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Symptome und Anzeichen
Hashimoto Symptome

Nach medizinwissenschaftlichen Standards erstellt und geprüft. [Hinweise]
Hashimoto - Antikörper attackieren die Schilddrüse

Hashimoto – Antikörper attackieren die Schilddrüse – schematische Darstellung
(Abb.: Tyrannosaurus | Bigstock)

Was ist Hashimoto?

Hashimoto-Thyreoiditis (umgangssprachlich auch einfach Hashimoto) ist eine entzündliche Autoimmunerkrankung, bei der es zu einer chronischen Entzündung der Schilddrüse kommt. Die Krankheit ist nach dem japanischen Arzt Hakaru Hashimoto benannt, der sie im Jahr 1912 als erster Mediziner beschrieben hat.

Lesezeit: 6 Minuten

Hashimoto Symptome

Die Symptome des Hashimoto-Syndrom unterscheiden sich je nach der Phase der Erkrankung. Treten anfänglich häufig Symptome auf, die auf eine Schilddrüsenüberfunktion zurückzuführen ist, wechselt die Symptomatik beim Übergang in eine Schilddrüsenunterfunktion:

Symtome der Schilddrüsenüberfunktion

Symptome der Schilddrüsenüberfunktion
unerklärlicher Gewichtsverlust
Durchfall
übermäßiges Schwitzen
Herzklopfen
Zittern
Unruhe
Hitzewallungen
Zyklusstörungen
Fruchtbarkeitsprobleme
Haarausfall
Nervosität
Bluthochdruck
Schlafstörungen
Ruhelosigkeit
Angespanntheit
Agressivität
Stimmungsschwankungen
Muskelkrämpfe
übermäßig feuchte Haut
starker Durst
Übelkeit
Erbrechen
Sehstörungen
Lichtempfindlichkeit
hervortretende Augäpfel
verstärkter Tränenfluss
Lidschwellungen
Kropf

Symptome der Schilddrüsenunterfunktion

Lage der Schilddrüse im menschlichen Körper

Lage der Schilddrüse im menschlichen Körper (Foto: Sebastian Kaulitzki | Shutterstock)

Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion
chronische Müdigkeit
Mattheit
Antriebslosigkeit
schnelle Erschöpfung
unerklärliche Gewichtszunahme
trockenes, stumpfes Haar
Haarausfall
niedriger Puls
geschwollene Augenlider, Beine und Arme
häufiges Frieren
Zyklusstörungen
Heiserkeit
Verstopfung
Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren
Gedächtnisstörungen
Bluthochdruck
Herzrasen
depressive Stimmung
Angstanfälle
Gereiztheit
Blähungen
Libidoverlust
Kribbeln in Händen und Armen
Tinnitus
Nachtschweiß
Verspannungen und Schmerzen im Nacken
brüchige Fingernägel
Schwellung der Nasenschleimhaut
Schwindel
Muskelschwäche
Sehstörungen
trockene Augen
erhöhte Leberwerte
Schlafstörungen
Kloß im Hals, Fremdkörpergefühl
plötzlich tiefere Stimme
hohe Cholesterinwerte
Fruchtbarkeitsstörungen
schlechte Wundheilung
Infektanfälligkeit

Die Symptome von Hashimoto im Detail

Schematische Darstellung der Schilddrüse

Schematische Darstellung der Schilddrüse (Abb.: Sciencepics | Bigstock)

Eines der wenigen sichtbaren Symptome, die zweifelsfrei einer Schilddrüsenfunktionsstörung wie dem Hashimoto-Syndrom zu zuzuorden sind, ist ein Kropf (medizinisch Struma). Diese Gewebevermehrung am Hals ist ein sicheres Zeichen dafür, dass die Schilddrüse nicht regelgerecht funktioniert. Aber sie alleine reicht nicht aus, um ein Hashimoto-Syndrom zu diagnostizieren. Da sich bei dieser Erkrankung oft zu Beginn eine Überfunktion der Schilddrüse einstellt sind die Symptome am Anfang vor allen Dingen Ruhelosigkeit, Nervosität, Schlafstörungen, Störungen des Schlaf- Wachrhytmus, warme und leicht feuchte Haut sowie Durst und ein Gewichtsverlust. Aufgrund des Eingriffs in den Hormonstoffwechsel bemerken Frauen auch oft ein Ausbleiben der Regel oder andere spürbare Veränderungen im Menstruationszyklus.

