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Symptome

Leberzirrhose Symptome

Nach medizinwissenschaftlichen Standards erstellt und geprüft. [Hinweise]
Leberzirrhose

Gesunde Leber vs. Leberzirrhose (Abb. eranicle | Shutterstock)

Mit welchen typischen Symptomen sich eine Leberzirrhose bemerkbar macht, was dann zu tun ist und was es dabei unbedingt zu beachten gilt.

ICD-10: K70.3 Alkoholische Leberzirrhose, K74 Fibrose und Zirrhose der Leber

Ärztliche Anlaufstellen: Hausarzt, Allgemeinmediziner, Internist, Leberzentren / Leberspezialist

Lesezeit: 3 Minuten

Leberzirrhose Symptome

Chronische Leberschädigungen verlaufen oft lange Zeit symptomlos und machen sich erst in einem späten Stadium der Erkrankung bemerkbar.

Die typischen Anzeichen der Leberzirrhose
Rötung der Handinnenflächen
Ödeme
gelbe Haut und Augen (Ikterus)
glatte, trockene und glänzend-rote Zunge (Lackzunge)
Lacklippen
Druckgefühl im Oberbauch
weiße Fingernägel
eingerissene Mundwinkel
Hautveränderungen in Form von Spinnenweben (Spider-Naevi)
chronische Müdigkeit
verminderte Leistungsfähigkeit
Konzentrationsschwierigkeiten
unerklärlicher Gewichtsverlust
ständiges Schwitzen
Oberbauchschmerzen
fahle Haut
Juckreiz
Haarausfall am Bauch (Bauchglatze)
Wölbung von Finger- und Fußnägeln (Uhrglasnägel)
Muskelabbau
Völlegefühl
Störungen des Menstruationszyklus
Blutungen
Übelkeit
Appetitverlust
dünne, knittrige Haut (Geldscheinhaut)
deutlich sichtbare Blutgefäße
erhöhter Blutdruck
Krampfadern der Speiseröhre
aufgeblähter Bauch
Störungen der Libido
Gedächtnisstörungen
Stimmungsschwankungen
Bewusstseinsstörungen
Potenzsstörungen
Schrumpfen der Hoden
Bildung einer männlichen Brust
Zittern der Hände

Was tun?

Leberzirrhose Symptome

Symptome, die auf Lebererkrankungen hinweisen, sollten immer ärztlich abgeklärt werden (Foto: Image Point Fr | Shutterstock)

Wer den Verdacht hat, unter einer Leberzirrhose zu leiden, sollte umgehend einen Arzt aufsuchen. Hausarzt, Allgemeinmediziner oder Internist sind dafür die richtigen, ersten Anlaufstellen und können ggf. an Spezialisten weiterverweisen.

Leberschädigungen verursachen erst spät Beschwerden und ein früher Behandlungsbeginn ist entscheidend für die Prognose. Leberschädigungen lassen sich in aller Regel labordiagnostisch gut erfassen. Man wird also in aller Regel eine Blutuntersuchung durchführen und die Leber mittels Ultraschall untersuchen.

Eine Leberzirrhose ist i.d.R. irreversibel und betroffene Patienten brauchen meist eine Organspende. Da die leberschädigenden Faktoren heute aber bekannt sind, lässt sich eine Zirrhose bei rechtzeitiger Behandlung in den meisten Fällen verhindern.

Was ist eine Leberzirrhose?

Lage der Leber im menschlichen Körper

Lage der Leber im menschlichen Körper (Abbildung: Nerthuz | Shutterstock)

Unter einer Leberzirrhose wird eine irreversible Schädigung der menschlichen Leber verstanden. Die Zirrhose steht meist am Ende eines jahrelangen Prozesses und stellt das Endstadium chronischer Lebererkrankungen dar.

In Deutschland gehen die meisten Leberzirrhosen auf Alkoholmissbrauch (rund 50 Prozent) und die chronischen Formen der Hepatitis (meist Hepatitis C) zurück. Rund 200.000 Menschen erkranken hierzulande jährlich neu an einer Leberzirrhose. Davon sind rund zwei Drittel männlichen Geschlechts.

Eine Leberzirrhose entsteht durch den ständigen Wechsel zwischen Lebergewebszerstörungen und anschließender Regeneration. Die Vernarbung des Gewebes macht das Organ dysfunktional und stört die Durchblutung.

Inzwischen geht man davon aus, dass in Industrieländern rund 10 Prozent der Leberzirrhosen auf das Konto von Fehl- und Überernährung gehen. Menschen mit Übergewicht entwickeln oft zunächst eine Fettleber, die in chronische Entzündungen eskalieren kann. (Fettleber-Hepatitis / Steatohepatitis)


Medizinjournalist


Sebastian () arbeitet seit Jahren für medizinische Onlinemedien. Er engagiert sich ehrenamtlich in BOINC-Projekten zur Krebsforschung. Sebastian ist verheiratet, hat ein Kind und lebt in Berlin.

Patientenerfahrungen

Haben Sie den Verdacht, dass Sie unter einer Leberzirrhose leiden? Warum? Welche Symptome können Sie an sich beobachten? Waren Sie schon beim Arzt? Beim Spezialisten? Welche Untersuchungen hat der veranlasst? Wie waren die Ergebnisse? Werden Sie bereits behandelt? Wie erfolgreich ist die Therapie? Haben Sie Tipps oder Ratschläge für andere Betroffene? Wissen Sie etwas über die Leberzirrhose, das hier fehlt?

Schreiben Sie uns Ihre Erfahrungen, Ergänzungen und Fragen – direkt unter diesem Artikel, in den Kommentaren. Sie helfen damit auch anderen Betroffenen.

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