Hat sich Dein Zustand gebessert?

Schreib uns Deine Erfahrungen, Ergänzungen und Fragen – direkt unter diesem Artikel, in den Kommentaren. Du hilfst damit auch anderen Betroffenen.

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Kommentare:
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Zu diesem Beitrag gibt es erst 2 Kommentare. Schreib uns Deine Meinung!
  • 🕝 Blondy

    Vor 9 Wochen begannen Schwindel, Appetitlosigkeit und damit Gewichtsabnahme, Uebelkeit. Untersuchungen in Notaufnahme und späterer Krankenhaus Aufenthalt ergaben einen Natriummangel. Der wurde mit Infusionen ausgeglichen. Symptome halten bis heute an. Hausarzt weigert sich den Eisenspiegel zu bestimmen. Wollte auch die Bestimmung selbst bezahlen. Würde von ihm abgelehnt. Na, toll, was nun?

  • 🕝 Elvi

    Mir ging es vor 3 Jahren so ähnlich, allerdings mit einem Mückenstich, den ich leider in einem Tropischen Land hatte. Mein Heilpraktiker hat die Diagnose es sei was mit den Lymphdrüsen. Vor vier Wochen hat mein Hausarzt mir Blut abgenommen um meine Werte zu bestimmen, wahrscheinlich war es wieder nur das kleine Blutbild und ich entschloss mich, einen Selbsttest Eisen zu besorgen, der viel positiv aus. Ich sprach mit meinem Heilpraktiker der empfahl mir ein Eisen Präparat, jetzt muss ich erstmal schaun wie es weitergeht. Mein Hausarzt wird sicherlich keine 2. Blutprobe machen.
    Leider dürfen ja Heilpraktiker keine Blutprobe mehr machen, schade.

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