Symptome beim Übergang in die Unterfunktion

Die anfängliche Überfunktion geht dann in eine Unterfunktion über. Der Zeitraum dafür lässt sich schlecht abschätzen, da der Krankheitsverlauf sehr individuell ist. Der Übergang passiert schleichend, was das Einordnen der Symptome für die Betroffenen sehr schwierig macht. Einen Termin beim Arzt sollte man vereinbaren, wenn Symptome wie Gesichtsödeme (leicht geschwollenes Gesicht), ein Druckgefühl am Hals und eine schnelle und sehr starke Gewichtszunahme auftreten. Dies sind die am einfachsten einzuordnenden Symptome. Die Anzeichen sind aber zahlreicher. Neben den genannten gehören dazu auch häufiger Hustenreiz, trockene Schleimhäute, Haarausfall und brüchige Haare und Fingernägel. Durch die Beteiligung der Schilddrüsenhormone am Stoffwechsel kommt es recht schnell zu diesen Symptomen. Teil der weiteren, deutlich unspezifischeren Symptomatik sind Verdauungsstörungen, Müdigkeit und Konzentrationsstörungen.

Neurologische Symptome

Als Besonderheit bei Hashimoto können auch neurologische Störungen wie Schwindel und unsicherer Gang hinzukommen sowie epileptische Anfälle, Halluzinationen und andere andere psychiatrische Symptome auftreten -die sogenannte Hashimoto Enzephalopathie.

Arztbesuch

Hashimoto - Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse

Hashimoto – Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse (Foto: Tyler Olson | Shutterstock)

Wer eine Kombination aus den aufgezählten Merkmalen bei sich bemerkt, sollte einen Termin vereinbaren. Ein Besuch beim Hausarzt reicht meist aus, da ein einfacher Bluttest recht schnell auf die Diagnose Hashimoto hindeutet.

Spezifische Hashimoto Symptome

Spezifische Hashimoto-Symptome
Muskelschmerzen und Gelenkschmerzen
Hautveränderungen
trockene Schleimhäute
Stimmungsschwankungen
Schwindel
Schwächegefühl
reduzierte Leistungsfähigkeit
Verdauungsprobleme
geschwollene Lymphknoten
erhöhte Leberwerte
stecknadelkopfgroße, weiße Flecken auf den Unterarmen
Fieber
erhöhte Entzündungsparameter

Die Fehlfunktion der Schilddrüse ist nur ein Merkmal der Hashimoto-Thyreoiditis. Da es sich hierbei um eine Autoimmunerkrankung handelt, treten ganz spezielle Symptome auf, die nicht bei einer normalen Unter- oder Überfunktion zu verzeichnen sind. Dies können ganz verschiedene Anzeichen sein, wie beispielsweise Hautveränderungen wie Rosazea (Kupferfinne, eine schuppige Rötung der Haut, die auch geschwollen sein kann) oder Urticaria (Quaddeln oder auffällige, teilweise juckende Hautrötungen). Möglich sind auch stecknadelkopfgroße, weiße Flecken auf den Unterarmen, die keine weiteren Beschwerden auslösen. Neben der Hautsymptomatik finden sich bei Autoimmunerkrankungen auch erhöhte Leberwerte, manchmal Fieber, Muskelschmerzen und Gelenkschmerzen sowie eine allgemeine Schwäche und geringe körperliche Belastbarkeit. Da es sich bei dieser Art von Krankheit um entzündliche Vorgänge im Körper handelt sind die Entzündungsparameter im Labor eigentlich immer leicht erhöht.

Hashimoto Varianten

Bisher sind zwei verschiedene Grundformen der Krankheit bekannt. Die Hashimoto-Thyreoiditis mit Vergrößerung der Schilddrüse und die Ord-Thyreoiditis mit einer Verkleinerung der Schilddrüse. Beide Formen zeigen sich in ihrer Symptomatik sehr ähnlich und können ineinander übergehen. Die ersten Symptome sind ein Zittern der Hände, erhöhte Reizbarkeit, Herzrhythmusstörungen, feuchtwarme Haut und plötzlicher Heißhunger sowie ein übermäßiger Durst. Trotz guter Ernährung kann es zu sichtbarem Gewichtsverlust kommen. Frauen haben unregelmäßige oder verstärkte Regelblutungen.

Verbreitung

Hashimoto gehört zu den häufigsten Autoimmunerkrankungen. Man schätzt die Verbreitung in Deutschland auf ein bis zwei Prozent der Bevölkerung. Dazu kommt eine hohe Rate von 5-10 Prozent latent subklinisch verlaufender Hashimoto-Erkrankungen, die sich symptomfrei entwickeln und nicht diagnostiziert werden.

