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Symptome

Leberzirrhose Symptome

Leberzirrhose

Gesunde Leber vs. Leberzirrhose (Abb. eranicle | Shutterstock)

►︎ ICD-10: K70.3 Alkoholische Leberzirrhose, K74 Fibrose und Zirrhose der Leber

Leberzirrhose Symptome

Chronische Leberschädigungen verlaufen oft lange Zeit symptomlos und machen sich erst in einem späten Stadium der Erkrankung bemerkbar.

Die typischen Anzeichen der Leberzirrhose
Rötung der Handinnenflächen
Ödeme
gelbe Haut und Augen (Ikterus)
glatte, trockene und glänzend-rote Zunge (Lackzunge)
Lacklippen
Druckgefühl im Oberbauch
weiße Fingernägel
eingerissene Mundwinkel
Hautveränderungen in Form von Spinnenweben (Spider-Naevi)
chronische Müdigkeit
verminderte Leistungsfähigkeit
Konzentrationsschwierigkeiten
unerklärlicher Gewichtsverlust
ständiges Schwitzen
Oberbauchschmerzen
fahle Haut
Juckreiz
Haarausfall am Bauch (Bauchglatze)
Wölbung von Finger- und Fußnägeln (Uhrglasnägel)
Muskelabbau
Völlegefühl
Störungen des Menstruationszyklus
Blutungen
Übelkeit
Appetitverlust
dünne, knittrige Haut (Geldscheinhaut)
deutlich sichtbare Blutgefäße
erhöhter Blutdruck
Krampfadern der Speiseröhre
aufgeblähter Bauch
Störungen der Libido
Gedächtnisstörungen
Stimmungsschwankungen
Bewusstseinsstörungen
Potenzsstörungen
Schrumpfen der Hoden
Bildung einer männlichen Brust
Zittern der Hände

Was tun?

Leberzirrhose Symptome

Symptome, die auf Lebererkrankungen hinweisen, sollten immer ärztlich abgeklärt werden (Foto: Image Point Fr | Shutterstock)

Wer den Verdacht hat, unter einer Leberzirrhose zu leiden, sollte umgehend einen Arzt aufsuchen. Hausarzt, Allgemeinmediziner oder Internist sind dafür die richtigen, ersten Anlaufstellen und können ggf. an Spezialisten weiterverweisen.

Leberschädigungen verursachen erst spät Beschwerden und ein früher Behandlungsbeginn ist entscheidend für die Prognose. Leberschädigungen lassen sich in aller Regel labordiagnostisch gut erfassen. Man wird also in aller Regel eine Blutuntersuchung durchführen und die Leber mittels Ultraschall untersuchen.

Eine Leberzirrhose ist i.d.R. irreversibel und betroffene Patienten brauchen meist eine Organspende. Da die leberschädigenden Faktoren heute aber bekannt sind, lässt sich eine Zirrhose bei rechtzeitiger Behandlung in den meisten Fällen verhindern.

Was ist eine Leberzirrhose?

Lage der Leber im menschlichen Körper

Lage der Leber im menschlichen Körper (Abbildung: Nerthuz | Shutterstock)

Unter einer Leberzirrhose wird eine irreversible Schädigung der menschlichen Leber verstanden. Die Zirrhose steht meist am Ende eines jahrelangen Prozesses und stellt das Endstadium chronischer Lebererkrankungen dar.

In Deutschland gehen die meisten Leberzirrhosen auf Alkoholmissbrauch (rund 50 Prozent) und die chronischen Formen der Hepatitis (meist Hepatitis C) zurück. Rund 200.000 Menschen erkranken hierzulande jährlich neu an einer Leberzirrhose. Davon sind rund zwei Drittel männlichen Geschlechts.
Eine Leberzirrhose entsteht durch den ständigen Wechsel zwischen Lebergewebszerstörungen und anschließender Regeneration. Die Vernarbung des Gewebes macht das Organ dysfunktional und stört die Durchblutung.

Inzwischen geht man davon aus, dass in Industrieländern rund 10 Prozent der Leberzirrhosen auf das Konto von Fehl- und Überernährung gehen. Übergewichtige Patienten entwickeln oft zunächst eine Fettleber, die in chronische Entzündungen eskalieren kann. (Fettleber-Hepatitis / Steatohepatitis)

Patientenerfahrungen?

Dipl.-W.Inf. Sebastian Fiebiger
Medizinjournalist

Hast Du den Verdacht, dass Du unter Leberzirrhose leidest? Warum? Welche Symptome kannst Du an Dir beobachten? Warst Du schon beim Arzt? Beim Spezialisten? Welche Untersuchungen hat der veranlasst? Wie waren die Ergebnisse? Wirst Du bereits behandelt? Wie erfolgreich ist die Therapie? Hast Du Tipps oder Ratschläge für andere Betroffene? Weißt Du etwas über die Leberzirrhose, das hier fehlt?

Schreib uns Deine Erfahrungen, Ergänzungen und Fragen – direkt unter diesem Artikel, in den Kommentaren. Du hilfst damit auch anderen Betroffenen.

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