Die typischen Anzeichen des KarpaltunnelsyndromsKarpaltunnelsyndrom Symptome, Ursachen und Behandlung

Mit welchen Symptomen sich das Karpaltunnelsyndrom äußert, was wirklich dahinter steckt, welche Ursachen dahinterstehen und wie das CTS behandelt wird.

Karpaltunnelsyndrom - Typisches Leiden von Computerarbeitern

Karpaltunnelsyndrom – Typisches Leiden von Computerarbeitern (Foto: Robert Kneschke | Shutterstock)

Karpaltunnelsyndrom Symptome

  • Empfindungsstörungen
  • Kribbeln
  • Schmerzen
  • Kraftminderung der Handmuskulatur
  • Taubheitsgefühl
  • Beschwerden treten in den ersten drei Fingern (Daumen, Zeigefinger, Mittelfinger) auf
  • Probleme mit der Feinmotorik
  • Schwierigkeiten beim Greifen
  • Gefühl wie bei eingeschlafenen Fingern
  • gestörter Tatsinn

Was ist das Karpaltunnelsyndrom?

Als Karpaltunnel wird der Raum zwischen dem Handwurzelknochen und dem darüber liegenden Karpalband bezeichnet. Durch diesen Tunnel verläuft unter anderem auch der Medianus-Nerv, der für die Empfindungsfähigkeit und Steuerung von weiten Teilen der Hand zuständig ist.

Vom Karpaltunnelsyndrom spricht man dann, wenn eine Schädigung des Medianus-Nervs vorliegt. Diese entsteht, wenn der Karpaltunnel verengt ist und es zu einem Missverhältnis zwischen seiner Größe und den darin vorhandenen Strukturen kommt. Aufgrund des begrenzten Raumes innerhalb des Karpaltunnels steigt in einem solchen Fall der Druck auf die Gefäße, was dazu führt, dass diese zusammengedrückt werden und den Medianus-Nerv nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgen können.

Vom Karpaltunnelsyndrom sind zumeist ältere Menschen betroffen, wobei der Anteil der Frauen drei- bis viermal so hoch ist wie der der Männer. Jedoch können auch jüngere Menschen, zumeist bedingt durch eine dauerhafte Überlastung der Hand, ein Karpaltunnelsyndrom entwickeln

Die ersten Anzeichen

Zu den ersten Auswirkungen des Karpaltunnelsyndroms zählen leichte Schmerzen im Handbereich. Typisch ist vor allen Dingen auch ein nächtliches Einschlafen der Hand, das im Versorgungsbereich des Medianus-Nervs auftritt. Befindet sich die Erkrankung bereits in einem weiter fortgeschrittenen Stadium, so können auch verstärkt Schmerzen beim Greifen auftreten, die den Gebrauch der Hand deutlich einschränken. Bleibt das Karpaltunnelsyndrom unbehandelt, kommt es häufig zu einem Abbau der Muskeln, der insbesondere im Bereich des Daumenballens auftritt.

Karpaltunnel

Karpaltunnel (Foto: Alila Medical Media | Shutterstock)

Operation, Schiene und Kortison

In weniger schweren Fällen ist das Karpaltunnelsyndrom häufig ohne eine Operation in den Griff zu bekommen. Dies geschieht bspw. durch die Zuhilfenahme von Schienen, dem Tragen von Stützverbänden oder dem Einsatz von Kortison. Ist die Erkrankung bereits weiter fortgeschritten, wird eine Operation zumeist unumgänglich. Hierbei entlastet der Chirurg den Medianus-Nerv indem er die als Dach des Karpaltunnels fungierende Bandstruktur spaltet und somit mehr Platz schafft. Eine solche Operation ist relativ unkompliziert und kann in der Regel sogar ambulant durchgeführt werden.

Sebastian Fiebiger: Leidest Du unter dem Karpaltunnelsyndrom? Bist Du in Behandlung? Was hat Dir der Arzt empfohlen? Hilft es? Hast Du Tipps für andere Betroffene? Schreib uns Deine Erfahrungen, Ergänzungen und Fragen! Wir freuen uns über Deinen Kommentar – direkt unter diesem Artikel. Du hilfst damit auch anderen Lesern.

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