Folgen

Im Verlauf der Krankheit kann es vorkommen, dass das Schilddrüsengewebe fast vollständig zerstört wird. Dieser Vorgang basiert auf einem fehlgeleiteten Prozess von T-Lymphozyten, der sich anfänglich in einer Schilddrüsenunterfunktion zeigt.

Ursachen

Die Ursachen der Erkrankung konnten bislang nicht identifiziert werden. Als Risikofaktoren gelten genetische Vorbelastungen und schwere Viruserkrankungen sowie verschiedene Umwelteinwirkungen. Auch ein zu hoher Konsum von Jod steht im Verdacht, Hashimoto zu begünstigen. Die Erkrankung ist nicht heilbar, kann aber gut behandelt werden.


Medizinjournalist


Leidest Du unter Hashimoto oder hast Du den Verdacht, dass es so ist?

Was hast Du bisher unternommen? Wie wurdest Du untersucht und behandelt? Welche Symptome treten bei Dir auf?

Schreib uns Deine Erfahrungen, Ergänzungen und Fragen – direkt unter diesem Artikel, in den Kommentaren. Du hilfst damit auch anderen Betroffenen.

Quellen

  • ICD-10: E06.3 Autoimmunthyreoiditis
  • Ärztliche Anlaufstellen: Hausarzt, Allgemeinmediziner, Endokrinologe
  • Hashimoto thyroiditis: Clinical and diagnostic criteria – Autoimmunity Reviews – Volume 13, Issues 4–5, April–May 2014, Pages 391-397 – P.Catureglia, A. De Remigis, N.R. Rose – PMID: 24434360 – DOI: 10.1016/j.autrev.2014.01.007
  • Hashimoto encephalopathy: literature review – J. Y. Zhou B. Xu J. Lopes J. Blamoun L. Li – Acta Neurol Scand. 2017 Mar;135(3):285-290. Epub 2016 Jun 20. – PMID: 27324276 DOI: 10.1111/ane.12618
  • Hashimoto’s thyroiditis – an independent risk factor for papillary carcinoma – Uhliarova, Barbora ; Hajtman, Andrej – Brazilian Journal of Otorhinolaryngology, November 2018, Vol.84(6), pp.729-735 – DOI: 10.1016/j.bjorl.2017.08.012
  • Association between Hashimoto’s Thyroiditis and Thyroid Cancer in 64,628 Patients – Resende De Paiva, Christina ; Grønhøj, Christian ; Feldt-Rasmussen, Ulla ; Von Buchwald, Christian – Frontiers in Oncology, 2017, Vol.7 – DOI: 10.3389/fonc.2017.00053 – PMCID: 5385456 – PMID: 28443243
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Kommentare:
  • Anonymous

    Ich weiß nicht wie alt der Artikel mittlerweile ist, aber wie manche hier schon dazu geraten haben, ist das WICHTIGSTE bei (Verdacht auf) Hashimoto, sich einen Arzt zu suchen, der mit der Krankheit vertraut ist. Wenn der bisherige Arzt der Meinung ist, dass eine jodbedingte Schilddrüsenunterfunktion und Hashimoto ja quasi dasselbe wären, bitte nie wieder dorthin gehen – zumindest nicht dafür.
    Hashimoto hat bei mir nämlich genau aus dem Grund nochmal einen ordentlichen „Aufschwung“ bekommen. Innerhalb von weniger als zwei Monaten ist mein TSH damals um über 10 gestiegen. Ich denke, ich muss nicht genauer erläutern, wie es mir körperlich und psychisch alleine in jedem Zeitraum ging.
    Ich leide nicht unter dem typischen Symptom Gewichtszunahme. Zwar fällt es mir schwer, Gewicht zu verlieren, aber ich nimm auch nicht zu.
    Hauptsymptome sind bei mir massive Verdauungsschwierigkeiten (bis hin zu völliger Verstopfung), depressiver Zustand inkl. Suizidgedanken (zu schlimmsten Unterfunktionszeiten war das jedenfalls so), Kälteempfindlichkeit, teils apathischer Gesamtzustand, Wortfindungsstörungen (zu dem Zeitpunkt war ich Mitte 20 – als Beispiel: Ich konnte Alltagswörter wie „Gabel“ nicht mehr benennen).
    Wenn ich nach einem Unterfunktionszustand wieder weitgehend gut eingestellt bin, hat das einen Effekt als würde sich Nebel oder Watte im Kopf auflösen.
    Trotz allem habe ich auch eine positive Nachricht: Fast alle Symptome sind so gut wie verschwunden seitdem ich gut eingestellt bin. Wenn ich doch wieder in eine Unterfunktion gerutscht bin, verschwanden sie viel früher wieder, wenn wieder eine Nach-Einstellung gefolgt ist.
    Von daher: Guten Arzt suchen und wieder gesund werden, es lohnt sich!

  • Anonymous

    Im Sept. 2009 wurde meine Schilddrüse komplett entfernt. Dabei wurde ein pap. Karzinom sowie ein Hashimoto diagnostiziert. Das Karzinom wurde mittels mehrerer Radiojodtherapien erfolgreich behandelt. Seit der Zeit werde ich mittels Thyroxin in einer künstlichen Überfunktion gehalten. Mein TSH soll sich um 1,0 befinden. Das macht neben den üblichen Überfunktionsbeschwerden nach wie vor Beschwerden, die ich auf immer noch bestehende Hashimoto-Schübe zurück führe. Diese Autoimmunerkrankung, die primär die Schilddrüse angreift ist ja nicht mit der Entfernung der Schilddrüse automatisch mit entfernt, sondern besteht wohl weiterhin. Viele Ärzte, sogar Fachärzte wie Nuklearmediziner oder Endokrinologen sind da allerdings anderer Meinung und behaupten Hashimoto wäre nicht mehr vorhanden, da ja keine Schilddrüse mehr vorhanden sei, die angegriffen werden könnte. Also muss man als Betroffene schön selber schauen, dass man einigermaßen gut mit Medikamenten eingestellt ist und auch die Nebenbaustellen wie Mineralien- und Vitaminversorgung, besonders Vit D im Auge behalten. Traurig!

  • Anonymous

    Hallo, bin gerade auf diesen Artikel gestossen.
    Was soll ich sagen….
    Mir geht es beschi……
    Noch hat mir kein Arzt irgendetwas bestätigt.
    Meine Symptome sind um es kurz zu fassen:
    Nackenverspannung, Rückenschmerzen, Blähungen, Verstopfung, Herzklopfen, Herzstolpern, manchmal Wortfindungsstörung, Augenprobleme, niedrige Körpertemperatur, niedriger Puls unter 60 (jeder Arzt fragt ob ich Hochleistungssport treibe), Blutdruckschwankungeg, extrem trockener Mund, Schlafstörungen, Panickattacken, Schwindel , immer Entzündungswerte im Körper und noch einige mehr.
    Natürlich ist es nicht immer alles auf einmal aber es wechselt sich ab und es sind meistens Schübe, es gibt kaum noch Tage wo es mir einigermassen gut geht.
    Es wurde vor ca. 5 Jahren ein heisser Knoten festgestellt, der war damals ca. 0.4 cm groß
    Jetzt also nach fast 5 Jahren ist er bei ca. 2 cm.
    Die Schilddrüse soll bei nächster Kontrolle eventuell punktiert werden.
    Was meint ihr?
    Kann das mit der Schilddrüse zusammen hängen?
    Es kann nicht sein dass die Ärzte immer schön alles auf die Psychen schieben wenn sie nicht weiter wissen und Antidepressiva verschreiben.

  • Anonymous

    Hashimoto? – Ich halte das nicht für ausgeschlossen.

    Auffallende Augäpfel hatte ich wohl schon vor vielen Jahren, als ich bei einem Verwandtschaftsbesuch im Krankenhaus zuerst von einer Schwester und später während der Visite vom Arzt angesprochen wurde. Tenor: ich solle mal meine Schilddrüse testen lassen, denn ich sähe „nach Schiolddrüse“ aus. Das veranlasste dann mein Hausarzt und in den folgenden Jahren wurde das Blut regelmäßig untersuchtD darüber hinaus hatte ich auch mehrere Szintigramme. – Die Ergebnisse waren immer negativ und die Schiulddrüse „schön Schmetterlingsförmig“.

    Etwa 2006 / 2007 fiel dann erstmals der große Haarausfall auf. Ich war angespannt, stellte Lidschwellungen fest und sah schlecht – häufig auch schlecht aus.
    Da ich mit der häuslichen Palliativpflege beschäftigt war, ließ ich nur die Augen erneut untersuchen und machte sehr schlechte Erfahrungen mit der Nachfolgerin meines Augenarztes. meine Augen waren angeblich super, während ich keine Zeitung mehr ohne Lupe lesen konnte.

    Nach dem Ende der Palliativpflege traten mit einem Vierteljahr Verzögerung Herzsymptome auf. Ich ließ diese anginapektorisartigen Beschwerden untersuchen und das Herz war o.k.. – Die Symptome waren nach 3 Monaten wie weg geblasen, so dass ich dachte, diese Probleme könnten die Folge der Pflegetätigkeit sein.
    Die oben schon genannten Symptome blieben und ein selbst gezahltes Trichogramm sorgte für den Vorschlag einer geschäftstüchtigen Hautärztin, doch mal einige Injektionen mit Mikronährstoffen zu machen. – Es war mir zu teuer.

    Ein Gewichtsverlust trat auch ein. Obwohl ich mich sehr selten mal gewogen hatte (ich war immer gertenschlank) tat ich das auf Anraten meines Hausarztes dann regelmäßig und führte auch ein Tagebuch darüber. Irgendwann kam die Sache zum Stillstand und so nahmen wir an, auch der Gewichtsverlust sei eine Folge der Pflege gewesen.

    Gleichzeitig stellten sich Schlafstörungen ein. Ich war über einen langen Zeitraum hinweg oft ganze Nächte wach und schlief dann irgendwann am Tag mal 2 – 3 Stunden. – Als Ursache vermuteten wir die „Spätfolge von Hausfriedensbruch und Einbrüchen während meiner Anwesenheit“ – trotz wiederholtem Schlosstausch über Monate hinweg. (Polizeiliche Ermittlungen gegen meine fiesen Nachbarn und Stalker gab es nicht.)
    Außer den Schlafstörungen hatte ich in diesen Monaten gelegentlich Herzstolpern und Kribbeln in Armen und Händen. Haufig Nachtschweiß (manchmal am Oberkörper, meist aber im Nacken) und manchmal trockene Augen, was besonders beim Aufwachen sehr unangenehem aufffiel.

    Ende 2015 stellte ich das Rauchen ein. Ich war mit meist 5 Zigaretten am Tag ein Wenigraucher, nahm aber dennoch im Jan und Feb 2016 etwas zu. Die Luftversorgung durch die Nase verbesserte sich jedoch nicht wie erwartet und ein nach Jahren erneuter HNO – Termin sorgte dafür, dass ich endlich einen anderen HNO suchte. Der schlug ganz klar eine OP vor, wollte mir aber keine „Fenster“ verpassen. Im Juni 2016 wurde die Nasenscheidewand begradigt und die Nasenmuscheln verkleinert. Anfangs bekam ich toll Luft durch die Nase, inzwischen habe ich aber erneut das Gefühl, die Nase sei ständig verstopft.

    Mein Gewicht stieg im Laufe des Jahres 2016 um gute 15 kg, obwohl ich an meiner Ernährung nichts änderte. Die Schlafstörungen änderten sich von „nie“ in „ständig“ müde, meine Fingernägel brechen ständig weg, das Nagelbett entzündet sich regelmäßig nach der Manicure, der Haarausfall besteht nach wie vor und seit etwa Mitte 2016 habe ich extreme Schmerzen in beiden Füßen, die dann auch stark anschwellen.

    Ich ging wie immer zuerst zum Hausarzt (Nachfolger des o.g. Arztes) und achtete darauf, dass alle möglichen Ursachen für die Fußschmerzen überprüft wurden. Das Ergebnis: Ich bin gesund und habe gute Blutwerte.
    Beim Orthopäden sah das anders aus. Er ordnete eine erneute Blutuntersuchung an. Ergebnis: Yersinia – Infektion. Es gab Antibiotika und Schmerzmittel. Da die Entzündungen mit Gelenkergüssen blieben, wurde ein Szintigramm erstellt, das eindeutige Entzündungen in den Fuß- und Sprunggelenken auswies. Das anschließende MRT zeigte noch eine beidseitige Plantarfasziitis. Die Gelenkentzündungen scheinen nach einer RSO – Behandlung abzuklingen. Die Fasziitis samt Fersensporn muss dann halt weiter behandelt werden.

    Trotz bakterieller Infektion, deren Spätfolge sehr wohl eine reaktive Arthritis sein kann, vermute ich inzwischen eher Hashimoto.

    Gründe: etliche Symtome der Überfunktion bzw. Unterfunktion (teilweise auch paralell) passten. Ich hatte zwar keine Schwindelgefühle, stellte aber wiederholt Unsicherheiten im Gang fest, den ich persönlich auf die Fußschmerzen schob. Einmal wurde ich – natürlich nüchtern – für Betrunken gehalten und man wollte mich nach Hause bringen.

    Kürzlich brach mein Hausarzt das Belstungs – EKG ab, weil der Blutdruck zu sehr in die Höhe schoss. Es folgte eine Langzeit – Blutdruckmessung. Seither soll ich Blutdrucksenker einnehmen, die ich jedoch nicht nehmen möchte. – Wann immer ich meinen Blutdruck messe (regelmäßig) / messen lasse (z.B. beim Gynäkologen) ist der normal. Ich weiß dass ich vom Idealgewicht in ein leichtes Übergewicht gerutscht bin und allein das einen Blutdruckanstieg verursachen kann. Ebenso weiß ich, dass das Handgelenkmessgerät nich so genau ist, wie andere Methoden. Dennoch aber glaube ich nicht an einen einfachen Bluthochdruck, denn ich fühle mich so mies wie nie zuvor, obwohl es mir nach dem Rauchverzicht doch angeblich besser gehen sollte.

    Mein (neuer) Arzt hatte kein Szintigramm angeordnet. Es wurde nur das Blut zur Schilddrüsenuntersuchung herangezogen. Alle anderen Blutwerte waren angeblich o.k. (was mich angesichts inzwischen nachgewiesener Entzündungen und einer Yersinia – Infektion schon sehr wundert).

    Über das bislang Erwähnte hinaus habe ich die folgenden Symptome bereits seit längerer Zeit: Leistungsfähigkeit reduziert, Müdigkeit (oft schlagartig nach dem Essen), Verdauungsprobleme, Entzündungen, hin und wiueder punktförmige Hautblutungen, gelegentlich Muskel- und Gelenkschmerzen, in letzter Zeit häufig nächtliche Krämpfe in den Beinen.
    Außerdem habe ich die – hier als spezifisch bezeichneten – weißen Flecken auf den Unterarmen. –

    Doch was nützen alle Vermutungen, Querverweise bzw. Hinweise (biologisch – sachlich begründet), wenn die Untersuchungen ein anderes Bild ergeben?
    Zur Erinnnerung: meine Blutwerte sind o.k. und ich völlig gesund, während ich mich so krank wie noch nie fühle und wegen entzündeter Gelenke und Sehnen in den Füßen seit inzwischen einem Jahr keinen Schritt mehr ohne extreme Schmerzen machen kann.
    Und während ich mir fast einen Rollator wünschte (Anlaufschmerzen, Belastungsschmerzen und Ruheschmerzen) und bereits glaubte, dass der Rollstuhl nicht mehr fern sei, entdeckte eben jene Blutuntersuchung keine bakterielle Infektion, die entsprechend der vom Orthopäden veranlassten Blutuntersuchung bereits seit längerer Zeit gegeben sein musste.

  • W.

    Bei mir, männlich 65 Jahre alt hat der Hausarzt bei einer Blutuntersuchung des TSH Wert mitbestimmen lassen. Nachdem dieser Wert geringfügig erhöht war, schickte er mich zur Nuklearmedizin. Die Sonographie zeigte keine Auffälligkeiten, die Stoffwechsellage war normal. Jedoch der Anti-TPO war um die 5000 U/ml. Das reichte dann wohl aus, um Hashimoto zu diagnostizieren. Allerdings fühle ich mich vollkommen gesund und habe nicht die geringsten Symptome die so oft bei dieser Autoimmunerkrankung auftreten. Das gibt es also offenbar auch?! Wenn ich über den Leidensweg vieler Hashimoto-Patienten lese, dann denke ich manchmal mein Laborwert des Anti-TPO wurde vielleicht vertauscht und ich habe vielleicht gar kein Hashimoto. Und ganz seltsam, auch ohne Symptome und trotz normaler Stoffwechsellage, empfahl man mir die Einnahme gering dosierter Schilddrüsenhormone. Da weiss man nun wirklich nicht was man machen soll. Am besten erstmal gar nichts. Wäre in meinem Fall sicherlich besser gewesen der Hausarzt hätte nie den TSH Wert mitbestimmen lassen. Dann wäre ich vielleicht irgendwann 90 Jahre alt, ohne je zu wissen, dass ich Hashimoto habe.

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